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Wo ist das Problem mit jQuery?

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  1. Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: JensBröcher 12.04.20 - 13:48

    Es ist eine kompakte, nützliche Library mit einer einfach zu lernenden und eleganten Syntax. Millionen von Web-Entwicklern sind daran gewöhnt. Sicher, mittlerweile bietet auch Standard-JS viele, auch von jQuery inspirierte Funktionen, aber wieso soll jetzt jQuery unbedingt weg?

  2. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: Schnarchnase 12.04.20 - 13:58

    JensBröcher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist eine kompakte, nützliche Library mit einer einfach zu lernenden und
    > eleganten Syntax.

    Ich frage mich nur, warum gefühlt der größte Teil des auf jQuery aufbauenden Codes von unterdurchschnittlicher Qualität ist. Es mag sein, dass es einfach ist damit etwas irgendwie funktionierendes zusammenzuschustern, aber wenn man die Sprache dahinter nicht versteht kommt halt trotzdem Mist dabei raus.

    > Millionen von Web-Entwicklern sind daran gewöhnt.

    Millionen Fliegen können nicht irren?

    > Sicher, mittlerweile bietet auch Standard-JS viele, auch von jQuery
    > inspirierte Funktionen, aber wieso soll jetzt jQuery unbedingt weg?

    Ich glaube die Tendenz geht sehr stark in Richtung Frameworks wie Mithril, Svelte, Vue, React und Angular. Das bringt sicher einige Vorteile, aber auch wieder anders gelagerte Nachteile mit sich.

  3. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: fanreisender 12.04.20 - 14:26

    Muss nicht unbedingt weg. Bei den ganzen Bibliotheken wird es halt interessant, wenn C von B,. B wiederum von A abhängt oder so ähnlich. Ist schon besser, nicht solche Ketten einzubauen, um Fehler zu vermeiden, wenn es irgendwo in der Kette Updates gibt.

  4. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: fanreisender 12.04.20 - 14:29

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich glaube die Tendenz geht sehr stark in Richtung Frameworks wie Mithril,
    > Svelte, Vue, React und Angular. Das bringt sicher einige Vorteile, aber
    > auch wieder anders gelagerte Nachteile mit sich.

    Die Frage ist halt immer die, wie lange man sich auf eine Bibliothek als Unterbau verlassen kann.

  5. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: Tuxee 12.04.20 - 17:28

    JensBröcher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist eine kompakte, nützliche Library mit einer einfach zu lernenden und
    > eleganten Syntax.

    "Eleganter Syntax"... Naja. Ja, man ist es "gewöhnt". Methoden, die je nach Argumentanzahl mal als Setter oder Getter fungieren, einzelne Listener die mal eine eigene Methode spendiert bekommen, andere die mit generischen Methoden bedient werden. Dazu alles in eine endlose Wurst genudelt (da JS eben bei Linebreaks und Terminatoren etwas Sorgfalt und Verständnis erfordert) und die Seuche jeden noch so banalen Einzeiler in ein jQuery Skript zu quetschen...
    Zumindest in frühen Jahren war der Code von jQuery ein übles Machwerk mit allerlei "Annahmen" aber gefühlt wenig Wissen der Autoren. (Wir erinnern uns noch wie jQuery krachte, als die Enumeration von Properties im Chrome standardkonform nicht mehr den Vorstellungen von John Resig folgte; wie jahrelang Browser Sniffing als "alternativlos" verteidigt wurde, und dann doch auf Feature Detection gewechselt wurde, welche ulkigen Verrenkungen versucht wurden um einen DOMContentLoaded Event zu "simulieren"...)
    Last but not least: jQuery entstand - so wie andere Libraries (MooTools, vxJS, Dojo, whatever) um die *grundlegenden* Browserinkonsistenzen auszubügeln: DOM Manipulation, Event-Handling, Erweiterung nativer Datentypen, etc. Genau das braucht man heute aber alles nicht mehr.

  6. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: Tuxee 12.04.20 - 17:33

    Tja. Was hat in Sachen Web-Entwicklung schon Bestand? Ich gehe ohnedies davon aus, dass man Web-Applikationen alle 5-10 Jahre weitgehend neu macht. Und bei den erwähnten Beispielen reden wir auch von Frameworks. Die habe ich über den gesamten Stack einer Webanwendung und alle können irgendwann sterben. Oder welcher PHP Entwickler arbeitet heute noch mit dem Zend Framework?

  7. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: BLi8819 13.04.20 - 02:36

    In der Welt von JS etwa 5 Minuten.

  8. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: BLi8819 13.04.20 - 02:43

    Elegante Syntax? Finde ich nicht wirklich.

    jQuery hat vor allem dazu geführt, dass viele nie richtig JS gelernt haben.

  9. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: sofries 13.04.20 - 10:37

    Tuxee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja. Was hat in Sachen Web-Entwicklung schon Bestand? Ich gehe ohnedies
    > davon aus, dass man Web-Applikationen alle 5-10 Jahre weitgehend neu macht.
    > Und bei den erwähnten Beispielen reden wir auch von Frameworks. Die habe
    > ich über den gesamten Stack einer Webanwendung und alle können irgendwann
    > sterben. Oder welcher PHP Entwickler arbeitet heute noch mit dem Zend
    > Framework?

    Ehrlich gesagt kann man sich aber auch weniger abhängig von einzelnen Frameworks machen, wenn man App Logik und Darstellung voneinander trennt. Die Server Logik ist ja sowieso getrennt und nur noch per API Schnittstelle erreichbar.

    Die Applogik ist ja nur aktuelles JavaScript und total unabhängig vom Framework. Wenn man also von Vue auf React wechseln will oder später auf das nächste große Ding, muss man nicht die komplette App neu schreiben sondern nur noch die codezeilen für die Darstellung neu machen. Das kann man dann als redesign Verkaufen und die Kunden sind glücklich, obwohl unter der Haube noch viel vom alten Projekt genutzt werden kann.

  10. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: Tuxee 13.04.20 - 12:56

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tuxee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tja. Was hat in Sachen Web-Entwicklung schon Bestand? Ich gehe ohnedies
    > > davon aus, dass man Web-Applikationen alle 5-10 Jahre weitgehend neu
    > macht.
    > > Und bei den erwähnten Beispielen reden wir auch von Frameworks. Die habe
    > > ich über den gesamten Stack einer Webanwendung und alle können
    > irgendwann
    > > sterben. Oder welcher PHP Entwickler arbeitet heute noch mit dem Zend
    > > Framework?
    >
    > Ehrlich gesagt kann man sich aber auch weniger abhängig von einzelnen
    > Frameworks machen, wenn man App Logik und Darstellung voneinander trennt.
    > Die Server Logik ist ja sowieso getrennt und nur noch per API Schnittstelle
    > erreichbar.
    >
    > Die Applogik ist ja nur aktuelles JavaScript und total unabhängig vom
    > Framework. Wenn man also von Vue auf React wechseln will oder später auf
    > das nächste große Ding, muss man nicht die komplette App neu schreiben
    > sondern nur noch die codezeilen für die Darstellung neu machen. Das kann
    > man dann als redesign Verkaufen und die Kunden sind glücklich, obwohl unter
    > der Haube noch viel vom alten Projekt genutzt werden kann.


    Ja "nur noch". Ein Wechsel von Vue auf React ist ein Trippelschrittchen, gegenüber dem, was wirklich passiert. Eine 10 Jahre alte Webanwendung hat weder von Responsivität gehört, noch vom MVVM Frameworks, dafür ist sie IE7 kompatibel. Man macht das Frontend komplett neu. Eine 10 Jahre alte Anwendung setzt im Backend auf hoffnungslos veralteten Code, veraltete Bibliotheken und Frameworks (wenn der nicht regelmäßig aktualisiert wurde, was seltenst passiert). Ja, Darstellung und Logik SIND getrennt. Nach 5 bis 10 Jahren macht man trotzdem praktisch alles neu.

  11. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: Tuxee 13.04.20 - 12:58

    Die Build-Tools haben eine noch kürzere Lebenserwartung: npm, bower, yarn, gulp, grunt, browserify, webpack,..

  12. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: simonheinrich 13.04.20 - 13:19

    JensBröcher: Das frage ich mich auch jedes Mal wieder. Ich glaube es die alte Informatik-Krankheit über Dinge zu nörgeln, sobald ein gewisser Anteil der Menschen es beherrscht und nicht mehr auf die allwissenden Profis angewiesen ist. Sobald es einfach ist, eine große Community hat und eine flache Lernkurve aufweist wird es böse und schlecht und taugt nicht und .... wie PHP, Wordpress, Windows, Mysql, ....

  13. Re: Wo ist das Problem mit jQuery?

    Autor: wanne 14.04.20 - 11:52

    Alle deine Beispiele haben eines gemeinsam: Easy to learn hard to master. Und weil die, die so scharf auf easy to learn sind, sich garantiert nicht mit den Untiefen auseinander setzen, sind solche Technologieen ein Grant dafür, dass halbfunktionierende Müll raus kommt. Python und docker sind die gleiche Plage.
    Das hat nichts mit dem Alter zu tun. Um mal ein Antikbeispiel zu nennen: Java. Gilt auch als veraltet aber die passenden Server laufen bis heute weitestgehend Bugfrei. (Zumindest wenn man einen TLS terminating Proxy davor setzt. Das war aber schon immer sinnvoll.)

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