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  5. › Buchmesse: Elektrisierte Literatur

Völlig übertrieben..

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  1. Völlig übertrieben..

    Autor: Hidetora 14.10.11 - 15:50

    Also der Vergleich mit der Erfindung des Buchdruckes hinkt dann doch etwas...
    E-Books mögen vielleicht praktischer sein, aber mehr verändern sie auch nicht.

  2. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Jonah Ltd. 14.10.11 - 16:09

    Hidetora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also der Vergleich mit der Erfindung des Buchdruckes hinkt dann doch
    > etwas...
    > E-Books mögen vielleicht praktischer sein, aber mehr verändern sie auch
    > nicht.

    Ja, und das Internet ist auch nur ein Übertragungsmedium. Handschriftliche abgeschriebene Bücher haben auch eine ganz andere Haptik als gedruckte Billigware, und Post und Zeitung von einem Boten übergeben zu bekommen hat auch einen schön persönlichen Touch.

    Wenn man es auf "vielleicht praktischer" reduziert, gab es nicht eine einzige technische Revolution.

  3. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Dadie 14.10.11 - 16:10

    Hidetora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also der Vergleich mit der Erfindung des Buchdruckes hinkt dann doch
    > etwas...
    > E-Books mögen vielleicht praktischer sein, aber mehr verändern sie auch
    > nicht.

    In unserer westlichen Welt vielleicht. Aber gerade in den Schwellen-Ländern könnten eBooks eine ähnliche Revolution auslösen wie der Buchdruck seiner Zeit bei uns. Schulbücher z.B. sind teuer und nicht überall gibt es Buchläden mit einer großen Auswahl in diesen Ländern. Zum Teil haben die Kinder dort sehr weite Schulwege. Es lohnt sich also einen langen Schultag einzuplanen. Dies führt aber eben zu entsprechend vielen Fächern die alle oft gerne Bücher haben wollen. Entweder die Bücher werden in der Schule gelagert, womit die Kindern schlecht zu Hause lernen können. Oder die Kinder dürfen jeden Tag eine halbe Bibliothek mit sich herumschleppen. Natürlich wird die "Copyright"-Industrie etwas dagegen haben, aber man stelle sich vor es müsste nur ein Schulbuch gekauft werden und es könnte unter alle Schüler ohne weitere Kosten verteilt werden. Gerade für die armen Familien kann dies viel Geld bedeuten. Meiner Zeit durfte ich allein in der 7ten Klasse über 90¤ für Deutsch+Mathe+Englisch Buch bezahlen.

    Gerade um Bücher zu verbreiten ist das eBook-Medium auf dem Level des Buchdrucks. Man kann Medien einfacher und schneller vervielfältigen und verteilen. Es ist mit Sicherheit keine Revolution wie seinerzeit der Buchdruck aber eine doch entscheidende Evolution die nicht minder wichtig ist.

  4. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Hidetora 14.10.11 - 16:35

    Jonah Ltd. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hidetora schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also der Vergleich mit der Erfindung des Buchdruckes hinkt dann doch
    > > etwas...
    > > E-Books mögen vielleicht praktischer sein, aber mehr verändern sie auch
    > > nicht.
    >
    > Ja, und das Internet ist auch nur ein Übertragungsmedium. Handschriftliche
    > abgeschriebene Bücher haben auch eine ganz andere Haptik als gedruckte
    > Billigware, und Post und Zeitung von einem Boten übergeben zu bekommen hat
    > auch einen schön persönlichen Touch.
    >
    > Wenn man es auf "vielleicht praktischer" reduziert, gab es nicht eine
    > einzige technische Revolution.

    Ich glaube du bringst da was durcheinander.
    E-Books sind maximal ein kleiner Teil der digitalen Revolution, aber nicht direkt eine Revolution selbst. Man portiert einfach nur das Medium Buch in die digitale Welt. Allerdings hat das keinen Einfluss auf das Denken selbst. Es ist ja nicht so, dass man plötzlich anders liest nur dadurch, dass das Buch digital ist. Es verbraucht nur weniger Platz und wird anders vertrieben.
    Es kann nur sein, dass in Zukunft der Buchmarkt von wenigen großen Verlagen beherrscht wird.

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In unserer westlichen Welt vielleicht. Aber gerade in den Schwellen-Ländern
    > könnten eBooks eine ähnliche Revolution auslösen wie der Buchdruck seiner
    > Zeit bei uns. Schulbücher z.B. sind teuer und nicht überall gibt es
    > Buchläden mit einer großen Auswahl in diesen Ländern. Zum Teil haben die
    > Kinder dort sehr weite Schulwege. Es lohnt sich also einen langen Schultag
    > einzuplanen. Dies führt aber eben zu entsprechend vielen Fächern die alle
    > oft gerne Bücher haben wollen. Entweder die Bücher werden in der Schule
    > gelagert, womit die Kindern schlecht zu Hause lernen können. Oder die
    > Kinder dürfen jeden Tag eine halbe Bibliothek mit sich herumschleppen.
    > Natürlich wird die "Copyright"-Industrie etwas dagegen haben, aber man
    > stelle sich vor es müsste nur ein Schulbuch gekauft werden und es könnte
    > unter alle Schüler ohne weitere Kosten verteilt werden. Gerade für die
    > armen Familien kann dies viel Geld bedeuten. Meiner Zeit durfte ich allein
    > in der 7ten Klasse über 90¤ für Deutsch+Mathe+Englisch Buch bezahlen.
    >
    > Gerade um Bücher zu verbreiten ist das eBook-Medium auf dem Level des
    > Buchdrucks. Man kann Medien einfacher und schneller vervielfältigen und
    > verteilen. Es ist mit Sicherheit keine Revolution wie seinerzeit der
    > Buchdruck aber eine doch entscheidende Evolution die nicht minder wichtig
    > ist.

    Ja, aber das Schulwissen kann mittlerweile über das Internet vermittelt werden.
    Da braucht es keinen E-Bookreader.
    Und in Entwicklungs -bzw. Schwellenländern gibt es schon lange das OLPC- Projekt.

    Im universitären Bereich wird es Veränderungen geben, aber die finden schon längst alle statt. Die meisten Studenten leihen sich bei uns an der Uni die Bücher, sofern verhanden, digital aus: Praktisch aber nicht revolutionär.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.11 16:46 durch Hidetora.

  5. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: lolwut 14.10.11 - 17:10

    Amazon verkauft in den USA schon jetzt fast die Hälfte aller Bücher in digitaler Form. Dahingehend wurde die Buchwelt schon revolutioniert. Nicht jede Revolution kommt spektakulär und mit wehenden Fahnen daher.
    Man kann sich freilich drüber streiten, ob dieser Fortschritt jetzt mehr Evolution denn Revolution ist ... Tatsache ist nur, dass der Deutsche Otto Normalverbraucher wie bei jedem technischem Novum erst mal motzen, nörgeln und anzweifeln muss und entsprechend hinterherhinkt - nur um am Ende zu dem Schluss zu kommen, dass es aktuell noch zu teuer sei. Siehe HD Fernsehen ...

  6. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Dadie 14.10.11 - 17:28

    lolwut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amazon verkauft in den USA schon jetzt fast die Hälfte aller Bücher in
    > digitaler Form.

    Man muss hier aber erwähnen, verkauft != gelesen. Hier liegt ja ein Vorteil des eBooks. Man kauft das Buch, ließt ~10-40 Seiten und findet es schlecht. Weiterverkaufen geht nicht, zurückgeben geht nicht und weiterlesen macht kein Spaß.

    Auf diese Art generiert man natürlich mehr Verkäufe da der Gebrauchtmarkt quasi vollkommen erliegt. Viele Bücher werden auch mit der Idee "Lese ich vielleicht einmal" gekauft.

    Wo wir übrigens bei einem großen Problem von eBooks sind. Ich habe keine guter Übersicht über die Größe des Buchs. Bei einem normalen Buch schaue ich mir die Schriftgröße an, die Dicke und wie dick das Papier ist und kann dann etwa abschätzen "So und so lange ließt du". Das fehlt bei eBooks in der Regel. Beim Kindle kann man über diese "Punkte" etwa die Größe abschätzen. Bei manchen anderen eBook-Readern fehlt diese Funktion aber vollkommen. Auch verliert man etwas die Übersicht wie weit man im Buch schon ist. Und ließt das Ende ohne zu merken dass es das Ende ist.

  7. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: DozingManul 14.10.11 - 18:08

    Bei Amazon kann man sich von den Büchern erst eine kostenlose Leseprobe schicken lassen. Die Proben sind relativ lang und geben einen guten Eindruck vom Buch.

    Für die "dicke" des Buchs schaue ich aber auch die Seitenzahl der gedruckten Ausgabe. Und beim lesen auf die Prozentanzeige. Die Größenangabe müsste mal normiert werden, damit man ein vernünftiges Gefühl dafür bekommen kann.

  8. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Hidetora 14.10.11 - 19:09

    lolwut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amazon verkauft in den USA schon jetzt fast die Hälfte aller Bücher in
    > digitaler Form. Dahingehend wurde die Buchwelt schon revolutioniert. Nicht
    > jede Revolution kommt spektakulär und mit wehenden Fahnen daher.
    > Man kann sich freilich drüber streiten, ob dieser Fortschritt jetzt mehr
    > Evolution denn Revolution ist ... Tatsache ist nur, dass der Deutsche Otto
    > Normalverbraucher wie bei jedem technischem Novum erst mal motzen, nörgeln
    > und anzweifeln muss und entsprechend hinterherhinkt - nur um am Ende zu dem
    > Schluss zu kommen, dass es aktuell noch zu teuer sei. Siehe HD Fernsehen
    > ...
    Das liegt aber daran, dass die Amerikaner so was von Konsumgeil sind und die USA die Hochburg des Kapitalismus in der Welt sind.
    Produkte haben in den USA beim Endverbraucher mit die kürzeste Lebensdauer, weil viel per Kreditkarte gekauft wird und die meisten sich für Umweltschutz nicht die Bohne interessieren.
    Ich finde eine skeptische Haltung gegenüber neuen Dingen eigentlich gar nicht verkehrt. Mit Konservatismus hat das auch meiner Meinung nach nix zu tun.

  9. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Jakelandiar 15.10.11 - 20:00

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss hier aber erwähnen, verkauft != gelesen. Hier liegt ja ein Vorteil
    > des eBooks. Man kauft das Buch, ließt ~10-40 Seiten und findet es schlecht.
    > Weiterverkaufen geht nicht, zurückgeben geht nicht und weiterlesen macht
    > kein Spaß.
    >
    > Auf diese Art generiert man natürlich mehr Verkäufe da der Gebrauchtmarkt
    > quasi vollkommen erliegt. Viele Bücher werden auch mit der Idee "Lese ich
    > vielleicht einmal" gekauft.

    Das ist mal totaler schwachsinn. Tut mir leid aber bei "Verkäufen" ist kein Gebrauchtmarkt mit bei.

    Und mit "Lese ich vielleicht einmal" kauf ich eigentlich nur Bücher. Wenn es so gut ist das ich es auch ein zweites oder noch öfter lese super.

    Aber bisher bin ich noch in einen Buchladen gegangen, oder kenne irgend jemanden der in einen Buchladen gegangen ist, mit dem Wunsch sich nun ein Buch zu kaufen das er mindestens X-mal lesen kann....

    > Wo wir übrigens bei einem großen Problem von eBooks sind. Ich habe keine
    > guter Übersicht über die Größe des Buchs. Bei einem normalen Buch schaue
    > ich mir die Schriftgröße an, die Dicke und wie dick das Papier ist und kann
    > dann etwa abschätzen "So und so lange ließt du". Das fehlt bei eBooks in
    > der Regel. Beim Kindle kann man über diese "Punkte" etwa die Größe
    > abschätzen. Bei manchen anderen eBook-Readern fehlt diese Funktion aber
    > vollkommen. Auch verliert man etwas die Übersicht wie weit man im Buch
    > schon ist. Und ließt das Ende ohne zu merken dass es das Ende ist.

    Naja das erste ist vielleicht ein Argument, wenn man Bücher nur kauft mit der Aussicht das man mindestens solange daran rumliest...
    Ist mir Persöhnlich noch nicht passiert. Ich kauf die weil sie mir zusagen und ich sie lesen will. Wie lange ich im endeffekt an einem Buch lese hängt dann auch so zu 99% davon ab wie gut ich es finde und nicht von der Schiftgröße oder der Dicke.

    Und wenn man das Ende eines Buches liest ohne es zu merken ist es entwerder eine Serie und es geht im nächsten an der stelle weiter oder es ist ein beschissenes Ende.
    Da ändert dann auch eine Papierform nicht viel drann.

  10. Re: Völlig übertrieben..

    Autor: Peter Brülls 15.10.11 - 21:34

    Hidetora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja, aber das Schulwissen kann mittlerweile über das Internet vermittelt
    > werden.
    > Da braucht es keinen E-Bookreader.

    Das Internet kann nichts anzeigen.

    Es braucht immer irgendwelche Geräte, die die abstrakten digitalen Daten in Bild und Ton verwandeln, damit Menschen das als Nachricht entgegennehmen können.

    Je nach Zweck und Einsatzort kann da ein Reader das geeignetere Gerät sein.

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