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2000 ¤ pro Anschlussoption

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  1. 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: Youssarian 08.08.18 - 21:34

    Dieses Joint Venture gibt laut Planung 2000 ¤ pro Haushalt aus. Wenn 40% der Haushalt den Anschluss tatsächlic buchten, wäre das eine sehr ordentliche Quote. Nur wären es dann schon 5000 ¤ pro tatsächlichem Anschluss. Der Umsatz wird brutto unter 1000 ¤ pro zahlendem Haushalt und Jahr liegen. Dann noch die Umsatzsteuer und die nach der Realisierung des Anschlusses entstehenden Kosten für Traffic, Support, wasweißich. Das wird, wenn es nicht gefördert wird, wenigstens 10 Jahre bis zur Amortisation dauern. (Und volkswirtschaftlich betrachtet bringt eine Förderung gar nichts.)

    Und was machen die Schreiberlinge hier? Sie meckern, weil sie befürchten, dass andere als sie die Option für so einen Anschluss bekämen. Wenn ich mit dem Kopf so wackelte, wie es mir angesichts dieses Narzissmus angemessen erschiene, hätte ich eine schwere Gehrinerschütterung.

  2. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: johnDOE123 08.08.18 - 21:54

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieses Joint Venture gibt laut Planung 2000 ¤ pro Haushalt aus. Wenn 40%
    > der Haushalt den Anschluss tatsächlic buchten, wäre das eine sehr
    > ordentliche Quote. Nur wären es dann schon 5000 ¤ pro tatsächlichem
    > Anschluss.

    Hallo Herr Milchmädchen. Die 2000 ¤ sind pro angeschlossenem Haushalt unter Berücksichtigung erwarteter Anschlussquoten. Wenn mehr als 30-40% einen Anschluss haben wollen, wird's pro Anschluss billiger. Das ist immer noch viel Geld, und es wird ein paar Jahre dauern, bis sich das amortisiert hat, aber das ist trotzdem besser, als irgendwann mit der alten Doppelader gegen Glasfaserkonkurrenz zu verlieren.

  3. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: Youssarian 08.08.18 - 22:07

    johnDOE123 schrieb:

    > Hallo Herr Milchmädchen.

    Habe die Ehre, Fräulein Doe.

    > Die 2000 ¤ sind pro angeschlossenem Haushalt unter
    > Berücksichtigung erwarteter Anschlussquoten.

    Das wissen Sie woher?

  4. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: neocron 09.08.18 - 01:09

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo Herr Milchmädchen. Die 2000 ¤ sind pro angeschlossenem Haushalt unter
    > Berücksichtigung erwarteter Anschlussquoten.
    sagt wer?

  5. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: mark.wolf 09.08.18 - 07:35

    Ok. Zahle ich gerne, wenn ich dann einen FTTH Anschluß mit freier Wahl des Carrier bekomme. Aber genau so läuft der Hase nicht. Die Kunden sollen (über ihre Monatsrate) die 2000 Euronen zahlen, ohne freie Anbieterwahl zu bekommen. Welch ein Unfaug und volkswirtschaftlicher Schwachsinn.

  6. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: SmilingStar 09.08.18 - 09:11

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok. Zahle ich gerne, wenn ich dann einen FTTH Anschluß mit freier Wahl des
    > Carrier bekomme. Aber genau so läuft der Hase nicht. Die Kunden sollen
    > (über ihre Monatsrate) die 2000 Euronen zahlen, ohne freie Anbieterwahl zu
    > bekommen. Welch ein Unfaug und volkswirtschaftlicher Schwachsinn.

    Du hast die freie Wahl zwischen allen Anbietern, die sich Finanziell (und logistisch) an dem Bau deines FTTH-Anschluss und dem dahinter liegenden Netz beteiligen.

  7. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: Pecker 09.08.18 - 10:02

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok. Zahle ich gerne, wenn ich dann einen FTTH Anschluß mit freier Wahl des
    > Carrier bekomme. Aber genau so läuft der Hase nicht. Die Kunden sollen
    > (über ihre Monatsrate) die 2000 Euronen zahlen, ohne freie Anbieterwahl zu
    > bekommen. Welch ein Unfaug und volkswirtschaftlicher Schwachsinn.

    Und genau diese Einstellung verhindert den Ausbau. Warum sollte jemand ausbauen, wenn dann hinterher eine andere Firma damit Geld verdient?
    Im übrigen sind die Preise bei der Telekom jetzt wirklich nicht überteuert. 50¤ für 200/100 Mbit/s ist zwar kein Schnäppchen, aber die Konkurrenz im Kabelnetz ist auch nur nen 5er günstiger und bietet dabei aber das schlechtere Netz.

  8. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: RipClaw 09.08.18 - 10:23

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mark.wolf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ok. Zahle ich gerne, wenn ich dann einen FTTH Anschluß mit freier Wahl
    > des
    > > Carrier bekomme. Aber genau so läuft der Hase nicht. Die Kunden sollen
    > > (über ihre Monatsrate) die 2000 Euronen zahlen, ohne freie Anbieterwahl
    > zu
    > > bekommen. Welch ein Unfaug und volkswirtschaftlicher Schwachsinn.
    >
    > Und genau diese Einstellung verhindert den Ausbau. Warum sollte jemand
    > ausbauen, wenn dann hinterher eine andere Firma damit Geld verdient?

    Niemand sagt das die Firma die ausbaut kein Geld verdient. Aber vielleicht will die Firma überhaupt nichts mit Endkunden zu tun haben sondern einfach nur ihr Netz an andere vermieten. Solche langfristigen Verträge mit Geschäftskunden haben durchaus Vorteile.

    In Schweden wird unter anderem ein Modell mit mehreren Ebenen gefahren.

    Die erste Ebene sind die Firmen die die Leerrohrinfrastruktur ausbauen. Diese werden von einer Betreiberfirma angemietet die ihre Glasfaser einbläst und die Technik verwaltet.

    Diese bietet dann Resellern die Zugänge auf einer Art Marktplatz an. Die Reseller basteln sich aus diesen Zugängen und einigen anderen Leistungen ihre Endkundenangebote.

    Weder diejenigen die die Leerrohre verlegen noch die Betreiber der Glasfaser haben selber Endkundenangebote. Die Firma die die Leerrohre verlegt bekommt ihr Geld einerseits über die Anschlusskosten bei den Haushalten und andererseits über die Mieteinnahmen für ihre Leerrohre wieder rein.
    Der Betreiber der Glasfaserinfrastruktur bekommt seine Investionen wieder über Resellerangebote rein und die Reseller eben über die Endunden.
    Diese Wertsteigerungskette ist ähnlich dem Prinzip Hersteller -> Großhändler -> Einzelhändler -> Konsument.

    Dadurch hat sich in Schweden ein Markt mit vielen Anbietern und Angeboten etabliert aus denen sich der Kunde das rauspicken kann was am besten zu ihm passt.

    Leider gibt es bei uns die weit verbreitete Ansicht das nur Endkundenangebote wirklich Geld einbringen und Reseller alles Parasiten sind.

  9. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: senf.dazu 09.08.18 - 12:55

    Steht im Text ? Die Unternehmen wollen bis zu 1 Mio Haushalte "anschließen" bei 2 Mrd Investition. Auch bei Deutsche Glasfaser wird von 1 Mio angeschlossenen FTTH Kunden und einem dafür geplanten Investitionsvolumen von 1.5 Mrd. geredet.

  10. Re: 2000 ¤ pro Anschlussoption

    Autor: senf.dazu 09.08.18 - 13:14

    Grundsätzlich ist ja open-access (wie's anscheinend in Schweden funktioniert) ne schöne Utopie - kommen wir ja vielleicht auch irgendwann hin - wenn der Ausbau mal deutlich weiter als heute ist und die bilateralen Preisverhandlungen dann irgendwann zu aufwendig werden ..

    Liegt aber vielleicht auch dran wer in Schweden die Mikrorohre legt. Steck da nicht so drin - aber das sind glaub ich nicht wirklich die Telekoms sondern die Gemeinden oder lokalen Versorger ? Und da liegt halt der größte Teil der Investitionskosten begraben. Und wenn diese Investoren sich auf 20 oder 30J Amortisation bei mäßigen Zinsen einlassen - geht das ganze gut auf.

    Bei uns bauen im Augenblick nach meinem Eindruck ehr die Telekoms aus (oder machen sich gerade dazu auf demnächst irgendwann mal anzufangen) und versuchen die Tiefbauinvestitionen möglichst durch (noch) hohe Preise und (noch) Datenraten die nur knapp über der VDSL Konkurrenz liegen in die eigene Tasche auszulutschen - bei gleichzeitiger Fokussierung auf die relativ billig (1500..2000¤/Haushalt) auszubauenden ländlichen Ortschaften - um sich im Wettbewerb günstig zu positionieren. Und den Aktionären dann mit wachsender "frei geschalteter" Datenrate nach und nach mindestens konstante Einnahmen präsentieren zu können. Und da nehmen sich Telekom, Deutsche Glasfaser, EWE und andere Versorgungsunternehmen nichts. Letztlich sind die immer noch recht ordentlichen Preise aber die Triebfeder für den Ausbau - das ist für die Kunden im Augenblick wohl eher von Vorteil - weil die Hängepartie mit dem regulierten Preisniveau eben auch nicht weiterhilft. Die Wechselwilligkeit (sprich die Erreichung der üblichen 40% Quote) hat ja schon deutliche Preissenkungen und Bitratenerhöhng bei den FTTH Anschlüssen gebracht. Mal sehen wie das in den Städten oder in den nicht mehr für 2000¤/Haushalt ausbaubaren Bereichen aussehen wird ..

    Positiv ist das bei dem augenblicklichen Preisniveau anscheinend sowohl die Telekom (als Nur-Leitungserneuerer bei weigehend konstanter Kundenzahl) aber auch frische Unternehmen wie Deutsche Glasfaser (alles neue FFTH Kundenverträge - die (hohen) Einnahmen könnten für Firmenwachstum reinvestiert werden) zurecht kommen können. Das läßt hoffen das der FTTH Ausbau wirklich in die Gänge kommt und wir am Ende neben der Telekom noch ernsthafte Konkurrenten hinsichtlich GF-TAL Besitz sehen werden.

    Beim Ausbau von FTTH in unserer Gemeinde sind 3 der 11 Teilorte (ca. 10k Einwohner insgesamt) interessanterweise wohl sogar unter den Tisch gefallen weil die beantragten Förderung die Bedingungen (open-access?) der DG nicht paßten - sprich open-access wirkt bei uns anscheinend im Augenblick eher Ausbau verhindernt ..



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.18 13:29 durch senf.dazu.

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