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Grober Unfug

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  1. Grober Unfug

    Autor: mark.wolf 09.08.18 - 07:31

    Letzlich führt das zu Gebietsmonopolen oder mehrfach verbauter Infratsruktur. Beides ist nicht im Sinne der Bürger.

    Mitanbieter sind daher gezwungen zu überbauen. Da werden resourccen verschwendet und flächendeckendes FTTH wird vlt. in 100 Jahren erreicht. Niemand baut mehere Straßen, Strom- und Wasserleitungen. Warum machen wir das bei Telekomminikation?

    "Kommerzielle Bedingungen" soll heißen, dass die Gebietsmonopolisten genausoviel verdienen, wenn sie den Dienst selbst anbieten oder nur den Übertragungsweg bereitstellen. Damit ist jegliches Geschäftmodell und jeder Spielraum für Marktbegleiter zerstört. Es geht zurück zum Monopol, nur dass es diesmal kein staatliches, sondern ein privatwirtschaftliches sein wird.

    Deutschland verliert weiter an Boden.

  2. Re: Grober Unfug

    Autor: SmilingStar 09.08.18 - 09:08

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzlich führt das zu Gebietsmonopolen oder mehrfach verbauter
    > Infratsruktur. Beides ist nicht im Sinne der Bürger.
    >
    > Mitanbieter sind daher gezwungen zu überbauen. Da werden resourccen
    > verschwendet und flächendeckendes FTTH wird vlt. in 100 Jahren erreicht.
    > Niemand baut mehere Straßen, Strom- und Wasserleitungen. Warum machen wir
    > das bei Telekomminikation?

    Grober Unfug ist in meinen Augen deine Interpretation. Wer hat denn laut Artikel sich den Zugang zum zukünftigen Glasfasernetz dieses Joint Ventures zu regulierten Preisen ähnlich im Kupfernetz erzwingen wollen?
    Genau, 1&1 sowie Vodafone.
    Beide Unternehmen sind nicht dafür bekannt, jenseits von Geschäftskunden in den Netzausbau zu investieren. Vodafone kauft lieber komplette, fertige Kabelnetze inklusive Kundenstamm und 1&1 hat seit jeher das Geschäftskonzept, (im Privatkundenbereich) ausschließlich Fremdtechnik und -netze zu regulierten Preisen zu mieten und weiter zu verkaufen. Dazu gehört auch Produkte basierend auf solcher Fremdtechnik zu verkaufen, bevor der Netzbetreiber überhaupt fertig ausgebaut hat - Hauptsache erster sein.
    Dass sie für Geschäftskunden sich den Anbieter Versatel mit seinem Glasfasernetz in Ballungsräumen gekauft haben, ignoriere ich hier mal bewusst. Aber so macht das halt ein Herr Ralph Dommermuth, seines Zeichens nicht nur Vorstandsvorsitzender, sondern auch Milliardär.

    Hier werden also weder 1&1 noch Vodafone kommen, um irgend etwas zu überbauen.

    > "Kommerzielle Bedingungen" soll heißen, dass die Gebietsmonopolisten
    > genausoviel verdienen, wenn sie den Dienst selbst anbieten oder nur den
    > Übertragungsweg bereitstellen. Damit ist jegliches Geschäftmodell und jeder
    > Spielraum für Marktbegleiter zerstört. Es geht zurück zum Monopol, nur dass
    > es diesmal kein staatliches, sondern ein privatwirtschaftliches sein wird.

    Kommerzielle Bedingungen heißt vor allem zu "marktgerechten Preisen" - die 1&1 natürlich wie der Teufel das Weihwasser scheut. Das beinhaltet auch die Berücksichtigung der vorherigen Investitionskosten. Wenn ein Geschäftsmodell darauf beruht, Vorprodukte anderer zu Dumpingpreisen selbst zu vertreiben und dafür Zwang eingesetzt wird, dann stimmt eher etwas an diesem Geschäftsmodell nicht.
    Was hindert 1&1 daran, sich an diesem Joint Venture finanziell zu beteiligen? Rein gar nichts! Man muss nur halt erst einmal Geld ausgeben, dass man nicht in 24 Monaten Vertragslaufzeit wieder einkassiert hat - Investitionskosten halt.

  3. Re: Grober Unfug

    Autor: Pecker 09.08.18 - 10:08

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzlich führt das zu Gebietsmonopolen oder mehrfach verbauter
    > Infratsruktur. Beides ist nicht im Sinne der Bürger.

    Falsch, das ist genau im Sinne der Bürger! Beides sogar. Gebietsmonopole fördern den Ausbau. Die Preise können auch nicht beliebig sein, die werden jetzt schon reguliert. Und sollte eine Infrastruktur doppelt verbaut sein, kanns dem Bürger ja auch recht sein. Zahlen muss er dafür ja nicht.

    > Mitanbieter sind daher gezwungen zu überbauen. Da werden resourccen
    > verschwendet und flächendeckendes FTTH wird vlt. in 100 Jahren erreicht.
    > Niemand baut mehere Straßen, Strom- und Wasserleitungen. Warum machen wir
    > das bei Telekomminikation?

    Du Widersprichst dir ständig selber. Niemand ist gezwungen zu überbauen und das wird dann auch nicht gemacht. Es wird da ausgebaut, wo noch nicht ausgebaut wurde was den FTTH Ausbau beschleunigt. Und mehrere Straßen werden sehr wohl gebaut. Teilweise sogar mit mehreren Spuren. Stromtrassen sind auch mehrfach abgesichert. Wenn eine ausfällt, wird sie von einer anderen übernommen.

    > Deutschland verliert weiter an Boden.

    Boden hat Deutschland zuletzt vor vielen Jahren verloren und 1990 sogar einiges dazugewonnen.

  4. Re: Grober Unfug

    Autor: RipClaw 09.08.18 - 10:36

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mark.wolf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Letzlich führt das zu Gebietsmonopolen oder mehrfach verbauter
    > > Infratsruktur. Beides ist nicht im Sinne der Bürger.
    >
    > Falsch, das ist genau im Sinne der Bürger! Beides sogar. Gebietsmonopole
    > fördern den Ausbau. Die Preise können auch nicht beliebig sein, die werden
    > jetzt schon reguliert.

    Wo werden denn bitte die Glasfaserpreise reguliert ? Im Artikel steht doch explizit nochmal drinnen das Telekom und EWE nicht reguliert werden.

    Die Vorleistungsprodukte im Vectoring Bereich und die TAL Angebote der Telekom sind reguliert da sie auf der TAL praktisch eine Monopolstellung hat.

    Die Glasfaserangebote sind in keiner Weise reguliert. Wären die reguliert wären sie auch bei den regelmäßigen Preisanpassungen seitens der Bundesnetzagentur mit dabei.

    > Und sollte eine Infrastruktur doppelt verbaut sein,
    > kanns dem Bürger ja auch recht sein. Zahlen muss er dafür ja nicht.

    Doppelt verbaute Infrastruktur sorgt für zwei Dinge.

    Zum einen wird dadurch der Ausbau allgemein gebremst da an anderer Stelle die Tiefbauressourcen fehlen und zum anderen hat irgendwann keiner mehr Lust auszubauen wenn ihm ständig jemand rein grätscht.

    Ein koordinierter Ausbau wäre wesentlich effektiver als das was im Augenblick abläuft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.18 10:54 durch RipClaw.

  5. Re: Grober Unfug

    Autor: chefin 09.08.18 - 11:55

    Tja, jeder will aber keiner wills zahlen.

    Wie soll den koordinierter Ausbau erfolgen wenn die Kunden nur nach dem Preis schielen. Wieso soll ich Arbeiten und es dann verschenken oder meinen Lohn erst in 20 Jahren erwirtschaften. Was wird den in 20 Jahren sein? Was wäre gewesen, wenn man vor 20 Jahren solch eine Planung gemacht hätte? Genau, wir würden jetzt so langsam von ADSL auf VDSL umstellen, die Zwischenschritte überspringt man. Wir würden immer noch mit 768/128 Kbit surfen und bekämen JETZT 100Mbit.

    Das ganze läuft eben immer nur, wenn Firmen Gewinne machen und die machen sie nicht, wenn wir ihnen Knüppel in die Wege legen. Dazu kommt, wie würde den der Preisunterschied ausfallen wenn die gesamte Infrastruktur in regulierter Hand liegt. Wenn man sich nichtmal mehr am Service unterscheiden kann, weil die Hardware nur gemietet ist und ein Netzbetreiber alles macht. Das bischen Backbone? 1 Graben mit 1000 Fasern und einen 1.000.000 Euro Router für 1 Million Kunden? Bei 1 Euro ausgaben pro Kunde kannst du nicht 2 Euro einsparen. Und jeder hat die selbe Max-Speed zum Kunden, auch da gibts keinen Unterschied.

    Also wo null Unterschied ist auch kein Preiskampf mehr. Und wo kein Preiskampf wird jeder einfach den Preis nach oben treiben. Siehe Spritpreise. Maximal bekommst noch 1-2ct Unterschied zwischen den Unternehmen, alles andere sind Tagespreisunterschiede. Aber wenn Shell 5ct runter geht, macht es Esso auch und wenn um 12:30 der Preis hoch geht, geht er bei allen hoch. Kaum einer der NICHT mitmacht. Sogar kleine freie Unternehmen, die 20-30 Tankstellen haben und ihren Sprit direkt am Spotmarkt kaufen, spielen genau so mit.

    Das funktioniert also noch schlechter als ein Regional-Monopol.

  6. Lieber 2 Anbieter im Haus

    Autor: solary 09.08.18 - 11:55

    >Doppelt verbaute Infrastruktur sorgt für zwei Dinge.

    >Zum einen wird dadurch der Ausbau allgemein gebremst da an anderer Stelle die >Tiefbauressourcen fehlen und zum anderen hat irgendwann keiner mehr Lust auszubauen wenn >ihm ständig jemand rein grätscht.

    Sind die Graben offen soll vodafon doch ihr Kabel dazu können, aber nur wenn sie 50% der Erdarbeiten zahlen, oder umgekehrt.
    Ich hätte in mein Haus auch lieber 2 Anbieter, Telekom und vodafon, so kann man auch mal wechseln um den Neukunden Rabatt zu bekommen, oder im Streit einfach einen anderen Anbieter zu wählen.

  7. Re: Grober Unfug

    Autor: RipClaw 09.08.18 - 14:05

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, jeder will aber keiner wills zahlen.
    >
    > Wie soll den koordinierter Ausbau erfolgen wenn die Kunden nur nach dem
    > Preis schielen. Wieso soll ich Arbeiten und es dann verschenken oder meinen
    > Lohn erst in 20 Jahren erwirtschaften. Was wird den in 20 Jahren sein? Was
    > wäre gewesen, wenn man vor 20 Jahren solch eine Planung gemacht hätte?
    > Genau, wir würden jetzt so langsam von ADSL auf VDSL umstellen, die
    > Zwischenschritte überspringt man. Wir würden immer noch mit 768/128 Kbit
    > surfen und bekämen JETZT 100Mbit.

    Koordiniert bedeutet nicht das man alles verbeamtet machen muss. In der Schweiz gibt es einen runden Tisch an dem alle großen Provider hocken und ihre Ausbauten koordinieren. Da werden dann Abmachungen getroffen wie "Du baust da aus und ich da und die Kunden bei uns beiden einen Zugang buchen".

    Man kann auch koexistieren aber die ganze Neo Liberalen meinen das nur der Markt alles regeln kann und das jeder gegen jeden kämpfen muss.

    Es gibt Strukturen mit denen macht jeder seinen Schnitt. Und wenn es 20 Jahre dauert bis alles refinanziert ist dann dauert es eben so lange. Die Provider sind verwöhnt von den Gewinnen und kurzen Amortisierungszeiträumen die sie bei VDSL hatten.

    > Das ganze läuft eben immer nur, wenn Firmen Gewinne machen und die machen
    > sie nicht, wenn wir ihnen Knüppel in die Wege legen. Dazu kommt, wie würde
    > den der Preisunterschied ausfallen wenn die gesamte Infrastruktur in
    > regulierter Hand liegt. Wenn man sich nichtmal mehr am Service
    > unterscheiden kann, weil die Hardware nur gemietet ist und ein
    > Netzbetreiber alles macht. Das bischen Backbone? 1 Graben mit 1000 Fasern
    > und einen 1.000.000 Euro Router für 1 Million Kunden? Bei 1 Euro ausgaben
    > pro Kunde kannst du nicht 2 Euro einsparen. Und jeder hat die selbe
    > Max-Speed zum Kunden, auch da gibts keinen Unterschied.

    Wirf doch mal einen Blick nach Schweden.

    Da hast du eine Plattform auf der alle Reseller zum gleichen Preis die Leistung einkaufen. Das nennen die Open Network. Aber trotzdem gibt es dort einen lebendigen Markt mit Preiskämpfen und auch Unterschiede in den Angeboten.

    Die Angebote sind unterschiedlich da man unterschiedliche Zusatzleistungen hat wie z.B. IPTV Angebote oder Telefon hat.

    Und bei VSDL hast du doch auch regulierte Preise und trotzdem gibt es unterschiedlichste Angebote und jeder empfiehlt dir einen anderen Provider und rät dir von dem und dem Provider ab. Wieso geht das eigentlich ?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.18 14:20 durch RipClaw.

  8. Re: Lieber 2 Anbieter im Haus

    Autor: RipClaw 09.08.18 - 14:10

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Doppelt verbaute Infrastruktur sorgt für zwei Dinge.
    >
    > >Zum einen wird dadurch der Ausbau allgemein gebremst da an anderer Stelle
    > die >Tiefbauressourcen fehlen und zum anderen hat irgendwann keiner mehr
    > Lust auszubauen wenn >ihm ständig jemand rein grätscht.
    >
    > Sind die Graben offen soll vodafon doch ihr Kabel dazu können, aber nur
    > wenn sie 50% der Erdarbeiten zahlen, oder umgekehrt.
    > Ich hätte in mein Haus auch lieber 2 Anbieter, Telekom und vodafon, so kann
    > man auch mal wechseln um den Neukunden Rabatt zu bekommen, oder im Streit
    > einfach einen anderen Anbieter zu wählen.

    Wirf mal einen Blick nach Schweden. Eine Faser ins Haus aber dutzende Provider zur Auswahl. Nennt sich Open Network und wird da schon seit Jahre erfolgreich praktiziert.

    Der Erfolgsgeheimnis ist das die Firmen die die Netze ausbauen keine Endkundenangebote machen. Das läuft alles über eine Betreiberplattform und Reseller die diesen Teil übernehmen.

    Es ist eine unsinnige Annahme das ein Provider der ein Netz ausbaut auch darauf Endkundenangebote machen muss. Man kann das auch Resellern überlassen aber die werden in Deutschland ja Aasgeier und Parasiten genannt.

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