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Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 12:14

    Denen geht's wohl zu gut. Die Leitung der Telekom endet im APL.

    Es gibt in Deutschland keinen Anspruch auf Internetversorgung. Wenn die BNA meint, Hauseigentümer dazu verpflichten zu können, was die auf ihren Leitungen übertragen, dann soll sie erstmal die Netzbetreiber zur Bereitstellung von mindestens 100 Mbit verpflichten.

    Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt: Denkmalschutz für VDSL.

  2. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: Mimimimimi 17.01.19 - 12:24

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt: Denkmalschutz für VDSL.
    Ist doch immerhin mal konsequent :)

  3. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: postb1 17.01.19 - 12:43

    Endet die Leitung der T normalerweise nicht erst an der 1. TAE?

  4. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: waldschote 17.01.19 - 12:47

    Nicht ganz. Der BGH hat in einem Urteil festgelegt dass das Internet ein Grundrecht ist. In sofern gibt es einen Anspruch ;)

    Die Leitungen liegen auf dem letzten Stück zwar nicht mehr im Eigentum eines ISP, sondern des jeweiligen Hauseigentümers, aber gerade in einer Mietwohnung (wo das Hauptproblem liegt) kann der Hauseigentümer (womöglich Vermieter) nicht entscheiden was über seine Leitung geht und was nicht. Dies liegt im Ermessen des Mieters/Bewohners.

    Was hier aber gar nicht das Thema ist. Hier geht es darum dem Marktmächtigen Vorrang zu gewähren, mit der Begründung das dieser der Marktmächtigere ist. Erinnert mich an diverse Erklärungen von Eltern auf diverse Fragen von ihren Kindern: Warum ist der Himmel blau? Weil er blau ist!

    *kopftisch*

  5. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: waldschote 17.01.19 - 12:49

    Das Hoheitsgebiet (wenn man es so ausdrücken will), aber nicht die Eigentumsfrage. Denn nicht ein ISP kauft die Telefonleitungen, die in einem Haus verlegt werden ;)

  6. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: /mecki78 17.01.19 - 12:52

    waldschote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht ganz. Der BGH hat in einem Urteil festgelegt dass das Internet ein
    > Grundrecht ist.

    Hier, falls jemand das nachlesen will:
    https://www.dw.com/de/bgh-internet-ist-ein-grundrecht/a-16549914

    /Mecki

  7. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: /mecki78 17.01.19 - 12:59

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Endet die Leitung der T normalerweise nicht erst an der 1. TAE?

    Die Leistungen, die bei uns vom Keller in die Wohnungen laufen, die hat der Hauseigentümer selber auf eigene Kosten von einem Elektriker vor Uhrzeiten beim Bau des Hauses legen lassen und er hat damit sowohl das Verlegen als auch die Leitungen selber bezahlt, also sind das seine Leitungen. Die Telekom, genauer die Bundespost damals, hat nur Leitungen bis in den Keller des Hauses gelegt und dort diese dann mit den bereits im Haus verlegten Leitungen über ein einfaches Klemmbrett verbunden.

    Da der Mieter einen Anspruch auf Internet hat (und auf Telefon sowieso!)

    https://www.dw.com/de/bgh-internet-ist-ein-grundrecht/a-16549914

    kann ihm der Hauseigentümer nicht verwehren, das Adernpaar nutzen zu dürfen, welches vom Keller aus in seine Mietwohnung verläuft, aber auch wenn der Mieter ein Nutzungsrecht hat und auch wenn die Telekom als einzige diese Leitung unten am Klemmbrett mit der Zuleitung von der Straße verbinden darf und dann, falls nötig, auch am anderen Ende eine TAE Dose schalten wird, werden beide deswegen nicht Eigentümer dieser Leitung.

    /Mecki

  8. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 13:10

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber auch
    > wenn der Mieter ein Nutzungsrecht hat und auch wenn die Telekom als einzige
    > diese Leitung unten am Klemmbrett mit der Zuleitung von der Straße
    > verbinden darf und dann, falls nötig, auch am anderen Ende eine TAE Dose
    > schalten wird, werden beide deswegen nicht Eigentümer dieser Leitung.

    Und sobald eine Leitung nicht mehr elektrisch mit der Leitung der Telekom verbunden ist, geht es die Telekom einen Dreck an, was darüber übertragen wird. Es ist ein systemimmanentes Problem der Telefonleitungen, dass die für allerlei Einstrahlungen empfänglich sind. Das ist das Problem der Provider, die weiter auf diese Technik setzen. Die BNA kann gerne regulieren, was über die Leitungsbündel der Telekom geschickt wird. Das ist ein marktmächtiges Unternehmen. Die Bündel im Haus sind nicht Sache der BNA.

  9. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: waldschote 17.01.19 - 13:27

    Doch kann sie. Siehe TKG. Es geht dabei nicht um die Übertragung der Eigentumsrechte an einen ISP, sondern um die Nutzungsrechte. Diese Form der Nutzungsrechte gibt es in vielen Bereichen. Die Telekom ist gesetzlich dazu verpflichtet einen Telefonanschluss zu liefern. Damit dies geht, muss eine Verkabelung im Haus vorliegen. Da Internet jedoch auch ein Grundrecht ist, impliziert dies automatisch die uneingeschränkten Nutzung der Infrastruktur im Haus. Da ohne die Bereitstellung nicht gewährleistet werden kann.

    Daran ist auch absolut nichts aus zu setzen. Und wäre sogar fatal wenn der Eigentümer die Nutzung bestimmter Signale verbieten könnte. Denn dies würde automatisch dazu führen dass dieser entscheiden kann, welche Form des Zugangs der Bewohner empfangen darf und welche nicht. Damit wäre auch automatisch seine Wahlfreiheit weg.

    Das einzige Problem hier ist, dass die Telekom uneingeschränkten Vorrang vor den anderen hat. Statt dies an die Technologie zu knüpfen, um der moderneren den Vorzug zu geben. Das führt nicht nur dazu dass der Ausbau von G.Fast unterbunden wird, sondern auch dazu das der Kunde in seiner Wahlfreiheit und möglichen Nutzen beschnitten wird.

  10. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 13:51

    waldschote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch kann sie. Siehe TKG.

    Das kannst du hoffentlich genauer angeben.

    > Die Telekom ist gesetzlich dazu verpflichtet einen Telefonanschluss zu liefern.

    Kein Problem. Die paar kHz kann man ja aussparen.

    > Da Internet jedoch auch ein Grundrecht ist,

    Das Grundrecht auf Internet ist kein Problem. Es gibt schließlich einen FTTB-Anbieter.

    > Daran ist auch absolut nichts aus zu setzen. Und wäre sogar fatal wenn der
    > Eigentümer die Nutzung bestimmter Signale verbieten könnte.

    Nicht der Eigentümer verbietet die Nutzung für VDSL. Die Naturgesetze tun das. Vectoring ist halt ein System, das mit alien crosstalk nicht gut klarkommt. Nochmal zur Klarstellung: Es geht um Leitungen, die nicht mit dem Telefonnetz verbunden sind, sondern nur zufällig parallel zu Telefonleitungen im Haus verlaufen und dem Hauseigentümer gehören, nicht der Telekom.

    > das der Kunde in seiner Wahlfreiheit und möglichen Nutzen beschnitten wird.

    Ach, jetzt besteht auch noch ein Recht auf Wahlfreiheit? Ich weiß gar nicht mehr, wieso der Breitbandausbau ein Thema ist, wo die Kunden doch einfach ihr Recht auf VDSL und Wahlfreiheit einklagen können.

  11. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: Faksimile 17.01.19 - 14:04

    Siehe Nutzungsvertrag im Anhang des TKG

  12. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 14:18

    In dem Vertrag steht nichts darüber, was auf den Leitungen übertragen werden darf, die nicht von dem Netzbetreiber genutzt werden. Auch §45a Absatz 3 schränkt nur das Mitbenutzungsrecht an Leitungen ein, die der Netzbetreiber gelegt hat.

  13. Denkmalschutz für VDSL

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 15:31

    Apropos konsequent: Mit Vectoring wurde der langsameren VDSL-Technik der Hahn abgedreht. Die Einschränkungen für die Wettbewerber, die ihre Technik abbauen mussten, hat man in Kauf genommen, um der schnelleren Technik den Weg frei zu machen. Jetzt wird stattdessen die langsamere Technik protegiert und die bessere Anschlusstechnik behindert. Das ist wirklich Denkmalschutz für VDSL.

  14. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: waldschote 17.01.19 - 19:26

    Wir liegen ja nicht wirklich auseinander :D

    In der Regel gibt es keine 2 Verkabelungen im Haus. Es wird daher normalerweise nur umgeklemmt. Sprich vom Kupfer TAL auf den FTTB Kanal im Keller. Beides kommt üblicherweise im Hausanschlussraum an. Mit Betonung auf "üblicherweise". Es geht auch anders. Schon oft gesehen :)

    Jetzt stellt sich also die Frage, wem der "Kasten" im Haus gehört. Hier gibt es generell 2 Möglichkeiten. Einmal Hauseigentümer und einmal ISP (Normal Telekom). Je nachdem wer den Kasten aufgehängt hat. Hab schon beides erlebt.
    Die Frage, auf die du wohl anspielst, ist also: Darf die Telekom im Kasten des FTTB Anbieters einfach die Kunden abklemmen? Wenn es nach der BNA geht, offensichtlich ja. Ich frage mich allerdings nur was passiert, wenn der G.Fast Kunde bei der Hotline anruft, weil sein INet nicht mehr geht (logisch, wurde abgeklemmt) und der Techniker dann vom Anbieter kommt und diesen dann wieder anklemmt. Denn im gleichen Moment hat dann der Vectoring Kunde wieder die gleichen Probleme.

    Das könnte dann in der Tat spannend werden.

  15. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: johnDOE123 17.01.19 - 19:44

    Laut BNA ist es egal, wem die Leitungen gehören. Spannend ist es auch nicht. Die BNA hat sich positioniert: Die FTTB-Betreiber müssen der langsameren Konkurrenz komplett Vorrang geben und sämtliche Einbußen, die sie dadurch haben, hinnehmen. Wenn sie auf dem Kabel des Hauseigentümers das Frequenzband nutzen, das auch die Konkurrenz nutzt, bekommen sie von der BNA eins auf den Deckel. Es ist einfach nur noch zum Haare raufen, was in Deutschland an Breitbandverhinderung läuft. Alles für die Telekom. Und da wundern sich manche, warum die Konkurrenten hier so zögerlich eigene Leitungen legen.

  16. Re: Die BNA kann die Kabel kaufen, wenn sie darüber bestimmen will.

    Autor: bombinho 18.01.19 - 06:31

    Daraus ergibt sich aber nicht, dass die Telekom die anderen Anbieter zwangsweise stoeren koennen muessen darf. Die Telekom haette ebenso die Moeglichkeit die leistungsfaehigere Technik zu nutzen oder anzumieten.

    Hier wird der Telekom ein Recht auf Bequemlichkleit zu Lasten der Breitbandziele und des Marktes eingeraeumt.

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