1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Burnout in der IT: "Es ging…

Burnout ist doch an der Tagesordnung

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: mbk 26.07.21 - 12:18

    Das Thema beschränkt sich doch nicht nur auf die IT. Und super Sommerlochlückenfüller...

    Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem Arbeitnehmer gefordert wird.

  2. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: Penelope Pommes 26.07.21 - 12:27

    mbk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem Arbeitnehmer
    > gefordert wird.

    Es ist verständlich, dass der AG 100% Leistung vom Arbeitnehmer fordert. Das Problem ist: was für den einen Mitarbeiter 100% sind, sind nicht automatisch für den Anderen auch 100%. Während der eine bei der Implementierung der neuen Software parallel mit dem Kunden telefoniert und sich dabei noch entspannt drei neue Aufgaben aus Jira zieht ist der andere psychisch am Limit, wenn das Telefon das dritte Mal klingelt während er versucht den ersten Satz des neuen Support-Tickets zu lesen. Und das ist das Problem: Der Arbeitgeber muss ein Verständnis davon entwickeln, welcher Arbeitnehmer wie stark belastbar ist und wie man ihn am effizientesten einsetzen kann.

    Nette Anekdote: mein AG sagt immer, es sei seine Aufgabe aus jedem Mitarbeiter 110% Leistung herauszuholen. Auch wenn das nur ein Spruch ist, macht mich das innerlich immer wütend. Denn kein Mensch ist in der Lage 110% Leistung zu bringen. Meiner Meinung nach reflektiert das eine völlig falsche Grundeinstellung gegenüber den Möglichkeiten seiner Arbeitnehmer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.21 12:30 durch Penelope Pommes.

  3. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: Melor 26.07.21 - 13:12

    Bei uns fällt ständig der Spruch, man soll sich halt aus seiner "Comfort Zone" wagen.
    Was ich grundsätzlich begrüsse, wenn es darum geht, neue Dinge kennen zu lernen oder sich mal unbekannteren Herausforderungen zu stellen.
    Was der Arbeitgeber damit aber meist meint bei uns ist:
    - Die gleiche Arbeit einfach 10h mehr pro Woche
    - Zusätzlich für unbegrenzte Zeit die Tasks eines gekündigten Kollegen zu übernehmen, weil man aus finanziellen Gründen die Stelle nicht nachbesetzen möchte.

  4. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: bolzen 26.07.21 - 13:16

    mbk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Thema beschränkt sich doch nicht nur auf die IT. Und super
    > Sommerlochlückenfüller...
    >
    > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem Arbeitnehmer
    > gefordert wird.


    Bei den Behörden.

  5. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: demon driver 26.07.21 - 13:31

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mbk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Thema beschränkt sich doch nicht nur auf die IT. Und super
    > > Sommerlochlückenfüller...
    > >
    > > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem Arbeitnehmer
    > > gefordert wird.
    >
    > Bei den Behörden.

    Kann man so allgemein auch nicht mehr sagen. Der öffentliche Dienst wird seit Jahrzehnten zunehmend "verbetriebswirtschaftlicht" und kaputtgespart, Stellen nicht nachbesetzt usw.

  6. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: Malukai89 26.07.21 - 14:13

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bolzen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > mbk schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das Thema beschränkt sich doch nicht nur auf die IT. Und super
    > > > Sommerlochlückenfüller...
    > > >
    > > > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem
    > Arbeitnehmer
    > > > gefordert wird.
    > >
    > > Bei den Behörden.
    >
    > Kann man so allgemein auch nicht mehr sagen. Der öffentliche Dienst wird
    > seit Jahrzehnten zunehmend "verbetriebswirtschaftlicht" und kaputtgespart,
    > Stellen nicht nachbesetzt usw.

    Stimmt nicht, es werden die letzten Jahren immer mehr. Siehe DeStatis.

    Mehr als jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland ist im öffentlichen Dienst beschäftigt. Kaum ein Land auf diesem Planeten hat mehr.

    Es ist faktisch schlicht falsch dass in Deutschland diesbezüglich gespart wird oder irgendetwas "verbetriebswirtschaftlicht". Wäre dies der Fall würden nur noch 1 von 10 im öffentlichen Dienst arbeiten

  7. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: drvsouth 26.07.21 - 16:13

    Malukai89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt nicht, es werden die letzten Jahren immer mehr. Siehe DeStatis.
    >
    > Mehr als jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland ist im öffentlichen
    > Dienst beschäftigt. Kaum ein Land auf diesem Planeten hat mehr.
    >
    > Es ist faktisch schlicht falsch dass in Deutschland diesbezüglich gespart
    > wird oder irgendetwas "verbetriebswirtschaftlicht". Wäre dies der Fall
    > würden nur noch 1 von 10 im öffentlichen Dienst arbeiten

    Dann schau dir mal an, wer da eingestellt wurde. In den Kommunen Baden-Württembergs fällt z.B. die Hälfte der Neueinstellungen in den vergangenen 10 Jahren auf Kinderbetreuung.
    Wenn man die Kinderbetreuung ausbauen will, dann muss man nun mal Personal einstellen.

    https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2020089

    Dann schau dir folgende Statistik an:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/218347/umfrage/anteil-der-staatsbediensteten-in-ausgewaehlten-laendern/

    Da liegt Deutschland auf Platz 15 beim Anteil der Staatsbediensteten, weit hinter anderen relevanten Ländern.

  8. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: Gunslinger Gary 26.07.21 - 16:55

    > Es ist faktisch schlicht falsch dass in Deutschland diesbezüglich gespart wird oder irgendetwas "verbetriebswirtschaftlicht".
    Der öffentliche Dienst ist durchaus unterbesetzt. Ich sehe das bei unseren Rathäusern und Verbänden. Nur arbeitet nicht jeder gerne dort, weil die Bezahlung meistens nicht so gut ausfällt wie in der Wirtschaft. Besonders die Verwaltungsverbände werden geführt wie Firmen, das Wort "verbetriebswirtschaftlicht" passt da schon recht gut rein.

    Verifizierter Top 500 Poster!

    Signatur von quineloe geklaut!

  9. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: rldml2 27.07.21 - 09:11

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem
    > Arbeitnehmer
    > > gefordert wird.
    >
    > Bei den Behörden.

    Ich weiß, sieht für einen Außenstehenden so aus, als würde sich jeder im ÖD zu 90% langweilen und zum Zeitvertreib Mütze-Glatze spielen.

    In vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist das aber ein gefährlicher Trugschluss.

  10. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: Palerider 27.07.21 - 10:22

    > > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem
    > Arbeitnehmer
    > > gefordert wird.
    >
    > Bei den Behörden.

    Ich weiß nicht, ob das Klischee je stimmte aber aktuell ist es sicherlich nicht so. Das Bewusstsein für Mitarbeitergesundheit mag im Schnitt etwas höher sein als in der freien Wirtschaft aber stressbedingte psychische Erkrankungen gibt es auch dort.

  11. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: ToeffToeff 27.07.21 - 12:00

    Penelope Pommes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mbk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem
    > Arbeitnehmer
    > > gefordert wird.
    > ...
    > ...
    > Nette Anekdote: mein AG sagt immer, es sei seine Aufgabe aus jedem
    > Mitarbeiter 110% Leistung herauszuholen. Auch wenn das nur ein Spruch ist,
    > macht mich das innerlich immer wütend. Denn kein Mensch ist in der Lage
    > 110% Leistung zu bringen. Meiner Meinung nach reflektiert das eine völlig
    > falsche Grundeinstellung gegenüber den Möglichkeiten seiner Arbeitnehmer.

    Story von meinem Schwager über eine Nachbarabteilung in einer großen Pharmakonzern:
    Vor allen seinen Mitarbeitern, meint ein Abteilungsleiter: "Für mich sind Mitarbeiter wie ein Schwamm - Wenn ich drücke kommt immer noch was raus". Das ging allerdings so weit, dass er schlussendlich ausgetauscht wurde...

  12. Re: Burnout ist doch an der Tagesordnung

    Autor: JE 28.07.21 - 10:44

    ToeffToeff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Story von meinem Schwager über eine Nachbarabteilung in einer großen
    > Pharmakonzern:
    > Vor allen seinen Mitarbeitern, meint ein Abteilungsleiter: "Für mich sind
    > Mitarbeiter wie ein Schwamm - Wenn ich drücke kommt immer noch was raus".
    > Das ging allerdings so weit, dass er schlussendlich ausgetauscht wurde...

    Diese Aussage wäre für mich ausreichend, mir sofort eine alternative Arbeitsstelle zu suchen

  13. Wer den Druck nicht aushält, ist da fehlbesetzt.

    Autor: Netzweltler 29.07.21 - 10:16

    mbk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Thema beschränkt sich doch nicht nur auf die IT. Und super
    > Sommerlochlückenfüller...
    >
    > Ich wüsste nicht, wo nicht das maximale an Leistung von einem Arbeitnehmer
    > gefordert wird.
    Und jeder ist ersetzbar. Auch in der IT.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Cloud Administrator AWS (d/m/w)
    Gutenberg Rechenzentrum GmbH & Co. KG, Hannover
  2. Softwareentwickler (m/w/d)
    Bayerische Versorgungskammer, München
  3. IT Business Partner (m/w/d)
    Energiedienst Holding AG, Rheinfelden (Baden)
  4. Consultant IT Security (m/w/d)
    Hays AG, Ulm

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de