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Abschwarten, Tee trinken

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  1. Abschwarten, Tee trinken

    Autor: fanreisender 10.09.21 - 19:41

    Selbstverständlich ist es eine spannende Idee, die keramischen Supraleiter für die Fusionsreaktoren einzusetzen.
    "Rebco" war mir übrigens sehr ungeläufig, hat bisher außerhalb dieses Blogs noch niemand verwendet.

    Wo werden diese keramischen Supraleiter bisher eingesetzt? Es gibt eine etwa einen Kilometer lange Strecke in Essen, die offenbar seit 2014 funktioniert. Das Ding produziert zum einen weitestgehend kein Magnetfeld (Magnetfelder und Supraleitung sind Erzfeinde), zum anderen steht die Frage supraleitender Joints (das ist jetzt Nichts zum in der Pfeife rauchen, das ist eine supraleitende Verbindung) überhaupt nicht. Geplant sind demnächst 7 km in München.

    Mittlerweile gibt es auch m.W. fünf supraleitende Magnete für etwa 27 Tesla, von denen aber aktuell zwei defekt sind. Ob der Fehler an der Sektion mit den keramischen Supraleitern liegt, ist mir nicht bekannt. Ebenso ist mir nicht bekannt, ob die Frage supraleitender keramischer Joints wirklich gelöst ist. Es hört sich gerüchteweise so an, als wären die Magnete *nicht * persistent, d.h. der Widerstand der Joints ist sehr klein, aber eben nicht Null.

    Geforscht wird an solchen keramischen Supraleitern jetzt etwa 30 Jahre. Es gibt Fortschritte, ob sie wirklich für die genannte Anwendung genügen, wird sich zeigen. Ich bin da ebenso skeptisch, wie ich mich über einen Erfolg freuen würde.

  2. Re: Abschwarten, Tee trinken

    Autor: M. 12.09.21 - 00:46

    Ja, neue Technologien für supraleitende Magnete mit hohem Feld sind so eine Sache... man darf gespannt bleiben. Spannend, aber der Teufel steckt wie so oft im Detail.
    Am Ende wurden die 11-T-Dipole für den (HL-)LHC wurden ja auch noch nicht installiert, weil es beim Belastungstest gewisse Probleme gab, und das sind nicht mal HTS, sondern Nb3Sn. Thermische Zyklen und Quenches und mechanisch brüchige Supraleiter sind halt auch keine ganz einfach zu beherrschende Kombination.

    > Ebenso ist mir nicht bekannt, ob die Frage supraleitender keramischer
    > Joints wirklich gelöst ist. Es hört sich gerüchteweise so an, als wären die
    > Magnete *nicht * persistent, d.h. der Widerstand der Joints ist sehr klein,
    > aber eben nicht Null.
    Ich frag mich ob das für den Anwendungsfall wirklich ein Problem ist, so lange der Widerstand stabil ist und die entstehende Wärme weggekühlt werden kann. Ich komme ja aus der Beschleunigerecke, und da hängen die supraleitenden Magnete eh die ganze Zeit in einem Kreis mit einem Power Converter. Einerseits natürlich, damit man sie im Betrieb geordnet hoch- und runterrampen kann, aber auch weil man in einem Umfeld mit Strahlung immer mit einem Quench rechnen muss - und wenn es dazu kommt, muss man erst mal den Magneten davor schützen, die gesamte Feldenergie an einer Fehlstelle zu verheizen, also muss der Strom dann so schnell wie möglich raus aus dem Kreis. Das wird natürlich nochmals schlimmer, wenn man mehrere Magnete in Serie hat und einer quencht...

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

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