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Ich muss immer kotzen und lachen...

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  1. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: eidolon 14.08.18 - 18:33

    Eisboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Putzkräfte, Pflegekräfte...?

    Seit wann werden bei Putz- und Pflegekräften Frauenquoten gefordert? O_o Gerade da ist doch ein Frauenüberschuss.

  2. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: sttn 14.08.18 - 18:35

    Wenn es genügend geeignete Frauen gäbe die zugleich auch in der IT tätig sein wollen, dann bräuchtesn nicht diese vielen Förderprogramme.

    Es werden künstlich Verhältnisse geschaffen die viele Frauen nicht wollen. Jede meiner Kolleginnen macht ihren Job weil es ihnen Spass macht. Und ja, sie sind sehr gut. Aber sie sind nicht gut weil sie extra gefördert werden mussten, sondern weil sie gut sind.

    Für was gibt es diese Förderung eigentlich? Wegen der Ideologie der Genderstudies?

  3. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: digestif 14.08.18 - 20:35

    GabenBePraised schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Man versucht doch einfach nur jedes Register zu ziehen, um Stellen zu besetzen.
    > Die Zielgruppe Frauen macht doch Sinn.


    Ja, jedes Register außer eines: Lohnerhöhungen. Bei fairer Bezahlung würden sich ganz viele Stellen sehr schnell besetzen lassen. Aber stattdessen will man den 20-jährigen Masterabsolventen mit 8 Jahren Erfahrung in einer 3 Jahre alten Programmiersprache/Framework/whatever für 8,50¤ die Stunde oder am Besten noch als unbezahltes Praktikum.
    Das ist auch der einzige Grund, weshalb in Deutschland ein Fachkräftemangel herbeifabuliert wird. Der ist nämlich gut für die Arbeitnehmer. Deutschland ist Europas Niedriglohnsektor.

  4. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: eidolon 14.08.18 - 23:41

    sttn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für was gibt es diese Förderung eigentlich? Wegen der Ideologie der
    > Genderstudies?

    Genau das.

  5. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Niaxa 14.08.18 - 23:45

    Da du den ganzen Kommentarbereich dumm Angelabert hast ohne genau darauf einzugehen...

    ><> Bitte

  6. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: artavenue 15.08.18 - 00:56

    Danke. Man hat echt das Gefühl hier sind nur Sexisten unterwegs.

  7. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: SelfEsteem 15.08.18 - 01:32

    GabenBePraised schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum gibt es zu wenig Frauen? #Sozialisation.

    Wird man nicht muede, diesen Muell immer wieder runterzubeten, waehrend man immer noch keine Erklaerung fuer die Effekte in skandinavischen Laendern hat und sie froehlich ignoriert und einfach noch froehlicher weiter was von Sozialisation faselt?

    Wenn es wirklich rein die Sozialisation ist, so ist mir das voellig recht, aber die Effekte in der echten Welt, da draussen, ausserhalb eurer verstoerenden Fantasie, muesstet ihr doch bitte mal endlich erklaeren.

  8. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Knarz 15.08.18 - 07:19

    Das fasst meine Beobachtungen zu annähernd 100% zusammen.
    Danke dafür.

  9. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Hmmpf 15.08.18 - 10:53

    artavenue schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke. Man hat echt das Gefühl hier sind nur Sexisten unterwegs.

    Es ist recht bequem einfach mit der keule zu schwingen um sich nicht weiter dem einem Argument plagen zu müssen.

    Der Grund der gegenwehr ist jedoch das es ja hier nicht darum geht hochtalentierte menschen die die wirtschaft aus irgendeinem Grund übersehen hat ins rennen zu schicken. Letztlich geht es darum das hoch bezahlte Positionen ein hoch kompetitives Umfeld erzeugen. Das ist nur fair solange es nur und ausschließlich um Leistung geht.

    Also die meisten "Sexisten" haben nur noch nicht die richtigen Worte gefunden das "foul-play" als solches zu benennen.

  10. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Eisboer 15.08.18 - 11:19

    Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt, aber meine genannten Berufe sind "dreckige" Arbeiten, bei denen sich auch kein Mann beschwert, da nicht reinzukommen. Sollte zeigen, wie undurchdacht das Argument ist. Das es eben nicht um dreckige Jobs, sondern immer um die gut bezahlten und relativ sicheren geht.

  11. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: GabenBePraised 15.08.18 - 12:14

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GabenBePraised schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... wenn ich den Kommentarbereich bei Golem unter einem Artikel lese,
    > der
    > > die zwei Wörter "Frauen" und "IT" lese. Kotzen, weil ich es echt
    > erbärmlich
    > > finde, wenn ich Kommentare lese, wie "Ich will ne Frauenquote für
    > > Kloakentaucher und Bergarbeiter" oder "In der Steinzeit gab es auch
    > Jäger
    > > und Sammler, warum daran rütteln". Und lachen, weil genau diese Leute
    > das
    > > bestätigen, was alle Artikel in ihrer Kernaussage gemein haben:
    >
    > Ich muss immer nur kotzen weil irgendwelche Leute kommen, offensichtlich
    > ein paar Semester Geisteswissenschaften studiert haben und ihr weltfremdes
    > Zeug abladen.
    >
    Vermutlich zu deinem Verblüffen: Ich hab stinknormal meinen Bachelor in Informatik gemacht und arbeite bei einem IT-Dienstleister als Developer. Habe ganz einfach ein nicht konservativen Blick auf die Dinge.

  12. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Clown 16.08.18 - 14:16

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, die Biologie und Natur sollte man nicht ignorieren. Die Frage ist
    > aber doch, ob hier wirklich Biologie, Genetik oder sonstwas überhaupt eine
    > Rolle spielt, oder ob es eben nicht eher die Gesellschaft ist (und da
    > gehören sowohl Männer als auch Frauen dazu), die Frauen tendenziell in eine
    > Ecke drückt.

    Der Vollständigkeit halber: Männer werden gesellschaftlich genauso in eine Ecke gedrückt.

    > D.h. ja nicht, dass es nicht auch Berufszweige gibt, von denen
    > Männer eher ferngehalten werden. Aber das ist ein anderes Thema.

    Aber ein Wichtiges! Deshalb spricht die Politik auch überwiegend ganz neutral von "Gleichstellung" oder "diskriminierungsfrei", weil das eben für alle gelten soll. Und das versteht sich ja auch eigentlich von selbst..

    > Daran habe ich persönlich so meine Zweifel. Ich glaube schon, dass von
    > klein auf Frauen und Männer auf bestimmte Berufsbilder getrimmt werden.
    > "Das ist doch kein Beruf für eine Frau / einen Mann!", etc.

    Die Forschung ist aktuell auf dem Standpunkt, dass die überwiegende Mehrheit an Verhalten durch absichtliche und unabsichtliche(!) Handlungen in der Erziehung entstehen. Insofern ist da schon etwas dran, dass schon von klein auf "getrimmt" wird.
    Die Frage ist aber letztlich, wie problematisch das wirklich ist. Und da bin ich der Meinung, dass wir uns das viel schlimmer reden als es eigentlich ist. Tatsächlich wird wohl nur in Einzelfällen jemand davon abgehalten einen atypischen Beruf zu ergreifen, wenn er/sie es wirklich will (und natürlich auch die notwendigen Bedingungen erfüllt).

    > Lebe hier in einem Land, in dem die Geschlechterrollen noch stärker
    > ausgeprägt sind. Die schlimmsten Machos sind überraschenderweise meist die
    > Mütter (die Väter tragen mit ihrem "Nichtstun" ihr übriges dazu bei). Da
    > werden nur die Mädels dazu verdonnert im Haushalt mit zu helfen, etc.

    Obwohl ich in einem Frauenhaushalt groß geworden bin, war das bei mir interessanterweise auch so. Dafür durfte ich andere unangenehme Aufgaben übernehmen. Jeder hat letzten Endes beigetragen.

    > Dass
    > die Jungs dann irgendwann denken, dass Kochen nur was für Frauen ist, oder
    > Putzen, etc.

    Und trotzdem sind Profiköche überwiegend Männer. Oder hier in der Gegend haben wir für eine Praxis Fensterputzer gesucht. Frauen waren da gar nicht zu finden (uns wars egal, mir ist es nur irgendwann aufgefallen).
    Ich finde das wirklich und ernsthaft interessant (bevor mir jemand unterstellt, dass ich an der Stelle ironisch und/oder zynisch werde). Mir scheint, sobald ein gewisser Grad an Professionalität gefragt ist, Männer ein größeres Interesse entwickeln. Mag vlt auch an der vielen Männern inhärenten kompetitiveren Neigung liegen. Aber das ist reine Spekulation..

    > In einer Gesellschaft in der es aber immer mehr Singles gibt ist das dann
    > aber fatal. Habe so einen Fall in der Verwandtschaft. Selbst ein Steak zu
    > braten oder ein Ei zu kochen ist da schon ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn
    > die Mutter mal nicht zu Hause ist, dann muss die Schwester oder die Oma
    > extra hin, um dem armen Jungen (25 Jahre alt) was zu Essen zu kochen.

    Zugegebenermaßen erfordert ein auf den Punkt gegartes Steak eine Menge Übung ;)

    Aber ernsthaft: Diese Beobachtung kann ich überhaupt nicht teilen. Auch während meines Studiums haben wir Informatiker untereinander Kocherfahrungen und -rezepte ausgetauscht. Als ich meine Freundin kennengelernt habe (keine ITlerin) war ich schon etwas erstaunt, dass sie trotz mehrjährigen Singlehaushaltes keinerlei Erfahrungen hatte und schon beim Nudelkochen an die Grenzen des Machbaren stieß. Man kann sich eben auch mit Milchreis und Kräuterbaguette ernähren ;)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  13. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: berritorre 16.08.18 - 18:29

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vollständigkeit halber: Männer werden gesellschaftlich genauso in eine
    > Ecke gedrückt.
    Ja, richtig. Das sieht man ja bei meiner Bemerkung unten. Wir werden (oft) von klein auf in eine Richtung getrimmt. Ob Männlein oder Weiblein.

    > Aber ein Wichtiges! Deshalb spricht die Politik auch überwiegend ganz
    > neutral von "Gleichstellung" oder "diskriminierungsfrei", weil das eben für
    > alle gelten soll. Und das versteht sich ja auch eigentlich von selbst..
    Natürlich ist es wichtig, aber hier ging es ja erstmal um Frauen. Wir können das gerne Ganzheitlich diskutieren. Ist sowieso sinnvoller. Ich bin z.B. auch kein Fan von Quoten. Manchmal können sie zum kurzfristigen Erreichen von Zielen sinnvoll sein, nie aber auf lange Frist. Da muss man an der Wurzel des Übels anpacken. Sonst werden Quoten sehr schnell ungerecht und diskriminierend. Kurzfristig kann es aber durchaus sinnvoll sein.

    > Die Forschung ist aktuell auf dem Standpunkt, dass die überwiegende
    > Mehrheit an Verhalten durch absichtliche und unabsichtliche(!) Handlungen
    > in der Erziehung entstehen. Insofern ist da schon etwas dran, dass schon
    > von klein auf "getrimmt" wird.
    > Die Frage ist aber letztlich, wie problematisch das wirklich ist. Und da
    > bin ich der Meinung, dass wir uns das viel schlimmer reden als es
    > eigentlich ist. Tatsächlich wird wohl nur in Einzelfällen jemand davon
    > abgehalten einen atypischen Beruf zu ergreifen, wenn er/sie es wirklich
    > will (und natürlich auch die notwendigen Bedingungen erfüllt).
    Das ist bei vielem so. Selbst Krankheiten sind häufig gar nicht genetisch bedingt. "Liegt in der Familie" sollte häufig besser "Liegt an der Familie" heissen. So ist das Übergewicht oder die Diabetis eher mit dem Verhalten und den Gewohnheiten der Familie/Umgebung zu begründen, als mit echter genetischer Prädisposition (die es sicher auch gibt).


    > > Lebe hier in einem Land, in dem die Geschlechterrollen noch stärker
    > > ausgeprägt sind. Die schlimmsten Machos sind überraschenderweise meist
    > die
    > > Mütter (die Väter tragen mit ihrem "Nichtstun" ihr übriges dazu bei). Da
    > > werden nur die Mädels dazu verdonnert im Haushalt mit zu helfen, etc.
    >
    > Obwohl ich in einem Frauenhaushalt groß geworden bin, war das bei mir
    > interessanterweise auch so. Dafür durfte ich andere unangenehme Aufgaben
    > übernehmen. Jeder hat letzten Endes beigetragen.
    Wir hatten alle so unsere Aufgaben in der Familie. Aber die waren dann nicht soo geschlechterspezifisch ausgeprägt, eher auf das Alter ausgerichtet. Von Kehren über Abspülen zu Kochen war alles dabei. Natürlich war ich als das älteste Kind und einziger Sohn beim Schneeschippen im Vorteil (oder Nachteil, wie man das sehen will). Im Grossen und Ganzen hat meine Mutter (mein Vater hat sich damals aus diesen Sachen eher rausgehalten) aber darauf geachtet, dass alle von allem was machen, und dabei was lernen. OK, Holzhacken war auch eher ich.

    > Und trotzdem sind Profiköche überwiegend Männer.
    Das ist wirklich ein interessanter Punkt, bei dem auch ich mich schon oft gefragt habe, woran es liegen mag.

    > Zugegebenermaßen erfordert ein auf den Punkt gegartes Steak eine Menge
    > Übung ;)
    Ja, klar. Mir ging es eher darum, dass er es nicht schafft (oder nicht willens ist?) ein Stück Fleisch in die Pfanne zu hauen und zu braten, damit er zu Hause nicht verhungert, wenn die Mama mal nicht da ist. Oder irgendwas Eingefrorenes auftauen und warm machen.

    > Aber ernsthaft: Diese Beobachtung kann ich überhaupt nicht teilen. Auch
    > während meines Studiums haben wir Informatiker untereinander
    > Kocherfahrungen und -rezepte ausgetauscht. Als ich meine Freundin
    > kennengelernt habe (keine ITlerin) war ich schon etwas erstaunt, dass sie
    > trotz mehrjährigen Singlehaushaltes keinerlei Erfahrungen hatte und schon
    > beim Nudelkochen an die Grenzen des Machbaren stieß. Man kann sich eben
    > auch mit Milchreis und Kräuterbaguette ernähren ;)

    Hier kann man ähnliches beobachten, aber eher in den höheren sozialen Klassen. Da wachsen Mädels wie Jungs mit Hausangestellten auf und auch die Mädels sind dann nicht in der Lage die einfachsten Haushaltsaufgaben auszuführen. Da herrscht so eine Art Gleichberechtigung... ;-)

    Aber das wird sich ändern. Heute können sich viele schon keine Hausangestellte mehr leisten und es wird tendenziell eher darauf hinauslaufen, dass auch hier nur die Superreichen das noch können. Ich sehe schwarz für die aktuelle Jugend hier. Sie werden alle verdrecken oder verhungern. ;-)

    Oder sie lernen es irgendwann doch. Da habe ich aber keine Hoffnung. hehehehe.

  14. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Bonita.M 16.08.18 - 19:00

    Ne, das ist in erster Linie biologisch bedingt und nicht in der Sozialisation.
    Frauen haben einfach ein positiveres Temperament und daher einen verstärkten Zugang zur intuitiven Handlungssteuerung. Das bevorzugt letztlich soziale Berufe. Männer haben ein nüchterneres Temperament, was letzlich "sachliche" Berufe bevorzugt.
    Aber prinzipiell ist das bis zu einem gewissen Grad durch die Entwicklung überformbar. Sicher nicht so weit, dass wir irgendwann 50% Frauenquote in der IT haben, aber da ist auf jeden Fall noch viel Luft nach oben.

  15. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Franer 16.08.18 - 22:00

    Clown schrieb:
    --------------------
    > berritorre schrieb:
    > -------------------------
    > > D.h. ja nicht, dass es nicht auch Berufszweige gibt, von denen Männer eher ferngehalten werden. Aber das ist ein anderes Thema.

    > Aber ein Wichtiges! Deshalb spricht die Politik auch überwiegend ganz neutral von "Gleichstellung" oder "diskriminierungsfrei", weil das eben für alle gelten soll. Und das versteht sich ja auch eigentlich von selbst..

    Ja, es ist so ein Problem, dass diese ganze Gleichstellungsgeschichte immer in ein Täter-Opfer-Schema gepresst wird, obwohl es eigentlich alle betrifft und alle Mitglieder einer Gesellschaft gleichzeitig Täter und Opfer sind.

    Ich arbeite z.B. in einem eher frauenlastigen Bereich und habe als Mann (mit einer Ausnahme) meine bisherigen Stellen nur gekriegt, weil die Frauenbeauftragte für mich interveniert hat (weil die Geschlechterquote halt in beide Richtungen gilt: Unterrepräsentanz muss bei gleicher Eignung abgebaut werden). Es wurde immer implizit angenommen, dass ich als Mann das entweder nicht so gut könne oder es nur als Sprungbrett für eine andere Stelle nutzen wolle. Hinterher waren sie von meiner Arbeit dann immer begeistert und traurig, dass sie ihre Stellen nur befristet besetzen durften.

    Auch meine Familie hat immer versucht, mich zu einer "männlichen" Berufswahl zu drängen: Da verdienst doch nicht genug, wie willst mit dem Gehalt eine Familie finanzieren usw.

    Ich merke es gelegentlich auch an Kolleginnen, die es sich bei Problemen mit der Technik einfach nicht zutrauen, sie selbst zu lösen - wenn man ihnen etwas Mut macht, stellen sie dann fest, dass es gar nicht so schwierig ist, wie sie immer dachten.

    Von daher denke ich, dass Frauenförderung in IT-Berufen ebenso sinnvoll ist wie die Männerförderung bei Erziehern und Grundschullehrern.

  16. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Clown 17.08.18 - 08:22

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich ist es wichtig, aber hier ging es ja erstmal um Frauen. Wir
    > können das gerne Ganzheitlich diskutieren. Ist sowieso sinnvoller. Ich bin
    > z.B. auch kein Fan von Quoten. Manchmal können sie zum kurzfristigen
    > Erreichen von Zielen sinnvoll sein, nie aber auf lange Frist. Da muss man
    > an der Wurzel des Übels anpacken. Sonst werden Quoten sehr schnell
    > ungerecht und diskriminierend. Kurzfristig kann es aber durchaus sinnvoll
    > sein.

    Das ist ja auch das, was im GG verankert ist: 'Bevorteilung is nich, außer es geht um vorübergehende Gleichstellungsbemühungen". Und das ist halt auch völlig richtig.
    Nur müssen wir uns nach (mittlerweile) mehreren Dekaden dieser Vorgehensweise auch mal den Status Quo im Gesamtbild anschauen. Und da stellen wir an ein paar Stellen fest, dass wir über das Ziel hinaus geschossen sind. Und an anderer Stelle sieht es so aus, dass sich Vor- und Nachteile gegeneinander aufwiegen.
    Ich will damit natürlich nicht sagen, dass wir nun damit aufhören, sondern sorgsam abwägen müssen, welche Kämpfe wir als nächstes austragen. Und da hilft es leider nicht, wenn - zumindest in der breiten Öffentlichkeit - die Männer als Bevölkerungsgruppe mit ihren Sorgen nicht wirklich ernst genommen wird.

    > Das ist bei vielem so. Selbst Krankheiten sind häufig gar nicht genetisch
    > bedingt. "Liegt in der Familie" sollte häufig besser "Liegt an der Familie"
    > heissen. So ist das Übergewicht oder die Diabetis eher mit dem Verhalten
    > und den Gewohnheiten der Familie/Umgebung zu begründen, als mit echter
    > genetischer Prädisposition (die es sicher auch gibt).

    Absolut. Und wenn wir das weiter spinnen, dann könnten wir sogar so weit gehen und unliebsames Verhalten allesamt auf die Eltern (resp. Erzieher) abzuwälzen. Nur macht das bei (hoffentlich :D) vernunftbegabten Menschen keinen Sinn. Mit der gleichen Argumentation könnte man nämlich - überspitzt gesagt - die Rechtsstaatlichkeit über den Haufen werfern.

    > Hier kann man ähnliches beobachten, aber eher in den höheren sozialen
    > Klassen. Da wachsen Mädels wie Jungs mit Hausangestellten auf und auch die
    > Mädels sind dann nicht in der Lage die einfachsten Haushaltsaufgaben
    > auszuführen. Da herrscht so eine Art Gleichberechtigung... ;-)

    Das war bei meiner Freundin nicht der Fall. Ihre Eltern waren einfach zu unauthoritär (mir fällt kein besseres/passenderes Wort ein).

    > Aber das wird sich ändern. Heute können sich viele schon keine
    > Hausangestellte mehr leisten und es wird tendenziell eher darauf
    > hinauslaufen, dass auch hier nur die Superreichen das noch können. Ich sehe
    > schwarz für die aktuelle Jugend hier. Sie werden alle verdrecken oder
    > verhungern. ;-)

    Goldene Zeiten für Maggi & Co :D

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  17. Re: Ich muss immer kotzen und lachen...

    Autor: Clown 17.08.18 - 08:36

    Franer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, es ist so ein Problem, dass diese ganze Gleichstellungsgeschichte immer
    > in ein Täter-Opfer-Schema gepresst wird, obwohl es eigentlich alle betrifft
    > und alle Mitglieder einer Gesellschaft gleichzeitig Täter und Opfer sind.
    >
    > Ich arbeite z.B. in einem eher frauenlastigen Bereich und habe als Mann
    > (mit einer Ausnahme) meine bisherigen Stellen nur gekriegt, weil die
    > Frauenbeauftragte für mich interveniert hat (weil die Geschlechterquote
    > halt in beide Richtungen gilt: Unterrepräsentanz muss bei gleicher Eignung
    > abgebaut werden). Es wurde immer implizit angenommen, dass ich als Mann das
    > entweder nicht so gut könne oder es nur als Sprungbrett für eine andere
    > Stelle nutzen wolle. Hinterher waren sie von meiner Arbeit dann immer
    > begeistert und traurig, dass sie ihre Stellen nur befristet besetzen
    > durften.
    >
    > Auch meine Familie hat immer versucht, mich zu einer "männlichen"
    > Berufswahl zu drängen: Da verdienst doch nicht genug, wie willst mit dem
    > Gehalt eine Familie finanzieren usw.

    Danke für Deine Erfahrungen!

    > Ich merke es gelegentlich auch an Kolleginnen, die es sich bei Problemen
    > mit der Technik einfach nicht zutrauen, sie selbst zu lösen - wenn man
    > ihnen etwas Mut macht, stellen sie dann fest, dass es gar nicht so
    > schwierig ist, wie sie immer dachten.

    Das versuche ich bei meiner Freundin auch ab und an und nicht selten klappts dann doch nicht, weil dann doch das Verständnis fehlt. Aber wenigstens versucht sie es!

    > Von daher denke ich, dass Frauenförderung in IT-Berufen ebenso sinnvoll ist
    > wie die Männerförderung bei Erziehern und Grundschullehrern.

    Absolut.
    Und in dem Zusammenhang ist da auch noch ein Punkt, den ich bei Frau de Lorenzi im Interview kritisiere: Ihr scheint es vielmehr um Frauen in Führungspositionen zu gehen. Wir brauchen aber dringend Fachkräfte an Soft- und Hardware!

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