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Warum betreibt man Diversity?

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  1. Warum betreibt man Diversity?

    Autor: SelfEsteem 15.08.18 - 01:59

    Och Golem ...

    Hier antwortet die Dame im Interview:
    > de Lorenzi: Die Annahme, dass Frauen bei technologischen Fragestellungen andere Denkweisen
    > haben sollen als Männer, halte ich für nicht gerechtfertigt.

    Nicht nur ist das falsch, sondern das Gegenteil ist doch gerade DAS Argument fuer Diversity-Bestrebungen. Gemischte Teams produzieren eine hoehere Bandbreite an Loesungen fuer Problemstellungen mit breiterem Spektrum an Sichtweisen und Skill-Kombinationen. Das ist es doch gerade, was die Qualitaet in solchen Teams steigert.
    Deswegen ist es gut und deswegen will man das.

    Und da kommt man als Journalist nicht auf die Idee zu fragen, warum man das alles aus unternehmerischer Sicht tun sollte, wenn es am Ende des Tages ohnehin keinen Unterschied macht?
    Wenn die Ausage stimmen wuerde, dann haetten die gesamten Bestrebungen keinerlei Sinn.

  2. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: Bernd_W 15.08.18 - 08:42

    Diversity betreibt man, damit es keine Unionisation/Unionization gibt - also damit sich die Mitarbeitenden nicht gewerkschaftlich organisieren. Unionization, also wenn in den USA eine Gewerkschaft wie die UAW (Autoarbeiter) einen Produktionsstandort "übernimmt", ist für Manager die Horror-Vorstellung schlechthin.
    Denn ein diverser, inhomogener Haufen hat keinen gemeinsamen Nenner. Sehr praktisch, wenn man Streiks und Lohhnsteigerungen verhindern will.
    Diversity ist ja nicht aus Zufall nicht aus den Gewerkschaften (Unions) heraus entstanden, sondern von "Bürgerrechtlern" erfunden, von Soziologen entwickelt und von Großkonzernen gelebt.
    Vielleicht müsste man mal eine Studie machen: Wie hoch ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad in Unternehmen in Abhängigkeit vom Grad der gelebten/gepushten Diversity.

    Ursprünglich kommt Diversity Management aus Affirmative Action heraus, also "positiver Diskriminierung", also einer einseitigen Förderung von Gruppen, gefordert von der betreffenden Gruppe. Passiert ja anscheinend auch bei Computacenter (Zugang zu Führungskräfteschulungen ist geschlechtsabhängig).
    Inwieweit eine Quotokratie für Organisationen erfolgreicher ist als eine Meritokratie ... nunja.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.18 08:43 durch Bernd_W.

  3. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: artavenue 15.08.18 - 11:54

    Wasn das für ne alberne Verschwörungstheorie :D

  4. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: Eisboer 15.08.18 - 12:02

    Mir ist der Punkt auch aufgefallen. Ich glaube, sie hat sich in die Enge gedrängt gefühlt, dass Frauen wegen ihrem Geschlecht irgendwie anders, womöglich schlechter mit Problemen umgehen, als Männer.

    Interessant für Diversity sind ja unterschiedliche Lebenserfahrungen und unterschiedliche bereits gelöste Probleme. Frauen haben da sicher auch ein paar biologisch bezogene Probleme, die Männer nicht erfahren werden, aber das ist nur ein Bruchteil von den Erfahrungen, welche sie nutzen können im Beruf.

  5. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: theonlyone 15.08.18 - 12:36

    artavenue schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasn das für ne alberne Verschwörungstheorie :D

    Naja da ist schon was dran.

    Auch wenn die aller meisten schlichtweg auf den Zug aufspringen weil es gerade "Hip" ist.
    Wenn der Chef da auf die Idee kommt "Wir brauchen mehr Diversity" , ja warum denn ? Egal, ich hab gelesen das kommt gerade voll gut an bei Presse und sonstigen Medien.

    Den klar ist, wer aktiv gegen Diversity stehen würde, der macht sich sofort zum Ziel von allen möglichen völlig durchgeknallten Aktivisten, was ja letztlich auch die Erpressung zu alle dem ist.

    ----

    Viele Forscher unterstützen das Thema schlichtweg weil es so einfach ist hier Gelder abzuziehen, gerade weil praktisch keine Firma die Eier hat sich dagegen zu stellen, weil man sein glitzerndes Images erhalten will,

    ----

    Eine Vielfalt an sich zu haben ist mal kein Fehler.
    Ein paar ältere Mitarbeiter und jüngere bringt schon einen regen Austausch, wenn man diese Kommunikation auch unterstützt, einfach nur die Leute zu haben bringt erst mal nichts.

    Genauso gibt es einige Konstellationen die sind einfach schädlich für das Betriebsklima.
    Eine Diversity Anstrebung bringt eben auch viele Kosten mit sich (das fängt ja schon damit an das eventuell nicht vorhandene Frauen Toiletten fehlen, macht man dann daraus "Uni-sex" Toiletten schreien einige Muslime auf das geht gar nicht, usw. usw. irgendwer ist eben immer irgendwie diskriminiert, umso weniger krasse Unterschiede man hat, umso simpler lässt sich vieles organisieren, kann eben doch ein großer Vorteil sein).

    ----

    Wäre aber sicherlich interessant zu wissen wie sich Firmen unterscheiden in ihrer Aufstellung der Gewerkschaften, von wenig Diversity bis zu "maximaler" Diversity.

  6. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: SelfEsteem 15.08.18 - 13:25

    Eisboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist der Punkt auch aufgefallen. Ich glaube, sie hat sich in die Enge
    > gedrängt gefühlt, dass Frauen wegen ihrem Geschlecht irgendwie anders,
    > womöglich schlechter mit Problemen umgehen, als Männer.
    Mhmm ... sie fuehtl sich von einer einfachen Frage in die Enge gedraengt ... so so. Waere das wahr, haette das eine direkte Aussagekraft ueber ihre Qualifikation fuer den Management-Posten.

    Ich denke viel mehr, dass sie den Fragen einfach ausweicht, weil sie konkrete Antworten entweder nicht geben will (evtl. weil die Antworten nicht so toll fuers Image waeren), oder nicht geben kann.
    Lezteres waere sehr sehr traurig, ist aber bei vielen, die auf den Diversity-Zug aufspringen, leider seeeehr oft anzutreffen.

    Wie oben gesagt, gibt es einige gute Gruende fuer Diversity, aber die meisten betreiben es rein der Ideologie wegen. Und ich finde es traurig, dass bei einem Journalisten da die Alarmsirenen nicht anspringen.

    > Interessant für Diversity sind ja unterschiedliche Lebenserfahrungen und
    > unterschiedliche bereits gelöste Probleme. Frauen haben da sicher auch ein
    > paar biologisch bezogene Probleme, die Männer nicht erfahren werden, aber
    > das ist nur ein Bruchteil von den Erfahrungen, welche sie nutzen können im
    > Beruf.

    Meinst du mit Lebenserfahrung "Berufserfahrung", oder wirklich "Lebenserfahrung"? Nein, die Lebenserfahrung ist absolute Nebensache.
    Grund fuer die hoehere Bandbreite an Skills und eingebrachten Loesungen und Blickwinkeln sind die Character-Eigenschaften, die sich etwas unterschiedlich verteilen, nicht die Lebenserfahurng.

    Klar bekommt man das mit einem reinen Maenner - oder Frauen-Team auch hin, wenn man seine Leute gut genug kennt und die Teams entsprechend zusammenstellt, aber mit einer Mischung aus Maennern und Frauen ist das eben einfacher. Damit landet man zwar sicher nicht in jedem Einzelfall einen Volltreffer, aber im Schnitt hauts ueber laengere Zeitraeume doch ganz gut hin.

  7. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: Eisboer 15.08.18 - 15:36

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meinst du mit Lebenserfahrung "Berufserfahrung", oder wirklich
    > "Lebenserfahrung"? Nein, die Lebenserfahrung ist absolute Nebensache.

    https://www.npr.org/2018/07/02/625426015/the-edge-effect?t=1534340132186

    Hier kannst du dir anhören, dass Menschen kreativer an Probleme rangehen, wenn sie in unterschiedlichen Kulturen eingebunden sind.

  8. Re: Warum betreibt man Diversity?

    Autor: SelfEsteem 15.08.18 - 18:44

    Eisboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.npr.org
    >
    > Hier kannst du dir anhören, dass Menschen kreativer an Probleme rangehen,
    > wenn sie in unterschiedlichen Kulturen eingebunden sind.

    Hmmm, witzig.
    Als Auspraegung von Offenheit haette es mich nicht gewundert, dass kreativere Typen haeufiger mit Leuten aus anderen Kulturkreisen eine Beziehung eingehen, aber dass die Beziehung selbst die Kreativitaet ankurbelt, ist interessant.
    Waere natuerlich gut zu wissen, wie lange das nun genau anhaelt. Und natuerlich, ob die Ergebnisse sauber reproduziert werden koennen.

    Wobei das fuer meinen Punkt oben im Endeffekt dennoch keine Rolle spielt. Auf der einen Seite kann ich Menschen im Vorstellungsgespraech nicht fragen, welche Beziehungen sie in der Vergangenheit so hatten (vermutlich "kann" ich schon, aber es duerfte nicht gut ausgehen), noch kann ich Menschen anhand von Hautfarbe und Herkunft sortieren - das waere blanker Rassismus.

    In der Realitaet loesst sich dieses "Problem" eh ziemlich in Luft auf, wenn man Menschen einfach nur rein an ihrer Fachqualifikation misst und alle diese Attribute ignoriert, denn dann mischen sich diese Attribute ganz natuerlich mit rein.

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