Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Computerspiele-Presse: Zwischen…

Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: Charles Marlow 04.05.11 - 11:30

    Manche Spielezeitschriften blenden jegliche Kritik an den Spieleherstellern weitgehend aus, solange ihre Redakteure kostenlose Rezensionsexpemplare bekommen und ganzseitige Anzeigen geschaltet werden. Klar, wenn die Konkurrenz dem gleichen Titel eine dicke Abfuhr erteilt, dann macht man das ggfs. auch. Damit es nicht zu sehr auffällt (die 80er Jahre sind in der Hinsicht aber zum Glück schon vorbei).

    Aber solche Dinge wie Bananaware, viel zu kurzer SP bei überberwertetem MP, Bezahl-DLC und Zwangsregistrierung werden auffällig oft "vergessen" und Hype (z.B. bei GTA IV für den PC) kommt in Endergebnis vor einer objektiven Bewertung. Was nützt dann aber die beste Besprechung?

    Seiten wie Gamespot wiederum haben das gleiche Problem. Hier lohnt es sich dann zumeist, einfach mal die User-Bewertungen/Besprechungen zu lesen. Oft genug bekommen dort überhypte Spiele - oder solche mit allerlei dicken Dingern im Schlepptau - ihre gerechte Bewertung (z.B. CrySis) und vergessene Juwelen erfahren späte Gerechtigkeit (z.B. Psychonauts).

  2. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: Bonsaibäumchen 04.05.11 - 12:27

    Ich geb seit ewigkeiten keinen pfiff auf Zeitschriften oder Internet-Magazine.
    Die können garnicht objektiv sein und ehrlich urteilen weil sie von den Herstellern abhängig sind für ihre Previews und sonderaktionen und weil einige Spielerhersteller bei Kritik gleich die Anwälte rausholen.

    So ein schwachsinn das ganze.

  3. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: irata 04.05.11 - 13:50

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit es nicht zu sehr auffällt (die 80er Jahre sind in der Hinsicht aber zum Glück schon vorbei).

    Was hat es mit der Anspielung auf die 80er auf sich?

    Ist sonst alles ziemlich harmlos, da hab ich schon wesentlich härtere Dinge gehört - vielleicht war ja das gemeint? ;-)

  4. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: dreamtide11 04.05.11 - 13:55

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seiten wie Gamespot wiederum haben das gleiche Problem.

    Die Frage ist, warum haben aber andere Medien das nicht? Wenn man fair ist, besteht immer die potentielle Gefahr, das Werbeträger betroffen sind, aber von derlei Problemen (die bei Spielzeischriften definitiv vorhanden sind), hört man bei anderen, allgemeineren Printmedien nicht, selbst wenn sie für harsche Töne bekannt sind.

    Das ist eine Problemstellung, die unbedingt gelöst werden muss. Ich lese wirklich seit vielen vielen Jahren Spielezeitschriften, aber seit dem letzten Jahr ist es wirklich deutlich weniger geworden und dies liegt nicht daran, dass ich das Interesse nicht mehr hätte, sondern weil ich den Bewertungen wirklich schlicht kein Vertrauen mehr schenken kann.

    Die Zeitschriften haben sich von den doch sehr aussagekräftigen Prozentwertungen verlagert auf den Mechanismus "Vergiss die Prozentzahl, lies den Text zwischen den Zeilen". Das ist mir zu wenig.

    Grad in der letzten PCGames (zugegeben eines der ... am stärksten von der Problematik betroffenen Magazine. Aber ich hab die nunmal gerne gelesen) las man einen Redakteurskommentar über den Absturz des Publishers von Homefront, wo die Bewertung um den 70er Bereich reichten, den Aktienkurs abstürzen zu lassen, in dem er allen Ernstes äusserte, man solle doch nicht so viel Gewicht auf die Prozentzahl legen, es würde doch nicht die wahren Qualitäten des Spiels wiederspiegeln. Ja, da steckt alles drin, kann ich nur sagen. Wie panne ist das denn?

    Eine 'gefühlt' unabhängige Spielezeitschrift hatte ich letztes Jahr aboniert. das wäre die GEE (http://www.geemag.de/). Die Zeitschrift ist sehr gut, obwohl sie plattformübergreifend ist (und das heisst was, wenn ich das sage. Ich bin _sehr_ fixiert auf PC). Die Themen sind schräg, interessant und man trifft auch den einen oder anderen sehr alten Bekannten. Komischerweise ist die Gee niergendwo im Fokus, was mich ob ihrer Qualität wundert, aber es lohnt mal wenigstens auf die Seite zu gehen. Es gibt dort auch ein sehr umfangreiches Heftarchiv.

    edit: Die Gamestar übrigens, das will ich doch noch loswerden, habe ich als 'relativ unabhängiges' Magazin lange gelten lassen, wenngleich mir der Stil nie wirklich gut gefallen hat, das war halt immer sehr... deutsch. Die sind mir aber seit einiger Zeit mit sehr aggresivem Marketing unterwegs und da kann ich gar nicht drauf! Die habe ich seitdem nicht mehr gekauft und die emails landen nun im Spamfolder.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.11 14:01 durch dreamtide11.

  5. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: Freepascal 04.05.11 - 14:45

    dreamtide11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Charles Marlow schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Seiten wie Gamespot wiederum haben das gleiche Problem.
    >
    > Die Frage ist, warum haben aber andere Medien das nicht? Wenn man fair ist,
    > besteht immer die potentielle Gefahr, das Werbeträger betroffen sind, aber
    > von derlei Problemen (die bei Spielzeischriften definitiv vorhanden sind),
    > hört man bei anderen, allgemeineren Printmedien nicht, selbst wenn sie für
    > harsche Töne bekannt sind.
    >
    > Das ist eine Problemstellung, die unbedingt gelöst werden muss. Ich lese
    > wirklich seit vielen vielen Jahren Spielezeitschriften, aber seit dem
    > letzten Jahr ist es wirklich deutlich weniger geworden und dies liegt nicht
    > daran, dass ich das Interesse nicht mehr hätte, sondern weil ich den
    > Bewertungen wirklich schlicht kein Vertrauen mehr schenken kann.
    >
    > Die Zeitschriften haben sich von den doch sehr aussagekräftigen
    > Prozentwertungen verlagert auf den Mechanismus "Vergiss die Prozentzahl,
    > lies den Text zwischen den Zeilen". Das ist mir zu wenig.
    >
    > Grad in der letzten PCGames (zugegeben eines der ... am stärksten von der
    > Problematik betroffenen Magazine. Aber ich hab die nunmal gerne gelesen)
    > las man einen Redakteurskommentar über den Absturz des Publishers von
    > Homefront, wo die Bewertung um den 70er Bereich reichten, den Aktienkurs
    > abstürzen zu lassen, in dem er allen Ernstes äusserte, man solle doch nicht
    > so viel Gewicht auf die Prozentzahl legen, es würde doch nicht die wahren
    > Qualitäten des Spiels wiederspiegeln. Ja, da steckt alles drin, kann ich
    > nur sagen. Wie panne ist das denn?
    >
    > Eine 'gefühlt' unabhängige Spielezeitschrift hatte ich letztes Jahr
    > aboniert. das wäre die GEE (www.geemag.de Die Zeitschrift ist sehr gut,
    > obwohl sie plattformübergreifend ist (und das heisst was, wenn ich das
    > sage. Ich bin _sehr_ fixiert auf PC). Die Themen sind schräg, interessant
    > und man trifft auch den einen oder anderen sehr alten Bekannten.
    > Komischerweise ist die Gee niergendwo im Fokus, was mich ob ihrer Qualität
    > wundert, aber es lohnt mal wenigstens auf die Seite zu gehen. Es gibt dort
    > auch ein sehr umfangreiches Heftarchiv.
    >
    > edit: Die Gamestar übrigens, das will ich doch noch loswerden, habe ich als
    > 'relativ unabhängiges' Magazin lange gelten lassen, wenngleich mir der Stil
    > nie wirklich gut gefallen hat, das war halt immer sehr... deutsch. Die sind
    > mir aber seit einiger Zeit mit sehr aggresivem Marketing unterwegs und da
    > kann ich gar nicht drauf! Die habe ich seitdem nicht mehr gekauft und die
    > emails landen nun im Spamfolder.

    Gratuliere, du wirst langsam älter. Ganz ehrlich, ein ähnlicher Text hätte von mir vor ca. 10-15 Jahren entstehen können. Spielezeitschriften sind und waren schon immer Teil der Spieleindustrie.

    Dieses Phänomen ist natürlich auch in anderen Zeitschriften präsent. Kannst ja mal in einer sog. Frauenzeitschrift versuchen, die redaktionellen Artikel von der Kosmetikwerbung zu unterscheiden.

  6. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: dreamtide11 04.05.11 - 17:06

    Freepascal schrieb:

    > Gratuliere, du wirst langsam älter. Ganz ehrlich, ein ähnlicher Text hätte
    > von mir vor ca. 10-15 Jahren entstehen können. Spielezeitschriften sind und
    > waren schon immer Teil der Spieleindustrie.

    Naja, also die '4' steht schon lange davor :). Ich sehe es eher so, das es durchaus mal anders war. Vielleicht waren damals auch schon die 'Auftraggebern' im Blick, aber zumindest nicht so offensichtlich. Dieser Trend zur 'Werbekundenhöhrigkeit' kam ja eher schleichend und auch da gab es in den einzelnen Magazinen Nuancen (Die Gamestar war ja durchaus mal sichtbar unabhängiger als die PCGames beispielsweise).

    Woran hapert es also? An den fehlenden Eiern? Welche Entscheidungen braucht es, um es vernünftig zu machen? Die Gee macht es z.B. vernünftig. Es geht also auch irgendwie anders. Oder noch weiter gefragt? Wieviel Werbung kostet es mich als Verleger, wenn ich immer authentisch und unerpressbar schreibe? 50% ? Kostet das Heft dann 9€? Wenn es so wäre, da gebrauche ich jetzt mal 'Altersdreistigkeit', ich würde das zahlen einmal im Monat, hab schon unsinniger Geld ausgegeben.
    (Am Rande: Dein Beispiel mit der Fraunezeitschrift greift sicher, aber z.B. beim Spiegel würde ich das nicht sehen. Man zwar kontrovers diskutieren über das, was dort geschrieben steht, aber die Behauptung nehme ich mir mal raus, das was sie schreiben ist garantiert nicht durch Anzeigenkunden 'zensiert'. Will einfach nur sagen: Es _gibt_ diese Unabhängikeit schon sehr wohl. Anders Beispiel: Titanic)

    Ich bin der Überzeugung, das das machbar ist. Es bedeutet auch Stress, ganz klar, aber über lang wird das mit Sicherheit honoriert werden. Und wenn solche Medien dann eben _die_ Zielgruppe darstellt, müsste sich auch ein Anbieter überlegen, ob er es sich leisten kann, da nicht zu inserieren.

    Kann aber auch sein, das es so gut funktioniert, weil es der Zielgruppe, wie lezterdings eigentlich fast alles... (ich hör ja schon auf), shice-egal ist.

    Einen noch: Die Userbewertungen in einigen hochrangigen Foren halte ich auch nur für bedingt brauchbar. Viele der Ansprüche die dort gestellt werden (und ich bestehe drauf, meine sind auch schon sehr, sehr hoch!) sind einfach nur abgespaced und lächerlich illusorisch. Ausserdem sind die Schwächen oftmals immer an genreabhängigen Punkten festgemacht. Beispiel: Shooter X hat aber keine Fahrzeuge... RPG Y würfelt aber nicht nach D&D 2.163598.... Beides geht mir am...eben demselben vorbei, das ist absolut nicht zielführend um Spielspass zu generieren oder gar zu bewerten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.11 17:15 durch dreamtide11.

  7. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: Charles Marlow 04.05.11 - 17:33

    > Was hat es mit der Anspielung auf die 80er auf sich?

    Da waren die Zeitschriften z.T. NOCH befangener und haben jeden Schrott positiv bewertet, wenn der Hersteller genug Anzeigen geschaltet hat. Virulent war das vor allem bei den Spectrum-Zeitschriften.

    > Ist sonst alles ziemlich harmlos, da hab ich schon wesentlich härtere Dinge
    > gehört - vielleicht war ja das gemeint? ;-)

    Ne, heute machen die das etwas subtiler. Da ist die Endbewertung dann gnädiger, auch wenn die Einzelaspekte eher für eine schlechtere Note sprechen.

  8. Re: Antwort: Zumeist nicht sehr seriös.

    Autor: dreamtide11 05.05.11 - 13:04

    schade, das die threads hier immer nur eine Halbwertszeit von 3 Stunden haben :). Dieser war nämlich mal so richtig nett, da hätte ich gerne länger mitgepostet.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  3. BWI GmbH, Bonn
  4. Schaltbau GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-88%) 3,50€
  3. 1,19€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Ãœberblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  2. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch
  3. Handheld Nintendo stellt die Switch Lite für unterwegs vor

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

  1. Windows 10: Windows-Defender-Dateien werden als fehlerhaft erkannt
    Windows 10
    Windows-Defender-Dateien werden als fehlerhaft erkannt

    Der System File Checker in Windows 10 markiert neuerdings Dateien des Windows Defender als fehlerhaft. Der Bug ist auch Microsoft bekannt. Das Problem: Die neue Version des Defenders verändert im Installationsimage verankerte Dateien. Der Hersteller will das mit einem Update von Windows 10 beheben.

  2. Keystone: Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an
    Keystone
    Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an

    Die auf Kickstarter finanzierte Keystone ist eine mechanische Tastatur mit Hall-Effekt-Schaltern. Diese können die Druckstärke registrieren. Eine Software ermöglicht es der Tastatur, das Tippverhalten der Nutzer zu analysieren und Druckpunkte entsprechend anzupassen.

  3. The Witcher: Erster Netflix-Trailer mit Geralt, Ciri, Triss und Striegen
    The Witcher
    Erster Netflix-Trailer mit Geralt, Ciri, Triss und Striegen

    Netflix stellt den ersten Trailer seiner Serie The Witcher vor. Henry Cavill als Geralt von Riva kämpft dabei gegen Monster und Menschen und verwendet Hexerzeichen, Pirouettenkampf und Zaubertränke. Einige Szenen erinnern an Passagen aus den Büchern.


  1. 13:00

  2. 12:30

  3. 11:57

  4. 17:52

  5. 15:50

  6. 15:24

  7. 15:01

  8. 14:19