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16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

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  1. 16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

    Autor: Sumpfdotterblume 29.11.18 - 10:12

    Vielleicht sollte man mal bei den Grundlagen anfangen, über die sich ein Großteil der Kunden von Telekom & Co ärgern?

    Seit ewigen Zeiten bekannt ist ja, dass gerne x Mbps verkauft werden an den Kunden (Kabel, DSL, was auch immer) und dann 25% oder mehr an Abschlag "zu akzeptieren" sind.

    Früher galt mal: Pacta sunt servanda.

    Wenn jemand in den 1990ern sich einen Wagen mit 200PS gekauft hat und auf dem Prüfstand 120PS rauskamen, war die Sache klar. Gibt man einen Hausbau in Auftrag für 180qm und sechs Zimmer und es kamen drei Zimmer und 95qm bei rum, war die Sache klar.

    Bei Internet und Diesel sieht es nun anders aus.

    O tempora, o mores?

  2. Re: 16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

    Autor: SanderK 29.11.18 - 10:50

    Sumpfdotterblume schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht sollte man mal bei den Grundlagen anfangen, über die sich ein
    > Großteil der Kunden von Telekom & Co ärgern?
    >
    > Seit ewigen Zeiten bekannt ist ja, dass gerne x Mbps verkauft werden an den
    > Kunden (Kabel, DSL, was auch immer) und dann 25% oder mehr an Abschlag "zu
    > akzeptieren" sind.
    >
    > Früher galt mal: Pacta sunt servanda.
    >
    > Wenn jemand in den 1990ern sich einen Wagen mit 200PS gekauft hat und auf
    > dem Prüfstand 120PS rauskamen, war die Sache klar. Gibt man einen Hausbau
    > in Auftrag für 180qm und sechs Zimmer und es kamen drei Zimmer und 95qm bei
    > rum, war die Sache klar.
    >
    > Bei Internet und Diesel sieht es nun anders aus.
    >
    > O tempora, o mores?
    An sich hast ja Recht, aber verkauft wird bis zu ^^ die kleine Klausel halt ;-)

  3. Re: 16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

    Autor: sneaker 29.11.18 - 11:36

    Das ist doch bereits geregelt? 25% Abschlag brauchen nicht akzeptiert zu werden.

    [www.bundesnetzagentur.de]

  4. Re: 16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

    Autor: Sea 29.11.18 - 12:32

    hilft einem halt nix. dadurch erhält man lediglich das Recht zur fristlosen(?) Kündigung.
    Aber wenn die Telekom an einem Standort nur <6k liefert, dann macht das in 95% der Fälle auch kein anderer schneller. Also hat man die Wahl zwischen 100% bezahlen, aber nur 50% erhalten, oder 0% bezahlen und entsprechend 0% zu erhalten.

  5. Re: 16.000er DSL bestellt und bezahlt, 6.000er geliefert

    Autor: Prokopfverbrauch 29.11.18 - 17:36

    Also als erstes muss ich schon sagen, dass Internet da einfach komplexer ist. Die Daten verlaufen ja schonmal weltweit über viele Netze, Knoten etc. Da eine Geschwindigkeit permanent zu garantieren ist nicht möglich, auch sind bei Kupfer noch Störfaktoren drin, die außerhalb der Handlungsmöglichkeiten des Betreibers liegen. Für den Verbraucher ist das simpel, der haut n speedtest online runter, hat nebenbei noch Verbraucher im Netz, der Speedtest pingt vermutlich frankfurt an und das wars. Sehr genau ist das nicht zwingend. Also ich halte eine bis zu Regelung vom Grundsatz her schon richtig.

    Vielmehr ist einfach das Problem auf einer anderen Ebene. In deinem Fall bist du vermutlich ein Kunde, der an einem KVz hängt, der zuweit weg ist von FTTC VDSL Vectoring (nachhaltig) zu profitieren. Also eine Verbesserung würdest du letztlich nur über über einen aufwendigen FTTB/H Anschluss erfahren. Also eine bessere Bandbreite zu liefern kostet hier richtig Asche für den Betreiber, klar dass er das nicht macht wenn er es nicht muss. Und TKOM hat ihre Produkte einfach so kategorisiert, dass 16 Mbit/s der niedrigste ist. Darunter zahlst halt trotzdem 16.

    Die eigentliche Lösung oder das Problem ist doch, dass es keine echte Konkurrenz gibt. Konkurrenz im Sinne des Gesetzgebers ist in solchen Fällen: a) du kannst zu einem Reseller gehen (der dir eigentlich nur white label die telekom leitung quasi anbietet) oder b) du lässt für XXXXX Glasfaser legen.

    Liegt überall aber Glasfaser bis in jede Wohnung, dann ist das wie Strom und man hat nur Dienstanbieter. Baut jemand scheiße und liefert nicht -> Wechsel. Stromnetze sind auch nicht auf minimalen Bedarf ausgelegt, ich habe seit ich lebe noch NIE einen nachhaltigen Stromnetzausfall miterlebt. Genau so ist es mit flächendeckenden FTTB/H Netzen, das Medium reicht für alles aus.

    Im freien Markt ist es nämlich auch so, dass wenn jemand nicht das liefert, was er verspricht (z.B. du kaufst ein Smartphone das angeblich wasserdicht ist, dann gehts putt, und der Anbieter schiebt es auf unsachgemäße Benutzung) dann kannst du dich um deinen Anspruch streiten, aber viel wichtiger du kanns WECHSELN und einfach ein Smartphone von X-beliebig vielen Herstellern kaufen. Echte Konkurrenz zu den Oligpolisten im TK Markt die ÜBERALL bei jedem Kunden buchbar ist, würde diese ganze Problematik seeeehr schnell beenden.

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