1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Coronapandemie: Youtube sperrt…

Heute die, morgen Du

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Heute die, morgen Du

    Autor: DowneasterAlexa 30.09.21 - 08:23

    Wer dieser Abschaltung leise nickend oder laut klopfend zustimmt, sollte erstens wissen, dass morgen aus einem anderen "guten Grund" er selbst mundtot gemacht werden kann. Und er sollte sich zweitens erinnern, dass noch gestern "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" und „Ich missbillige, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ stolze Zustimmung fanden.

    Und: Da die großen monopolartigen Plattformbetreiber an Recht und Gesetz (inkl. Grundgesetz) gebunden sind, können diese sich auch nicht einfach so auf ihre Regeln zurückziehen.

    Und RT? Wer das ansieht, weiß, was er bekommt. Da ist drin, was draufsteht. Wir haben (1979?) aus Spaß auf Mittelwelle Radio Moskau gehört. Da "erfuhr" man dann auch, was von Reagan und Schmidt und Honnecker wirklich zu halten war. Insofern ist der Vergleich mit dem Parteien-dominierten öffentlichrechtlichen Fernsehen im heutigen Deutschland absolut zutreffend, das kleine Blödheiten von Herrn Laschet über Tage auswalzt während die radikalen Ideen der heutigen SPD und das Versagen ihres Frontmans journalistisch ausgeblendet wird.

  2. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: Trollversteher 30.09.21 - 13:57

    >Wer dieser Abschaltung leise nickend oder laut klopfend zustimmt, sollte erstens wissen, dass morgen aus einem anderen "guten Grund" er selbst mundtot gemacht werden kann. Und er sollte sich zweitens erinnern, dass noch gestern "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" und „Ich missbillige, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ stolze Zustimmung fanden.

    Sorry, auch da gibt es deutliche Grenzen, denn zB weder bei Holocaustleugnung noch bei rufschädigenden Lügenkampagnen war es je Richtig "stolze Zustimmung" zu geben.

    >Und: Da die großen monopolartigen Plattformbetreiber an Recht und Gesetz (inkl. Grundgesetz) gebunden sind, können diese sich auch nicht einfach so auf ihre Regeln zurückziehen.

    Gegen welches Grundgesetzt verstößt YouTube denn hier?

    >Insofern ist der Vergleich mit dem Parteien-dominierten öffentlichrechtlichen Fernsehen im heutigen Deutschland absolut zutreffend, das kleine Blödheiten von Herrn Laschet über Tage auswalzt während die radikalen Ideen der heutigen SPD und das Versagen ihres Frontmans journalistisch ausgeblendet wird.

    Au weia, ernsthaft? Vielleicht mal die ideologische Brille abnehmen und die Realität sehen - also realitätsfremder als diese Unsinnsbehauptung geht ja wohl kaum.

    Hier mal ein paar Beweise gegen Deine falschen Unterstellungen:

    https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-921049.html

    https://www.tagesschau.de/inland/finanzausschuss-scholz-fiu-101.html

    https://www.tagesschau.de/inland/scholz-finanzausschuss-101.html

    https://www.tagesschau.de/inland/btw21/scholz-vorwuerfe-finanzministerium-101.html

    https://www.tagesschau.de/inland/plagiatsvorwuf-scholz-101.html

    https://www.tagesschau.de/inland/btw21/scholz-cum-ex-fiu-101.html

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundesfinanzministerium-durchsuchung-103.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.21 14:02 durch Trollversteher.

  3. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: DowneasterAlexa 30.09.21 - 15:40

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wer dieser Abschaltung leise nickend oder laut klopfend zustimmt, sollte
    > erstens wissen, dass morgen aus einem anderen "guten Grund" er selbst
    > mundtot gemacht werden kann. Und er sollte sich zweitens erinnern, dass
    > noch gestern "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" und
    > ";Ich missbillige, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht
    > verteidigen, es zu sagen"; stolze Zustimmung fanden.
    >
    > Sorry, auch da gibt es deutliche Grenzen, denn zB weder bei
    > Holocaustleugnung noch bei rufschädigenden Lügenkampagnen war es je Richtig
    > "stolze Zustimmung" zu geben.

    Das Verbot der Holocaustleugnung (etwas ungenau bezeichnet) ist in Deutschland eine vermutlich vertretbare historisch begründbare Ausnahme. Diese darf nicht zum Dammbruch gegen die Gegner der freien Meinungsäußerung mussbraucht werden.

    >
    > >Und: Da die großen monopolartigen Plattformbetreiber an Recht und Gesetz
    > (inkl. Grundgesetz) gebunden sind, können diese sich auch nicht einfach so
    > auf ihre Regeln zurückziehen.
    >
    > Gegen welches Grundgesetzt verstößt YouTube denn hier?

    YT darf einem Kunden nicht einfach die Inhalte löschen. Sie schulden ihm einen Service. Löschen nicht illegaler Inhalte kommt einem Verstoß gegen das Zensurverbot gleich.

    >
    > >Insofern ist der Vergleich mit dem Parteien-dominierten
    > öffentlichrechtlichen Fernsehen im heutigen Deutschland absolut zutreffend,
    > das kleine Blödheiten von Herrn Laschet über Tage auswalzt während die
    > radikalen Ideen der heutigen SPD und das Versagen ihres Frontmans
    > journalistisch ausgeblendet wird.
    >
    > Au weia, ernsthaft? Vielleicht mal die ideologische Brille abnehmen und die
    > Realität sehen - also realitätsfremder als diese Unsinnsbehauptung geht ja
    > wohl kaum.

    Die Realität sind Riesenschäden durch Scholzens Handeln und skandalisierendes Herauspicken von Lachets Schofeligkeiten im ÖR. Bessere Journalisten - ohne ideologische Brille, da sitzt sie nämlich - hätten das entsprechend gewichtet.


    >
    > Hier mal ein paar Beweise gegen Deine falschen Unterstellungen:
    >
    > (...)

  4. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: demon driver 30.09.21 - 19:04

    DowneasterAlexa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trollversteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Wer dieser Abschaltung leise nickend oder laut klopfend zustimmt, sollte
    > > erstens wissen, dass morgen aus einem anderen "guten Grund" er selbst
    > > mundtot gemacht werden kann. Und er sollte sich zweitens erinnern, dass
    > > noch gestern "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" und
    > > ";Ich missbillige, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht
    > > verteidigen, es zu sagen"; stolze Zustimmung fanden.
    > >
    > > Sorry, auch da gibt es deutliche Grenzen, denn zB weder bei
    > > Holocaustleugnung noch bei rufschädigenden Lügenkampagnen war es je Richtig
    > > "stolze Zustimmung" zu geben.
    >
    > Das Verbot der Holocaustleugnung (etwas ungenau bezeichnet) ist in
    > Deutschland eine vermutlich vertretbare historisch begründbare Ausnahme.
    > Diese darf nicht zum Dammbruch gegen die Gegner der freien Meinungsäußerung
    > mussbraucht werden.

    Meinungsäußerung war nie und ist praktisch nirgendwo uneingeschränkt frei, auch hierzulande nicht, das gibt auch das Grundgesetz nicht her, Einzelgesetze regeln demnach Näheres. Die Holocaustleugnung ist nur eine besonders deutlich konkretisierte Einschränkung. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Rechtsgut, das zu verschiedenen anderen Rechtsgütern potenziell in Konkurrenz steht, was im Konfliktfall zu einer Abwägung führen muss, bei der die freie Rede mitnichten automatisch als Sieger hervorgeht.

    > > >Und: Da die großen monopolartigen Plattformbetreiber an Recht und Gesetz
    > > (inkl. Grundgesetz) gebunden sind, können diese sich auch nicht einfach so
    > > auf ihre Regeln zurückziehen.
    > >
    > > Gegen welches Grundgesetzt verstößt YouTube denn hier?
    >
    > YT darf einem Kunden nicht einfach die Inhalte löschen. Sie schulden ihm
    > einen Service. Löschen nicht illegaler Inhalte kommt einem Verstoß gegen
    > das Zensurverbot gleich.

    Doch, YT darf genau das, und daran gibt es überhaupt keinen juristischen Zweifel. Oder hast du ein einziges Beispiel, wonach Youtube gerichtlich gezwungen werden konnte, ein gemäß seinen Regeln gesperrtes Video wieder freizugeben?

    Private Betreiber von Internetplattformen haben sowas wie Hausrecht und haben dazu das Recht auf Vertragsfreiheit. Ob einem das gefällt oder nicht, und ich verstehe, dass es auch Gründe gibt, aus denen es einem nicht uneingeschränkt gefallen muss, sie sind nicht Gewährleister des Rechts auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht bindet den Staat, nicht Privatpersonen oder Unternehmen.

    > > > Insofern ist der Vergleich mit dem Parteien-dominierten
    > > > öffentlichrechtlichen Fernsehen im heutigen Deutschland absolut zutreffend,
    > > > das kleine Blödheiten von Herrn Laschet über Tage auswalzt während die
    > > > radikalen Ideen der heutigen SPD und das Versagen ihres Frontmans
    > > > journalistisch ausgeblendet wird.
    [...]
    > Die Realität sind Riesenschäden durch Scholzens Handeln und
    > skandalisierendes Herauspicken von Lachets Schofeligkeiten im ÖR. Bessere
    > Journalisten - ohne ideologische Brille, da sitzt sie nämlich - hätten das
    > entsprechend gewichtet.

    Ist ja schön, dass du uns hier so deutlich deine politischen Präferenzen mitteilst, aber mit der Realität hat das alles nicht auch nur andeutungsweise zu tun. Und nein, ich mag Scholz kein bisschen mehr als Laschet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.21 19:08 durch demon driver.

  5. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: Trollversteher 01.10.21 - 07:57

    >Das Verbot der Holocaustleugnung (etwas ungenau bezeichnet) ist in Deutschland eine vermutlich vertretbare historisch begründbare Ausnahme. Diese darf nicht zum Dammbruch gegen die Gegner der freien Meinungsäußerung mussbraucht werden.

    Passiert ja auch nicht, oder wo gab es einen Fall, wo jemand, der den Holocaust nicht geleugnet hat wegen Holocaustleugnung gesperrt?

    > Gegen welches Grundgesetzt verstößt YouTube denn hier?

    YT darf einem Kunden nicht einfach die Inhalte löschen. Sie schulden ihm einen Service. Löschen nicht illegaler Inhalte kommt einem Verstoß gegen das Zensurverbot gleich.

    Das ist jetzte aber kein Grundgesetz Paragraph... Und dass ein Service-Dienstleister seine Leistungen einschränken darf, wenn der Vertragspartner (Kunde) seinen Leistungen nicht nachkommt bzw. trotz mehrfacher Mahnung immer wieder gegen die vertraglichen Vereinbarungen verstößt, ist ebenfalls legal.

    >Die Realität sind Riesenschäden durch Scholzens Handeln und skandalisierendes Herauspicken von Lachets Schofeligkeiten im ÖR. Bessere Journalisten - ohne ideologische Brille, da sitzt sie nämlich - hätten das entsprechend gewichtet.

    Welche Schäden? Afaik ist Scholz nicht für irgendein strafbares Handeln verurteilt worden - dass er zB im Wirecard Skandal nicht gerade glänzend dagestanden hat, ist keine Frage, aber solange ihm nichts konkretes nachgewiesen werden konnte, kann man auch nicht von "Schäden" reden - zumindest von keinen, welche die Schäden, Missgeschicke und Skandälchen, die Laschet zu verantworten hat übertreffen würden.

    Und: Hast Du Dir die Links angeschaut, die ich als Gegenbeweis gepostet hatte? Tatsächlich wurde Scholz in den ÖR härter und kritischer angegangen als Laschet, Du solltest nicht irgendwelche Skandalblättchen und in den sozialen Netzwerken geteilte Beiträge mit den ÖRs verwechseln. Und zudem hat es mit hämischer und zum größten Teil auf fake-news berughender Berichterstattung Frau Bärbock noch am stärksten getroffen - soviel zu der Theorie, "die Politiker aus dem linken Spektrum wurden verschont".

  6. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: DowneasterAlexa 01.10.21 - 09:08

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DowneasterAlexa schrieb:
    > -(...)
    > >
    > > YT darf einem Kunden nicht einfach die Inhalte löschen. Sie schulden ihm
    > > einen Service. Löschen nicht illegaler Inhalte kommt einem Verstoß gegen
    > > das Zensurverbot gleich.
    >
    > Doch, YT darf genau das, und daran gibt es überhaupt keinen juristischen
    > Zweifel. Oder hast du ein einziges Beispiel, wonach Youtube gerichtlich
    > gezwungen werden konnte, ein gemäß seinen Regeln gesperrtes Video wieder
    > freizugeben?

    Ein Beispiel ist dieses:

    (Ich darf hier noch keine Links posten - bitte ggf. nach 'youtube ordnungsgeld' googeln.)

    >
    > Private Betreiber von Internetplattformen haben sowas wie Hausrecht und
    > haben dazu das Recht auf Vertragsfreiheit. Ob einem das gefällt oder
    > nicht, und ich verstehe, dass es auch Gründe gibt, aus denen es einem nicht
    > uneingeschränkt gefallen muss, sie sind nicht Gewährleister des Rechts auf
    > freie Meinungsäußerung; dieses Recht bindet den Staat, nicht Privatpersonen
    > oder Unternehmen.

    Zumindest die Betreiber der großen Plattformen dürfen nicht einfach missliebige Meinungsäußerungen löschen, wenn diese nicht gegen Gesetze verstoßen.
    (...)

  7. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: demon driver 01.10.21 - 09:55

    DowneasterAlexa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DowneasterAlexa schrieb:
    > > -(...)
    > > >
    > > > YT darf einem Kunden nicht einfach die Inhalte löschen. Sie schulden ihm
    > > > einen Service. Löschen nicht illegaler Inhalte kommt einem Verstoß gegen
    > > > das Zensurverbot gleich.
    > >
    > > Doch, YT darf genau das, und daran gibt es überhaupt keinen juristischen
    > > Zweifel. Oder hast du ein einziges Beispiel, wonach Youtube gerichtlich
    > > gezwungen werden konnte, ein gemäß seinen Regeln gesperrtes Video wieder
    > > freizugeben?
    >
    > Ein Beispiel ist dieses:
    >
    > (Ich darf hier noch keine Links posten - bitte ggf. nach 'youtube
    > ordnungsgeld' googeln.)

    Das Beispiel, wenn es sich um das im Juli vom Spiegel Online gemeldete handelt, ist als Beleg für deine These nicht geeignet. "Das Gericht [...] kam [...] zu dem Schluss, dass die geänderten Regeln nicht wirksam in den Vertrag mit dem Betreiber des Accounts einbezogen worden seien. Der bloße Hinweis auf mögliche künftige Änderungen genüge nicht", schreibt Spiegel Online – das heißt, Youtube hätte sehr wohl löschen dürfen, wenn nur die Regel korrekt und rechtswirksam eingeführt worden wäre.

    > > Private Betreiber von Internetplattformen haben sowas wie Hausrecht und
    > > haben dazu das Recht auf Vertragsfreiheit. Ob einem das gefällt oder
    > > nicht, und ich verstehe, dass es auch Gründe gibt, aus denen es einem nicht
    > > uneingeschränkt gefallen muss, sie sind nicht Gewährleister des Rechts auf
    > > freie Meinungsäußerung; dieses Recht bindet den Staat, nicht Privatpersonen
    > > oder Unternehmen.
    >
    > Zumindest die Betreiber der großen Plattformen dürfen nicht einfach
    > missliebige Meinungsäußerungen löschen, wenn diese nicht gegen Gesetze
    > verstoßen.
    > (...)

    Es gibt zwar zunehmend und auch in Deutschland Bestrebungen, ihnen dabei Grenzen aufzuerlegen, aber die sind in der Gesetzesrealität nach meinem Überblick bisher nicht angekommen. Die Vertragsfreiheit von Wirtschaftssubjekten wiegt in der bisherigen Rechtsprechung schwerer als das Recht auf freie Meinungsäußerung, insofern Privatunternehmen überhaupt zu dessen Gewährleistung beizutragen hätten. Wenn entsprechende Regeln nicht, wie in dem Fall bei Youtube, formal fehlerhaft sind und damit unwirksam bleiben, können und haben sie jedes Recht, nach Belieben innerhalb eines großen Spielraums Regeln festzulegen und dann eben auch alles zu löschen, was dagegen verstößt.

  8. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: Trollversteher 01.10.21 - 10:17

    +1 Danke für die schlüssige Erklärung!

  9. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: smonkey 01.10.21 - 11:14

    Ich finde solche Sperrungen auch problematisch. Man sollte mit Aufklärung dagegen halten, nicht mit sperren oder löschen. Man sollte geeignete "Faktenfinder" Videos anzeigen. Durch die Sperrung verschwinden derartige Meinungen nicht, so landen nur in weniger kontrollierbaren Ecken.

  10. Re: Heute die, morgen Du

    Autor: demon driver 01.10.21 - 11:49

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde solche Sperrungen auch problematisch.

    Ein gutes Gefühl habe ich dabei auch nicht. Zumal damit, dass Privatunternehmen die Auswahl vornehmen und nach Belieben vornehmen können, was gesperrt wird und was nicht. Selbst wenn die Unternehmen nur Rechtswidriges sperren dürften, bliebe es ein problematisches Konzept, dass Privatunternehmen den Auftrag haben sollen, über die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichungen aus der Bevölkerung zu wachen.

    Die entscheidende Frage ist aber vielleicht dennoch zunächst einmal, welche konkrete Regelung hier unter dem Strich und unter Berücksichtigung der Folgen und Gefahren die beste und sinnvollste ist.

    > Man sollte mit Aufklärung
    > dagegen halten, nicht mit sperren oder löschen. Man sollte geeignete
    > "Faktenfinder" Videos anzeigen.

    Kann man natürlich, verursacht aber erheblich höheren Aufwand und Arbeit und Kosten. Wird also eine Plattform wie Youtube nicht freiwillig machen.

    > Durch die Sperrung verschwinden derartige
    > Meinungen nicht, so landen nur in weniger kontrollierbaren Ecken.

    Einerseits, ja, natürlich nicht, aber andererseits verbreiten sich derartige Meinungen weitaus geringer, wenn die größten Meinungsumschlagplätze sich nicht an der Veröffentlichung beteiligen.

    Und die Meinungsäußerungen, um die es hier geht, sind ja nicht bloß harmlose, folgenlose Worte, sondern sie animieren Menschen dazu, sich für andere Menschen unmittelbar gefährdend, ja lebensgefährdend zu verhalten.

    Und es ist eben auch zum Glück kein Automatismus, keine notwendige Folge, dass morgen wir gesperrt würden, nur weil heute solche objektiv Menschen gefährdenden Meinungsäußerungen zu Sperrungen führen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.21 11:51 durch demon driver.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Cloud Engineer AWS (m/w/d)
    Metaways Infosystems GmbH, Hamburg
  2. Specialist Purchasing Tools & Processes w/m/d
    AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  3. Testmanager / Testingenieur (m/w/d) Software und Systeme
    ME MOBIL ELEKTRONIK GMBH, Langenbrettach
  4. Mitarbeiter NOC - 2nd Level Support (m/w/d)
    SachsenGigaBit GmbH, Dresden

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Discovery Staffel 4: Star Trek mit viel zu viel Pathos
Discovery Staffel 4
Star Trek mit viel zu viel Pathos

Die ersten beiden Folgen der neuen Staffel von Star Trek Discovery bieten zwar interessante Story-Ansätze, gehen aber in teils unerträglichen Gefühlsduseleien unter. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Pluto TV Star Trek Discovery kommt doch schon nach Deutschland
  2. Star Trek Discovery kommt nicht mehr auf Netflix

Energiewende: Akkupreise steigen wegen zu hoher Rohstoffkosten
Energiewende
Akkupreise steigen wegen zu hoher Rohstoffkosten

Die Party ist vorbei. Statt billiger, sollen Akkus durch neue Rekorde beim Lithiumpreis und anderen Rohstoffen im Jahr 2022 sogar teurer werden.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nachhaltigkeit Mehr Haushalte investieren in die Energiewende
  2. P2P-Energiehandel Lieber Nachbar, hätten Sie noch etwas Strom für mich?
  3. Erneuerbare Energien Schottland plant ersten Windpark mit Wasserstoffgewinnung

MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
MS Satoshi
Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
Von Elke Wittich

  1. NFTs Pyramidensystem für Tech-Eliten
  2. Nach Krypto-Betrug Kryptobörse will Squid-Game-Scammer finden
  3. Krypto-Betrug Meme-Coin-Projekt lässt 60 Millionen Dollar verschwinden