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Crowdfunding als Unternehmenskonzept

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  1. Crowdfunding als Unternehmenskonzept

    Autor: locke.d 27.11.14 - 15:46

    Eine Spieleschmiede ist nach wie vor ein Unternehmen und sollte in der Lage sein, sich selbst am Leben zu halten. Was ist das denn für ein merkwürdiges Unternehmenskonzept - man soll per Crowdfunding dafür sorgen, dass Projekte realisiert werden, die im Nachhinein dann auch noch verkauft werden. Ist ja alles legitim, wenn die Leute dafür Zahlen wollen. Aber so kann doch kein Unternehmen laufen.

    Ich habe immer das Gefühl, dass die Leute garnicht mit dem Geld umgehen können, dass sie über Kickstarter bekommen - OUYA ist das perfekte Beispiel ... ~9 Millionen Dollar Funding und raus kam nur ein schlechter Scherz.

  2. Re: Crowdfunding als Unternehmenskonzept

    Autor: theonlyone 27.11.14 - 17:15

    Wie bei jeder "Entwicklung" muss das Produkt eben erstmal finanziert werden bevor es verkauft wird.

    Das geht durchaus mal über Jahre, es braucht also Investoren und Geld.

    Wo bekommt man das her ? Publisher suchen, oder sonstwen mit Geld.

    Genau das ersetzt man durch private Investoren, eben Crowdfunding.


    Das ist pauschal mal gut so, den wenn die einzige Chance etwas zu finanzieren in der Macht von Publishern liegt, dann bekommen wir auch nur das was ein publisher produzieren will und sonst nichts (ergo den ganz harten Mainstream Müll).

    Kickstarter und Crowdfunding im Allgemeinen sind dafür da Projekte zu finanzieren die von Publishern abgelehnt werden, sei es weil der Publisher glaubt es gibt dafür keine Zielgruppe oder schlichtweg zu wenig Umsatz erwartet , ODER aus diversen anderen Gründen (sei es weil es zu abgedreht ist, irgendwie zu künsterlisch, zu hohes Risiko, was auch immer).

    Auf der anderen Seite muss ein Entwickler der von einem Publisher bezahlt wird auch viele Einschränkungen in kauf nehmen, den da wird gern reingequatscht in das Produkt und es wird so stark wie möglich auf Mainstream gedrückt, selbst wenn es das absolut nicht sein soll ; es ist also eine klare Entscheidung sich gegen einen publisher zu entscheiden und die Fans selbst zur Kasse zu bitten.

    Crowdfunding ist demnach schonmal ein Risiko in sich, den man wird zum Investor, der Vorteil ist eben das der Entwickler sich viel eher selbst verwirklichen "kann" , ob das gut geht steht auf einem anderen Blatt.


    Die "kleinen" Projekte scheitern ja praktisch nie auf Kickstarter, sobald sie mal angelaufen sind, den das sind auch sehr überschaubare 1-2 Personen Ideen.

    Gerade die Video-Spiel Industrie ist geprägt von Fehlschlägen, den von 100 Spielen ist wenn überhaupt 1 Spiel wirklich nennenswert erfolgreich, der Rest hat garkein budget für große Werbung.



    Die grund-finanzierung auf Kickstarter ist absolut in Ordnung, das Thema mit den "Stretch" Goals und der Überfinanzierung ist viel eher ein problem, aber Kickstarter pusht das natürlich, da sie ja genau an so einem hype wirklich profitieren.

    Den wenn ein projekt 100.000$ braucht und am Ende das 10-fache bekommt, dann ist das schlichtweg zu viel Geld, das wird unter Garantie "verplannt".

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