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Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

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  1. Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: Katsuragi 07.11.17 - 21:27

    Hi,

    schade, dass darauf nicht genauer eingegangen wurde. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass bei ständiger/regelmäßiger Nutzung Cloud-Rechenzeit "schweineteuer" ist und sich bei so etwas die Anschaffung eigener Hardware lohnt.

    Beispiel AWS EC2: die größte Recheninstanz für "Datenverarbeitung" ("c4.8xlarge" mit 36 vCPUs) kostet bei durchgehender Nutzung ca. 38$ pro Tag. Dazu kommt noch das Speichern und Übertragen von mindestens 10TB Daten (die Menge für nur einen Tag). Die Firma hier benutzt die Rechenleistung zwar nach eigener Angabe nicht den ganzen Tag und nur zu "günstigen" Zeiten, aber da sie Ihre Daten täglich aktualisieren könnte man dann auch weniger Rechenleistung nehmen und dafür den ganzen Tag rechnen.
    Personal, das die dafür nötige Software entwickeln kann, ist auch mit der Verwaltung eines eigenen Rechenclusters nicht überfordert. Mich würde also die Ratio interessieren, warum man trotzdem nichts Eigenes benutzt und sich im wahrsten Sinne des Wortes auf Gedeih und Verderb an einen Cloud-Anbieter bindet - der einem ja z.B. per Preiserhöhung oder auch einfach willkürlich (Account-Sperre) kurzfristig die Geschäftsgrundlage entziehen kann.

    Ist das Ergebnis der Kosten-/Nutzen-Rechnung wirklich so Cloud-lastig, oder macht man das nur, weil man eben in der Cloud angefangen hat und dann da geblieben ist?
    Wir betreiben übrigens selbst einen kleinen Server-Cluster in einem Rechenzentrum, kennen also diese Seite der Medaille ganz gut.

    VG

  2. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 07.11.17 - 22:44

    Gute Frage.

    Bin leider nicht darauf oder dazu gekommen, sie im Interview zu stellen. Die Zeit ist leider immer knapp bei sowas. So eine dreiviertel Stunde ist immer viel kürzer, als man sich das sonst so vorstellt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: Squirrelchen 08.11.17 - 03:29

    Ja, die Idee einen Cloud Dienstleister für laufende, immer wiederkehrende Berechnungen zu nutzen finde ich persönlich genauso kurios.

    ABER: Es kommt ja immer darauf an, wie mein Kostenmodell aussieht und wie ich plane. Der rießige Vorteil bei (großen) Clouddiensten ist nun mal, dass ich die zu verwendenden Ressourcen (rein theoretisch) bei Bedarf jederzeit um das vielfache steigern kann. Zusätzlich hat man die fast schon 100% Sicherheit, dass einem keine Hardware um die Ohren fliegt.

    Jedoch ist bei einem solchen Projekt tatsächlich die Frage zu stellen ob es hier nicht tatsächlich Sinn macht, auf jedem Kontinent einfach ein RZ "hinzuklatschen" oder sich einzumieten. Dazu noch ein Wartungsvertrag mit speziellen Konditionen (30 Minuten Reaktionszeit). Das könnte ggf. günstiger sein und die Nachteile der Cloud (wir können nur rechnen wenn Preis gerade unter x ist) entfallen lassen.
    Die Nachteile wären dann nun mal, dass man entweder Hardware vorbereitet parat halten muss, falls es zu Ausfällen kommt und bei größeren Veränderungen auch neue Kapazitäten eingeplant werden müssen.
    Das größte Problem ist, dass hierbei eine Menge Zeit vergehen kann, bis die neue Hardware dann wirklich im Hause und Einsatzbereit ist. Wer mal Server von EU nach USA geschickt hat, weiß wie lange das dauert. Von den Grenz / Zollkontrollen mal ganz abgesehen.
    Das bedeutet, man müsste auf jeden Kontinent entweder dann wieder ein Team aufbauen, welches für die Konfiguration der Hardware da ist oder man muss mit den Verzögerungen leben. Im ersteren Fall hätte man den bequemen Vorteil, dass man Vorort einkaufen könnte. Im zweiten wäre der Vorteil eines optimierten Teams, dass auch noch kleiner sein darf, gegeben.

    Fazit: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass benannte Szenarien mehr als einmal in deren Hause durchgespielt worden sind und man schließlich zu dem Schluss kam, dass es einfach bequemer und letztlich vielleicht sogar günstiger ist, dies über die Cloud abzuwickeln. Die Entwicklungs / Aufbaukosten eines RZ´s sind je nach Lage und Qualität (der Anbindung und Ausstattung) schließlich auch nicht zu vernachlässigen.
    Und last but not least, es gibt auch mehr als einen Cloud Anbieter ;) Hier muss man (schon lange) nicht mehr von Verdei und Verderb sprechen, wenn einem der alte Hoster nicht mehr mag.

    ------------------
    Ich könnte Ausnussen vor Nussigkeit!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

  4. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: FreiGeistler 08.11.17 - 08:15

    @Hörnchen
    Man kann ja auch bei Satellitenschwärmen zentral rechnen. Warum soll das auf jedem Kontinent separat passieren? Es gibt Unternehmen, die weit grössere Datenmengen um die Welt schicken.

  5. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: Squirrelchen 08.11.17 - 08:26

    Da geht es eher um Ausfallgeschichten und Auslieferungsbeschleunigung.

    Wenn ich auf jedem Kontinent eine eigene Struktur habe, kann es mir relativ egal sein ob in USA mal wieder ein menschennamiger Tornado wütet oder in der Türkei Erdogan Satelliten für den Putsch verantwortlich macht usw...

    Ab einer gewissen Größe sollte man einfach seine Projekte schön verteilen :)

    ------------------
    Ich könnte Ausnussen vor Nussigkeit!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

  6. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: chefin 08.11.17 - 10:39

    Wenn man ein eigenens RZ betreibt ist die Scalierbarkeit bescheiden.

    Wer in der Cloud arbeitet, muss nach Auftragslage bezahlen. Ist viel los, miete ich auch viel an. Ist wenig los, habe ich keine dauerhaften hohen Fixkosten. Wenn man von 120 Millionen Umsatz liest, heist das nicht das im Januar 10 Millionen Umsatz gemacht werden. Im Januar vieleicht garnichts, im Februar muss man Aufträge ablehnen, weil das RZ schon auf 100% Last läuft.

    Wie die sagen, sie laden Daten runter wenn es nötig ist, nicht permanent. Die Angaben zur täglichen Datenmenge dürfte das Maximum sein, wenn sie großen Auftrag haben.

    Ob dann irgendwann ein eigenes RZ herkommt, wenn man finanziell und von der Auftragslage gefestigt ist, ist damit nicht ausgeschlossen. Dann kann man ja seinerseits Rechenleistung weitervermieten, wenn gerade Ruhe im Geschäft. Nur dazu muss man erstmal das Kerngeschäft stabil am laufen haben und Flauten im Umsatz locker aussitzen können.

  7. Re: Cloud-Rechenzeit für derart wiederkehrende Aufgaben und solche Daten-(speicher-)Mengen?

    Autor: LinuxMcBook 09.11.17 - 22:10

    Ich würde es eher so machen, dass ich eigene Rechenkapazität für die "Grundlast" bereit halte und alles weitere eben in der "Cloud" rechnen lasse.

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