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gezwungen?

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  1. gezwungen?

    Autor: Squirrelchen 17.01.18 - 09:27

    Wo geht denn nun aus dem Artikel der angeblich Zwang hervor?

    Aufgrund der Alternativlosigkeit? Es gäbe Alternativen, die Frage ist halt nur, ob diese günstiger wären.

    ------------------
    Bitte nicht so schnell schreiben, hier gibt es auch Langsamleser!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

  2. Re: gezwungen?

    Autor: MikeMan 17.01.18 - 09:51

    Marktwirtschaftlicher Zwang! Darüber zu klagen ist so sinnvoll, wie über Kundenwünsche zu klagen.... dennoch wird es immer wieder gemacht.

  3. Re: gezwungen?

    Autor: Galde 17.01.18 - 10:03

    Wenn Du davon lebst Waren von A nach B zu transportieren, es aber nach B keine/nur schlechte Strassen gibt ist man nunmal mehr oder weniger gezwungen in Strassen zu investieren.

  4. Re: gezwungen?

    Autor: schotte 17.01.18 - 10:15

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Marktwirtschaftlicher Zwang! Darüber zu klagen ist so sinnvoll, wie über
    > Kundenwünsche zu klagen.... dennoch wird es immer wieder gemacht.

    1. Regel des Kaufmanns:
    "Lerne Klagen ohne zu Leiden!"

  5. Re: gezwungen?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.01.18 - 10:19

    Doch, gezwungen. Traffic ist bisher nur so spottbillig, weil im DotCom Boom (falls du dazu noch zu jung bist, bitte selbst googlen) massenhaft spekulative dark fibres um die Welt gezogen wurden. Die gingen fast alle in den Konkurs. Aus der Konkursmasse haben die heutigen Marktführer der Back-Bones die Leitungen für Kleingeld zusammen gekauft und konnten den Traffic verramschen und trotzdem noch gute Renditen erzielen. Bezahlt haben all das ja die Gläubiger der ursprünglichen Betreiber, die nie einen Cent wiedergesehen haben.

    Diese Reserven sind aber schön langsam aufgebraucht und Neubauten von Glasfaserleitungen sind richtig schön teuer. Damit ist der verschwenderische Umgang mit Traffic für kaum Geld nicht mehr möglich. Google Search, Google Drive, Google Fotos mit unbegrenztem Speicherplatz, YouTube... viele kostenlose Dienste, die mit Kleckerbeträgen aus Werbung finanziert werden, für die entweder viel Traffic, sehr schneller Traffic (zB Google Instant Search) oder beides zusammen benötigt wird, also sehr leistungsfähige Glasfasernetze. Für Trinkgelder.

    Sonst endet dieses Geschäftsmodell.

    Daher bleibt denen eben keine andere Wahl. So wie wir insgesamt auf ein Zeitalter zu knapper Back-Bones zulaufen, wo wir bisher gewohnt waren, dass die letzte Meile der Flaschenhals war. Auch ein inzwischen betagter vdsl50 Anschluss bei der Telekom reicht spielend für 4K Netflix und noch viele andere Dinge gleichzeitig im Haushalt aus. Aber die Daten da erstmal hin zu bekommen wird die immer größere Herausforderung. Die Leute fangen an ihre gebuchten Bandbreiten auch wirklich auszulasten.

  6. Re: gezwungen?

    Autor: Squirrelchen 17.01.18 - 10:36

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch, gezwungen. Traffic ist bisher nur so spottbillig, weil im DotCom Boom
    > (falls du dazu noch zu jung bist, bitte selbst googlen) massenhaft
    > spekulative dark fibres um die Welt gezogen wurden. Die gingen fast alle in
    > den Konkurs. Aus der Konkursmasse haben die heutigen Marktführer der
    > Back-Bones die Leitungen für Kleingeld zusammen gekauft und konnten den
    > Traffic verramschen und trotzdem noch gute Renditen erzielen. Bezahlt haben
    > all das ja die Gläubiger der ursprünglichen Betreiber, die nie einen Cent
    > wiedergesehen haben.
    >
    > Diese Reserven sind aber schön langsam aufgebraucht und Neubauten von
    > Glasfaserleitungen sind richtig schön teuer. Damit ist der
    > verschwenderische Umgang mit Traffic für kaum Geld nicht mehr möglich.
    > Google Search, Google Drive, Google Fotos mit unbegrenztem Speicherplatz,
    > YouTube... viele kostenlose Dienste, die mit Kleckerbeträgen aus Werbung
    > finanziert werden, für die entweder viel Traffic, sehr schneller Traffic
    > (zB Google Instant Search) oder beides zusammen benötigt wird, also sehr
    > leistungsfähige Glasfasernetze. Für Trinkgelder.
    >
    > Sonst endet dieses Geschäftsmodell.
    >
    > Daher bleibt denen eben keine andere Wahl. So wie wir insgesamt auf ein
    > Zeitalter zu knapper Back-Bones zulaufen, wo wir bisher gewohnt waren, dass
    > die letzte Meile der Flaschenhals war. Auch ein inzwischen betagter vdsl50
    > Anschluss bei der Telekom reicht spielend für 4K Netflix und noch viele
    > andere Dinge gleichzeitig im Haushalt aus. Aber die Daten da erstmal hin zu
    > bekommen wird die immer größere Herausforderung. Die Leute fangen an ihre
    > gebuchten Bandbreiten auch wirklich auszulasten.

    Ähm sorry, aber das ist teilweise so ein hahenbüchener Unsinn.
    Aber davon ab, darum ging es mir nicht. In der Artikelüberschrift stand etwas von Zwang! Ich ging also von einem Zwang seitens der Regierungen aus.
    Das, wenn ich größer werde, oder mehr Ressourcen brauche, diese logischerweise aufbauen muss, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Und auch das Zitat, welches am Ende beigelegt wird, lässt nicht zwingend darauf schließen, dass Google dies als "Zwang" empfindet, sondern schlicht als Notwendigkeit.

    ------------------
    Bitte nicht so schnell schreiben, hier gibt es auch Langsamleser!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

  7. Re: gezwungen?

    Autor: |=H 17.01.18 - 10:37

    Oder du benutzt Hubschrauber, Flugzeuge, Ballons, Zeppeline, Geländewagen, Mulis...

  8. Re: gezwungen?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.01.18 - 10:39

    Squirrelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hackfleisch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Doch, gezwungen. Traffic ist bisher nur so spottbillig, weil im DotCom
    > Boom
    > > (falls du dazu noch zu jung bist, bitte selbst googlen) massenhaft
    > > spekulative dark fibres um die Welt gezogen wurden. Die gingen fast alle
    > in
    > > den Konkurs. Aus der Konkursmasse haben die heutigen Marktführer der
    > > Back-Bones die Leitungen für Kleingeld zusammen gekauft und konnten den
    > > Traffic verramschen und trotzdem noch gute Renditen erzielen. Bezahlt
    > haben
    > > all das ja die Gläubiger der ursprünglichen Betreiber, die nie einen
    > Cent
    > > wiedergesehen haben.
    > >
    > > Diese Reserven sind aber schön langsam aufgebraucht und Neubauten von
    > > Glasfaserleitungen sind richtig schön teuer. Damit ist der
    > > verschwenderische Umgang mit Traffic für kaum Geld nicht mehr möglich.
    > > Google Search, Google Drive, Google Fotos mit unbegrenztem
    > Speicherplatz,
    > > YouTube... viele kostenlose Dienste, die mit Kleckerbeträgen aus Werbung
    > > finanziert werden, für die entweder viel Traffic, sehr schneller Traffic
    > > (zB Google Instant Search) oder beides zusammen benötigt wird, also sehr
    > > leistungsfähige Glasfasernetze. Für Trinkgelder.
    > >
    > > Sonst endet dieses Geschäftsmodell.
    > >
    > > Daher bleibt denen eben keine andere Wahl. So wie wir insgesamt auf ein
    > > Zeitalter zu knapper Back-Bones zulaufen, wo wir bisher gewohnt waren,
    > dass
    > > die letzte Meile der Flaschenhals war. Auch ein inzwischen betagter
    > vdsl50
    > > Anschluss bei der Telekom reicht spielend für 4K Netflix und noch viele
    > > andere Dinge gleichzeitig im Haushalt aus. Aber die Daten da erstmal hin
    > zu
    > > bekommen wird die immer größere Herausforderung. Die Leute fangen an
    > ihre
    > > gebuchten Bandbreiten auch wirklich auszulasten.
    >
    > Ähm sorry, aber das ist teilweise so ein hahenbüchener Unsinn.
    > Aber davon ab, darum ging es mir nicht. In der Artikelüberschrift stand
    > etwas von Zwang! Ich ging also von einem Zwang seitens der Regierungen aus.
    >
    > Das, wenn ich größer werde, oder mehr Ressourcen brauche, diese
    > logischerweise aufbauen muss, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Und
    > auch das Zitat, welches am Ende beigelegt wird, lässt nicht zwingend darauf
    > schließen, dass Google dies als "Zwang" empfindet, sondern schlicht als
    > Notwendigkeit.


    Soso, ein "hahenbüchener Unsinn", aber du hast offensichtlich die große Ahnung. Oh Internet. All diese Investitionen, Entwicklungsarbeit und dann das.

  9. Re: gezwungen?

    Autor: Gunah 17.01.18 - 10:58

    wird vermutlich so sein, Google wird sich das ganze durchgerechnet haben, die werden sich das ganze im vergleich zu einigen Tier1 Anbietern angeschaut haben und einen vergleich auf mehrere Jahre bezogen gemacht haben.
    Finde es dennoch erstaunlich dass Google so ein Projekt selber in die Hand nimmt.
    Ein Mieten ist ja Verwaltungstechnischer einfacher. Selber legen zieht ja einen Rattenschwanz nach sich. Wartungsverträge mit Firmen die "Prüfen" oder Flicken etc.

  10. Re: gezwungen?

    Autor: PaBa 17.01.18 - 11:02

    Naja, wenn man Internet-Dienstleister mit Logistikern vergleichen würde, dann stellt sich schon dir Frage, ob Schenker selber neue Straßen oder (Flug-)Häfen bauen würde, um seine Container ans ziel zu bringen.
    Anscheinend ist die Frage des Infrastrukturausbaus was die Backbones angeht nicht geklärt, oder nur unzureichend.

    Also muss Google aktiv werden, wenn es die eigentlichen Backbone Betreiber nicht werden, oder nicht ausreichend. Somit würde ich schon von einem Zwang ausgehen.

  11. Re: gezwungen?

    Autor: FlorensD 17.01.18 - 11:11

    > 1. Regel des Kaufmanns:
    > "Lerne Klagen ohne zu Leiden!"

    Aber die erste Erwerbsregel ist doch:
    "Geld und Gold das mag ich sehr, und hab ich es erst von andren geb ich es nicht mehr her."

    Und Google arbeitet hier ganz nach der Regel 45 "Wer nicht expandiert ist tot." und natürlich Regel 74 "Wissen ist gleich Profit."

  12. Re: gezwungen?

    Autor: mnementh 17.01.18 - 11:14

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder du benutzt Hubschrauber, Flugzeuge, Ballons, Zeppeline, Geländewagen,
    > Mulis...
    Sicher. Aber Du bist ein Unternehmen das... sagen wir mal Tische und Stühle herstellt, und damit kennst Du Dich auch richtig gut aus. Um Deine Kunden in B bedienen zu können aber musst Du nun auch Straßen bauen, oder Hubschrauber/Flugzeuge/Ballons/Zeppeline/Geländewagen/Mulis betreiben. Das hat nicht so viel mit Tischen und Stühlen zu tun, daher kann man es schon bedauern dass wirtschaftliche Zwänge einen dazu bringen sein Geschäft außerhalb der Kernkompetenzen auszuweiten.

  13. Re: gezwungen?

    Autor: PaBa 17.01.18 - 11:16

    +1

  14. Re: gezwungen?

    Autor: Sharra 17.01.18 - 11:53

    Google wird gezwungen das selbst zu machen, weil die großen Carrier, die das sonst machen, nicht hinterherkommen. Google hätte es natürlich lieber, sie könnten sich auf fremde Leitungen einmieten. Aber wenn die etablierten Unternehmen keine ausreichenden Kapazitäten anbieten, muss Google zwangsweise selbst tätig werden.

  15. Re: gezwungen?

    Autor: der_wahre_hannes 17.01.18 - 12:18

    FlorensD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > 1. Regel des Kaufmanns:
    > > "Lerne Klagen ohne zu Leiden!"
    >
    > Aber die erste Erwerbsregel ist doch:
    > "Geld und Gold das mag ich sehr, und hab ich es erst von andren geb ich es
    > nicht mehr her."
    >
    > Und Google arbeitet hier ganz nach der Regel 45 "Wer nicht expandiert ist
    > tot." und natürlich Regel 74 "Wissen ist gleich Profit."

    Die wichtigste Regel ist eh: "When no appropriate rule applies, make one up".

  16. Re: gezwungen?

    Autor: ThadMiller 17.01.18 - 13:23

    Squirrelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In der Artikelüberschrift stand etwas von Zwang! Ich ging also von einem Zwang
    > seitens der Regierungen aus.

    Seltsamer Gedankenschluss, bei Waschzwang denkst du wohl "Danke Merkel"...

    > Das, wenn ich größer werde, oder mehr Ressourcen brauche, diese
    > logischerweise aufbauen muss, ist wohl eine Selbstverständlichkeit.

    Übertrage deine Logik mal auf ne Spedition. Das die in Strassenbau investieren ist wohl ne Selbstverständlichkeit...

    Vielleicht sollten wir erstmal "hahenbüchenen Unsinn" neu definieren!

  17. Re: gezwungen?

    Autor: kendon 17.01.18 - 13:56

    Was an der Stelle fehlt ist der "Zwang". Verkauf deine Tische woanders oder gar nicht, es zwingt dich niemand Tische zu verkaufen, erst recht nicht in B. Wenn DU das willst ist das was anderes.

  18. Re: gezwungen?

    Autor: Luke321 17.01.18 - 14:02

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, wenn man Internet-Dienstleister mit Logistikern vergleichen würde,
    > dann stellt sich schon dir Frage, ob Schenker selber neue Straßen oder
    > (Flug-)Häfen bauen würde, um seine Container ans ziel zu bringen.

    Der Vergleich hinkt immens. Die Straße oder der Flughafen transportiert keine Güter. Das machen die LKW und Flugzeuge, die sehr wohl den Speditionen gehören.
    Das Kabel transportiert aber die Daten selbst.

  19. Re: gezwungen?

    Autor: a user 17.01.18 - 14:19

    Luke321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PaBa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja, wenn man Internet-Dienstleister mit Logistikern vergleichen würde,
    > > dann stellt sich schon dir Frage, ob Schenker selber neue Straßen oder
    > > (Flug-)Häfen bauen würde, um seine Container ans ziel zu bringen.
    >
    > Der Vergleich hinkt immens. Die Straße oder der Flughafen transportiert
    > keine Güter. Das machen die LKW und Flugzeuge, die sehr wohl den
    > Speditionen gehören.
    > Das Kabel transportiert aber die Daten selbst.

    Es hinkt überhaupt nicht. Es geht um die Infrastruktur. Diese wird bisher vom Staat durch Steuern finanziert zur Verfügung gestellt.

    Und das eben übernimmt jetzt Not gedrungen Google selbst. Das die "Not" hierbei ein gewisses Luxusproblem ist (noch mehr Expansion) ist ein anderes Thema. Die Infrastrukturen reichen ihnen nicht und vermutlich werden sie in absehbarer Zukunft niemanden mehr reichen, deswegen muss irgendwer diese erweitern.

    Da es im Moment nicht jemand anderes macht, fühlt sich eben Google dazu gezwungen.

  20. Re: gezwungen?

    Autor: Squirrelchen 17.01.18 - 14:29

    Galde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Du davon lebst Waren von A nach B zu transportieren, es aber nach B
    > keine/nur schlechte Strassen gibt ist man nunmal mehr oder weniger
    > gezwungen in Strassen zu investieren.


    Nö. Die Alternative wäre, einfach in B ebenfalls ein Werk, in Googles fall ebend weitere Rechenzentren zu eröffnen.
    Wenn Sie jedoch alles nach Amerika karren wollen, dann klar, dann müssen Sie auch die entsprechenden Ressourcen sich aufbauen. In Googles Fall wäre die Leitung im Übrigen eher mit eigenen Schiffen zu vergleichen. Wenn mir keiner die Menge anbieten kann um meine Tische und Stühle über den Ozean zu schiffen, dann muss ich es mir selber aufbauen, ist eigentlich recht logisch. Alternativ beauftrage ich eine Firma.

    ------------------
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    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

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