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Wer soll das machen?

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  1. Wer soll das machen?

    Autor: tomatentee 11.05.20 - 15:33

    Dafür kommen ja nur IT‘ler in Frage. Wer hat denn da ernsthaft Bock, sich nach 8+h Arbeit nochmal an die Kiste zu hocken?
    Der Witz bei Feuerwehr, THW usw ist ja, dass man da was anderes macht, als im echten Leben.

  2. Re: Wer soll das machen?

    Autor: ternes3 11.05.20 - 17:11

    Nunja, wir reden ja über einen Einsatzfall der wohl nicht ständig eintreten wird + Übungsbetrieb.

    Für ersteres wird man dann wohl freigestellt, wenn der Einsatz dumm fällt, dann ist es nach 8h Arbeit, dafür wird man wohl am nächsten Tag aufgrund der gesetzlichen Ruhezeit freigestellt.

    Für zweites sehe ich kein großen Unterschied zu dem Maurer der 8 Stunden auf der Baustelle war und abends im Übungsbetrieb seinen Kollegen die Hilti erklärt und ein Mauerdurchbruch geübt wird. Der ITler wird auch nicht exakt der selben "IT" Tätigkeit nachgehen.

    Es ist also eher eine Frage der Einstellung. Unser OV im THW hat sehr viele ITler. Ich könnte mir so was durchaus vorstellen.

  3. Re: Wer soll das machen?

    Autor: RicoBrassers 12.05.20 - 08:37

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür kommen ja nur IT‘ler in Frage. Wer hat denn da ernsthaft Bock,
    > sich nach 8+h Arbeit nochmal an die Kiste zu hocken?
    > Der Witz bei Feuerwehr, THW usw ist ja, dass man da was anderes macht, als
    > im echten Leben.

    Der Witz bei Feuerwehr, THW usw. ist ja, dass man auch seine Erfahrung/sein Wissen aus dem Berufsleben mit einbringen kann, sofern passend. Das sehe ich bspw. ständig bei meinen Kameraden aus der FF, die im Handwerk tätig sind.

    Und wenn wir mal ehrlich sind: Es gibt so einige ITler, die sich auch in ihrer Freizeit damit beschäftigen - also warum nicht (auch) ehrenamtlich? Wenn DU dazu keine Lust hast, brauchst du das ja auch nicht mitmachen.
    Außerdem: Nein, es kommen eben nicht nur ITler in Frage. Im Artikel steht doch, dass sich ein mögliches "CHW" auch um eine Art Grundausbildung kümmern soll. Als FFler muss ich ja auch kein Berufsfeuerwehrmann sein, um das Ehrenamt ausüben zu können - da bekomme ich ja auch eine fachliche Grund- und auch Fortbildung.

  4. Re: Wer soll das machen?

    Autor: Michael H. 12.05.20 - 16:20

    RicoBrassers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn wir mal ehrlich sind: Es gibt so einige ITler, die sich auch in
    > ihrer Freizeit damit beschäftigen - also warum nicht (auch) ehrenamtlich?
    > Wenn DU dazu keine Lust hast, brauchst du das ja auch nicht mitmachen.

    Du hast recht... aber auch nicht unbedingt. Klar, muss niemand mitmachen. Aber das steht ja jetzt erstmal nicht zur Diskussion.
    Er trifft schon einen validen Punkt wenn er sagt:

    "Leute die dafür geeignet wären, arbeiten im IT Umfeld, warum auch noch ehrenamtlich im selben Bereich arbeiten. "

    Ich verstehe deine Aussage, dass viele IT`ler sich in Ihrer Freizeit damit beschäftigen... das ist auch korrekt... ich gehöre für meinen Teil auch mit dazu...

    Aber da gibt es einige signifikante Unterschiede...

    1. Ich mache nur das was ich will
    2. Ich mache es nur dann wann ich will
    3. Ich mache es wie ICH es will
    4. Ich habe hierbei keinerlei Verantwortung außer über meine eigenen Daten bzw. meine eigene Hardware und meine eigenen Finanzen

    Und das sind für mich die Hauptargumente...

    In der Arbeit muss ich mich nach dem Kunden richten, ich muss es machen bis wann es der Kunde braucht bzw. er es haben will oder wenn was nicht geht am besten sofort.
    Ich kann dem Kunden nicht sagen, wir sägen das jetzt ab und nehmen die teure Lösung wie ich daheim sagen könnte, wenn mir die Popelbastelsoftware nicht taugt und ich mir denk, ich kauf mir jetzt einfach die lizenensierte Version... und wenn die Hütte brennt, weil ich dem Kunden seit 9 Monaten gut zurede, dass er es sich möglichst bald überlegen sollte, sich nen neuen Server anzuschaffen, weil die alte Kiste am abnippeln ist und es nicht mehr lange macht, bin ich meist noch der, der gern versucht wird zur Verantwortung zu ziehen...

    Und da wird es ein ähnliches Szenario... da hätte ich auch keinen Bock für irgendwas, wo ich freiwillig mithelfe, am Ende als Sündenbock dazustehen, weil Menschen dumm sind.

    Daher ist es mit meiner Freizeit nicht zu vergleichen. Denn da ist alles Stressfrei und Kunde (ich) und Techniker (auch ich) sind beide glücklich mit dem Ergebnis.

  5. Re: Wer soll das machen?

    Autor: Renegade3349 15.05.20 - 08:19

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber da gibt es einige signifikante Unterschiede...
    >
    > 1. Ich mache nur das was ich will
    > 2. Ich mache es nur dann wann ich will
    > 3. Ich mache es wie ICH es will

    Es gibt im Katastrophenschutz 2 Freiwilligkeiten: Eintritt und Austritt.
    Im Einsatz läuft es halt etwas strukturierter ab, aber sonst ist es wie in anderen Vereinen auch.
    Ich denke ja nicht, dass "Cyberunfälle" die externe Hilfe rechtfertigen so häufig vorkommen, also hält sich der zusätzliche Aufwand wohl eher in Grenzen. Vielleicht lernt man ja noch etwas interessantes dabei.
    Es ist doch sicher nicht wie bei der freiwilligen Feuerwehr die die Berufsfeuerwehr teils ersetzt. Der Vergleich zu THW und DRK/Malteser/Johanniter/ASB passt da eher.

    Allerdings hat man im Katastrophenschutz vermutlich bessere Regelungen in Bezug auf Haftung. Bei Firmen an der IT arbeiten wo einem einiges vorgeworfen werden kann sehe ich kritisch...

  6. Re: Wer soll das machen?

    Autor: quark2017 20.05.20 - 23:58

    Renegade3349 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings hat man im Katastrophenschutz vermutlich bessere Regelungen in
    > Bezug auf Haftung. Bei Firmen an der IT arbeiten wo einem einiges
    > vorgeworfen werden kann sehe ich kritisch...

    Exakt! Und selbst wenn die Unternehmen das Haftungsrisiko selbst tragen müssen - vergleichbar zur Haftungsfreistellung von medizinischen Ersthelfern.

    Dann ist immer noch die Frage, wie irgendwelche dahergelaufenen Waldundwiesen-IT'ler in relativ kurzer Zeit in einem für sie völlig fremden und unbekannten IT-Umfeld irgendetwas sinnvollen bewirken wollen.

    Denn das Cyberhilfswerk soll ja gerade nicht Kleinunternehmen oder kleine Mittelständler unterstützen. Sondern schon größere Unternehmen bzw. IT-Anlagen.

    Jeder, der sich mal mit dem IT-Betrieb oder der IT-Absicherung von größeren/komplexeren IT-Infrastrukturen beschäftigt hat wird folgender Aussage zustimmen. Es ist nicht möglich innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen so tiefe Systemkenntnisse zu Erlangen, um einen Angriff abzuwehren bzw. das System live zu verteidigen!

    Woher wollen die Helfer wissen, welche Technologien eingesetzt werden?
    Wie wollen die Helfer an die notwendigen technischen Zugänge und Kryptokeys herankommen (z.B. um Datensicherungen durchzuführen?).
    usw.

    Dafür bräuchte es ja schon ein Notfallkonzept in den betroffenen Unternehmen selbst.
    Und die Unternehmen, die soweit sind und ein praktisch umsetzbares IT-Notfallkonzept entwickelt haben UND es auch ständig pflegen, die sind i.d.R. auch in der Lage selbst die Arbeiten durchzuführen, die dieses Cyberhilfswerk machen soll.

    Denn im Gegensatz zum THW, wo viele Hände benötigt werden, kann man in der IT häufig viel automatisiert mit wenigen Händen erreichen.

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