Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Das soziale Netzwerk der Zukunft: Wie…

Argumentation nicht überzeugend

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Argumentation nicht überzeugend

    Autor: maestro-alubia 07.05.14 - 17:17

    Ich finde die Aussagen von Herrn Seemann nicht wirklich überzeugend.

    1.) Netzwerkeffekt

    Natürlich hat er Recht, dass der Netzwerkeffekt maßgeblich zum sekundären Wachstum eines sozialen Netzwerkes beiträgt, das ist ja auch keine neue Erkenntnis. Allerdings kann damit nicht das primäre Wachstum erklärt werden, also wie überhaupt anfangs die "kritische Masse" an Nutzern überschritten werden kann, sodass der Effekt seine Wirkung entfalten kann. Würde es nur den angesprochenen Netzwerkeffekt geben, so würde kein soziales Netzwerk Verbreitung erfahren und es gäbe heute kein Facebook, Whatsapp usw.

    2.) "Es wird niemals eine Revolution/politisches Movement aus Diaspora heraus entstehen"

    Warum nicht? Nur weil Diaspora zu wenige Nutzer hat?

    Große politische Umwälzungen haben in der Vergangenheit und können in Zukunft auch in noch so kleinen Gruppen oder sogar bei einzelnen Individuen ihren Anfang nehmen. Auch Diaspora oder sonstige Foren können daher als Brutstätte für Ideen dienen, die sich anschließend über andere Medien (u.a. Facebook) verbreiten.

    3.) "Man braucht eine zentrale Instanz, die die dezentralen Einheiten überblickt und Funktionalität [...] bereitstellt. [...] Das hat ganz, ganz viele Vorteile"

    Nämlich?

    Insgesamt finde ich die Äußerungen wenig ausgegoren und Herr Seemann wäre gut beraten, anstatt sich wichtig zu machen ("Ich will niemanden davon abhalten Diaspora zu nutzen, aber [...]", "Wenn da eine Illusion da war [...], dann tut es mir leid, dann habe ich sie jetzt zerstört.") lieber mehr konkrete Vorschläge zu machen, wie man beispielsweise Diaspora zu mehr Nutzern verhelfen könnte.

    Fazit: Viel heiße Luft, wenig Gehalt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.05.14 17:18 durch maestro-alubia.

  2. Chantal...

    Autor: t_e_e_k 07.05.14 - 18:53

    ... die kleine dunkelhaarige aus der neunten fehlt bei Diaspora. Wenn die da ist können die Jungs auch, und ihre Freundinnen...

  3. Re: Argumentation nicht überzeugend

    Autor: Gokux 07.05.14 - 21:49

    maestro-alubia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings kann damit nicht das primäre Wachstum erklärt
    > werden, also wie überhaupt anfangs die "kritische Masse" an Nutzern
    > überschritten werden kann, sodass der Effekt seine Wirkung entfalten kann.
    Es muss einfach sein und du solltest es vorallem erstmal nur auf den amerikanischen Markt abrichten. Nirgends sonst auf der Welt kannst du mit recht wenig Aufwand so einen grossen und einheitlichen konsumfreundlichen Markt bedienen wie in der USA. Die restliche Welt ist nur ein netter Nebeneffekt.
    Und wie sagt der eine Gründer von Google so schön: Die Idee muss wie eine Zahnbürste sein und von den Menschen mindestens zweimal täglich benutzt werden ;).

  4. Re: Argumentation nicht überzeugend

    Autor: JHB 07.05.14 - 23:40

    maestro-alubia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde die Aussagen von Herrn Seemann nicht wirklich überzeugend.
    >
    > 1.) Netzwerkeffekt
    >
    > Natürlich hat er Recht, dass der Netzwerkeffekt maßgeblich zum sekundären
    > Wachstum eines sozialen Netzwerkes beiträgt, das ist ja auch keine neue
    > Erkenntnis. Allerdings kann damit nicht das primäre Wachstum erklärt
    > werden, also wie überhaupt anfangs die "kritische Masse" an Nutzern
    > überschritten werden kann, sodass der Effekt seine Wirkung entfalten kann.
    > Würde es nur den angesprochenen Netzwerkeffekt geben, so würde kein
    > soziales Netzwerk Verbreitung erfahren und es gäbe heute kein Facebook,
    > Whatsapp usw.
    >
    > 2.) "Es wird niemals eine Revolution/politisches Movement aus Diaspora
    > heraus entstehen"
    >
    > Warum nicht? Nur weil Diaspora zu wenige Nutzer hat?
    >
    > Große politische Umwälzungen haben in der Vergangenheit und können in
    > Zukunft auch in noch so kleinen Gruppen oder sogar bei einzelnen Individuen
    > ihren Anfang nehmen. Auch Diaspora oder sonstige Foren können daher als
    > Brutstätte für Ideen dienen, die sich anschließend über andere Medien (u.a.
    > Facebook) verbreiten.
    >
    > 3.) "Man braucht eine zentrale Instanz, die die dezentralen Einheiten
    > überblickt und Funktionalität [...] bereitstellt. [...] Das hat ganz, ganz
    > viele Vorteile"
    >
    > Nämlich?
    >
    > Insgesamt finde ich die Äußerungen wenig ausgegoren und Herr Seemann wäre
    > gut beraten, anstatt sich wichtig zu machen ("Ich will niemanden davon
    > abhalten Diaspora zu nutzen, aber [...]", "Wenn da eine Illusion da war
    > [...], dann tut es mir leid, dann habe ich sie jetzt zerstört.") lieber
    > mehr konkrete Vorschläge zu machen, wie man beispielsweise Diaspora zu mehr
    > Nutzern verhelfen könnte.
    >
    > Fazit: Viel heiße Luft, wenig Gehalt.

    Also ich finde seine Aussage wesentlich gehaltvoller als deine. Er erklärt einfach die Strukturen sowie Vor und Nachteile. Indirekt möchte er ein whatsapp mit Suchfunktion dezentral als Optimallösung. Du machst alles schlecht kommst mit irgendwelchen Demokratie~Parolen aus der 7ten Klasse “bla bla man braucht nur eine Stimme bla bla“ und glaubst dass du kompetenter bist nur durch Kritik ohne Konsens oder gar eigene Ideen. Was würdest du machen/verbessern wollen? Ist Facebook für dich das Beste? Oder Diaspora? Typisch SPD oder Grünen Wähler - keine eigenen Ideen dafür Parolen und doppelt Kritik. Chronischer Negierer halt.
    Wenn ich schon Facebook nutze möchte ich nicht, dass jemand den Stecker ziehen kann oder Daten zentral manipulieren kann. Daher wäre ein dezentraler Facebook Klon ohne Spiele und UnterApps schon optimal. Um erfolgreich zu sein muss der Dienst auch eine gute Suchfunktion und Sexy/hipp für die Medien sein. Der CheGuavara der sozialen Netzwerke - der Facebook Killer am besten mit Daten-Kontaktimport-Funktion direkt aus Facebook heraus. Palbook Palbox o.ä. bin mal gespannt wie lange es dauert bis so ein Dienst mit Klagen überzogen wird oder gekauft wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.05.14 23:58 durch JHB.

  5. Re: Argumentation nicht überzeugend

    Autor: matok 08.05.14 - 10:48

    JHB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er erklärt
    > einfach die Strukturen sowie Vor und Nachteile. Indirekt möchte er ein
    > whatsapp mit Suchfunktion dezentral als Optimallösung.

    Er macht dabei aber keinen besonders wissenden Eindruck. WA ist zentral, zentraler geht's gar nicht. Ein weiteres zentrales Netz neben Facebook braucht kein Mensch. Zudem benötigt WA einen nativen Client, auch keine besonders gute Vorraussetzung.

    Also möchte er ein dezentrales Netz mit zentralem Suchregister. Allerdings frage ich mich, wofür? Haben sich die Menschen auf Facebook nicht auch gefunden? Hätten sie das nicht auch getan ohne Suchfunktion? Zumindest Menschen, die einem wirklich etwas bedeuten, wohl schon. Was ist mit Anonymisierung? Ein Suchregister funktioniert nur so wie bei Facebook, wenn dort Klarnamen verwendet werden. Will vielleicht nicht jeder.

    Bei all den Ansprüchen an neue Systeme wird häufig vergessen, dass die Probleme nicht technischer Natur sind. Es sind die Menschen. Den meisten ist die Technik völlig Wurscht, solange Funktion erfüllt ist, alle Leute dort sind und es bunt blinkt. Offene Ansätze werden immer irgendwelche (aus Sicht des einfachen Nutzers) Einschränkungen haben im Vergleich zu geschlossenen Systemen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.14 10:55 durch matok.

  6. Re: viel bla

    Autor: nidi 09.05.14 - 22:28

    > Ich finde die Aussagen von Herrn Seemann nicht wirklich überzeugend.

    ich halte das auch für großes geschwafel, falsches und nichts neues.

    > Insgesamt finde ich die Äußerungen wenig ausgegoren und Herr Seemann wäre
    > gut beraten, anstatt sich wichtig zu machen

    dito, es ist nicht auszuhalten. auch wenn ich gerade das erste mal von keybase.io gelesen habe und das möglicherweise interessant ist, schreckt mich schon der blogeintrag [0] dazu ab.

    ps: ich bin sonst gar nicht so negativ.

    [0] http://mspr0.de/?p=4078



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.14 22:31 durch nidi.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ENERCON GmbH, Aurich
  2. C&A Mode GmbH & Co. KG, Düsseldorf
  3. XION GmbH, Berlin
  4. symmedia GmbH, Bielefeld

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 369€ + Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 429,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

Wizards Unite im Test: Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten
Wizards Unite im Test
Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten

Der ganz große Erfolg ist das in der Welt von Harry Potter angesiedelte Wizards Unite bislang nicht. Das dürfte mit dem etwas zähen Einstieg zusammenhängen - Muggel mit Durchhaltevermögen werden auf den Straßen dieser Welt aber durchaus mit Spielspaß belohnt.
Von Peter Steinlechner

  1. Pokémon Go mit Harry Potter Magische Handy-Jagd auf Dementoren

  1. SK Telecom und Elisa: Swisscom schließt 5G-Roaming-Abkommen mit anderen Ländern
    SK Telecom und Elisa
    Swisscom schließt 5G-Roaming-Abkommen mit anderen Ländern

    Swisscom-Kunden mit einem besonders modernen Telefon können in Kürze ihre 5G-Funkeinheit auch in anderen Ländern nutzen, in denen die Entwicklung von 5G schnell voranschreitet.

  2. Bluetooth: Tracking trotz Trackingschutz möglich
    Bluetooth
    Tracking trotz Trackingschutz möglich

    Dass ein Bluetooth-Gerät seine angezeigte MAC-Adresse ändert, um nicht verfolgbar zu sein, reicht nicht ganz. Forscher konnten einige Geräte trotzdem tracken, sie mussten nur regelmäßig gesendete Datenpakete mitschneiden.

  3. Linux-Gaming: Steam Play or GTFO!
    Linux-Gaming
    Steam Play or GTFO!

    Meine ersten Gaming-Eindrücke nach dem Umstieg von Windows auf Linux sind dank Steam recht positiv gewesen: Doch was passiert, wenn ich die heile Steam-(Play-)Welt verlasse und trotzdem Windows-Spiele unter Linux starten möchte? Meine anfängliche Euphorie weicht Ernüchterung.


  1. 14:04

  2. 13:09

  3. 12:02

  4. 12:01

  5. 11:33

  6. 11:18

  7. 11:03

  8. 10:47