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Denken die Politiker zu kompliziert?

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  1. Denken die Politiker zu kompliziert?

    Autor: tom.stein 29.10.20 - 18:49

    Natürlich kann die App anonym bleiben und trotzdem die Ergebnisse verpflichtend einpflegen (mit krimineller Energie kann man dies verhindern und Geschäfte ausrauben - darum geht es hier nicht). Und ganz nebenbei: Das ist eigentlich schon implementiert.
    Beim Abstrich gibt man an, ob man das Ergebnis per App erhalten möchte (dann erhält man einen QR-Code) oder nicht (keine Ahnung, habe ich noch nicht gemacht). Wenn nun zukünftig der QR-Code in Gegenwart des Arztes eingescannt würde (noch ohne Ergebnis), ist alles fertig (außer man löscht ihn - das ist die kriminelle Energie, wenn man das nicht dürfte). Die App erhält (schon jetzt) automatisch das Ergebnis, wenn sie den QR-Code kennt.

    Wenn also dafür gesorgt wird, dass der Code auch eingescannt wird (wenn die App vorhanden ist), ist alles fertig.

    Woher weiß der Arzt, dass der Patient die App hat? Nun, ein Teil der Patienten möchte einen Test haben, weil seine App sagt, er habe einen positiven Kontakt gehabt. Ohne eine Begründung bekommen die Patienten keinen Test. Damit wäre zumindest ein großer Teil abgefangen.

    Wer nun glaubt, bisher würde nur der Zettel, den man beim Abstrich bekommt, die Verbindung vom Abstrich zum Patienten herstellen, und daher sei bisher alles anonym, der darf sich einfach folgende Frage stellen: Wie rechnet das Labor die erbrachte Testleistung ab? Privatpatienten bekommen die Rechnung sogar zugeschickt. Ja, das Labor kennt auch die Zuordnung von Test (und damit später Testergebnis) zum Patienten. Möglicherweise wird dies später im Labor künstlich aufgetrennt (schließlich steht das Testergebnis nicht auf der Rechnung), aber vorhanden ist die Verbindung. Und das ist offensichtlich auch bisher nicht schädlich, so lange sie geheim bleibt. Wie es auch nicht schädlich ist, wenn mein Handy das Ergebnis kennt: Das kann ich nämlich sofort wieder Löschen, wenn ich das möchte. Aber alle Kontaktpersonen werden trotzdem informiert. Fertig.

  2. Re: Denken die Politiker zu kompliziert?

    Autor: BLi8819 29.10.20 - 19:21

    > Ohne eine Begründung bekommen die Patienten keinen Test.
    Aspekt 1:
    Patient: Oh Doktor oh Doktor, ich habe ein Kratzen im Hals.
    Arzt: Corona Test.
    Keiner muss sagen, dass die App ihn gewarnt hat.

    Aspekt 2:
    Willst du eine Person zwingen den QR Code zu scannen? Das kann der Patient einfach verweigern. Ans Handy des Patienten kommst du nicht ran ohne richterlichen Beschluss.
    Dennoch wird getestet. Den Test dann zu verweigern wäre für die Pandemiebekämpfung wesentlich schlimmer als ein nicht gemeldeter Fall in der App.

  3. Re: Denken die Politiker zu kompliziert?

    Autor: scrumdideldu 29.10.20 - 21:12

    Mein Sohn hat die App drauf und wurde auf Corona getestet. Da wurde mit der App aber gar nichts gemacht. Er hat schlicht ein Stück Papier bekommen mit einem QR-Code. Der QR-Code hat aber nur eine URL enthalten. Auf der Webseite des Labors musste man dann einen 6 oder 8 stelligen Code (weiß ich nicht mehr genau) sowie das Geburtsdatum eingeben und hat dann das (bei ihm negative) Testergebnis angezeigt bekommen.

    Da wurde nicht mal gefragt ob man die CoronaApp nutzt. Auch fand kein Hinweis statt dass man ein positives Ergebnis in der CoronaApp melden sollte.

  4. Re: Denken die Politiker zu kompliziert?

    Autor: mixedfrog 29.10.20 - 21:43

    Eben, vielleicht sollte man die Leute erstmal fragen, warum sie die Ergebnisse nicht eintragen. Verpflichten sollte man erstmal die Labore, ihre Ergebnisse auch über die App zu übermitteln.

  5. Re: Denken die Politiker zu kompliziert?

    Autor: tom.stein 31.10.20 - 10:20

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Sohn hat die App drauf und wurde auf Corona getestet. Da wurde mit der
    > App aber gar nichts gemacht. Er hat schlicht ein Stück Papier bekommen mit
    > einem QR-Code. Der QR-Code hat aber nur eine URL enthalten.

    Ist der Test schon länger (wenige Wochen) her? Die Muster (Formulare) werden derzeit alle paar Wochen verbessert. Irgendwer scheint da im Ministerium nicht vorauszudenken, sondern reagiert getrieben von der Entwicklung.

    > Auf der
    > Webseite des Labors musste man dann einen 6 oder 8 stelligen Code (weiß ich
    > nicht mehr genau) sowie das Geburtsdatum eingeben und hat dann das (bei ihm
    > negative) Testergebnis angezeigt bekommen.

    Das klingt nach einem älteren Muster.
    Auch der neuen QR-Code enthält eine URL - aber ein Schlauberger hat “localhost” benutzt, nur die Corona-Warn-App kann den Code benutzen, um die Nummer auszulesen.

    > Da wurde nicht mal gefragt ob man die CoronaApp nutzt. Auch fand kein
    > Hinweis statt dass man ein positives Ergebnis in der CoronaApp melden
    > sollte.

    Das ging beim älteren Muster noch nicht.

    Aber aktuell wäre es möglich. Man bräuchte die Leute nur etwas mehr zu überreden, die Ergebnisse doch einzupflanzen. Und das geht aktuell schon bei der Probenentnahme, wo der Code auf dem Handy gespeichert werden kann - viele würden sicher freiwillig mitmachen.

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