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Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

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  1. Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: systemnutzer 14.11.18 - 18:43

    Warum die Telefónica damals 2005 "O2" bei all den Defiziten übernommen hat, werde ich wohl nie verstehen. Es schien zu lukrativ den deutschen Mobilfunkkunden zu melken, während man das Netz nur so viel modernisierte, dass alles halbwegs passt. Das Murren der Kunden wurde ganz Merkel-typisch ausgesessen und Ruhe war.

    Dass der Staat solch' elementare Infrastrukturen überhaupt privatisiert, wo doch nationale Interessen (z. B. Infrastruktur für die eigene Volkswirtschaft, zufriedene Bürger, ...) dahinterstehen, kann und will ich nicht verstehen. Kosten gespart? Wohl kaum. Modernes Netz? Nun ja, wir leben in Deutschland, im Land des Status quo, wo sich der Konservative sicher sein kann, dass die Politik jedweden Fortschritt verhindert, und die Wirtschaft zieht mit. Halleluja!

    Am Ende sichert sich eine personelle Minderheit die Renditen, während ich befürchte, dass Telefónica bald die Biege macht und ein marodes Netz hinterlässt, dass den Steuerzahlern und damit dem Bürger gleich doppelt teuer zu stehen kommt, denn ein möglicher Käufer wird sich die Modernisierung nicht nur subventionieren, sondern von den Netzkunden auch saftig bezahlen lassen, so viel ist sicher.

    Strom, Mobilfunk, Internet, Krankenhäuser, Rettungsdienst, Wasserversorgung und sowas, all das gehört in staatliche Hand. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.18 18:55 durch systemnutzer.

  2. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: exxo 14.11.18 - 19:15

    Netter Kommentar.

    O2 war nie ein Staatsbetrieb. Auch VIAG war es nicht.

    Wenn die Lizenzen für die Frequenzen in Deutschland nicht so teuer versteigert würden, wäre das Budget für die Infrastruktur dementsprechend umfangreicher.

    Als die Post das Telefonnetz betrieben hat, waren Gespräche sehr teuer. Es durften nur von der Post zertifizierte Geräte genutzt werden, die im Ausland zum halben Preis angeboten wurden.

    Wer einen Kabelanschluss haben wollte und, durfte sehr viel dafür bezahlen das sein Grundstück angeschlossen wird, also so wie heute auch.

    Das dazu das staatliche Betriebe irgendwie besser arbeiten würden oder für die Kunden attraktiver wären.

  3. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: systemnutzer 14.11.18 - 20:05

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > O2 war nie ein Staatsbetrieb. Auch VIAG war es nicht.

    Das wollte ich so auch nicht verstanden wissen, da habe ich mich aber etwas blöd ausgedrückt.

    Tatsache ist, dass wir im europäischen wie internationalen Vergleich eines der schlechtesten Mobilfunknetze bei vergleichsweise hohen Gebühren mit schlechten Konditionen haben. Ich denke, dass es nur im Interesse der Gesellschaft und Wirtschaft sein sollte, dass der Staat elementare Infrastrukturen in eigener Hand hält, worunter ich auch Mobilfunk und Internet zähle. Die Privatisierung hat uns jedenfalls keinen Vorteil gebracht. Da lassen sich auch Beispiele aus anderen Branchen hernehmen, wie etwa die Deutsche Bahn AG, auch wenn der Staat der Eigentümer ist. Überbezahlte Manager, ein marodes Netz, fairerweise aber auch eine falsche Verkehrspolitik von seitens der Bundespolitik und, und, und. Wo die DB alles vertreten ist, ist unglaublich. Wasserbusse hier, Lkws dort, Busse da, Fahrräder dort und weiß der Geier. Man müsste es wie bei der SBB in der Schweiz machen, die fast ausschließlich für die Eisenbahninfrastruktur tätig ist und das mit Erfolg, wie wir sehen.

    Sicher, auch staatliche Betriebe sind vielfach schlechte Betriebe, aber auch nur, weil dort dieselben Leute sitzen, die auch in der Privatwirtschaft ihre Bahnen ziehen und derselben neoliberalen Indoktrination untergeben sind. Ethik und Moral bzw. Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz spielen in den entsprechenden Studiengängen keine Rolle. Es geht nur um das Mehr und das meist im Sinne derer, die was zu sagen haben oder als Kapitalgeber auftreten.

  4. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: Desertdelphin 14.11.18 - 20:24

    Achja, ist das Tatsache? Oder wieder mal subjektive Einbildung die man ja von allen seinen Freunden auch so hoehrt?

    Und bitte nicht wieder mit Rumánien und Oesterreich kommen.

    In Frankreich, Spanien und Italien habe ich MINDESTENS genauso viele Luecken auf dem Land sowie den Autobahnen. Aber hey - DAS IST TATSACHE!

  5. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: jdcz 14.11.18 - 23:05

    ähhm Nein.
    https://de.statista.com/infografik/12986/schnellste-lte-netze-europas/
    Und wieso sollte man das mit den einzigen drei Ländern die hinter uns liegen rechtfertigen?

  6. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: spezi 15.11.18 - 00:48

    jdcz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ähhm Nein.
    > de.statista.com
    > Und wieso sollte man das mit den einzigen drei Ländern die hinter uns
    > liegen rechtfertigen?

    Die Statistik basiert auf den Messungen von Opensignal. Und bei den Durchschnittswerten pro Land muss man auch sehen, dass die Werte verzehrt sein können, gerade wenn die Abdeckungen und Downloadraten bei den einzelnen Anbietern eines Landes sehr unterschiedlich sind. Was in Deutschland z.B. der Fall ist:
    https://opensignal.com/reports/2018/05/germany/state-of-the-mobile-network

    Die Telekom kommt da z.B. auf durchschnittliche LTE-Downloadraten von 33,6 Mbit/s und eine LTE-Abdeckung von 81,3% (Vodafone: 70%, O2: 60%). Verglichen mit den Länderdurchschnittswerten wäre die Telekom da auf Platz sechs bei der Geschwindigkeit. Nach der Abdeckung ist nicht sortiert, aber die Telekom schlägt auch die Durchschnittsabdeckungen von 4 der 10 Länder in der Geschwindigkeit-TopTen.

    Natürlich müsste man sich sinnvollerweise auch die Streuung der Netzbetreiber in den anderen Ländern anschauen. Aber der Punkt ist: die Netzbetreiber in D sind sehr unterschiedlich, und als Mobilfunkkunden ist dann nicht der Mittelwert für Deutschland interessant, sondern die Werte des Netzbetreibers, für den man sich entscheidet. (Im Fall von Opensignal scheint es sogar nicht nur der einfache Mittelwert zu sein. Die Ergebnisse von O2 scheinen stärker gewichtet zu sein - vermutlich weil dort mehr Kunden die Opensignal-App nutzen und Daten beitragen).

    Oder wie es OpenSignal unter obigem Link ausdrückt:
    "Germany remains amongst the lowest scoring countries in Western Europe in both our 4G download speed and LTE availability metrics. But there's a huge contrast between the operators, with Telekom way ahead in our analysis, as its competitors are holding down the country's 4G scores."

    (Und bei all dem ist natürlich vorausgesetzt, dass die Daten in allen Ländern repräsentativ sind...)

  7. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.18 - 06:28

    systemnutzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dass der Staat solch' elementare Infrastrukturen überhaupt privatisiert, wo
    > doch nationale Interessen (z. B. Infrastruktur für die eigene
    > Volkswirtschaft, zufriedene Bürger, ...) dahinterstehen, kann und will ich
    > nicht verstehen. Kosten gespart? Wohl kaum. Modernes Netz? Nun ja, wir
    > leben in Deutschland, im Land des Status quo, wo sich der Konservative
    > sicher sein kann, dass die Politik jedweden Fortschritt verhindert, und die
    > Wirtschaft zieht mit. Halleluja!

    Das hatten wir alles schonmal. Für alle unter 40 empfehlt sich Wikipedia, Stichwort Bundespost.

  8. Re: Nationale Interessen und Interessen einer Minderheit

    Autor: KOTRET 15.11.18 - 08:31

    systemnutzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... während ich befürchte, dass Telefónica bald die Biege macht und ein marodes Netz
    > hinterlässt, dass den Steuerzahlern und damit dem Bürger gleich doppelt
    > teuer zu stehen kommt, denn ein möglicher Käufer wird sich die
    > Modernisierung nicht nur subventionieren, sondern von den Netzkunden auch
    > saftig bezahlen lassen, so viel ist sicher.

    Telefonica wird kein marodes Netz hinterlassen, weil Telefonica kein Netz besitzt.

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