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Kann das Fabulieren

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  1. Kann das Fabulieren

    Autor: M.P. 05.06.19 - 14:23

    die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?

    Wobei ich nichts gegen einen Gigabit-Volumentarif mit 1000 Gigabyte/Monat zum halben Preis einer Gigabit-Flatrate einzuwenden hätte - erst recht, wenn es danach gedrosselt auf 100 MBit/s weiterginge ;-)

    Ein Gigabit-Volumentarif mit 10 Gigabyte/Monat und anschließender Drosselung auf 64 kBit/s könnte hingegen eine recht negative User-Experience erzeugen ...

    Noch lieber wären mir "Gigabit-Joker", die man bei Bedarf einsetzen könnte, also das Express-Volumen aufzuheben für Zeiten, wo man es eilig hat, und es etwas langsamer angehen lassen, wenn man Zeit hat ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.19 14:25 durch M.P..

  2. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: sambache 05.06.19 - 14:43

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?
    >
    > Wobei ich nichts gegen einen Gigabit-Volumentarif mit 1000 Gigabyte/Monat
    > zum halben Preis einer Gigabit-Flatrate einzuwenden hätte - erst recht,
    > wenn es danach gedrosselt auf 100 MBit/s weiterginge ;-)
    >
    > Ein Gigabit-Volumentarif mit 10 Gigabyte/Monat und anschließender
    > Drosselung auf 64 kBit/s könnte hingegen eine recht negative
    > User-Experience erzeugen ...
    >
    > Noch lieber wären mir "Gigabit-Joker", die man bei Bedarf einsetzen könnte,
    > also das Express-Volumen aufzuheben für Zeiten, wo man es eilig hat, und es
    > etwas langsamer angehen lassen, wenn man Zeit hat ...

    Glaub ich nicht.

    Bei uns in AT wird auch grade das Kabelnetz von 300 auf 1000 MBit aufgebohrt, und es gibt immer noch Flatrate.

    Es wird sogar die normale und die minimale Bandbreite angegeben.

  3. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: Talimo 05.06.19 - 14:53

    Ich bin zwar selbst viel im Internet unterwegs, aber mir reichen die 50k die ich habe noch aus. Mir wäre ein geringerer Ping vom Vorteil, weniger die hohen Datenraten.

    Klar, ein Spiel oder Updates brauchen länger, da diese aber nebenbei beim arbeiten oder surfen laden passt es.

  4. Was ein schwachsinn!

    Autor: Pecker 05.06.19 - 15:11

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?
    >
    > Wobei ich nichts gegen einen Gigabit-Volumentarif mit 1000 Gigabyte/Monat
    > zum halben Preis einer Gigabit-Flatrate einzuwenden hätte - erst recht,
    > wenn es danach gedrosselt auf 100 MBit/s weiterginge ;-)

    Wer "nur" 1 TB Traffic im Monat verursacht braucht auch keinen Gigabitanschluss. Dir ist schon klar, dass man mit 1 Gbit/s in der Stunde mal eben 450 GB Übertragen kann. Das heißt, bei voller Auslastung wäre nach etwas über 2 Stunden Schluss.

    Vielleicht wird einem dann auch mal klar, dass die Forderung nach Gigabit total übertrieben ist.

  5. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: jhonnydoe 05.06.19 - 15:35

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?

    Nein, die Deutsche Glasfaser bietet nichts mehr unter 200 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit an, ohne Einschränkungen. Der Traffic kostet einen Provider praktisch nichts. Die Internetprovider haben den Kunden jahrezehntelang eingetrichtert, dass jedes übertragene Megabyte Geld kostet, indem sie so mit ihnen abgerechnet haben. Das ist ein Mittel der Marktsegmentierung und hat gar nichts mit den tatsächlichen Kosten zu tun. Die Kunden werden von allen Providern dumm gehalten. Datenvolumen ist praktisch kostenlos. Bandbreite kostet, aber nicht viel. Auch auf der letzten Meile ist Bandbreite billig, wenn die aus Glasfasern besteht. Endgeräte bis 10 Gbit/s haben ganz erträgliche Preise und die Glasfaser ist die gleiche, egal ob 50 Mbit/s oder 10000 Mbit/s übertragen werden.

    Das Problem ist, dass die FTTH-Provider die große Menge an Kunden nicht bedienen wollen, die nicht mehr als 30-35 Euro im Monat zahlen wollen. Diesen potentiellen Kunden könnten sie Tarife mit sehr viel niedrigeren Geschwindigkeiten anbieten, um zu vermeiden, dass eigentlich zahlungswilligere Kunden ein paar Euro sparen und Kunden mit niedrigem Budget bei den Kupferanschlüssen bleiben. Ein nicht genutzter Glasfaseranschluss bringt 0 Euro ein.

    Aber der heilige Gral der Branche ist der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU). Eine höhere Auslastung durch Ansprechen von weniger zahlenden Kunden gilt als Rückschritt, selbst wenn die Gesamteinnahmen dadurch stärker steigen als die Kosten. Deswegen fordern die FTTH-Provider vom Staat "Voucher", um ein höheres Preisniveau zu fördern. Diesen Quatsch lässt der Staat hoffentlich bleiben. Wenn die FTTH-Provider darauf bestehen, FTTH als Premiumprodukt zu vermarkten, dann hat FTTH immer noch das Potenzial, zu einem Rohrkrepierer zu werden. Mit "Glas=teuer, Kupfer=billig" wird niemand genug Auslastung auf die Glasfasernetze bekommen.

  6. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Anonymer Nutzer 05.06.19 - 15:56

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?
    > >
    > > Wobei ich nichts gegen einen Gigabit-Volumentarif mit 1000
    > Gigabyte/Monat
    > > zum halben Preis einer Gigabit-Flatrate einzuwenden hätte - erst recht,
    > > wenn es danach gedrosselt auf 100 MBit/s weiterginge ;-)
    >
    > Wer "nur" 1 TB Traffic im Monat verursacht braucht auch keinen
    > Gigabitanschluss. Dir ist schon klar, dass man mit 1 Gbit/s in der Stunde
    > mal eben 450 GB Übertragen kann. Das heißt, bei voller Auslastung wäre nach
    > etwas über 2 Stunden Schluss.
    >
    > Vielleicht wird einem dann auch mal klar, dass die Forderung nach Gigabit
    > total übertrieben ist.

    Die Forderung nach 1 Gbit ist heute genauso übertrieben wie die Forderung nach 1 Mbit zu Zeiten, als 2400 respektive 14400 Baud „normal” waren.
    Und niemand braucht mehr als 640 KiB RAM... Hiess es doch auch mal ;)

    Der ganze Netzausbau geht so schleppend voran - bis jede Gemeinde am Glas hängt, schrei ich schon längst nach 100 Gbit^^ Bis dahin sind Websites dann für 32k optimiert, Kameras haben Gigapixel Auflösung und aktelle Games brauchen bei nem Update mehrere Terabyte.
    Sagt mir meine Glaskugel.

  7. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: M.P. 05.06.19 - 16:27

    Mal schauen, was die Internet-Provider bzgl. der Durchsetzung ihrer AGBs machen, wenn ganze Mehrfamilien-Hausgemeinschaften sich vermehrt einen Glasfaser-Internet-Anschluss teilen (zur Not zur Haftungsabsicherung bei Urheberrechtsverletzungen über einen/mehrere Freifunk-Access-Points des Proforma-Anschlussinhabers)...

  8. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Dwalinn 05.06.19 - 16:48

    micha go schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > M.P. schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?
    > > >
    > > > Wobei ich nichts gegen einen Gigabit-Volumentarif mit 1000
    > > Gigabyte/Monat
    > > > zum halben Preis einer Gigabit-Flatrate einzuwenden hätte - erst
    > recht,
    > > > wenn es danach gedrosselt auf 100 MBit/s weiterginge ;-)
    > >
    > > Wer "nur" 1 TB Traffic im Monat verursacht braucht auch keinen
    > > Gigabitanschluss. Dir ist schon klar, dass man mit 1 Gbit/s in der
    > Stunde
    > > mal eben 450 GB Übertragen kann. Das heißt, bei voller Auslastung wäre
    > nach
    > > etwas über 2 Stunden Schluss.
    > >
    > > Vielleicht wird einem dann auch mal klar, dass die Forderung nach
    > Gigabit
    > > total übertrieben ist.
    >
    > Die Forderung nach 1 Gbit ist heute genauso übertrieben wie die Forderung
    > nach 1 Mbit zu Zeiten, als 2400 respektive 14400 Baud „normal”
    > waren.
    Naja aber was soll jetzt schon noch kommen? Die einzige Bandbreitenschleuder die mir einfällt ist VR mit 8k Display aber das ist eine Nische. Auf die nicht jeder Lust haben wird (selbst wenn das mal für jeden bezahlbar ist)

    > Und niemand braucht mehr als 640 KiB RAM... Hiess es doch auch mal ;)
    Nö hieß es nicht. Wenn ich mich recht erinnere hat sich das nur auf einen PC der damals vorgestellt wurde bezogen.

    > Der ganze Netzausbau geht so schleppend voran - bis jede Gemeinde am Glas
    > hängt, schrei ich schon längst nach 100 Gbit^^ Bis dahin sind Websites dann
    > für 32k optimiert, Kameras haben Gigapixel Auflösung und aktelle Games
    > brauchen bei nem Update mehrere Terabyte.
    > Sagt mir meine Glaskugel.
    32K? Willst du mit einem 80 Zoll Monitor deine Nase kratzen?
    Gigapixel bei kameras, na super dann kann ich endlich meine poren zählen wenn sich mein Gesicht im Regentropfen auf einem Baum spiegelt den ich fotografieren wollte.
    Und das mit den games ist auch weit hergeholt, selbst neue games haben meist unter 100 oft sogar unter 50GB gesamt Kapazität. Die paar Ausreißer kann ich mit der Hand abzählen.... und das ist schon seit Jahren so, die (Drölf K) UHD texturen werden selbst in 10-15 Jahren nicht vom Bedarf explodieren

  9. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Jakelandiar 05.06.19 - 16:52

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht wird einem dann auch mal klar, dass die Forderung nach Gigabit
    > total übertrieben ist.

    Sehe ich anders. Hab auch weniger als 1TB Datentransfer im Monat. Trotzdem hätte ich lieber 1GB als 50 MBit. Warum? Weil ich, wenn ich gerade lust auf ein Spiel habe nicht 3 Stunden mit Download beschäftigt sein will. Und die Spiele werden immer größer nicht kleiner. Als Beispiel.
    Du Magst vielleicht zuviel Freizeit haben ich nicht. Wenn das nur noch Sekunden dauert super.
    Es geht bei GB anschlüssen doch gar nicht darum pausenlos Daten durch die Leitung zu Jagen und Terabyte an Daten zu übertragen jeden Monat. Das macht auch keinen Sinn. Das schließt die Anschlüsse aber nicht aus.

  10. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Bonarewitz 05.06.19 - 17:22

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vielleicht wird einem dann auch mal klar, dass die Forderung nach
    > Gigabit
    > > total übertrieben ist.
    >
    > Sehe ich anders. Hab auch weniger als 1TB Datentransfer im Monat. Trotzdem
    > hätte ich lieber 1GB als 50 MBit. Warum? Weil ich, wenn ich gerade lust auf
    > ein Spiel habe nicht 3 Stunden mit Download beschäftigt sein will. Und die
    > Spiele werden immer größer nicht kleiner. Als Beispiel.
    > Du Magst vielleicht zuviel Freizeit haben ich nicht. Wenn das nur noch
    > Sekunden dauert super.
    > Es geht bei GB anschlüssen doch gar nicht darum pausenlos Daten durch die
    > Leitung zu Jagen und Terabyte an Daten zu übertragen jeden Monat. Das macht
    > auch keinen Sinn. Das schließt die Anschlüsse aber nicht aus.

    Und die Freiheit willst du dir ernsthaft 80¤/Monat kosten lassen?

    Also ich (ich spreche hier nur für meinen Bedarf) bin den Schritt von 50/10 nach 100/40 schon nur wegen des uploads mitgegangen. 250/40 ist verfügbar, aber das ist mir den geringen Aufpreis einfach nicht wert.

    Ist ja nicht so, dass ich mich während des Downloads (wenn ich mal ein Spiel runterlade) nicht beschäftigt bekommen würde...

  11. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: M.P. 05.06.19 - 17:25

    Damit Du was davon hast, müssen aber auch die Server, von denen Du das Spiel herunterladen willst mitspielen. Viele tun das, aber bestimmt nicht alle ...
    Wenn viele nach einem Spiele-Release oder wichtigem Patch gleichzeitig saugen, kann es im CDN des Spieleanbieters zu Engpässen kommen ...

  12. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Jakelandiar 05.06.19 - 17:28

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Freiheit willst du dir ernsthaft 80¤/Monat kosten lassen?

    Zahl ich mit 50 MBit ja jetzt schon mit Entertain etc..

    Hier kommt nur nicht mehr an egal welcher Anbieter. Auf der Ausbaukarte der Telekom sieht das "toll" aus. Genau um das Gebäude rum gibt es mittlerweile sogar Supervectoring bis 250 MBit. Hier aber tut sich nichts.

    > Also ich (ich spreche hier nur für meinen Bedarf) bin den Schritt von 50/10
    > nach 100/40 schon nur wegen des uploads mitgegangen. 250/40 ist verfügbar,
    > aber das ist mir den geringen Aufpreis einfach nicht wert.

    Mir wären es die 5 Euro Wert.

    > Ist ja nicht so, dass ich mich während des Downloads (wenn ich mal ein
    > Spiel runterlade) nicht beschäftigt bekommen würde...

    Sicher. Nur hab ich nunmal nur Abends ein Paar stunden Zeit und wenn ich heute ein Spiel spielen will will ich das eigentlich auch heute spielen und nicht für einen anderen Tag vorbereiten.

  13. Re: Was ein schwachsinn!

    Autor: Jakelandiar 05.06.19 - 17:29

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit Du was davon hast, müssen aber auch die Server, von denen Du das
    > Spiel herunterladen willst mitspielen. Viele tun das, aber bestimmt nicht
    > alle ...
    > Wenn viele nach einem Spiele-Release oder wichtigem Patch gleichzeitig
    > saugen, kann es im CDN des Spieleanbieters zu Engpässen kommen ...

    Kommt fast alles von Steam das passt schon. Und wenn es statt 50 MBit "nur" 200 wären anstelle von 1GBit. Wäre 4 mal so schnell schon.

  14. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: Prokopfverbrauch 05.06.19 - 19:35

    jhonnydoe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Volumentarifen sein?
    >
    > Nein, die Deutsche Glasfaser bietet nichts mehr unter 200 Mbit/s
    > Downloadgeschwindigkeit an, ohne Einschränkungen. Der Traffic kostet einen
    > Provider praktisch nichts. Die Internetprovider haben den Kunden
    > jahrezehntelang eingetrichtert, dass jedes übertragene Megabyte Geld
    > kostet, indem sie so mit ihnen abgerechnet haben. Das ist ein Mittel der
    > Marktsegmentierung und hat gar nichts mit den tatsächlichen Kosten zu tun.
    > Die Kunden werden von allen Providern dumm gehalten. Datenvolumen ist
    > praktisch kostenlos. Bandbreite kostet, aber nicht viel. Auch auf der
    > letzten Meile ist Bandbreite billig, wenn die aus Glasfasern besteht.
    > Endgeräte bis 10 Gbit/s haben ganz erträgliche Preise und die Glasfaser ist
    > die gleiche, egal ob 50 Mbit/s oder 10000 Mbit/s übertragen werden.
    >
    > Das Problem ist, dass die FTTH-Provider die große Menge an Kunden nicht
    > bedienen wollen, die nicht mehr als 30-35 Euro im Monat zahlen wollen.
    > Diesen potentiellen Kunden könnten sie Tarife mit sehr viel niedrigeren
    > Geschwindigkeiten anbieten, um zu vermeiden, dass eigentlich
    > zahlungswilligere Kunden ein paar Euro sparen und Kunden mit niedrigem
    > Budget bei den Kupferanschlüssen bleiben. Ein nicht genutzter
    > Glasfaseranschluss bringt 0 Euro ein.
    >
    > Aber der heilige Gral der Branche ist der durchschnittliche Umsatz pro
    > Kunde (ARPU). Eine höhere Auslastung durch Ansprechen von weniger zahlenden
    > Kunden gilt als Rückschritt, selbst wenn die Gesamteinnahmen dadurch
    > stärker steigen als die Kosten. Deswegen fordern die FTTH-Provider vom
    > Staat "Voucher", um ein höheres Preisniveau zu fördern. Diesen Quatsch
    > lässt der Staat hoffentlich bleiben. Wenn die FTTH-Provider darauf
    > bestehen, FTTH als Premiumprodukt zu vermarkten, dann hat FTTH immer noch
    > das Potenzial, zu einem Rohrkrepierer zu werden. Mit "Glas=teuer,
    > Kupfer=billig" wird niemand genug Auslastung auf die Glasfasernetze
    > bekommen.

    Genau das sage ich auch schon sehr lange.

    Klar ist bei Privatkonsumenten oft es beliebter, keine Einmalkosten und dafür monatliche Kosten zu haben. Sieht man ja bei so vielem, handytarife mit handy, Leasing hier da etc. Auch bei Glasfaservorvermarktung "Wenn sie bis xx buchen Hausanschluss kostenlos, dafür mindestens x Jahre Vertrag.

    Aber es ist bei 99,9% der Bevölkerung das kolossale Missverständnis (beabsichtigterweise) da dass viel Bandbreite viel kostet. Tatsächlich ist der Tarif für die Bandbreite nahezu ausschließlich Umlage von Erschließungskosten bzw. Aufrüstungskosten.

    Hier wird dann halt skimming (nenn man doch so oder?) betrieben und versucht, durch das Alleinstellungsmerkmal viel Kohle abzugreifen.

    Die Netzbetreiberbranche beschwert sich zwar, dass die Realgewinne bei den Endkunden seit Jahren stagnieren. Aber wenn erst einmal ein gescheites, flächendeckendes GF Netz (bestenfalls Point-to-Point) liegt, was schon abbezahlt ist, dann drucken die Betreiber förmlich Geld. Und Konkurrenz gibt es dann auch nicht mehr, weil das Kupfer/ Koax keine Option für die Anbieter ist.

    Man sollte sich halt überlegen, was möglich ist und welche Nutzungsszenarien dann entstehen, wenn Bandbreite kein Thema ist. Jede Wohnung, jedes Gewerbe ausnahmlos FTTH und solide Backbonestrukturen. Dann kann jeder nach belieben seine 100 Gigabit/s oder sonstwas haben. Solange der Gesamtverbrauch an Daten nicht erheblich steigt, so wird somit sogar Bottlenecks an Servern oder Peeringstellen entgegen gewirkt, da das Netz seltener belegt ist.

  15. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: LinuxMcBook 05.06.19 - 19:39

    Prokopfverbrauch schrieb:
    > Endkunden seit Jahren stagnieren. Aber wenn erst einmal ein gescheites,
    > flächendeckendes GF Netz (bestenfalls Point-to-Point) liegt, was schon
    > abbezahlt ist, dann drucken die Betreiber förmlich Geld. Und Konkurrenz
    > gibt es dann auch nicht mehr, weil das Kupfer/ Koax keine Option für die
    > Anbieter ist.

    Ist das echt das Szenario, welches ihr IT-Profis euch wünscht?
    Internet von einem Anbieter, der keine Konkurrenz hat (zumindest an eurem Hausanschluss) und deswegen die Preise nach belieben festlegen kann?

  16. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: Faksimile 05.06.19 - 19:53

    Wer sagt, dass es bei einme Provider bleiben muss? Eine Öffnungspflicht mit regulierten Preisen, wie es schon von der BNetzA angedacht ist, könnte einiges beeinflussen.

  17. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: LinuxMcBook 05.06.19 - 19:57

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer sagt, dass es bei einme Provider bleiben muss? Eine Öffnungspflicht mit
    > regulierten Preisen, wie es schon von der BNetzA angedacht ist, könnte
    > einiges beeinflussen.

    Dann sollten aber entsprechende Regularien mal schnell umgesetzt werden.
    Denn für bereits gebaute Anschlüsse käme eine nachträgliche Regulierung einer Enteignung gleich...

  18. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: Faksimile 05.06.19 - 20:00

    Unsinn. Jedes Unternehmen muss geltende gesetzliche Regelungen einhalten. Die werden dadurch auch nicht enteignet, auch wenn die Einhaltung der Vorschriten das Unternehmen Geld kostet.

  19. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: LinuxMcBook 05.06.19 - 20:05

    Ich vermute mal, dass es gegen irgendwelchen stärker wiegenden Gesetze wäre, wenn die Provider nachträglich zu irgendwas gezwungen werden, was nicht wirklich unter die staatliche Fürsorgepflicht fällt.

    Die Provider könnten nämlich immer behaupten, dass sie unter den Bedingungen der *nachträglichen* Regulierung niemals das Glasfaser verlegt hätten.

  20. Re: Kann das Fabulieren

    Autor: Faksimile 05.06.19 - 20:08

    Die Gefahr, nachträglichen Regelungen zu unterliegen, geht jeder ein. Du kannst ja ein Grundstück auch nicht einfach überqueren, weil das schon immer so ging (Gewohnheitsrecht) wenn der Verfügungsberechtigte dieses auf einmal einzäunt.

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