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6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

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  1. 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: senf.dazu 18.01.19 - 21:45

    >Doch das ist natürlich heute noch nicht realistisch: "Allein dieser Ort würde damit ein Drittel der gesamten Bandbreite des deutschen Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen

    Ein einzelner schon mehrere Jahre alter Infinibandswitch von Intel verarbeitet 48 ports mit 100 GBit/s für ca. 10000¤. Sprich 24*100 GBit/s = 2400 GBit/s in einer fat tree Anordnung.

  2. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: masel99 18.01.19 - 21:59

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Doch das ist natürlich heute noch nicht realistisch: "Allein dieser Ort
    > würde damit ein Drittel der gesamten Bandbreite des deutschen
    > Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen
    >
    > Ein einzelner schon mehrere Jahre alter Infinibandswitch von Intel
    > verarbeitet 48 ports mit 100 GBit/s für ca. 10000¤. Sprich 24*100 GBit/s =
    > 2400 GBit/s in einer fat tree Anordnung.

    Ist hald blöd formuliert, müsste heißen

    "Allein dieser Ort würde damit ein Drittel der aktuell maximal genutzten Bandbreite des deutschen Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen."

    oder so ähnlich.

  3. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April. - Addendum

    Autor: senf.dazu 18.01.19 - 22:13

    >Doch das ist natürlich heute noch nicht realistisch: "Allein dieser Ort würde damit ein Drittel der gesamten Bandbreite des deutschen Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen

    Ein einzelner schon mehrere Jahre alter Infinibandswitch von Intel verarbeitet 48 ports mit 100 GBit/s für ca. 10000¤. Sprich 24*100 GBit/s = 2400 GBit/s in einer fat tree Anordnung. Und die 24 100 GBit/s Glasfaserkabel mit 100G Transceivern kosten ca. 24*500¤= 12000¤.

    Jede Switch Ebene des Fat Tree "verschlingt" also (10000¤+12000¤)/2400= 9.1¤ je GBit Teilnehmer im zentralen Netzknoten Deutschlands .. erschreckend nicht ;)

    Und ein Switch erledigt 2400 1Gbps Teilnehmer. (6.1¤ je Teilnehmer)
    24*2 Switches dann 24*2400 1Gbps Teilnehmer = 57600 GBit Teilnehmer (12.2¤/1Tln)
    24*24*3 Switches dann 24^2*2400 1Gbps Teilnehmer = 1.38 Mio GBit Teilnehmer (18.1¤ /1Tln)
    24*24*24*4 Switches dann 24^3*2400 = 33.2 Mio 1GbpsTeilnehmer (24.4¤ /Tln)

    (oder hab ich mich verrechnet ?)

    Quintessenz - wenn jeder ein GBit/s wirklich nutzen würde wär das überhaupt kein Problem. Weder technisch noch kostenmäßig. Die Buddelei der Teilnehmerleitungen sind bei weitem teurer als die Technik. Ein weltweite Vernetzung wär da schon ein anderes Ding. Aber wenn die meisten Server die man nutzt im eigenen Lande stehen bzw. gespiegelt sind ..

    Nur warum sollte ein Anbieter im Wettbewerb mehr Zeugs in seine POPs stellen als nötig ist ? Das würde nur den ROI reduzieren und damit den Ausbau behindern.

    Aber der Punkt ist wohl genau das was der DG Mann erzählt: DG verspricht das jeder die Datenrate die er geordert hat auch zur Verfügung gestellt kriegt - der Ausbau wird nach Bedarf angepaßt sprich im POP umgestöpselt. Und wenn man sich die obige Überschlagsrechnung ansieht ist das auch glaubhaft. Das ist bei Konkurrenten die die GPON Switches in der Landschaft statt in den POPs verteilen vielleicht ein wenig schwieriger. Aber auch nicht unmöglich - es gibt ja auch noch technische Weiterentwicklung (ja es geht mehr als 2.5 GBit/s auf einer Glasfaser und Wellenläng) und es geht Frequenzmultiplex ..

    Aber echt nutzbare 1 Gbps sind bereits heute technisch kalter Kaffee. Da ginge schon erheblich mehr - in wirtschaftlich bezahlbarer Form. Man könnte auch sagen - wenn die Glasfaser heute schon liegen würde - dann wären die 50¤/Monat für einen Anschluß restlos überbezahlt. Aber im Augenblick ist's ganz gut das man solche Preise am Markt erzielen kann - das treibt den privatwirtschaftlichen Ausbau - Goldgräberstimmung.



    8 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.19 22:32 durch senf.dazu.

  4. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April. - Addendum Korrektur

    Autor: senf.dazu 18.01.19 - 22:43

    >Das ist bei Konkurrenten die die GPON Switches in der Landschaft statt in den POPs verteilen vielleicht ein wenig schwieriger

    Korrektur:
    Das ist bei Konkurrenten (Telekom) die die PON Splitter/Adder in der Landschaft statt in den POPs verteilen vielleicht ein wenig schwieriger

  5. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: senf.dazu 18.01.19 - 22:43

    Jau

  6. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: Baladur 30.01.19 - 07:52

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Doch das ist natürlich heute noch nicht realistisch: "Allein dieser Ort
    > würde damit ein Drittel der gesamten Bandbreite des deutschen
    > Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen
    >
    > Ein einzelner schon mehrere Jahre alter Infinibandswitch von Intel
    > verarbeitet 48 ports mit 100 GBit/s für ca. 10000¤. Sprich 24*100 GBit/s =
    > 2400 GBit/s in einer fat tree Anordnung.


    Das ist korrekt.

    Bei einer Kabellänge von maximal 15 Meter.

    Du Taugenichts.

  7. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: senf.dazu 07.02.19 - 17:39

    Baladur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Doch das ist natürlich heute noch nicht realistisch: "Allein dieser Ort
    > > würde damit ein Drittel der gesamten Bandbreite des deutschen
    > > Internetknotens DE-CIX von circa 6.000 Gigabit/s ausnutzen
    > >
    > > Ein einzelner schon mehrere Jahre alter Infinibandswitch von Intel
    > > verarbeitet 48 ports mit 100 GBit/s für ca. 10000¤. Sprich 24*100 GBit/s
    > =
    > > 2400 GBit/s in einer fat tree Anordnung.
    >
    > Das ist korrekt.
    >
    > Bei einer Kabellänge von maximal 15 Meter.
    >
    > Du Taugenichts.

    Nur für Leute mit Kupferkabelvorlieben. Vernunftbegabte setzen Glasfaserkabel ein. Bei Switches mit QFSP Ports wie den angesprochenen kann man beides verwenden ..

  8. Re: 6000 GBit/s ? Wir haben doch noch gar nicht 1.April.

    Autor: PhiluCabrazi 11.01.20 - 00:37

    Das Problem jedoch besteht darin das die Infrastruktur derzeit gar nicht die Möglichkeiten bietet alle 10KM einen POP zu betreiben in dem man wo man einen Infinibandswitch einsetzen könnte.

    Nehmen wir mal die QSFP-DD mit 400G und einer Reichweite von 10km.
    hier liegt der Preis pro Optik bei ca 3500-4000¤.
    Aber nehmen wir einen "normalen" QSFP28 mit 100G und 10km kommen wir schon mit erstaunlich günstigen 500¤ pro Optik weg. Also ca 12000¤ Pro Standort plus 10000¤ pro Switch, sind wir bei 22000¤ für max 10km Strecke.
    Ganz zu schweigen das sie für eine Strecke dann bereits 24 Doppelfasern Glasfaserstrecke benötigen würden.

    Und auch diese Infrastruktur ist noch nicht kostenlos für jeden Provider verfügbar.

    Bei einer Gesamtfläche von 357.386 km² würden vermutlich ein paar POP-Standorte benötigt werden.

    Um also die von ihnen genannte Bandbreite transportieren zu können benötigt man weiteres Equipment, in Form von DWDM-Geräten. Somit könnte man die geforderten Datenmengen in einem Verhältnis zu den benötigten Doppelfasern in Zaum halten.

    Wahlweise können sie auch mit Schaufel und Harke bewaffnet 48-Faser-LWL-Kabel durch komplett Deutschland vergraben gehen.

    Und hier beginnt dann das nächste Groschengrab. Bei den führenden Anbietern von ADVA, Huawei und Infinera dürfen sie sich gerne mal ein Angebot machen lassen für eine Weitbereich-Strecke mit dem demensprechenden Filter-System. Hier kommen wir bei gut und gerne zw. 50.000 und 60.000¤ raus für eine 400G-Strecke. Bei 6x 400G Strecken dürfte der Invest, pro Strecke, bei ca 200.000 bis 250.000 ¤ liegen. Damit könnte man vermeiden alle max 10km einen POP-Standort zu betreiben, mit einem Hardware-Invest von min 30.000¤ (Gehäuse, USV, Aggregations-Equipment,usw.)

    (Bitte nageln sie die Preise nicht auf den Euro fest)

    Leider kann ich ihnen aus eigener Erfahrung sagen das dieses Thema wirklich extrem komplex ist.

    Ja, JEDER Provider und JEDES Aggregationsgerät ist überbucht.
    Nicht nur bei Kabel, sondern bei JEDEM Anbieter.

    Wenn dem nicht so wäre könnte man vermutlich in Ballungszentren noch nicht mal 56k Modems nutzen. Aber dafür haben schlaue Menschen die Paketvermittlung anstelle der Leitungsvermittlung erfunden.

    Aber zum Glück haben ja bald alle 5G auf dem Handy dabei, wer braucht dann noch einen Router zuhause... Und die 5G Bandbreite transportiert sich ja auch von alleine ab...

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