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35% der Gewerbegebiete

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  1. 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Sharra 14.09.20 - 15:21

    Das könnte aber mitunter auch daran liegen, dass neue Gewerbegebiete immer weiter raus verlegt werden, wo faktisch eigentlich gar nichts ist, während erschlossene Gewerbegebiete zu 90% brach liegen. Dann baut man dort 2-3 Logistikcenter hin, die gar kein wirkliches Interesse an Gigabit haben, weil deren Datenströme problemlos über ein paar Mbit laufen. Der Kleinbetrieb, der daneben sitzt und um hohe Bandbreiten bettelt, schaut dann in die Röhre, weil sich das für ihn alleine niemals rechnet dorthin Breitband-Glasfaser zu verlegen.
    Da kommen dann so absurde "Angebote", wie "du kannst Glasfaser haben, aber du zahlst die komplette Infrastruktur, inklusive des Verteilers für 64 Teilnehmer samt Ausbau desselben".

  2. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: BoMbY 14.09.20 - 16:00

    Ist jetzt wirklich kein Hexenwerk eine Glasfaserleitung und einen Verteiler bei so einem Gewerbegebiet einzuplanen - außer in Deutschland natürlich.

  3. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: davidcl0nel 14.09.20 - 16:05

    Aber Strom und Wasser und eine Straße haben diese Gewerbegebiete so weit weg vom Schuss dann schon - oder fahren sie da nur mit Landrover und Unimogs hin?

  4. nö 100% der Gewerbegebiete

    Autor: tschick 14.09.20 - 16:07

    Wir sind hier im ISP Sprech, und von 'bis zu' hast du sicherlich auch schon mal gehört.
    Schließlich verdienst du auch bis zu 10M ¤ per anno.

    Tellerrand!

  5. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Michael H. 14.09.20 - 16:46

    davidcl0nel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Strom und Wasser und eine Straße haben diese Gewerbegebiete so weit
    > weg vom Schuss dann schon - oder fahren sie da nur mit Landrover und
    > Unimogs hin?

    Das schon.. wir reden hier ja auch nicht von irgendwo 150km in einem riesen Waldgebiet ohne jegliche Zivilisation, sondern alles was nicht Großstadt entspricht.

    Wir haben bei uns (25-30.000 Einwohnergemeinde) 4 Gewerbegebiete mit einer durchschnittlichen Internetanbindung von 16-30MBit über Telekom.
    Da liegen dutzende und aberdutzende Firmen drauf.
    Wenn da nur einer ankommt mit "wir brauchen schnelleres Internet", kommt "lohnt sich nicht".

    Und solche Gewerbegebiete gibt es wie Sand am Meer allein hier in Oberbayern. Da zählt nämlich wie sonst auch, die Menge der Kunden.

    Hier in der Nachbarortschaft kriegt auch nur eine Firma ihr gewünschtes Glasfaser, weil sie jegliche Tiefbauarbeiten übernehmen, da das beim Bau 3 neuer Firmengebäude eh nicht mehr ins Gewicht fällt + 850¤/Monat für die 300MBit Glasfaserleitung exklusive Telefonie. Die kommt dann nämlich nochmal mit 39 oder 49¤ pro Gesprächskanal Monatlich für 60 Kanäle oben drauf.

    Und selbst das hat 1,5 Jahre Gespräche und Planung mit Kommune und Telekom gedauert. Jetzt kannst dir ja mal vorstellen, wie lange die 15-20 Mann IT/Web/Internetfirma im Gegensatz zu einer >500 Arbeitsplätze Pharmafirma ins Glas schauen darf die alles aus eigener Tasche zahlt.

    Gäbe auch so viele Gewerbegebiete außerhalb von Großstädten, wo die Leute liebend gerne mit ihren Firmen hingehen würden, weil sie erschwinglich sind und es nicht an Arbeitskraft mangelt... aber können halt nicht wegen solch fehlender Infrastruktur.

    Ich brauch kein Softwareunternehmen in ner Gemeinde, wo ich ne DSL Leitung anno 2004 hab. Stattdessen haste hier dann DHL, DPD, UPS, Transoflex, Hermes und TNT/Fedex Verteilerzentren quasi auf einem Fleck, weil es für alle anderen uninteressant ist ohne gute Internetanbindung.

  6. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: bytewarrior123 14.09.20 - 17:17

    @ Michael H. :
    Hier mal mein Senf dazu aus Sicht eines GF-Netzbetreibers (NICHT PROVIDER!) südlich von München in einer 13.000 Seelen-Gemeinde.

    Wir haben hier im Gewerbegebiet selber max DSL 8.000-25.000 (!), aber durch den Fernwärmebau (wo wir huckepack die GF für den Anschließenden kostenlos mit verlegen) ein GF-Netz im Gewerbegebiet mit 100% Anschlussmöglichkeit.

    Dennoch schließt nur jedes 4. Haus an, dem Rest ist es -gelinde gesagt- bis heute noch schei?egal.
    Dazu haben wir für Gewerbe zwei unterschiedliche Provider, der eine ist der rote Riese aus Düsseldorf, der andere in Grün kommt aus Saarlouis und heißt NICHT 1&1 Versatel. Der rote Riese kommt von der Beauftragung zur Freischaltung nicht unter 3-6 Monate aus, der andere bietet zwar tolle Tarife, hat aber als Backbone nur 1 GBit symmetrisch.
    Die ganzen anderen potentiellen Provider haben uns gegenüber klar geäußert, dass sie an einer Mitbenutzung unseres Netzes (gebaut bereits seit 2010 nach dem damals gültigen Standards mit 7mm Speedpipe und zwischen POP und Kunde komplett passiv) absolut kein Interesse haben, denn ein fertiges Netz gibt Ihnen keine Fördermöglichkeiten seitens dem BUND.

    Der Kunde am Ende des Anschlusses ist für den Provider nur eine lästige Pflicht, nicht mehr und nicht weniger.

    Wir als Kommune lassen uns aber nicht aufhalten und schließen jetzt auch sukzessive unsere Satelliten-Dörfer an, damit bis spätesten 2025 auch auf dem entferntesten unserer Dörfer Minimum 1GBit symmetrisch möglich ist. Und wen es interessiert : wir haben bis dato exakt 0 ¤ an Fördermittel beantragt, denn wir wollen das Netz als Kommune JETZT und nicht nach eingehender Prüfung von 600-1600 Seiten Antragsformular in möglicherweise 5-10 Jahren haben.

    Kosten dafür bis heute : ca. 8 Mio über 11 Jahre (1 Jahr Planungsphase), finanziert über die -auch dank dem GF-Netzes steigenden- Gewerbesteuereinnahmen.

    Es ist also möglich, auch ohne festen Provider ein Netz zu bauen, nur muss dazu auch die staatliche "Mechanik" nachjustiert werden, denn so wie sie aktuell ausgelegt ist, funktioniert es halt einfach nicht. Das sieht man auch an den dafür bereit gestellten Mitteln - die versauern bzw. werden inzwischen zweckentfremdet verwendet, da die Kriterien nahezu keiner erfüllen kann - oder will.

  7. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Faksimile 14.09.20 - 18:31

    Wo ist das?

  8. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Ganzfix 15.09.20 - 09:31

    Michael H. schrieb:
    > Hier in der Nachbarortschaft kriegt auch nur eine Firma ihr gewünschtes
    > Glasfaser, weil sie jegliche Tiefbauarbeiten übernehmen, da das beim Bau 3
    > neuer Firmengebäude eh nicht mehr ins Gewicht fällt + 850¤/Monat für die
    > 300MBit Glasfaserleitung exklusive Telefonie. Die kommt dann nämlich
    > nochmal mit 39 oder 49¤ pro Gesprächskanal Monatlich für 60 Kanäle oben
    > drauf.

    Hier in der Großstadt will der rosa Riese für 50 MBit Glasfaser auch schon 400 EUR/Monat. Telefonie natürlich extra. Der lokale Anbieter ist aber auch nicht günstiger. Glasfaser von 1&1 Versatel gibt es hier leider nicht. Wahrscheinlich sind irgendwann alle Dörfer billiger und besser von der Deutschen Glasfaser angeschlossen als wir in den Städten.

  9. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Sharra 15.09.20 - 12:51

    400¤ für 50Mbit klingt aber nach einem zugesicherten Geschäftskunden-Anschluss mit entsprechendem Support inklusive oder?

  10. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Faksimile 16.09.20 - 07:08

    Na ja. Hatte vorgestern ein Gespräch mit einem Bekannten, der seinen Anschluß bei Vodafone hat. Datenrate von einem Tag auf den anderen runter mit vielen Fehlern. Anruf am Vormittag bei Vodafone (Business-Anschluß): Am Nachmittag war der Techniker im Haus und hat dort alles gemessen => alles i.O. Am nächsten Vormittag war der Techniker für die WAN Verkabelung outside dort und lokalisierte die Schadenstelle. Nachmittags kam der Bautrupp und machte die Straße auf.
    Schaden behoben und gut ist ...

    Also scheint das SLA bei Business-Anschluß doch sinnvoll zu sein.

  11. Re: 35% der Gewerbegebiete

    Autor: Sharra 16.09.20 - 09:44

    Genau das ist der Unterschied zwischen Geschäftskunde und Privatkunde. Der Geschäftskunde zahlt einen höheren Preis dafür, dass Fehler (nach Möglichkeit) sofort behoben werden. Der Privatkunde ist nicht bereit dafür grundsätzlich ein höheres Entgelt zu zahlen. Also hockt man als Privatkunde auch mal 2-4 Wochen mit dem Problem da. Das heisst, sofern die Hotline überhaupt kapiert, was man von ihr eigentlich will.

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