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Schlechter Artikel

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  1. Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 25.06.17 - 13:57

    Der Artikel enthält zahlreiche Fehler und unterschlägt Informationen, die im Originalartikel der Rheinischen Post gut erklärt werden.

    > Sie warnt vor den Kosten von Glasfaser und will schneller Vectoring ausbauen,
    > um FTTH zu verhindern.
    Wo im Originalartikel wird gesagt, dass die Telekom FTTH verhindern will? Von der Telekom heißt es, dass sie ihren eigenen Netzausbau mit Vectoring weiter betreiben will, FTTH wird damit nicht verhindert. Jeder Anbieter kann sein FTTH Netz jederzeit trotzdem auf- und ausbauen. Netcologne macht es z.B. und DG auch.

    > In Nordrhein-Westfalen werden wohl bis Ende des Jahres 2018 95 Prozent der
    > Haushalte einen Vectoring-Anschluss von mindestens 50 MBit/s haben. Dies sagte
    > der Deutschland-Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan Van Damme, der
    > Rheinischen Post. Er gehe davon aus, das Ziel zu erreichen. Derzeit liege der
    > Konzern bei 82 Prozent.
    Eine schlechte Zusammenfassung. Die Telekom hat bereits heute 82% der Haushalte mit Vectoring erschlossen, in den nächsten 18 Moanten soll der Anteil um 4%(!) gesteigert werden. Das wären ca 400.000 weitere FTTC Anschlüsse oder weniger als 1/10 der neuen FTTC Anschlüsse pro Jahr Die Aussage aus dem Teaser "schneller Vectoring ausbauen" stimmt damit nicht. Oder wo im Originalartikel kann man daraus schließen, dass diese 4% jetzt noch schneller ausgebaut werden?

    > Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP für 2017 bis 2022 für Nordrhein-Westfalen
    > legt sich die neue Regierung sogar eindeutig auf den Glasfaserausbau fest.
    Und wer soll den FTTH Ausbau bezahlen? Die Zeitungen im NRW haben sich bereits kritisch dazu geäußert, denn die Finanzierungsfrage ist gar nicht geklärt. Mit den wenigen Förderprojekten kann man da nicht viel erreichen. Zudem baut die Telekom in Bayern doch regelmäßig FTTH aus, weil es so in der Ausschreibung der Kommunen verlangt wird. Warum sollte das die Telekom nicht auch in NRW machen?

    Wird Unitymedia jetzt ihr Koaxkabel rausreißen und durch Glasfaser ersetzen? Wird Vodafone ihre alten Kupferkabel von Arcor rausreißen und durch Glasfaser ersetzen? ich glaube nicht. Hat irgendein Provider die Pläne der neuen NRW Regierung gelobt und sich bereiterklärt großflächig FTTH in NRW zu bauen?
    Nein. Nein. Und nochmal nein.

    > Diese Ziele sind eine Bedrohung für den Vectoring-Kurs der Telekom.
    Ähh? Zuerst heißt es oben im Artikel bei Golem, die Telekom will mit Vectoring FTTH verhindern (Zitat: "will schneller Vectoring ausbauen, um FTTH zu verhindern"), dann soll Vectoring durch FTTH bedroht sein. Also FTTC bedroht FTTH und FTTH bedroht FTTC. Wer findet den Widerspruch?

    > FTTH-Netzwerke amortisieren sich nach rund 25 Jahren, was nicht ins
    > Geschäftsmodell der börsennotierten Telekom passt.
    Und wem sagt dieses Geschäftsmodell dann zu? Wer baut denn großflächig FTTH Netze aus? 2014 und 2015 wurden jeweils 220.000 FTTH Anschlüsse verlegt, das sind 5% der FTTC Anschlüsse pro Jahr. Der FTTH Ausbau braucht 20 Jahre, was FTTC in einem Jahr schafft.
    netCologne baut zwar FTTB/H aus, aber nur da, wo sie bereits eigene Leitungen in der Straße haben. Und ihr Erfolg ist sehr mäßig, konnten sie letztes Jahr nur 4.000 Neukunden gewinnen.
    Hinweis: netcologne erreicht ca 950.000 Haushalte, hat aber zurzeit nur ca 390.000 Kunden und die meisten (>200.000) über TAL.

    > Die Telekom hat sich aus dem direkten Glasfaserausbau bis auf einige wenige
    > Projekte zurückgezogen.
    Die wenigen Projekte können durchaus mehr sein, als so mancher lokaler Provider hat. So gibt es in Deutschland kein Provider, der mehr FTTH Anschlüsse hat als die Telekom.

    Hier mal eine Rechnung:
    NRW hat 8,6 Mio Haushalte und 9,9 Mio Internetanschlüsse. Die NRW Regierung will bis 2026 flächendeckend Glasfaser für Gigabit haben.
    Ich habe die Anzahl der FTTH Anschlüsse in NRW nicht zur Hand. Ich rechne jetzt der einfachs halber alle 2,7 Mio FTTH dem Bundesland NRW zu,
    9,9 Mio - 2,7 Mio ~ 7 Mio Anschlüsse.
    => 7 Mio Anschlüsse in 9 Jahren machen 780.000 Anschlüsse pro Jahr und ca. 14 Mrd Euro (bei 2.000¤ pro Anschluss).
    Das hochverschuldete Bundesland NRW will also 14 Mrd Euro in Glasfaser investieren und die Geschwindigkeit beim Glasfaserausbau sogar ver-4-fachen? Dabei ist es jetzt schon schwer Tiefbauunternehmen zu bekommen.

    Golem scheint im FTTH Ziel der Landesregierung eine Bedrohung für die Telekom zu sehen. Komisch, dass man in NRW dieses Regierungsziel eher kritisch sieht, denn es bleiben jede Menge Fragen offen.

  2. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Kastenbrot 25.06.17 - 15:04

    > Eine schlechte Zusammenfassung. Die Telekom hat bereits heute 82% der Haushalte > mit Vectoring erschlossen...

    Du meinst in NRW und deutschlandweit?

  3. Re: Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 25.06.17 - 15:30

    Kastenbrot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Eine schlechte Zusammenfassung. Die Telekom hat bereits heute 82% der
    > Haushalte > mit Vectoring erschlossen...
    >
    > Du meinst in NRW und deutschlandweit?
    Sorry, mein Fehler. Ich dachte, jeder hätte den Artikel bei der Rheinischen Post gelesen. Hier ein Ausschnitt:
    > PR-Online: Wird NRW es denn schaffen, bis 2018 wie geplant 95 Prozent
    > der Haushalte mit schnellem Internet von mindestens 50 Megabit zu versorgen?
    >
    > Van Damme Davon gehe ich aus. Wir liegen ja bereits bei 82 Prozent. Unser
    > Ziel ist es, Ende 2018 von den 9,9 Millionen Anschlüssen in NRW rund
    > 8,5 Millionen Stück auf Bandbreiten bis zu 100 Megabit aufgerüstet zu haben,
    > das alleine bringt ja eine Versorgung von 86 Prozent. Wenn wir dann noch
    > Investitionen mit Förderung sowie die anderen Anbieter hinzuaddieren, können
    > wir das schaffen.

    82% in NRW, nicht deutschlandweit. Wie hoch die Quote in Deutschland ist weiß ich nicht.

  4. Re: Schlechter Artikel

    Autor: TodesBrote 26.06.17 - 00:55

    @Thread Starter

    Sehr gut gesagt! Langsam geht mir die Schlamperei bei der Berichterstattung (vor allem bei Artikeln mit der Telekom - die seltsamerweise immer negativ klingen) auf den Zeiger. Also neutrale Nachrichten sind das definitiv nicht.

  5. Re: Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 26.06.17 - 01:59

    Ach, ich finde es eher belustigend, denn der Autor weiß selber nicht mehr was er schreibt.

    Kostprobe?
    2015 wurde geschrieben, dass die Telekom bis 2018 ca 80% der Haushalte mit Vectoring versorgen will.
    2017 hat NRW bereits eine Vectoring-Quote von 82%(!), also 1 1/2 Jahr vor Zielerreichung das Ziel übertroffen. Und jetzt schreibt man:
    > will schneller Vectoring ausbauen, um FTTH zu verhindern.
    und das hier:
    > Diese Ziele sind eine Bedrohung für den Vectoring-Kurs der Telekom.
    Hallo? Das eigentliche Ziel mit Vectoring ist schon längst erreicht. Jeder neue FTTC Anschluss ist ein Bonus. Aber bloß kein Lob bekunden, dass jemand seine Ziele bereits 18 Monate vor der Frist erreicht hat und trotzdem noch eine Schippe oben draufpacken will.

    Apropos: Wie sieht es eigentlich mit den Zielen der VATM und Breko Firmen aus? Da höre und lese ich nix.
    Und was haben die FTTH-"Bauer" seitdem geschafft? Weniger als 500.000 neue FTTB/H Anschlüsse und keine 200.000 neue FTTH-Kunden gewonnen.
    Die Telekom hat seitdem über 8 Mio FTTC Anschlüsse verlegt und über 1 Mio neue FTTC-Kunden gewonnen.
    Der "Vectoring-Kurs der Telekom" scheint sich bezahlt zu machen, besser als der Kurs der anderen Provider. Aber das ist nur meine Meinung.

    Und was in den letzten Jahren geschrieben wurde:
    - Konkurrent will Telekom das Festnetz wegnehmen lassen
    - Telekom-Konkurrenz gegen Ziel von 50 MBit/s bis 2018
    - Telekom-Konkurrenz fordert Abspaltung des Festnetzes
    - Telekom will mit Vectoring nur Glasfaserfirmen behindern
    Von der "Telekom-Konkurrenz" lese ich immer nur, dass sie gegen etwas sind und Verbote fordern. Aber mal selber in die Puschen kommen und Erfolgsstories erzählen, da ist es ziemlich mau. Erfolgreiche Unternehmen sehen anders aus. Aber auch das ist nur meine Meinung.

  6. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Vielfalt 26.06.17 - 07:07

    Wenn man euch zuhört, möchte man meinen, dass Vectoring eine Lösung ist, die für die nächsten 100 Jahre reichen wird.

  7. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Huviator 26.06.17 - 07:54

    Das "verhindern" vom Ausbau durch andere wird wohl eher so gestaltet: Telekom holt sich die Förderung für den Breitbandausbau ab, weil sie "als erstes" 50 MBit mit Vectoring anbieten. Ein anderer Betreiber bekommt für das selbe Gebiet beim Glasfaserausbau nun keine Förderung mehr. Außerdem wird es deutlich schwieriger, jemanden für FTTH zu begeistern, wenn bereits 50 MBit vorhanden sind. Viele (vor allem ältere und wenig Technikbegeisterte) verstehen gar nicht, wo der Vorteil liegt.

    Es passiert also genau das, was bereits zu Beginn der Vectoring Pläne der Telekom befürchtet wurde. Die Telekom ist ein Dinosaurier, welche nur auf schnelle Profite aus ist, den Standort Deutschland aber überhaupt nicht mit einer nötigen Vision sehen kann. Ich möchte nicht behaupten, dass andere Betreiber hier das Ganze im Blick haben. Auch FTTH dient diesen Unternehmen letztlich erst mal dazu etwas Kohle zu scheffeln.

  8. Re: Schlechter Artikel

    Autor: bluedroid 26.06.17 - 09:27

    Huviator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "verhindern" vom Ausbau durch andere wird wohl eher so gestaltet:
    > Telekom holt sich die Förderung für den Breitbandausbau ab, weil sie "als
    > erstes" 50 MBit mit Vectoring anbieten. Ein anderer Betreiber bekommt für
    > das selbe Gebiet beim Glasfaserausbau nun keine Förderung mehr. Außerdem
    > wird es deutlich schwieriger, jemanden für FTTH zu begeistern, wenn bereits
    > 50 MBit vorhanden sind. Viele (vor allem ältere und wenig
    > Technikbegeisterte) verstehen gar nicht, wo der Vorteil liegt.
    >

    Das deckt sich mit Berichten aus ähnlich gelagerten Fällen in ländlichen Gegenden, wie meinen Verwandten im Sauerland. Da geht es zwar nicht um Förderung, aber um Verhinderung, denn nach dem sich dort eine Iniative gebildet hatte, um selbst Leitungen zu verlegen, nachdem sich die Telekom jahrelang geweigert hatte und dann alles über knapp 2 Jahre vorbereitet wurde und in den selbstorganisierten und durchgeführten Bau gehen solle, meldete sich kurz vor Start die Telekom und vermeldete, dass man jetzt doch die Erschließung erwägen würde.
    Meiner Meinung nach nur, um zu verhindern, dass solche, von Bürgern aufgebaute Infrastruktur entsteht und potentiell dem Wettbewerb, zwecks weiterem Ausbaus in die Hände fallen könnte.

  9. Re: Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 26.06.17 - 09:58

    Vielfalt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man euch zuhört, möchte man meinen, dass Vectoring eine Lösung ist,
    > die für die nächsten 100 Jahre reichen wird.

    Damit tust du uns aber unrecht. Denn weder hier noch in den anderen Postings haben wir nur im Ansatz behauptet, dass Vectoring für die nächsten 100 Jahre reichen wird.

    Vectoring war, ist und bleibt eine Übergangstechnologie! In vielleicht 3-5 jahren ist Vectoring schon alt und wird durch Super-Vectoring ersetzt. Die Telekom hat Super-Vectoring mit 250MBit/s bereits für Ende 2018 angekündigt. Wer heute 100MBi/ts erhalten kann, kann dann ganz schnell umgestellt werden, es muss nur die Line Card im grauen Kasten am Straßenrand getauscht werden.

    Was wäre deiner meinung nach die Alternative zu Vectoring? Direkt Glasfaser ins Haus?
    Ja, kann man machen, doch dauert dieser Ausbau mal locker 10x so lange wie Vectoring! In knapp 6 Jahren hat die Telekom über 80% der Haushalte mit Eigenmittel auf VDSL und Vectoring umgestellt.

    Im selben Zeitraum haben die anderen Provider ca 1,5 Mio FTTH Anschlüsse verlegt. Mit dieser Geschwindigkeit braucht es ca 150 Jahre, bis Deutschland fast flächendeckend FTTH hat.

    So, was ist dir lieber? Mit Vectoring 100MBit/s und 2020 mit Super Vectoring 250MBit/s oder 100 Jahre DSL16 und dann FTTH? Wie entscheidest du dich?

  10. Re: Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 26.06.17 - 10:04

    bluedroid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nachdem sich die Telekom
    > jahrelang geweigert hatte und dann alles über knapp 2 Jahre vorbereitet
    > wurde und in den selbstorganisierten und durchgeführten Bau gehen solle,
    > meldete sich kurz vor Start die Telekom und vermeldete, dass man jetzt doch
    > die Erschließung erwägen würde.
    > Meiner Meinung nach nur, ...

    Und meiner Meinung nach bist du schlecht informiert.
    Die Telekom hatte 2014 bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Jahren mindestens 80% der Haushalte mit VDSL und Vectoring erreichen will. Wenn deine Verwandten dann 2 Jahre lang rumdoktern kann die Telekom sie natürlich schnell einholen. Auch ist fragtlich, wie weit deine Verwandte waren. Wenn es schon Ausschreibungen für die tiefbauarbeiten gegeben hätte, würde ich mich sehr wundern, wenn die Telekom parallel ihre Glasfaser verlegen würde.

    Zudem ist im Saarland der Provider INEXIO sehr erfolgreich, wo die ausbaut, baut die Telekom nicht mehr aus. Hätten deine Verwandte mal bei denen nachgefragt.
    Sind deine Verwandte jetzt unglücklich bei der Telekom? Sicherlich nicht, sonst hätten sie ihr Projekt ja zu Ende ausgeführt.

  11. Re: Schlechter Artikel

    Autor: DerDy 26.06.17 - 10:15

    Huviator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "verhindern" vom Ausbau durch andere wird wohl eher so gestaltet:
    > Telekom holt sich die Förderung für den Breitbandausbau ab, weil sie "als
    > erstes" 50 MBit mit Vectoring anbieten. Ein anderer Betreiber bekommt für
    > das selbe Gebiet beim Glasfaserausbau nun keine Förderung mehr.
    Das ist eine kühne These und völlig ohne Belege.

    1. Wenn gefördert wird, darf kein Vectoring verbaut werden, bei DSL ist dann maximal VDSL möglich.

    2. Baut die Telekom über 80% der VDSL und Vectoringanschlüsse mit Eigenmittel aus. Im fall von NRW sind es sogar mal locker 86%. Für die restlichen 14% braucht es dann Fördermittel. Wobei viele Haushalte in NRW auch von anderen Providern erschlossen werden (Stichwort Deutsche Glasfaser, innogy und netcologne), damit sinkt der Förderanteil nochmal erheblich.
    Mit den paar Haushalten, die in NRW nur über Fördermittel einen Breitbandausbau erhalten, wirst du keinen FTTH Ausbau verhindern.

    3. Nenn mal ein Beispiel, wo die Telekom mit VDSL50 einem anderem FTTH Ausbauer das Fördergeld weggeschnappt hat. Bei einer Aussachreibung liegt die Entscheidung bei der Kommune, die kann sich bei zwei Angeboten für Vectoring ODER für FTTH entscheiden.

    4. In Bayern schreiben viele Kommunen aus, dass sie z.B. mindestens 50 MBit/s haben wollen, dann verlegt die Telekom gleich FTTH zu den Häusern. Nur wenn es mindestens 30MBit/s gefordert sind, wird VDSL verlegt. Es hängt also vor allem von der Ausschreibung selber ab, was verlegt wird. Und meistens ist es nur die Telekom, die sich an der Ausschreibung beteiligt.

    > Es passiert also genau das, was bereits zu Beginn der Vectoring Pläne der
    > Telekom befürchtet wurde.
    Nein, es ist deine These! Und ich habe genug Punkte genannt, die deine These widerlegen. Außerdem warte ich auf ein paar Beispiele von dir, siehe Punkt 2. Danke.

  12. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Dwalinn 26.06.17 - 10:20

    Dann solltest du vll dein Textverständnis etwas trainieren.

    FTTC ist im Verhältnis zu FTTH kostengünstig und schnell realisierbar und damit einfach Perfekt wenn man schnell Ergebnisse haben will also z.B. wenn man eine 2 Mbit Leitung hat und damit Streaming und surfen nur bedingt spaß machen.

    FTTC wird nicht immer reichen aber nach den aktuellen Möglichkeiten wird man notfalls mit Kompromisse auch noch in 10 Jahren damit leben können.

    Die einzige Möglichkeit eine FTTC Leitung wirklich zu überfordern (als Privatperson) ist 360° Streaming. Games sind nicht Zeitkritisch, das kann man auch über Nacht runterladen und multiple Streams sind eher eine Einstellungssache (statt teuer auszubauen kann man auch verzichten das 5 verschiedene 4k Streams in einer 6 Köpfigen Familie laufen)

    360° Streaming ist allerdings noch in den Kinderschuhen. Die erste Frage währe wohl wie sehr sich so was lohnt? Wirklich im Mainstream wird man wohl eher nur bei Konzerten ankommen wobei man da natürlich eher das Geschehen auf der Bühne sehen will (für die Zuschauer dreht man sich dann doch nur mal kurz spaßighalber um) so könnte man den max. Bildausschnitt verkleinern. Man könnte auch nur die Bilder übertragen die man sehen will (was allerdings den Inputlag erhöht und daher zumindest mit einer VR Brille unpraktisch ist)

    Es wird später sicherlich noch tolle Möglichkeiten geben weswegen man unbedingt eine FTTH Leitung benötigt aber das wird Jahre dauern... in der Zwischenzeit hätte man immer noch Leute die aufgrund ihrer schlechten Leitung erst garkeine Streams sehen könnten... und daher ist es auch richtig erstmal schnell zu ein

  13. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Ovaron 26.06.17 - 21:03

    Die Wilde Horde (es sind nur ein Dutzen, aber sie kreischen und zetern als wären es Tausende) schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man euch zuhört, möchte man meinen, dass
    > Vectoring eine Lösung ist, die für die nächsten 100
    > Jahre reichen wird.

    Wenn man euch zuhört, möchte man wiederum meinen das weniger als 1 Gigabit/s Flat für 9,99¤ monatlich euren sofortigen und unabwendbaren Tod zur Folge hätte. Eure Lehrer wären entsetzt.

  14. Re: Schlechter Artikel

    Autor: spezi 26.06.17 - 22:38

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 2017 hat NRW bereits eine Vectoring-Quote von 82%(!), also 1 1/2 Jahr vor
    > Zielerreichung das Ziel übertroffen. Und jetzt schreibt man:

    Ich stimme Dir ja in vielem zu, was Du sagst. Inklusive der Kritik an den Artikeln hier über die Telekom, die Tatsache, dass der Ausbau seit Jahren angekündigt ist etc.

    Aber die Aussage, dass die Telekom schon jetzt 82% der Haushalte mit NRW mit Vectoring versorgt, ist IMHO ein Missverständnis.

    Aus dem Interview, im Kontext:
    ---------------------------------------------------
    "Van Damme: Bei Anschlüssen mit hohen Bandbreiten liegen wir mit einer Versorgung von 82 Prozent vorne - nur Belgien, die Niederlande, Dänemark, Österreich und Großbritannien sind besser. Ich finde, das ist für ein Flächenland wie Deutschland ein sehr starkes Ergebnis.

    Frage: Wird NRW es denn schaffen, bis 2018 wie geplant 95 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet von mindestens 50 Megabit zu versorgen?

    Van Damme: Davon gehe ich aus. Wir liegen ja bereits bei 82 Prozent. "
    -----------------------------------------------------------

    Das "wir" im letzten Satz steht nicht für "Telekom", sondern für "NRW" oder (eigentlich) "Deutschland". Denn nach aktuellen EU-Statistiken können in Deutschland 82% der HH einen "NGA-Anschluss" bekommen. NGA steht für "Next Generation Access" und ist ein Anschluss über VDSL, FTTB/H oder DOCSIS 3.x. In NRW wird die Quote sicher nicht unter dem Bundesschnitt liegen. Aber da geht es eben um alle oben genannten Anschlussarten von allen Anbietern.

    Die Telekom ist ja aktuell erst noch dabei, Vectoring in Bestandsgebieten zu aktivieren. [EDIT: Und mit "Bestandsgebieten" meine ich die großen Städte, in denen vor 2013 VDSL ausgebaut wurde - auch und gerade in NRW.] Und derzeit sind auch noch viele Ausbaugebiete in NRW in der Pipeline:
    https://www.vdsl4you.de/vdsl-ausbautermine/nordrhein-westfalen/
    (und das ist nur die bekannte Ausbauplanung bis ca. April 2018).

    Weder glaube ich, dass derzeit schon 82% der HH in NRW von der Telekom VDSL bekommen können (ob mit oder ohne Vectoring), noch das all die Projekte in der Pipeline nur 4% der HH umfassen.

    Bundesweit lag laut Telekom Ende 2016 die VDSL-Verfügbarkeit über Telekom-Netz bei 65%. Bei einem Zuwachs von jährlich 10 Prozentpunkten. Auch wenn ich nicht glaube, dass es in NRW schon 82% sind - dass sie die 86% (in NRW) bzw. 80% (in D) bis Ende 2018 (wie geplant) schaffen kann, denke ich auch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.17 22:51 durch spezi.

  15. Re: Schlechter Artikel

    Autor: Ovaron 27.06.17 - 06:29

    Huviator schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------
    > Das "verhindern" vom Ausbau durch andere wird wohl
    > eher so gestaltet:
    > Telekom holt sich die Förderung für den
    > Breitbandausbau ab

    Die Ausschreibung nennt Mindestwerte. Es gewinnt derjenige die Ausschreibung der das beste Angebot abgibt. Das ist gerade dort wo der ausschreibende Mehr Geld in die Hand nimmt und mindestens 50 Mbit oder mindestens 100 Mbit fordert oft auch ein anderer Bewerber. Sofern sich denn überhaupt jemand außer der Telekom bewirbt.

    > weil sie "als erstes" 50 MBit mit Vectoring anbieten.

    Das war die ganze Zeit nicht der Fall, die Ausschreibung konnte kein Vectoring berücksichtigen weil die Genehmigung noch ausstand. Für die späten 2018er Projekte scheint sich das geändert zu haben wie mir ein Vögelchen zwitscherte, es wird mit Ausreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen das die Erlaubnis für Vectoring an geförderten Anschlüssen bereits vorliegt wenn diese später im Jahr (also nicht gleich im Januar) in Betrieb gehen sollen.

    > Ein anderer Betreiber bekommt für das selbe Gebiet
    > beim Glasfaserausbau nun keine Förderung mehr.

    Ja natürlich nicht, warum sollte er auch? Die Förderung soll mein Geld nur und ausschließlich dort ausgeben wo ohne die Förderung die Bitrate so niedrig ist das damit ein normales Leben nicht möglich ist.
    Das hat aber bisher nichts mit dem Verhindern von Glasfaser zu tun. Die darf jeder Mitbewerber ebenso wie die Telekom jederzeit verlegen wenn sie das für lukrativ erachtet und die Hausbesitzer mitspielen. Und guess what: Dort wo im geförderten Ausbau Leerrohre verlegt wurden müssen diese (afaik) auch noch einem solchen Mitbewerber vermietet werden. Er muss also lediglich seine F....riendly Faser bis zur Straßenecke durchschieben und ab da buddeln.

    > Außerdem wird es deutlich schwieriger, jemanden für
    > FTTH zu begeistern, wenn bereits 50 MBit vorhanden
    > sind.

    Das ist genau das Argument der Telekom. Die über Kupfer angebotenen Bitraten reichen auf absehbare Zeit aus, es ist noch nicht notwendig sich FTTH anzutun und da die Kunden hinterher nichtmal größere Bitraten buchen lohnt es sich auch nicht.
    -----------------------------------------------------------------------------
    > Viele (vor allem ältere und wenig Technikbegeisterte)
    > verstehen gar nicht, wo der Vorteil liegt.

    Viele haben auch gar keinen Vorteil von FTTH. Nicht im Sinn von es hat keinen Vorteil wenn ich ein grünes gegen ein blaues Auto tausche sondern es hat keinen Vorteil für den Einwohner von Sylt wenn sein Auto eine Spitzengeschwindigkeit von 250km/h statt 180 km/h hat.

    > Es passiert also genau das, was bereits zu Beginn der
    > Vectoring Pläne der Telekom befürchtet wurde.

    Was passiert denn? Das ungefähr 10 Mio Haushalte pro Jahr Vectoring bekommen? Wer hatte davor denn Furcht? Die lieben Mitbewerber, die 20 Jahre lang über Ausbau geredet haben statt ihn zu machen und nun ihre Felle davon schwimmen sehen?

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