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Schon bald? Was? Oder besser wohl doch nicht?

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  1. Schon bald? Was? Oder besser wohl doch nicht?

    Autor: tingelchen 12.03.14 - 18:50

    > 2015 werde es neun Milliarden Menschen auf der Erde geben, so Bass - "und mit hoher
    > Wahrscheinlichkeit noch mehr Roboter und intelligente Maschinen".
    >
    Ist wohl sehr optimistisch. Die Roboter in den Fabriken sind nicht einmal ansatzweise als Intelligent zu bezeichnen. Das gilt auch für jene, welche heute schon in den Alltag grätschen. Wie der genannte Staubsauger. Hab hier selber einen. Preiswert war er nicht. Dafür unfähig für den Menschen einfachste Probleme zu lösen. Regelmäßig hängt sich das Ding irgendwo auf und bleibt trotzig stehen, bis man von Hand eingreift. Selbst das auffahren an die eigene Station um zu laden und entleeren, schlägt mit unter fehle. Wenn er denn seine Station findet.
    Roboter gibt es viele. Aber Intelligent sind praktisch keine von ihnen.

    > Und der künstliche Maler e-David der Universität Konstanz fertige innerhalb
    > kürzester Zeit Kopien von Gemälden an, die sich vom Original nicht unterscheiden
    > lassen.
    >
    Wo wir dann auch schon bei DEM unterschied sind und echte Intelligenz ausmacht. Das Erschaffen und Realisieren von Visionen. Eine Kopie eines Bildes zu erstellen ist kein Kunstwerk. Das malen eines eigenen Bildes anhand der eigenen Inspiration und Vorstellungskraft, etwas ganz anderes. Mir ist kein einziges System bekannt welches einer Maschine einen solchen Akt vollführen lässt.
    Daher werden Maschinen auch in Zukunft reine gefühllose Befehlsempfänger bleibt, dessen Intelligenz im wesentlichen daraus besteht einen Weg zu finden und einfachste Entscheidungen, auf Basis einen Ereignisbaumes, zu treffen. Aber schon hier gibt es Probleme.

    > Künftig könnten Roboter laut Bass auch in Bereichen eingesetzt werden, in denen
    > wir es heute noch nicht erwarten - etwa in der Altenpflege.
    >
    Denn damit ein Roboter in einem einfachen Haushalt, auf einer einzigen Ebene, auch wirklich eine Unterstützung sein kann muss er überhaupt erst einmal in der Lage sein Objekte zweifelsfrei zu erkennen und sich selbstständig in der Wohnung zurecht finden. Von der Spracherkennung ganz zu schweigen. Funktioniert das mit der Wegfindung schon noch, ohne gegen jeden Pfosten zu stoßen, hört dies bei einfachsten Tätigkeiten wie "bring mir ein Wasser" schon wieder auf. Denn zu verstehen das die Person keinen Eimer mit Regenwasser will, sondern ein Glas mit Wasser aus dem Kühlschrank ist für einen Roboter eine Hochleistungsaufgabe und scheiter in der Regel schon an der Erkennung der Worte und dem Verstehen des Satzes.

    Auch im Auto sieht es nicht unbedingt besser aus. Zwar wird fleißig an einem Autopiloten geforscht, aber bis er wirklich einsatzbereit ist, werden noch Jahre ins Land ziehen und noch mal so viele Jahre bis die Gesetzgebung nachgezogen hat. Von der Gläsernheit ganz zu schweigen.
    > Auch Werbekunden hoffen dank der vernetzten Autos auf neue Möglichkeiten.
    > Wenn sie ständig wissen, wo sich der Fahrer gerade aufhält, können sie gezielt den
    > Weg zum nächsten Produkt zeigen.
    >
    Es ist zwar schön das man suchende Produkte einfacher finden kann. Hat aber das Problem das absolut jeder weiß welche Routen ein bestimmtes Fahrzeug fährt. Dieses Problem haben wir mit Smartphones ja heute schon und darüber wurde auch (unter anderem hier auf Golem) schon berichtet. Eine Entwicklung die für Firmen zwar wünschenswert ist, für die Einzelpersonen jedoch einen einzigen Alptraum darstellt. Nicht nur aus dem Gesichtspunkt des Datenschutzes, sondern auch aus dem Gesichtspunkt der Sicherheit.

    > Müssen wir uns angesichts dieser Visionen vor Hackern fürchten? Bedenken hört
    > man hier kaum. "Ohne physischen Kontakt wird es nicht möglich sein, einfach per
    > Smartphone die Bremsen abzuschalten", ist Torchinsky sicher. Damit ist das Thema
    > erstmal erledigt.
    >
    Bedenkt man das, um beim Beispiel der Bremse zu bleiben, diese rein elektrisch gesteuert wird und die Zeiten von Seilzügen der Vergangenheit angehören, ein Angriff die Bremse ohne weiteres manipulieren kann, sobald das Bus System des Fahrzeuges mit einem Gegenstand verbunden wird, welches von außen angreifbar ist. Denn nicht vergessen, damit Systeme wie ESP überhaupt funktionieren können, ist es unumgänglich das die Elektronik die Bremsen einzeln ansteuern können, ohne das der Fahre physisch auf das Bremspedal tritt.
    Besonders fahrlässig ist es, wenn man gleichzeitig über die Roboterzukunft philosophiert und damit dem Fahrzeug volle elektrische Zugriffsmöglichkeiten über die wichtigsten Fahrzeugsysteme wie Lenkung, Bremse und Gas zwangsweise geben muss, welche über den Board Computer mit dem Navigationssystem verbunden sind. Welcher selbst aber nicht nur das Fahrzeug kontrolliert, sondern auch mit Geräten wie SmartPhones kommunizieren.


    Alles in allem sprechen wir hier von einer Zukunft die noch in weiter ferne liegt. Bis wir die Roboter so weit haben, das sie uns im Haushalt autark helfen können oder gar einkaufen gehen können, oder Jobs wie Mülltonnen leeren übernehmen, sind wir noch sehr weit weg.
    Und wenn ich lese wie man hier mit dem Aspekt Sicherheit umgeht, ist das wohl auch gut so.

  2. +1 (kt)

    Autor: DrWatson 12.03.14 - 21:56

    ...

  3. Weiterführende Artikel

    Autor: Kashmir 13.03.14 - 00:00

    Sehr schöner Einwand. Wenn überhaupt bekommen wir Kinder der 90er erstmal unsere Jet-Packs!! ;)

    Wer mehr aus dieser Gedankenrichtung lesen möchte, dem lege ich meine Lieblings-IT-Artikel 2014 ans Herz:

    "Bei den Debatten über die Verführungskraft von Algorithmen, Big Data und Neuro-Kleckskunde-Propaganda fällt mir immer wieder auf, dass Kritiker und Gurus im selben Teich der Übertreibungen schwimmen.

    Dahinter stecken Träume, Horrorszenarien und schlichtweg Idiotie, wie bei den Pionieren der Künstlichen Intelligenz, die noch nicht einmal in der Lage sind, künstliche Gehirne von Kleinkrebsen nachzubauen oder gar zu verstehen. Biologen versuchen das nun seit 30 Jahren – ohne Erfolg. Das Keinstgehirn des Krabbeltierchens besteht gerade mal aus 30 Millionen Neuronen und kontrolliert den Verdauungstrakt. Man hat bis heute nicht verstanden, wie das funktioniert. ..."
    http://ichsagmal.com/2014/03/04/idioten-systeme-daten-diat-und-vorauseilender-maschinen-gehorsam/

    http://ichsagmal.com/2014/03/09/wer-zu-open-data-nicht-bereit-ist-sollte-von-big-data-schweigen-datability-cebit-systemtheorie-schirrmacher/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.14 00:01 durch Kashmir.

  4. Re: Weiterführende Artikel

    Autor: dasQ 14.03.14 - 08:39

    Kashmir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehr schöner Einwand. Wenn überhaupt bekommen wir Kinder der 90er erstmal
    > unsere Jet-Packs!! ;)
    >

    Ich will aber mein Hoverboard und die Nikes aus BTTF :D

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