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Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: bombinho 25.03.17 - 14:03
Wir haben doch bereits Beleidigung, Volksverhetzung etc.
Wenn die Haftung entsprechend ausgedehnt wuerde, dann waere das Thema doch vom Tisch.
Was genau ist ein Hasskommentar. Sind dann entweder Leute mit besseren sprachlichen Faehigkeiten aussen vor, da sie ihre Kritik auch weniger offensiv ausdruecken koennen? Oder ist dann jegliche Kritik ein Hasskommentar?
Wie sollen Diskussionen dann gefuehrt werden?
Was ist der naechste Schritt? Ein Hasskommentarregister? Meldepflicht? Es ist ja bereits jetzt mehr oder weniger unvermeidlich, Foren und aehnliche Austauschzonen redaktionell zu betreuen. Da einige der ganz Grossen dort auch aus eigenem Interesse die Leinen lockerer halten, sollte das doch eigentlich ein Signal in die andere Richtung sein?
Wer war nicht schon mal peinlich oder unangenehm beruehrt beim Lesen eines Kommentars, der offensichtlich als Hasskommentar durchgehen wuerde? Was sind die Folgen einer vollstaendigen Ausmerzung solcher Kommentare. Wann sollen neuere Kommunikationsteilnehmer die Erfahrung machen: "Autsch, sowas will ich mal nie von mir geben."? Und was passiert mit Leuten, die z.B. aufgrund ihres psychologischen Profils diese natuerlichen Barrieren gar nicht haben?
Und legale Mittel gibt es ja auch jetzt schon mehr als genug, um solcherart Kommunikation und ihre Verbreitung einzudaemmen. Wenn die Gerichte dies derzeit nicht im gewuenschten Umfang tun, dann moeglicherweise aus Ueberlegung.
Ich sehe schon vor mir, wie jede anderslautende Meinungsauesserung mit dem Tag #Hasskommentar versehen wird. -
Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: Wallbreaker 25.03.17 - 14:20
Wofür wir so ein Gesetz brauchen? Damit die überempfindlichen und minder intelligenten Individuen unserer Gesellschaft, nicht länger etwas ausgesetzt sind, was sie gar nicht ernst nehmen müssten. Anstatt schlicht drüber zu stehen, gerade im Internet wo einem quasi alles egal sein kann, was irgendeine Hohlbirne von sich gibt. Besonders im Internet wo der Bedrohungsgrad so ziemlich bei null liegt, soll man sich großartig echauffieren? Es gab schon immer Hass auf der Welt, man sollte damit leben können, dass es andere gibt die immer anders denken werden. Wenn man das nicht kann und meint, man müsse mit aller Gewalt dagegen kämpfen, dann hat man im Grunde schon verloren und heizt das Feuer damit nur weiter an. Anders sieht es aus, wenn reale physische Gewalt ausgeübt wird, was dann selbstredend geahndet werden muss. Aber für den Rest sollte man mal über ein dickeres Fell nachdenken, und mitunter auch mal lernen, was wirklich Hass ist, und was ggf. lediglich z.B. als schwarzer Humor etc. durchgeht.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.17 14:24 durch Wallbreaker. -
Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: Danse Macabre 25.03.17 - 18:10
Ich sehe nicht, dass Beleidigungen und so weiter einem egal sein können, sofern sie "lediglich" im Internet statt finden. Ehrverletzungen sind auch dort Ehrverletzungen. Aber wie der Vorposter schon sagte, gibt es bereits ausreichende Gesetze, um so etwas zu ahnden.
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Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: Anonymer Nutzer 25.03.17 - 19:35
> Besonders im Internet wo der Bedrohungsgrad so ziemlich bei null liegt,
Wenn Du dich da mal nicht gewaltig irrst, mein Lieber.
Siehe das Anzünden von Asylantenheimen z.B. wurde massgeblich von Hassposts aus dem Web "gesponsert". -
Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: Local Horst 25.03.17 - 19:55
Dann haben die Leute eine Straftat begangen und gehören vor Gericht.
Damit zu argumentieren, dass Hasskommentare das ausgelöst haben, und deshalb verboten werden müssen, ist eine gefährliche Slippery Slope.
Sonst werden bald die ersten auch Verbot von "gefährlicher" Schrift fordern und wunder dich nicht wenn darunter auch Koran, Bibel, das kommunistische Manifest oder Werke von Atheisten o.ä. sind. -
Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: Lasse Bierstrom 26.03.17 - 11:12
Man, ihr vergesst KILLERSPIELE.
Killerspiele führten bereits nachweislich zu Attentaten!
Wurde bereits von Studien belegt.
So, und schon haben wir den Salat. Wer genügend Kohle hat, kann sich eine Studie kaufen, um xyz zu verbieten.
Wer durch wen/was auch immer zu einer Straftat bewegt wird, begeht dennoch eine Straftat. Der oder das ebenso durch Mitschuld. -
Re: Wozu brauchen wir ein Hasskommentargesetz?
Autor: bombinho 28.03.17 - 00:23
Lasse Bierstrom schrieb:
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> Killerspiele führten bereits nachweislich zu Attentaten!
Da hast Du wohl die letzten Entwicklungen verpasst. Es ist nachgewiesen worden, dass saemtliche Attentaeter relativ zeitnah vor dem Attentat Kartoffelgerichte/snacks zu sich genommen hatten. Das Kartoffelverbot wird bereits aktiv ausgearbeitet.



