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Digitale Megakonzeren zerschlagen wollen, aber selbst keine alternativen Dienste nutzen

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  1. Digitale Megakonzeren zerschlagen wollen, aber selbst keine alternativen Dienste nutzen

    Autor: darktux 01.10.18 - 14:24

    Auf der einen Seite will man Monopole von digitalen US Megakonzernen zerschlagen aber auf der anderen nutzt man auch nicht die europaeischen Alternativen oder foerdert solche.

    Die EU Regierungen koennten doch mal damit anfangen ein eigenes EU OS basierend auf Linux oder anderen Alternativen fuer alle Regierungsstellen zu schaffen. Mit den Milliarden an jaehrlichen Lizenzgebuehren an Microsoft kann man ein riesiges Entwicklerteam und europaeische Firmen in einen Kooperationsmodell finanzieren um schon mal in dieser Richtung eine Unabhaengigkeit zu schaffen. Aber der Kauf von Microsoft Windows und Office ist halt einfach viel gemuetlicher und weniger anstrengend.

    Ausserdem koennte man auch bei mobilen Geraeten der Behoerden alternative Entwicklungen aus Europa vorantreiben (z. B. damals Meego oder jetzt Sailfish) und damit Innovation in Europa foerdern. Aber lieber darueber meckern, dass Google mit Android eine marktbeherrschende Stellung besitzt.

    Und das sind nur zwei Bereiche, in denen man sich lieber in die Abhaengigkeit eines "Monopolisten" begibt, statt Alternativen zu foerdern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.18 14:25 durch darktux.

  2. Re: Digitale Megakonzeren zerschlagen wollen, aber selbst keine alternativen Dienste nutzen

    Autor: Anonymer Nutzer 01.10.18 - 14:42

    Das klingt zwar ganz schön, aber in der (heutigen) Realität nicht machbar.

    Es sind einfach zu viele Anwendungen - die intern von Behörden genutzt werden - von Windows abhängig. Nicht zuletzt auch, weil diese nicht selten noch für Windows XP entwickelt und nie auf den neuesten Stand des OS gebracht wurden.

    Für so ein Vorhaben müsste man EU-weit komplett von Null anfangen. DA wird keiner mitspielen, schon gar nicht auf Dauer.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die stetige Verlagerung der Arbeitswerkzeuge in den Browser auch stetig weiter vorangetrieben wird, so dass es irgendwann keine Rolle mehr spielt welches OS auf dem Arbeits-PC läuft.

    Erst dann können wir wieder über die Unabhängigkeit von Microsoft bei Behörden sprechen.

  3. Browser-Krieg

    Autor: Gormenghast 01.10.18 - 15:18

    Der ist schon rund 25 Jahre her und seitdem hat sich eigentlich nichts getan.
    Warum also sollte sich überhaupt etwas ändern?

  4. Re: Browser-Krieg

    Autor: Anonymer Nutzer 01.10.18 - 15:23

    Die etablierten Standards - an welche sich inzwischen selbst Microsoft zu halten scheint - macht mir diesbezüglich etwas Hoffnung, noch.

  5. Re: Digitale Megakonzeren zerschlagen wollen, aber selbst keine alternativen Dienste nutzen

    Autor: Trockenobst 01.10.18 - 15:26

    darktux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das sind nur zwei Bereiche, in denen man sich lieber in die
    > Abhaengigkeit eines "Monopolisten" begibt, statt Alternativen zu foerdern.

    Das Problem ist, dass der Staat keine Konkurrenz bauen darf. Er kann dir aber unter die Arme greifen, wenn Du einen Behördendesktop-Linux.iso bauen willst.

    Das Issue ist, dass niemand so viel Geld in die Hand nimmt, sich bei Ausschreibungen in den Details verliert und etwa versucht eine Word+Excel+Powerpoint-Workflow nachzubilden.

    Das ist ganz harte arbeit, mit ganz teuren Entwicklern die ganz viel Geld kosten. Da alleine wird es schon scheitern. Was nützt dir wenn du 100 Millionen im Jahr bekommst aber keine Entwickler findest? Usw.

    Das ist das Henne-Ei Problem. Und man sieht an Ubuntu dass es am Ende ein Spielprojekt von einem Milliardär geworden ist der trotz Usability and Zeug kaum Firmen/Behörden findet die das Ding nutzen wollen. Er versuchte es dann verzweifelt mit einem Lizenz-OS für Handys und eigene Windowmanager, aber das brachte auch alles kein Geld.

    Echte Konkurrenz ist scheiß viel harte, teure Kackarbeit. Das ist nicht witzig, dass ist direkt in den Schützengräben der IT hardcore shit. Du willst es sicherlich nicht machen und ich auch nicht. Und so schließt sich der Kreis. Es ist einfach niemand motiviert.

  6. Boeing vs Airbus

    Autor: t_e_e_k 02.10.18 - 04:33

    Natürlich kann der Staat Konzerne bauen. Airbus ist nichts anderes als ein Europäisches Gemeinschaftsprojekt. Oder was war limux?
    Und wenn du moralisch das richtige tust, und vernünftige Bedingungen schaffst, wirst du auch Entwickler bekommen.

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