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@Golem: Alles falsch

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  1. @Golem: Alles falsch

    Autor: RedNifre 04.04.13 - 18:20

    Ihr habt doch bei euch in der Redaktion bestimmt jemanden, der sich mit Bitcoins auskennt. Kann der die Zeit.de-Artikel nicht kurz ueberfliegen und korrigieren, bevor ihr die hier hin kopiert?

  2. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: sha (Golem.de) 04.04.13 - 18:57

    Hallo,

    wo brennt's denn? Der Artikel ist korrigiert worden, aber manchmal können Fehler auch übersehen werden. Und das in dem Artikel "alles falsch" ist, bezweifle ich. Also, wo gibt es Deiner Meinung nach Korrekturbedarf?

    Viele Grüße,

    Steve Haak

  3. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: RedNifre 04.04.13 - 20:04

    Verzeihung, die Analyse der Gründe für die Kursentwicklung und der Abschnitt über den Bezug zu Staaten ist vielleicht nicht falsch. Das "alles" bezog sich nur auf die technischen Aspekte, da habe ich mich dumm ausgedrückt.

    Trotzdem meine ich, dass Golem Zeit-Artikel nicht so einfach übernehmen sollte. Bei Zeit.de geht es nicht um Technik, da ist es für die Leser praktisch egal, welche technischen Details drin stehen. Aber Golem ist doch eine komplett andere Zielgruppe...

    Nur um mal einen Satz rauszugreifen:
    "Bitcoins sind eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, ein verschlüsseltes Datenpaket, das Rechner als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn entsprechende Programme auf ihnen installiert sind."

    >Bitcoins sind eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, ...
    Natürlich nicht! Zahlen und Buchstaben sind Daten und lassen sich somit kopieren. Bitcoins bestehen überhaupt nicht aus Bits (und sind auch keine Coins ;) ) sondern werden in dem ganzen System gar nicht erst abgebildet.

    >...ein verschlüsseltes Datenpaket...
    Nein, es gibt im Bitcoin-System keine verschlüsselten Datenpakete.

    >...das Rechner als Zahlungsmittel akzeptieren...
    Nein, Menschen akzeptieren Zahlungen. Und dafür braucht man auch keinen Rechner.

    >wenn entsprechende Programme auf ihnen installiert sind.
    Nein, der Empfänger braucht keine Programme. Man kann sich Bitcoins auf ein Stück Papier im Tresor überweisen lassen, ganz ohne Rechner und Internet. Dafür reicht es seine Bitcoin-Adresse auch per Telefon oder Rauchzeichen durchgeben. Den Rechner plus Internetverbindung braucht nur der Zahlende, der Akzeptierende bekommt das Geld auch wenn er offline ist.

    Da ich für die Korrekturen aber nicht bezahlt werde belasse ich es hier bei diesem einen Satz... aber halt! Ich KANN ja für Korrekturen bezahlt werden! Da gibt es ja dieses neuartige System, mit dem man anonym Leute über's Internet bezahlen kann!
    Deal: Ich korrigiere den Rest des Artikels wenn auf diesem Bitcoin-Konto 0,10 Bitcoins überwiesen sind, von wem auch immer: 1GELD187g4XxYEz7TXmvrbn9DdYdbhBfpp
    Den aktuellen Kontostand könnt ihr im Block-Explorer nachschauen, hier: http://blockexplorer.com/address/1GELD187g4XxYEz7TXmvrbn9DdYdbhBfpp

  4. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.13 - 22:48

    sehe ich das richtig? Man kann über eine nicht-verschlüsselte HTTP-Verbindung Konten einsehen?

  5. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: RedNifre 04.04.13 - 23:39

    Natürlich, und zwar alle, komplett mit Transaktionshistorie, samt Verwendungszweck (den man aber normalerweise leer lässt).
    Bitcoin benutzt keine Verschlüsselung, die Privatsphäre wird anders gewährleistet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.13 23:44 durch RedNifre.

  6. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: TruckerTom 05.04.13 - 03:33

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sehe ich das richtig? Man kann über eine nicht-verschlüsselte
    > HTTP-Verbindung Konten einsehen?

    Naja, Du kannst zwar EIN KONTO einsehen, allerdings weisst Du nicht, wieviele Konten diese Person hat, da jeder unendlich viele Konten haben kann und sich auch, bei Bedarf, jederzeit neue Konten erstellen kann.

  7. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: flike 05.04.13 - 09:32

    Unendlich nicht, ich meine bei 2^160 ist Schluss :D

  8. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: sha (Golem.de) 05.04.13 - 12:40

    Hallo,

    danke für die Kritik. Wir haben in der Redaktion darüber diskutiert. Es stimmt, dass Artikel von anderen Medien für eine andere Leserschaft geschrieben werden und deshalb ein gewisses Maß an Komplexitätsreduktion enthalten können. Das nehmen wir in Kauf, da wir unseren Lesern interessante Beiträge aus einer anderen Sichtweise anbieten wollen. Ohne Rücksprache mit dem Autor können wir nicht einfach Absätze umschreiben. Bei diesem Artikel wollte der Verfasser tatsächlich komplexe technische Details einfacher abbilden. Wir werden in Zukunft stärker darauf achten, dass technische Aspekte in einem Fremdartikel genauer beschrieben werden, oder ob wir auf den ein oder anderen Beitrag lieber verzichten sollten.

    Viele Grüße,

    Steve Haak

  9. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: Weltverbesserer 05.04.13 - 12:50

    Respekt für das Eingeständnis und das Statement.
    Danke.

  10. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: Anonymer Nutzer 05.04.13 - 13:41

    > Bitcoin benutzt keine Verschlüsselung, die Privatsphäre wird anders gewährleistet.

    Na super d.h. der Betreiber hat noch nie etwas davon gehört, dann man unverschlüsselte HTTP-Verbindungen abhören/manipulieren kann?

    Ich dachte, gerade beim Thema Bitcoins sollte wirklich alles über verschlüsselte Verbindungen abgewickelt werden. War ich wohl etwas naiv...

  11. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: RedNifre 05.04.13 - 15:33

    Du kannst bei Bitcoin nichts manipulieren, deswegen braucht man keine Verschluesselung.

    Wenn du es abhoersicher willst nimm einen VPN oder TOR.

  12. Re: @Golem: Alles falsch

    Autor: RedNifre 05.04.13 - 15:57

    Es waere ja ueberhaupt kein Problem, wenn der Artikel "komplexe technische Details einfacher abbilden" wuerde: Stuende da etwa nur "Bitcoin ist kryptografisches Geld" haette ich ja gar nichts gesagt.

    Das Problem ist aber, dass der Artikel die Fakten eben NICHT vereinfacht, sondern komplett an der Realitaet vorbei geht.
    Man stelle sich vor, ein Artikel zum iPhone 6 wuerde die technischen Details so ausdruecken: "das neue iPhone 6 benutzt iOS6, ein Open Source OS von Google, dass durch seinen neuen Metro-Look extrem beliebt ist.". Das ist KEINE Vereinfachung der technischen Details, sondern Quatsch. Nicht-technik-affine Nutzer bekommen beim Lesen so eines Satzes zwar das Gefuehl, sie haetten gerade etwas gelernt, aber sinnvoll ist das nicht.

    Ich will mich beim Lesen von Artikeln darauf verlassen koennen, dass sie keinen zufallsgenerierten Quatsch enthalten. Dann lieber gar keinen Artikel!

    Hier noch so ein schoener Absatz aus dem Bitcoin-Artikel:
    > Das Geld besteht aus einem kryptographischen Schlüssel. Jede Münze ist ein einzigartiger Block Daten, der mit einem Algorithmus einmal errechnet wird und dann nicht mehr nachgemacht werden kann. So etwas wie die Seriennummer der Münze wird im Netz hinterlegt, um Fälschungen zu verhindern.

    Pah!
    >Das Geld besteht aus einem kryptographischen Schlüssel.
    Nein, die Konten bestehen aus kryptographischen Schluessel-Paaren, einer zum Empfangen (oeffentlich), einer zum Signieren einer ausgehenden Ueberweisung (muss der Nutzer selbst geheim halten).

    >Jede Münze ist
    Nein, Muenzen werden gar nicht im System modelliert.

    >ein einzigartiger Block Daten,
    Nein, verifizierte Ueberweisungen werden in Bloecken gespeichert, nicht Muenzen.

    >der mit einem Algorithmus einmal errechnet wird
    Nein, nur der abschliessende Hash wird errechnet. Der selbe Block kann auch zufaelligerweise mehrmals gebaut werden, weil ja alles verteilt geschieht, aber in dem Fall sortiert das Netzwerk die Duplikate recht schnell wieder aus.

    >und dann nicht mehr nachgemacht werden kann.
    Es ist ein Kernprinzip der Architektur, dass jeder Block maximal oft nachgemacht werden kann, naemlich jeder Block auf jedem Rechner jedes Nutzers (ist optional, wer das nicht mag kann auch nen Server benutzen, der sich alle Bloecke kopiert hat.

    >So etwas wie die Seriennummer der Münze wird im Netz hinterlegt
    Es gibt keine Muenzen und auch keine Seriennummer. Das einzige, was im Netz hinterlegt wird, sind gueltige Transaktionen

    >, um Fälschungen zu verhindern.
    Faelschungen werden auf eine extrem komplexe Weise verhindert, die ein Meilenstein der Kryptografie darstellt und erst mit Bitcoin erfunden wuerde. Wer mag kann hier die Wikipedia oder das Bitcoin-Wiki lesen, allerdings braucht man ein gutes Verstaendnis von Mathematik und Kryptografie, um zu erkennen, dass das ganze tatsaechlich funktioniert.
    Aus User-Sicht verhindert man Betrug, indem man die privaten Schluessel geheim haelt, mit denen man ausgehende Transaktionen signiert. Oder noch einfacher ausgedrueckt, indem man sein Bitcoin-Programm nicht weiter gibt und seinen Rechner Viren-frei haelt.

    Vor allem ist ja gerade die technische Seite so revolutionaer und interessant, wirklich ein Trauerspiel, dass die nie angesprochen wird (Quatsch zu schreiben zaehlt nicht!)

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