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Vertrauen in Bitcoins verloren

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  1. Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: pholem 04.04.13 - 20:42

    Im Artikel wird als Grund für den Wertanstieg für Bitcoins der Vertrauensverlust in Banken genannt. Tja, ich hab aber mein Vertrauen in Bitcoins genau so verloren.

    Naja, genauer gesagt nicht in Bitcoins selbst, sondern in das gesamte System drumherum und insbesondere die Exchanges.

    Damals hat die polnische und weltweit drittgrößte Bitcoin Börse ihre Wallet-Datei verloren und der Betreiber vergessen, ein Backup von seinem Amazon EC2 Server zu machen. Dahinter stand noch dazu nur eine Einzelperson.
    Wer sein Geld also eingezahlt, aber noch nicht als jeweils entsprechende Gegenwährung ausgezahlt hatte, dessen Geld war hinüber. Wenn da mal keine Parallele besteht zu heutigen Banken, die pleite gehen und die Bürger dann kein Geld bekommen können. Bei richtigen Banken springen dann Staaten für eine Rettung ein - das ist dann nicht mehr möglich (ironischerweise überall als Vorteil von Bitcoins genannt).

    Damals sah es eigentlich überall so aus: Dutzende Exchanges sprossen aus dem digitalen Boden. Die meisten von Teenagern in schlechtem PHP übers Wochenende zusammengehackt, keine Gewerbeanmeldung und nichts. Alles maximal unseriös.

    Aber da war ja noch Mt. Gox... Halt, moment!
    Als Mt. Gox gehackt wurde, ich meinen Datensatz auf pastebin wiederfinden konnte und herauskam, dass die Passwörter ohne Salt mit md5 gehasht wurden, da dachte ich mir erst, das wäre das Ende von Bitcoins und Mt. Gox.
    Als Mt. Gox nach ein paar Tagen wieder online war, ging es dort weiter wie zuvor. NIEMAND hatte aus der Katastrophe gelernt!
    Mein Fazit war damals: Die Trader waren in wirklichkeit keine Geeks und Nerds, sondern Spekulanten, die sich mit der Technologie und mit Sicherheit in keinster Weise auskannten.
    Das war auch leicht zu untermauern: Es gab damals quasi keine Produkte, die man mit Bitcoins kaufen konnte, dennoch waren die Trading-Zahlen pro Tag auf Mt. Gox in Dollar umgerechnet im Millionen-Bereich. Ganz klar: da wurde nicht eingetauscht um Produkte zu kaufen, sondern ganz einfach spekuliert. Bitcoins kaufen und verkaufen zum richtigen Zeitpunkt.

    Ein stabiler Kurs ist damit absolut nicht angesagt.
    Aber gerade ein stabiler Kurs ist Voraussetzung für die sichere Anlage von Geld.

    Wer mir immer noch nicht glaubt, dem möchte ich noch folgende Pillen zum Schlucken geben:
    1) Double Spending ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Im Artikel wird dies falsch dargestellt / nicht dargestellt / geleugnet.
    2) Die im Artikel genannte Nachverfolgbarkeit von Bitcoins. Wer vorsichtig ist, erstellt für jeden Zahlungsverkehr eine neue Wallet (wie wenn man für jeden Server und sonstwas einen neuen SSH key erstellt). Aber die meisten werden dies nicht tun! Dann kommt die Wallet ID in die Forensignatur oder auf den Blog und schon kann man schön in der offen einsehbaren Zahlungshistorie sehen, ob Bitcoins an Silk Road und ähnliches gingen. Mit der Anonymität von Bargeld hat das dann überhaupt nichts mehr zu tun!

  2. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: spiderbit 05.04.13 - 00:16

    mal ne frage dazu, hatte selbst damit noch nichts gemacht aber fand die interessant.

    Ja es gibt bisher wirklich wenig produkte die man kaufen kann aber es gibt welche Wein oder sowas...

    Aber zu meiner Frage, ich hab das so verstanden, das man das Geld quasi auf nem usbstick speichern kann, und dann kann irgend eine "bank" pleite gehen oder alle daten offenlegen wie sie will, wenn man das "geld" aufm usbstick hat.

    Oder hab ich das falsch verstanden.

    Das selbe mit dem ssh key, man hat dann zumindest die wahl zwischen faulheit und anonyimtät.

    ist das dann nicht auch dann so mit dem geld aufm usbstick?

  3. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: Weltverbesserer 05.04.13 - 08:23

    Ja, die Faulen benutzen einen Anbieter (Mt. Gox & Co), um ihre Bitcoins dort liegen zu lassen.
    Wenn diesem Anbieter dann irgendwas passiert, sind auch die eigenen Coins in Gefahr.

    Die "Sicheren" speichern ihre Coins woanders. Auf dem eigenen Rechner, auf nem USB-Stick, etc.
    Hat den Nachteil, dass wenn ich Bitcoins verkaufen will, ich erst eine Überweisung von mir zu der Handelsbörse tätigen muss. Dauer: Es benötigt 6 Blöcke zum Verifizieren, da im Optimalfall 1 Verifikation (1 Block) 10 Minuten benötigt, dauert eine verifizierte Transaktion ca. 1 Stunde.

  4. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: flike 05.04.13 - 08:56

    Double-Spending, es gibt 5 Ansätze:

    https://en.bitcoin.it/wiki/Double-spending

  5. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: spiderbit 05.04.13 - 16:41

    hmm kann man nicht mit so nem stick zu jemandem anderen gehen, der einem irgend ne dienstleistung gibt, und dann vor ort, den key oder so eingeben oder wegen mir wenn man vor ne keylogger oder sowas angst hat... per wlan oder per sonstwie mit nem eigenen tablet oder handy es ihm übertragen also damit bezahlen quasi?

  6. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: Mowo 08.04.13 - 14:43

    Ja, und?

    Abgesehen von deinem Punkt 1, dem double-spending, sind deine Argumente alle von der Person selbst abhängig.
    Wenn du damit sagen willst, dass Bitcoins nicht massentauglich sind, gebe ich dir recht. Wenn du aber damit meinst, dass Bitcoins an sich schlecht sind und nicht vertrauenswürdig muss ich dir widersprechen.

    Wie so oft im Leben, ist bei Bitcoins jeder für sich selbst verantwortlich und genau das ist der große Vorteil, der auch in dem Artikel heraugearbeitet wurde.

  7. Re: Vertrauen in Bitcoins verloren

    Autor: pholem 17.04.13 - 00:18

    Mowo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du damit sagen willst, dass Bitcoins nicht massentauglich sind, gebe
    > ich dir recht. Wenn du aber damit meinst, dass Bitcoins an sich schlecht
    > sind und nicht vertrauenswürdig muss ich dir widersprechen.
    Schau mal was ich geschrieben hatte:
    Naja, genauer gesagt nicht in Bitcoins selbst, sondern in das gesamte System drumherum und insbesondere die Exchanges.
    ;)
    Und mit System meine ich die derzeitige Handhabung damit.

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