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Warum muss...

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  1. Warum muss...

    Autor: NochEinLeser 03.04.13 - 21:39

    ... jeder Client die gesamte Historie kennen? Reicht nicht der aktuelle Stand zum Arbeiten? Alles andere kann doch auf irgendwelchen Remote-Servern liegen und bei Bedarf abgefragt werden.

    Welchen technischen Hintergund hat das?

  2. Re: Warum muss...

    Autor: Dreadi 04.04.13 - 03:35

    Ein Bitcoin-Konto ("Wallet") ist lediglich ein kryptographisches Schlüsselpaar.
    Es gibt eine öffentliche Liste, in der alle jemals getätigten Transaktionen gespeichert sind. Deshalb ist auch der Wert eines jeden Kontos mit allen Transaktionen für jeden öffentlich einsehbar. Beim Überweisen von Bitcoins auf ein anderes Konto wird die neue Transaktion an einige andere Listen geschickt, welche diese dann weiter verteilen. Damit wird verhindert, dass ein Bitcoin mehrfach ausgegeben/überwiesen werden kann. Denn eine Liste verweigert einen neuen Eintrag für eine Transaktion, wenn diese bereits getätigt/eingetragen wurde. Um sicher zu gehen, dass überwiesene Bitcoins auch angekommen sind, sollte man also warten, bis man ein paar Bestätigungen von verschiedenen Listen erhalten hat.
    Wieviele Bitcoins auf einem Konto liegen ergibt sich dadurch, dass man alle bisher getätigten Transaktionen durchrechnet. Der geheime Schlüssel zu einem Konto kann also Offline gespeichert werden, man braucht ihn nur zum Überweisen. Empfangen werden Bitcoins durch Einträge in der öffentlichen Liste.

    Es gibt eine Fülle von Anbietern, die das Wallet (also den kryptographischen Schlüssel mit dem geheimen Teil) verwalten und Web-Interfaces zum Überweisen anbieten. Allerdings muss man dort dem Anbieter vertrauen. Wenn dieser gehackt wird und die geheimen Schlüssel in falsche Hände geraten, sind die Bitcoins weg.
    Am sichersten ist es, ein neues Wallet/Konto zu erzeugen, indem man offline ein kryptographisches Schlüsselpaar erzeugt und nur den öffentlichen Teil (also die Wallet-Adresse) online verwendet, um dort seine Bitcoins hin zu überweisen. Der private Teil (die wallet.dat Datei) kann dann z.B. auf USB-Sticks in einem/mehreren Tresoren gelagert werden.

  3. Re: Warum muss...

    Autor: eyemiru 04.04.13 - 03:42

    Danke, kurze Frage zum Verschüsseln:

    Ich habe die Verschüsselung verwendet, die dann für den Wallet gilt?
    Das Problem ist, dass ich dieses Wallet in einem Stick hatte, dem ich einen Freund gegeben habe. Zu dieser Zeit war jedoch nichts drauf, weil ich von Bitcoin keine Ahnung hatte.

    Ich nehme also an, dass der Wallet verschüsselt ist und nur mit dem Passwort zu "laden" ist.

    Sagen wir es ist nicht passwortgeschützt und immer noch nichts drauf. Sollte ich dann den orinalen Wallet (nicht die Kopie) hier auf dem Rechner mit BTC haben... was wäre dann mit der Kopie? Oder den Kopien? Würden die dann auch das Geld automatisch haben?

  4. Re: Warum muss...

    Autor: Dreadi 04.04.13 - 04:27

    eyemiru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke, kurze Frage zum Verschüsseln:
    >
    > Ich habe die Verschüsselung verwendet, die dann für den Wallet gilt?

    In einem Wallet ist die Bitcoin-Adresse (öffentlicher Teil des Schlüsselpaars) und der private Teil gespeichert. Mit Hilfe des privaten Teils kann man Überweisungen tätigen. Die wallet.dat kann selbst noch mittels eines Passworts (symmetrisch) verschlüsselt werden. Dies ist jedoch nur ein Komfort-Sicherheits-Mechanismus, der mit dem eigentlichen Bitcoin-System nichts zu tun hat.

    > Das Problem ist, dass ich dieses Wallet in einem Stick hatte, dem ich einen
    > Freund gegeben habe. Zu dieser Zeit war jedoch nichts drauf, weil ich von
    > Bitcoin keine Ahnung hatte.

    Wenn er die wallet.das kopiert hat und gegebenenfalls das Passwort kennt, ist er im Besitz des privaten Schlüssels und kann somit Bitcoins überweisen bzw. das Wallet leeren.

    > Ich nehme also an, dass der Wallet verschüsselt ist und nur mit dem
    > Passwort zu "laden" ist.
    >
    > Sagen wir es ist nicht passwortgeschützt und immer noch nichts drauf.
    > Sollte ich dann den orinalen Wallet (nicht die Kopie) hier auf dem Rechner
    > mit BTC haben... was wäre dann mit der Kopie? Oder den Kopien? Würden die
    > dann auch das Geld automatisch haben?

    Ja. Die wallet.dat enthält nicht die Bitcoins selbst, sondern ist eher mit einer Bankkarte (~Zugangsberechtigung) vergleichbar, die man beliebig kopieren kann. Der Wert den eine wallet.dat hat, ergibt sich aus der öffentlichen Liste von Transaktionen.

    Wenn man jemandem eine wallet.dat schickt, die zu einem Konto gehört, kann dieser das Konto/Wallet plündern. Jede Kopie der wallet.dat ist gleichwertig. Den dazugehörigen aktuellen Kontostand kann man nur abrufen, indem man in der öffentlichen Liste nachschaut.

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