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Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

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  1. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 24.01.18 - 19:54

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich nicht, aber das behauptet auch niemand.
    > Sobald aber im zweiten Schritt die Domain versteigert
    > wird, bekommt der neue Besitzer auch jeden
    > Zugang zur Domainverwaltung.

    Wo hast du denn diesen Unsinn her? Die Pfändung beschränkt sich auf die registrierte Domain. Das ist komplett losgelöst von der Infrastruktur, auf die sie bisher verwiesen hat. Das ist in etwa so, als ob ich deine Hausnummer erhalte; deinen Wohnungs- oder Briefkastenschlüssel bekomme ich dadurch jedoch nicht.

    Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass beispielsweise eMail-Adressen nicht mehr funktionieren. Und Dritte davon in Kenntnis zu setzen, das man einen bisher erbrachten Service nicht mehr aufrecht erhalten kann, läge allein in der Verantwortung des Vorbesitzers, denn diese hat den Verlust der dafür erforderlichen Mittel verschuldet. Der muss dann eben dafür sorgen, dass die physischen Postfächer mit neuen eMail-Adressen verbunden werden bzw. darauf hinweisen, etwaig online gespeicherte eMails lokal zu sichern.

    Ist ja nicht so, dass eine Pfändung gänzlich unerwartet kommt und die Versteigerung von heute auf morgen erfolgt.

  2. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: demon driver 25.01.18 - 19:08

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Natürlich nicht, aber das behauptet auch niemand.
    > > Sobald aber im zweiten Schritt die Domain versteigert
    > > wird, bekommt der neue Besitzer auch jeden
    > > Zugang zur Domainverwaltung.
    >
    > Wo hast du denn diesen Unsinn her?

    Glashaus!

    > Die Pfändung beschränkt sich auf die
    > registrierte Domain. Das ist komplett losgelöst von der Infrastruktur, auf
    > die sie bisher verwiesen hat. Das ist in etwa so, als ob ich deine
    > Hausnummer erhalte; deinen Wohnungs- oder Briefkastenschlüssel bekomme ich
    > dadurch jedoch nicht.

    Nochmal, die "Pfändung" war und ist in diesem Thread nicht der Punkt. Der Punkt ist die Übertragung der Domain an einen potenziellen Erwerber in einem nachfolgenden Versteigerungsverfahren. Selbst wenn der neue Besitzer keinen Zugriff zum bestehenden Hosting bekäme, ist die Domain schnell umgezogen. Um in dem schiefen Hausnummernvergleich zu bleiben: der tauscht dann einfach das Haus hinter der Nummer gegen eins, für das er die Schlüssel hat.

    > Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass beispielsweise eMail-Adressen
    > nicht mehr funktionieren. Und Dritte davon in Kenntnis zu setzen, das man
    > einen bisher erbrachten Service nicht mehr aufrecht erhalten kann, läge
    > allein in der Verantwortung des Vorbesitzers [...]

    So what? Demjenigen, der plötzlich keinen Zugriff mehr auf seine Mailkonten hat, ist es völlig piep, in wessen "Verantwortung" das formal liegt.

  3. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 25.01.18 - 21:20

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um in dem schiefen Hausnummernvergleich zu bleiben:
    > der tauscht dann einfach das Haus hinter der Nummer
    > gegen eins, für das er die Schlüssel hat.

    Dann ist das immer noch egal, weil frühere Besucher mit Schlüsseln reinkommen wollen, die zum alten Haus passten, aber nicht zum neuen passen. Sie kommen also nicht rein und können auch keine Post ablegen, die dann in ungefugte Hände geraten könnte.

    Und die archivierte Post befindet sich im alten Haus, dass jetzt entweder unter neuer Adresse woanders steht oder komplett abgerissen wurde, weshalb auch niemand Unbefugtes Zugriff darauf hat.

    > So what? Demjenigen, der plötzlich keinen Zugriff
    > mehr auf seine Mailkonten hat, ist es völlig piep, in
    > wessen "Verantwortung" das formal liegt.

    Was schlägst du alternativ vor? Das eine Domain auf ewig einer bestimmten Eigentümer zugeordnet bleibt und bei dessen Ausfall von einer staatlichen Auffanggesellschaft weiterbetrieben wird, damit auf keinen Fall ein Service ausfällt?

    Es ist ganz einfach Lebensrisiko, dass ein Service - aus welchen Gründen auch immer - ausfallen kann. Wenn ein Betreiber wegfällt, nützt die weiter bestehende Domain auch nichts mehr, weil das Hosting dahinter fehlt. Wenn eine Domain wegfällt, der Betreiber jedoch weitermachen will, wird der Service auf eine neue Domain geschaltet und die Nutzer informiert.

    Wenn du regelmäßig ein Fitnesststudio besuchst und plötzlich befindet sich in den Räumlichkeiten eine Kegelbahn, ohne dass du informiert wurdest, musst du den Verbleib des Inhalts deines Spindes auch mit demjenigen klären, der zuvor das Fitnessstudio betrieben hat. Weder der Vermieter der Räumlichkeiten noch der Betreiber der Kegelbahn haben irgend etwas mit deine Nöten zu tun. Und man kann ihnen auch nicht vorwerfen, dass sie die Räume neu vermietet bzw. angemietet haben.

  4. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: watwerbisdudenn 25.01.18 - 21:50

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:

    > Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass beispielsweise eMail-Adressen
    > nicht mehr funktionieren.

    Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung von der Materie.

    Selbstverständlich erhält der neue Domain-Besitzer keinen Zugriff auf die E-Mails, die der alte Besitzer ehemals unter der Domäne erhalten hat, weil er ja nicht dessen (E-Mail-)Server pfändet und keinen Zugang zu diesen erhält. Er kann aber mittels Catch-All sämtliche E-Mails entgegennehmen und lesen, die nach der Übernahme noch von uninformierten Dritten an Adressen der Domäne gesendet werden.

    "Das Schlimmste, was passieren kann" ist nicht, "dass beispielsweise eMail-Adressen nicht mehr funktionieren", sondern dass der neue Besitzer sie weiter funktionieren lässt und alles liest, was nach der Übernahme der Domäne noch an Adressen dieser Domäne gesendet wird.

    Dass man das ernsthaft erklären muss, spricht ja schon Bände. Da erübrigt sich jede weitere Diskussion.

  5. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 25.01.18 - 22:33

    watwerbisdudenn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er kann aber mittels Catch-All sämtliche E-Mails
    > entgegennehmen und lesen, die nach der Übernahme
    > noch von uninformierten Dritten an Adressen der
    > Domäne gesendet werden.

    Das wiederum ist eine ganz andere Baustelle. Seine Kontakte zu informieren, dass die eigene eMail-Adresse nicht mehr gültig ist und sie bitte nichts mehr an diese versenden möchten, obliegt nämlich wiederum dem Adressaten.

    Und auch hier gilt: Lebensrisiko. Wie oft vertippt sich jemand und verschickt eine eMail an eine ungültige Adresse? Beispielsweise kann sich der Inhaber der Domain "gmaile.com" womöglich über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beklagen, sofern er ein Catch-All konfiguriert hat.
    Wenn in der analogen Welt ein Hubert Müller aus seiner Wohnung auszieht und Holger Müller zieht ein, bekommt der neue "H. Müller" ggf. auch Briefpost, die für den vorherigen "H. Müller" bestimmt war. Ist nicht optimal, ist aber so. Die Wohnung wird deswegen weder auf dauerhaften Leerstand gesetzt noch prinzipiell nicht an weitere Müllers vermietet.

    Ferner gilt: Was wäre die Alternative? Domains niemals weiter / neu vergeben? Treuhänderisch damit verbundene Dienstleistungen auf Kosten des Steuerzahlers weiter betreiben?
    Ich erwarte in gespannter Erregung diesbezügliche, realistische Vorschläge.

    Substanzlose Empörung der Marke "Na ist doch wahr!" hingegen bitte ich zuständigkeitshalber an home@aol.com zu schicken. :-)

  6. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: watwerbisdudenn 25.01.18 - 23:02

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:

    > Und auch hier gilt: Lebensrisiko.

    Es ist mir schlicht zu blöde, mit jemandem zu diskutieren, der keinen Unterschied darin sehen möchte, ob sich mal jemand beim Eingeben einer E-Mail-Adresse vertippt und einzelne E-Mails an einen falschen Empfänger gehen, ob jemand eine Domäne geplant aufgibt und Kommunikation über diese Domäne zuvor über einen längeren Zeitraum hinweg koordiniert einstellt/auslaufen lässt, oder jemandem relativ kurzfristig die Kontrolle über eine Domäne entzogen wird.

  7. Re: Zum IT-Aspekt: Pfändung einer Domäne gehört sich nicht

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 25.01.18 - 23:36

    watwerbisdudenn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] ob jemand eine Domäne geplant aufgibt und
    > Kommunikation über diese Domäne zuvor über einen
    > längeren Zeitraum hinweg koordiniert
    > einstellt/auslaufen lässt, oder jemandem relativ
    > kurzfristig die Kontrolle über eine Domäne entzogen
    > wird.

    Ich sehe durchaus den Unterschied. Du weigerst dich lediglich, das Ganze rational zu betrachten und ignorierst nun schon zum zweiten mal meine Aufforderung, eine realistische Alternative zu formulieren.

    Wenn man als Betreiber die Kontrolle über die Domain (obendrein durch eigenes Verschulden) verliert, hat man immer noch Kontrolle über den Server, mit dem diese konnektiert war. Man halt also jede Möglichkeit, das Ganze neu zu konnektieren, seine Nutzer zu informieren und jedwede Dienstleistung über eine neue Domain weiterlaufen zu lassen. Natürlich nur, wenn man das möchte - und wenn man es nicht möchte, schauen die Nutzer so oder so in die Röhre, Domain hin oder her.

    Bis eine eingezogene Domain dann versteigert wird, gehen Tage, wenn nicht Wochen und Monate ins Land und man hat man als Eigentümer zig Optionen, dies im Vorfeld zu verhindern. Auch hier ist der Eigentümer in der Verantwortung.

    Der Punkt, dass Absender an eine nicht mehr gültige eMail-Adresse schreiben ist und bleibt in der Verantwortung des Adressaten. Egal ob nun von einen Tag auf den anderen eine Domain eingezogen wird, der Betreiber pleite ist oder einfach keine Lust mehr hat - als Nutzer eines Postfach merkt man, dass man nichts mehr senden und empfangen kann und sollte entsprechend handeln.

    Kurz: Der Einzug einer Domain löst keine Situation aus, die nicht auch durch andere Auslöser eintreten kann. Selbst der plötzliche Besitzerwechsel einer Domain ist ein Vorfall, der auch ohne einen juristisches Eingreifen jederzeit geschehen kann. Wo also liegt jetzt das *spezifische* Problem der Ereigniskette "Beschlagnahme --> spätere Versteigerung, wenn Grund für Beschlagnahme nicht entfällt"?

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