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Ein Spielfilm in 4K ist ca. 200-250GB groß

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  1. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Ach 13.05.13 - 16:17

    mlxl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > ...Das ganze Gerede von Netzneutralität dient nur dazu zu...

    Was wäre denn das für eine Marktwirtschaft in der man einem Produzenten ein Monopol einräumt damit er sein als verkorkst und unzureichend entlarvtes Produkt den Leuten aufzwingen kann? Oder um die anderen, die es eben begriffen haben und erfolgreicher sind, für die eigene Fehlproduktionen zur Kasse zu bitten?

    Wenn die Leute den Produktlooser namens Entertain nun mal nicht nutzen und statt dessen entweder weiterhin ihre Kabelanschlüsse, ihre Kabelreciver und ihre Antennen verwenden, oder eben auf die für Computeranwender viel passenderen weil problemloseren, schneller und gezielter auffindbaren und präziser steuerbaren Angebote von Youtube&Co umschwenken, dann sollte man sich vieeeeelleicht, ja nur vielleicht mal an die eigene Nase fassen, bevor man alle anderen beschuldigt und die Marktordnung für sich auf den Kopf stellen will.

    Soll die Telekom an Produkten doch kreieren was sie will, nur eben die Spielregeln brechen, davon soll sie mal schön die Finger lassen. Keine Monopolbonie, Bit bleibt Bit. Wenn ein Firmenmanagment mit den Umsätzen und Gewinnspanne, die auf genau dieser Basis möglich sind und ständig geschehen, nicht klar kommt, dann muss nicht das Gesetz für diese Firmenleitung geändert, sondern die Firmenleitung selber ausgetauscht werden, in eine Verantwortungsvolle, die sich vielleicht auch mal auf den technischen Fortschritt konzentriert und für die der Status als Europas Schlusslicht ein Ansporn ist, eben nicht auf Vectoring zu setzen, welches diese armselige Positionierung noch für die nächsten drei Dekaden zementieren wird.

    Eine Firmenleitung die vielleicht auch mal versteht, dass die Telekom durch Investitionen in modernste Technik und durch die Einhaltung ihrer Verantwortung als neutraler Datendienstleister mit einer dankbaren und treuen Kundschaft belohnt wird, und sie ihr Kunden unzufrieden macht und zum Anbieterwechsel anregt, wenn sie alle ihre langfristigen Aufgaben gegen fortschritt- und marktfeindliche Aktionen ersetzt, die sich allein am kurz- und mittelfristigen Erfolg ihres Aktienkurses orientieren. TK gone wild! Und dafür ist dann die Regulierungsbehörde da, um TK noch mal an die Grundlagen und Bedingungen ihrer Existenz und an ihre Aufgabe zu erinnern.

  2. Re: Es gibt keine 2 Klassen Bits

    Autor: Ach 13.05.13 - 17:08

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Nicht-Kunden der Telekom geht das alles nichts an.

    Das ganze Netz wird die TK verteuern. Sobald alle eigenen Flatrateangebote angehoben sind wird sie gegenüber der Regulierungsbehörde argumentieren, dass nur eine allgemeine Grundpreiserhöhung die Kosten gerecht verteilen könnte. Und diese Erhöhung bekämen selbstverständlich auch die Reseller zu spüren. Und wenn man die TK lässt, dann wird sie natürlich versuchen ihren IP-Transfer aus der Kalkulation auszuklammern, das probiert sie ja schon jetzt.

    > Das trifft nicht zu. Der "Entertain"-Traffic belastet erstens ausschließlich den Backbone der Telekom

    Mal eine so richtig unverschämt Behauptung. Die letzten Meile belastet der Entertain Traffic genauso wie jeder andere Datentransfer. Der Backbone ist der einzige Bereich in dem Multicast überhaupt einen Effekt zeigt.

    > und zweitens um einen im Schnitt vierstelligen Faktor geringer als Angebote wie Zattoo, die darüberhinaus über Peerings herangeholt werden müssen.

    Das sind auch alles nur ausweichende Antworten und keine Silbe über die tatsächlichen Tranferpreise in Cent/GB im Backbone und beim Peering. Du bist doch vom Fach, dann leg doch mal was auf den Tisch, wie hoch sind die Preise jetzt?

  3. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Youssarian 13.05.13 - 17:23

    Ach schrieb:

    > mlxl schrieb:
    >> ...Das ganze Gerede von Netzneutralität dient nur dazu zu...

    > Was wäre denn das für eine Marktwirtschaft [...]

    [Roman gelöscht]

    Zur Marktwirtschaft gehört die freie Preisbildung und - mehr noch - die Vertragsfreiheit. Nur bei der Telekom ist das nicht so, deren Preise (für Vorleistungenan die Konkurrenz ) werden staatlich reguliert, der leistungsumfang übrigens auch. Damit ist sichergestellt, dass andere Anbieter Dir genau das abieten können, was Du willst.

    Ob andere Anbieter Dir überhaupt was anbieten wollen, spielt hier allerdings keine Rolle, denn auch das ist Marktwirtschaft .

    Du verwendest das Wort "Netzneutralität" als Totschlagargument, um der Telekom zu verbieten, zusätzlich zum normalen Internetzugang weitere Dienste anzubieten.

  4. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Ach 13.05.13 - 17:55

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du kennst also das aus den Backbones von Providern bestehende Internet und
    > deren Zusammenschaltungen über sogenannte Peerings nicht und möchtest
    > trotzdem das Rederecht? Nun ja, dann rede halt mit Deinesgleichen: Telesto
    > braucht sicher ein bisschen Unterstützung. :-)

    Als beruflich in der Computerwelt Aktiver solltest du es doch wissen wie das ist mit der Logik. Dein Wissensvorsprung, selbst wenn du ihn taktisch wohl durchdacht und nur tröpfchenweise zum Besten gibst, schmilzt dahin sobald sich einem klar denkenden Gesprächsgegenüber, mit den immer zahlreicher ans Tageslicht kommenden Umständen und Details, ein schlüssiges Bild diese Elements deines Beschäftigungsfeldes eröffnet. Das macht dein Gegenüber zwar nicht zum besseren Netzwerker, aber dein Tun ist damit entmystifiziert. Und wenn sich deine Argumentation dann immer noch als nicht wasserdicht herausstellt, dann wirst sie eben trotzdem überrollt.

    Ich warte immer noch auf deine Zahlen. In mehren Golemberichten wurde das Thema ja schon angesprochen. Wie hoch sind die Preise in Cent/GB im Backbonnetzt der TK und vor allem beim Peering? Rück doch mal raus damit, um das Gespräch weiter zu bringen. Oder weist du es etwa nicht? Dann werden wir wohl die 1 Cent annehmen, die schon mehrmals aufgetaucht sind. Dann kannst du dein Multicast mit seinen unzumutbaren Einschnitten in der Usability sowieso mal gleich begraben.

  5. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Ach 13.05.13 - 18:13

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du verwendest das Wort "Netzneutralität" als Totschlagargument, um der
    > Telekom zu verbieten, zusätzlich zum normalen Internetzugang weitere
    > Dienste anzubieten.

    Die Netzneutralität(Schlag bei der Gelegenheit doch nochmal die Bedeutung des Wortes "Neutral" nach, könnte hilfreich sein!) stellt die Bedingung, dass alle Daten die das Netz passieren gleich behandelt werden müssen und nicht in unterschiedliche Kategorien sortiert werden dürfen. Deswegen kann die TK nicht die einen Daten ausbremsen und die anderen puschen. Entweder oder, für alle Bits!

    Auf dieser Grundlage kann die TK dann so viele Dienste erfinden und anbieten wie sie lustig ist.

  6. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Telesto 13.05.13 - 18:17

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur Marktwirtschaft gehört die freie Preisbildung und - mehr noch - die
    > Vertragsfreiheit.

    Zu einer echten Marktwirtschaft gehört aber eins ganz sicher nicht: Ein Monopolist wie die Telekom. Nur wegen diesem Marktversagen, was bei Netzwerkgütern leider mehr oder weniger systemimmanent ist, wird die Telekom überhaupt so drastisch reguliert.

    > Du verwendest das Wort "Netzneutralität" als Totschlagargument, um der
    > Telekom zu verbieten, zusätzlich zum normalen Internetzugang weitere
    > Dienste anzubieten.

    Wenn die Telekom dazu Infrastruktur nutzt, die sie wegen des Marktversagens (siehe oben) mit der Konkurrenz teilen muss, so muss sichergestellt sein, dass eben diese Konkurrenz ähnliche Dienste zu gleichen Konditionen anbieten kann. Danach müsste die Telekom beispielsweise Zattoo die Anbindung an den Multicast-Backbone (der von der Drosselung ausgenommen ist) ermöglichen und zwar zu Preisen, wie sie intern zwischen der Kostenstelle Entertain und der Kostenstelle Netz verrechnet werden. Um hier Transparenz sicherzustellen, könnte man die Telekom auch einfach in Entertain AG und Netz AG zerschlagen, dann sind verdeckte Subventionen besser aufzudecken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.13 18:19 durch Telesto.

  7. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Youssarian 14.05.13 - 00:18

    Ach schrieb:

    >> Du verwendest das Wort "Netzneutralität" als Totschlagargument, um der
    >> Telekom zu verbieten, zusätzlich zum normalen Internetzugang weitere
    >> Dienste anzubieten.

    > Die Netzneutralität [...] stellt die Bedingung, dass alle Daten die das Netz
    > passieren gleich behandelt werden müssen

    MÜSSEN? Soso. Ist das schon Gesetz, was Du Dir aus den Fingern saugst? :-)

    > nicht in unterschiedliche Kategorien sortiert werden dürfen.

    Die Telekom hat für ihre Entertain-Plattform sogar ein eigenes Netz, ntertaibn-Nutzer bekommen zwei IP-Adressen, haben also zwei Verbindungen (einmal PPP für das normale Internet und einmal DHCP für das private Netz der Telekom).

    Diese zusätzliche Netz geht Dich und Deine Brüder im Geiste nichts an, es sei denn, Ihr zahltet dafür. Anderenfalls erhaltet ihr keine Verbindung und damit auch kein einziges Bit. aus diesem Netz.

    > Deswegen kann die TK nicht die einen Daten ausbremsen und die
    > anderen puschen. Entweder oder, für alle Bits!

    Sie bremst keine Daten aus, sie bremst die Nutzer aus, die zehnfach über dem Durchschnitt liegen. Die zahlen künftig (in drei Jahren!) extra.

    > Auf dieser Grundlage kann die TK dann so viele Dienste erfinden und
    > anbieten wie sie lustig ist.

    Deine auf Wunschträumen basierenden Gedankengebäude stellen keine Grundlage für irgendetwas da.

  8. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Youssarian 14.05.13 - 00:42

    Telesto schrieb:

    >> Zur Marktwirtschaft gehört die freie Preisbildung und - mehr noch -
    >> die Vertragsfreiheit.

    > Zu einer echten Marktwirtschaft gehört aber eins ganz sicher nicht: Ein
    > Monopolist wie die Telekom.

    Die Telekom hatte im Internet nie ein Monopol, weder jetzt noch zu irgendeinem früheren Zeitpunkt. Als sie ein Internet-Angebot aufzog (T-Online), waren Nacamar und XLink die "Big Player" in Deutschland. Auch heute hat die Telekom nur etwa ein Drittel des Marktes.

    > Nur wegen diesem Marktversagen, [...] wird die
    > Telekom überhaupt so drastisch reguliert.

    Der Backbone der Telekom wird überhaupt nicht reguliert. Deren ureigenes Multicast-Netz gleich dreimal nicht.

    >Danach müsste die Telekom beispielsweise Zattoo die
    > Anbindung an den Multicast-Backbone (der von der Drosselung ausgenommen
    > ist) ermöglichen und zwar zu Preisen, wie sie intern zwischen der
    > Kostenstelle Entertain und der Kostenstelle Netz verrechnet werden.

    Nein, das mus sie nicht. Sie hat es gekauft und gebaut, es gehört ihr allein und niemand anders partizipiert. Weder der Staat, noch Gerichte, noch die EU (und schon gar nicht Du) werden da ein Wörtchen mitreden.

    > Um hier Transparenz sicherzustellen, könnte man die Telekom auch einfach in
    > Entertain AG und Netz AG zerschlagen, dann sind verdeckte Subventionen
    > besser aufzudecken.

    Auch das wird nicht passieren. Die Entscheidung ist bereits vor 20 Jahren anders gefällt worden und das macht auch keiner mehr rückgängig, solange Deutschland ein Rechtsstaat ist.

  9. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Telesto 14.05.13 - 00:46

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hat für ihre Entertain-Plattform sogar ein eigenes Netz,
    > ntertaibn-Nutzer bekommen zwei IP-Adressen, haben also zwei Verbindungen
    > (einmal PPP für das normale Internet und einmal DHCP für das private Netz
    > der Telekom).

    Zwei Verbindungen über die gleiche Leitung. Natürlich ist es juristisch ein cleverer Trick, die bevorzugten Dienste über eine zweite Verbindung laufen zu lassen, technisch ändert das gar nichts daran, dass Entertain-Datenpakete in der Leitung gegenüber Internet-Datenpaketen bevorzugt werden. Oder verlegt die Telekom bei Entertain-Kunden neuerdings ein zweites Kabel vom Haus bis zum Multicast-Backbone?

    IP-basierte Dienste heißen ja nicht nur so, weil sie entsprechende Protokolle verwenden, sondern weil sie in der Realität auch immer über die regulären DSL-Leitungen laufen. Alleine die Tatsache, dass der Internet-Download am Modem eines VDSL 50.000 Anschluss langsamer wird, wenn Entertain geschaut wird, sollte doch jedem klar machen, dass hier beides über eine Internetanbindung läuft, zwei Verbindungen hin oder her.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.13 01:01 durch Telesto.

  10. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Telesto 14.05.13 - 00:55

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hatte im Internet nie ein Monopol, weder jetzt noch zu
    > irgendeinem früheren Zeitpunkt. Als sie ein Internet-Angebot aufzog
    > (T-Online), waren Nacamar und XLink die "Big Player" in Deutschland. Auch
    > heute hat die Telekom nur etwa ein Drittel des Marktes.

    Sie hatte und hat immer noch ein Monopol bei den Netzen, weshalb die Regulierungsbehörde ganz genau vorschreibt, zu welchen Preisen die Telekom dieses Netz an Konkurrenten weitervermieten MUSS.

    > Der Backbone der Telekom wird überhaupt nicht reguliert. Deren ureigenes
    > Multicast-Netz gleich dreimal nicht.

    Es gibt doch gar kein spezielles Multicast-Netz bis zum Hausanschluss, nur einen Multicast-Backbone, der ganz normal ins vorhandene Telefon/DSL-Netz einspeist.

    > Nein, das mus sie nicht. Sie hat es gekauft und gebaut, es gehört ihr
    > allein und niemand anders partizipiert. Weder der Staat, noch Gerichte,
    > noch die EU (und schon gar nicht Du) werden da ein Wörtchen mitreden.

    Gut, mag sein, dass sie nicht zur Einspeisung am Multicast-Backbone verpflichtet ist. Sie hat aber zumindest gesagt, dass sie mit jedem reden will, der Managed Services buchen will. Und ob bei diesen Marktzutritts- und Preisverhandlungen das Kartellamt nicht doch noch ein Wörtchen mitreden will... Denn auch dort gibt es ja so gesehen wieder ein Monopol, auch wenn das nicht Teil des ursprünglichen Deals bei der Privatisierung war.

    Selbst wenn der Multicast-Backbone für Drittanbieter Tabu bleibt, so besteht weiterhin das Problem, dass Entertain-Traffic anschließend im normalen Netz bevorzugt wird. Ob Zattoo jetzt an Multicast angebunden wird mit Peering zum Festpreis oder als Entertain-Konkurrent auch mit Unicast von der Drossel ausgenommen wird, sind technische Details. Das entscheidende ist, dass es hier einen fairen Wettbewerb gibt - und glaub mir, daran haben genug Politiker und Gerichte ein berechtigtes Interesse, ob es dir passt oder nicht. Am Ende wird aber wohl die pragmatische Lösung "Netzneutralität per Gesetz" stehen und nicht eine ellenlange Liste von Ausnahmen von der Drossel, die direkte Mitbewerber von Telekom-eigenen Diensten dann mühsam einklagen müssen. ;)

    > Auch das wird nicht passieren. Die Entscheidung ist bereits vor 20 Jahren
    > anders gefällt worden und das macht auch keiner mehr rückgängig, solange
    > Deutschland ein Rechtsstaat ist.

    Vor 20 Jahren hat die Telekom aber kaum nennenswert Dienste innerhalb des Internets angeboten. Gut möglich, dass Kartellamt und Regulierungsbehörden die jetzige Vermischung von Content und Netz kritischer sehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.13 01:03 durch Telesto.

  11. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Ach 14.05.13 - 22:31

    >Diese zusätzliche Netz geht Dich und Deine Brüder im Geiste nichts an, es sei denn, Ihr zahltet dafür. Anderenfalls erhaltet ihr keine Verbindung und damit auch kein einziges Bit. aus diesem Netz.

    Ja, das finde ich ja soweit mal das interessanteste. Endlich auch mal eine offene Karte. Fragt sich wie die TK auf die neuerliche Kritik reagieren wird oder ob sie es aussitzen will. Immerhin nimmt sich inzwischen auch die (fast-)Mainstreampresse des IP-Transfer-Themas an:

    -Spiegel Online: Wie die Telekom das Zwei-Klassen-Netz durchsetzt- Hier mal das Resumé:

    >Künftig will die Telekom doppelt verdienen. Die 10 bis 20 Euro monatlich, die Vielnutzer nun zusätzlich zahlen sollen, sind nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich geht es der Telekom darum, künftig auch von Anbietern für die Datendurchleitung zu kassieren. Gab es bisher eine Datenautobahn für alle, gibt es dann künftig zwei Wegenetze. Das ist dann der Abschied von der Netzneutralität, der finanzkräftige Unternehmen bevorzugt.
    Ich finde, der Autor macht das schon gut, hätte da aber noch ein paar Vorschläge, wie man das komplexe Vorgehen einfacher beschreiben könnte. Klar wurde vieles davon schon genannt. Ich versuche es aber trotzdem mal in einer mir möglichst klaren Verständlichkeit in einem Bild zusammenzufassen:


    Die Telekom spaltet(e) das Netz in zwei gedachte Leitungen. Auf der ersten Leitung, das ist die Leitung die wir als Internetleitung verstehen, werden wir Empfänger und Abnehmer für den Erhalt unserer Daten extra zur Kasse gebeten oder eingeschränkt Auf der zweiten Leitung, der Entertainleitung werden es die Inhaltsanbieter, so dass egal wo lang und wie die Daten fließen, sich die Telekom von einem der Beiden immer einen Bonus abziehen kann.

    Dieser Gewinn ist exklusiv, denn die zweite Leitung ist eine exklusive Telekomleitung, eine proprietären Leitung auf der nicht mal die Idee einer (Netz-)Neutralität existiert.

    Was passiert, wenn die Telekom nur die erste Leitung, also die bekannte Internetleitung für sich und für alle ihre Konkurrenten verteuert, das offenbart sich erst wenn man die beiden Leitungen im Geiste wieder zu einer verbindet. Dann wird sich der Kunde bald in einem teuren und mit Preisfallen gespickten Internetanbieterjungel wiederfinden. Nur noch der Entertainmenttarif der Telekom sticht wie ein Leuchtfeuer heraus. Es wird der einzig "erliche" weil scheinbar transparente, finanzierbare und dabei uneingeschränkt nutzbaren Zugriff auf Videoangebote aller Art sein. Auf der anderen Seite verzeichnen die Contentanbieter immer weniger Zugriffe über das normale Internet, weil das ihre Kunden immer mehr kostet. Deswegen wird für die Cantentanbieter dann ebenfalls die zweite Leitung, der Telekom Entertainmentkanal, zum Rettungsanker beim Versuch das Abwandern ihrer Kunden zu stoppen. Und für diesen Anker müssen sie dann zusätzlich bezahlen.

    So gewinnt die Telekom:

    1. Sie gewinnt die Kunden
    2. Sie gewinnt die Anbieter
    3. Sie gewinnt einen ganz neuen Werbevertriebsweg
    4. Sie hat den Daumen auf allen Inhalten
    5. Sie kann die Festnetzkonkurrenz Niederpreisen

    Und alles durch den "Double Man in the Middle" Trick. Der Trick ist so gewieft, der müsste eigentlich in die Geschichte eingehen ;],
    Grüße.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.13 22:43 durch Ach.

  12. Re: Bits bleiben Bits

    Autor: Youssarian 17.05.13 - 11:12

    > Youssarian schrieb:
    [Über die Backbones]

    Telesto schrieb:
    [Über die letzte Meile]

    Damit dürfte ich unsere Diskussion treffend zusammengefasst haben.

  13. Re: Ein Spielfilm in 4K ist ca. 200-250GB groß

    Autor: jackbauer 28.09.13 - 20:30

    Wer Entertain bei Telekom hat, hat garkeine Trafficvolumen,
    die 75 GB sind nur bei Standard Internet.
    Komplette Fernsehen geht ja übers Internet, daher können sie
    die I-net Verbindung bei Entertain Kunden garnicht drosseln.
    Aber generell werden die Betreiber Probleme bekommen,
    Kabel Deutschland hat auch schon Kunden gedrosselt die
    zu viel Trafficvolumen verbrauchten.
    wer Internet Tv hat betrifft das so oder so nicht mit dem
    Trafficvolumen von daher^^

  14. Re: Ein Spielfilm in 4K ist ca. 200-250GB groß

    Autor: Youssarian 28.09.13 - 21:50

    jackbauer schrieb:

    > Wer Entertain bei Telekom hat, hat garkeine Trafficvolumen,
    > die 75 GB sind nur bei Standard Internet.

    Bei Neuverträgen (inkl. Tarifwechsel) bekommt der Kunde das auf's Auge gedrückt.

    > Komplette Fernsehen geht ja übers Internet, daher können sie
    > die I-net Verbindung bei Entertain Kunden garnicht drosseln.

    Der "Fernsehtraffic" wird von der Drosselung ausgenommen. (Er kommt ohnehin über eine zweite, von außen nicht erreichbare IP-Adresse herein.) Dasselbe gilt für das VoIP der Telekom (Telefonie). Womöglich plant die Telekom auch, Videoload (VoD wie Maxdome & Co.) davon auszunehmen. Letzteres gäbe aber vermutlich wirklich Ärger. (Mit der Bundesnetzagentur, der Regierung, der EU, was weiß ich.)

    > Aber generell werden die Betreiber Probleme bekommen,

    Wenn es bei der Telekom ab 2016 eng wird im Backbone und bei den Peerings, dann werden die anderen das auch nicht "einfach so" wegstecken können.

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