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Raketen könnten das Co2 Problem von Fernflügen lösen (?)

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  1. Raketen könnten das Co2 Problem von Fernflügen lösen (?)

    Autor: mxcd 02.10.17 - 14:59

    Für Kurz und Mittelstreckenflugzeuge gibt es ja inzwischen ernst zu nehmende Elektrifizierungsideen. Nicht so für Langstreckenflüge.

    Mit eibner Wasserstoffgetriebenen Rakete wäre es denkbar, diese Lücke zu schließen und gleichzeitig die Langstreckenreisen deutlich zu beschleunigen.

    Dass das sich heute und morgen nicht rechnet, ist mir klar, aber denkbar wäre es durchaus.

  2. Re: Raketen könnten das Co2 Problem von Fernflügen lösen (?)

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 02.10.17 - 15:52

    Raketen mit Sicherheit nicht - wieso sollte man den schweren Sauerstoff mitschleppen, wenn man durch die Luft fliegt. ;) Dadurch wird der Treibstoff 6x so schwer. Stattdessen könnte man einfach die normalen Flugzeugturbinen modifizieren, so dass sie mit Wasserstoff funktionieren.

    Das größte Problem beim Wasserstoff sind die -253 Grad, bei denen er flüssig wird und die horrend niedrige Dichte. Er braucht pro kg mehr als 10x so viel Volumen. Das ist ein ernsthaftes Problem für die Luftreibung und den Energieverbrauch der damit einher geht.

    Ich kann jetzt auch auf die Schnelle nicht abschätzen, wie schnell der Wasserstoff im Flugzeugtank mit praxistauglicher Isolierung verdampfen würde. Aber bei Raketenoberstufen gelten 12 Stunden schon als Herausforderung - obwohl sie Vakuumisoliert sind und der Flugzeugtank nicht nur durch die Luft an sich, sondern auch durch die Luftreibung aufgeheizt würde, von Sonneneinstrahlung ganz zu schweigen. Und da reden wir noch nicht von der Infrastruktur die nötig ist, um flüssigen Wasserstoff zum Tanken vorzuhalten. Einfach mal ein paar Tanker hin schicken wird leider schwer - sowohl wegen Kälte als auch Volumen.

    Wenn man aber noch so ungefähr 30% mehr Energie investieren will, kann man den Wasserstoff auch zusammen mit Stickstoff in Ammoniak (NH3) umwandeln, das brennbar ist eine bessere Dichte hat und auch bei halbwegs normalen Bedingungen lagerbar ist. Leider ist es auch giftig.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  3. Re: Raketen könnten das Co2 Problem von Fernflügen lösen (?)

    Autor: emdotjay 02.10.17 - 16:16

    Wasserstoff als direkter Treibstoff ist in meinen Augen keine Alternative zu Erdgas.

    Wenn man CO2 (das in bestimmten Industrie Branchen) als Abfall anfällt mit Strom (das aus regenerativen Energiequellen) in Erdgas umsetzt und es ins Erdgas Netz einspeist. Dann könnte man damit CO2 Neutral Autofahren.

    Erdgast lässt sich besser speichern als Wasserstoff, die Verbrennungsmotoren die Benzin als Kraftstoff verwenden können umgerüstet werden.

    Das Tanken dauert auch nicht so lange wie mit einem reinen E-Auto

    Vorhandene Infrastruktur kann genutzt werden.

    Das CO2 bleibt gebunden im Kreislauf, bzw. man kann fast auf Kohle verzichten.

    Natürlich braucht man zu CO2 noch Wasser damit daraus CH4/ Erdgas entsteht und jede Menge Strom aus regenerativen Quellen.


    Die TU Wien erstellt soweit ich gelesen habe in NÖ eine Windkraftanlage mit einem kleinen Reaktor der den Prozess ausführt und Erdgas ins Erdgasnetz einspeist.

    Ich weiß aber nicht mehr genau woher der CO2 herkommt.

  4. Re: Raketen könnten das Co2 Problem von Fernflügen lösen (?)

    Autor: ArcherV 03.10.17 - 21:26

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Raketen mit Sicherheit nicht - wieso sollte man den schweren Sauerstoff
    > mitschleppen, wenn man durch die Luft fliegt. ;) Dadurch wird der
    > Treibstoff 6x so schwer. Stattdessen könnte man einfach die normalen
    > Flugzeugturbinen modifizieren, so dass sie mit Wasserstoff funktionieren.
    >
    > Das größte Problem beim Wasserstoff sind die -253 Grad, bei denen er
    > flüssig wird und die horrend niedrige Dichte. Er braucht pro kg mehr als
    > 10x so viel Volumen. Das ist ein ernsthaftes Problem für die Luftreibung
    > und den Energieverbrauch der damit einher geht.
    >
    > Ich kann jetzt auch auf die Schnelle nicht abschätzen, wie schnell der
    > Wasserstoff im Flugzeugtank mit praxistauglicher Isolierung verdampfen
    > würde. Aber bei Raketenoberstufen gelten 12 Stunden schon als
    > Herausforderung - obwohl sie Vakuumisoliert sind und der Flugzeugtank nicht
    > nur durch die Luft an sich, sondern auch durch die Luftreibung aufgeheizt
    > würde, von Sonneneinstrahlung ganz zu schweigen. Und da reden wir noch
    > nicht von der Infrastruktur die nötig ist, um flüssigen Wasserstoff zum
    > Tanken vorzuhalten. Einfach mal ein paar Tanker hin schicken wird leider
    > schwer - sowohl wegen Kälte als auch Volumen.
    >
    > Wenn man aber noch so ungefähr 30% mehr Energie investieren will, kann man
    > den Wasserstoff auch zusammen mit Stickstoff in Ammoniak (NH3) umwandeln,
    > das brennbar ist eine bessere Dichte hat und auch bei halbwegs normalen
    > Bedingungen lagerbar ist. Leider ist es auch giftig.

    Und wenn man statt Wasserstoff die Methantriebwerke verwendet? Klappt in KSP doch auch :D

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