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Musks Perspektive...

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  1. Musks Perspektive...

    Autor: Boandlgramer 22.07.21 - 10:24

    Ich glaube, man muss bei solchen Meldungen ziemlich aufpassen, dass man die Perspektiven der Spieler nicht durcheinander bringt. Für einen Anbieter von Oberklasse-Autos und Oberklasse-Dienstleistungen (SpaceX...) stellt sich die Welt über deren Kunden etwas anders dar. Man darf meiner Meinung nach nicht unterschätzen, dass auch legale Steuervermeidung über Steueroasen durchaus Arbeit macht und Kryptowährung die Angelegenheiten "flüssiger" gestalten. Für diese Klientel macht es absolut Sinn auch Bitcoin als Zahlungsmittel zu betrachten.

    Eine andere Perspektive sind ökologische Bedenken, denen man einerseits durch alternative Algorithmen ausräumen kann (Cardano, Ethereum 2.0), andererseits durch konsequenten Einsatz erneuerbarer Energie. Wenn das ein Treiber der Energiewende sein kann, weil hier eben auch "Geld im Spiel" ist, warum nicht? Dass der Bitcoin aus seiner PoW-Falle nicht entkommt, hat damit nur bedingt etwas zu tun - allerdings läuft der von sich aus in eine Begrenzung, die schon erkennbar ist. Selbst die neueste Generation der ASIC-Miner für Bitcoin ist nur gerade so noch profitabel und der Bitcoin-Schwierigkeitsgrad läuft dem Mining gerade davon. Deswegen werden ja heute so viele Bitcoin-Farmen aufgebracht, weil die mit der noch nicht abgezahlten ASIC-Generation kein Geld mehr verdienen und deswegen nur noch mit geklautem Strom ins Plus kommen. Das ökologische Problem Bitcoin löst sich über kurz oder lang von selbst.

    Das Elon Musk diese zwei Perspektiven hemmungslos vermischt, hat was mit Marketing und seiner Persönlichkeit zu tun.

    Denn die dritte Perspektive hat ihn bisher - zumindest öffentlich - nicht bewegt: Die Demokratisierung der Finanzdienstleistungen und der Zugang zu globalen Peer-to-Peer-Netzwerken. Denen hilft natürlich nicht, wenn sich Venezuela zum Bitcoin bekennt und auch nicht, dass China eine eigene Digitalwährung erzwingen will. Vielleicht ist Dogecoin gar kein schlechter Ansatz, um die Idee zu verbreiten und viele an das Thema heranzuführen. Ethereum ist wahrscheinlich auf absehbare Zeit der Platzhirsch und das Anwendungsspektrum, das Ethereum vorgibt, wird für die nächsten Jahre die Wahrnehmung auf Kryptowährungen bestimmen.

    Ich fand die Idee der Impfausweise auf einer Blockchain nicht so schlecht, weil man eben keine zentrale Zertifizierungsstelle braucht, was gerade bei einer europaweiten Authentifizierung - also bis an die Karpaten, ans Nordkap, bis Nordafrika - keine vollkommen blöde Idee ist. Und wenn man die Blockchain selber nicht aufsetzt, sondern eine bestehende verwendet, kommt für ausgeprochen wenig Geld zu einer kontinentalen Peer-to-Peer-Infrastruktur.

    Ravencoin bietet mit den sogenannten Assets etwas Vergleichbares, allerdings deutlich Aufwändigeres und Teureres. Für derzeit rund 23 Euro kann man beliebige Inhalte in der Ravencoin-Blockchain verankern - meinem Verständnis nach vergleichbar mit den Ethereum-NFTs. Viele Formen von Eigentumsnachweisen könnte man so abwickeln.

    Einer der Vorteile besteht ja stets darin, dass man sich Per-Use in eine bestehende Infrastruktur einkauft, die im Prinzip vom Start weg ubiquitär ist. Wer ein entsprechendes (Geschäfts-)Modell etablieren will, muss nur eine geeignete Client-App programmieren und die Bezahlung mit seinen Kunden aushandeln.

    Aber gerade als Deutsche, die wir digital ja nur noch hinterherlaufen, sollten uns über jede Gelegenheit freuen, die auch Neueinsteigern niedrigschwelligen Zugang zu neuen IT-Geschäftmodellen oder auch Community-getriebenen Ideen bietet.

    Das sind alles Aspekte die Elon Musk eigentlich nicht interessieren.

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