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Woher kommt die Kraft?

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  1. Woher kommt die Kraft?

    Autor: pumok 28.11.16 - 15:09

    "Das EM-Triebwerk soll ohne Treibstoffverbrauch Kraft durch einen Mikrowellenresonator erzeugen."
    Also ein Perpetuum Mobile?

  2. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Tantalus 28.11.16 - 15:16

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ein Perpetuum Mobile?

    Nö, Energie muss ja trotzdem noch reingesteckt werden (und das nicht gerade wenig).

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  3. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: zZz 28.11.16 - 15:17

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nö, Energie muss ja trotzdem noch reingesteckt werden

    Sprich: Nichts anderes als Treibstoff, darum ging es dem TS doch



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.16 15:18 durch zZz.

  4. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Tantalus 28.11.16 - 15:25

    zZz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sprich: Nichts anderes als Treibstoff, darum ging es dem TS doch

    Treibstoff ist aber etwas materielles, Energie nicht (unbedingt).

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  5. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: amie 28.11.16 - 15:26

    Treib STOFF aka MASSE.
    Das Zeug was bei Ionentriebwerken und chemischen Triebwerken mehr oder weniger schnell rausgeworfen wird damits Vortrieb gibt.

    DAS gibts hier nicht.

  6. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: chefin 28.11.16 - 15:30

    Treibstoff ist keine Energie. Treibstoff enthält Energie und unter bestimmten Bedingungen kann man sie freisetzen.

    Strom ist Energie. Da Strom keine Masse besitzt, kann man die Energie nicht dazu nutzen Schub zu erzeugen. Für diese Erzeugung ist ein Stoff nötig der treibt, eine Masse. Diese Masse nennt man ebenfalls Treibstoff. Sie bekommt die Energie des Stromes übertragen und gibt sie wieder frei als Schub wenn die Masse die Düse verlässt.

    Treibstoffe selbst enthalten schliesslich auch nur die Energie die sie irgendwann von irgendwoher bekommen haben. Aluminium zb wird erst durch hohen Energieeinsatz aus Bauxit gewonnen. Als Bauxit ist es kein Treibstoff, kann es keine Energie mehr freisetzen. Durch den Energieeinsatz und der Umwandlung in Aluminium, bekommt man einen Stoff den man wiederum dazu nutzen kann, um daraus Aluminiumoxid zu erzeugen und die dabei frei werdende Energie in Form von Wärme nutzen, die Masse zu beschleunigen und damit Schub zu erzeugen.

    Aluminiumoxid selbst ist dann wieder reine Masse ohne das noch Energie abgegeben werden kann. Man muss wieder Energie zuführen, das Gebilde aufzulösen.

  7. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: kazhar 28.11.16 - 15:36

    Ein Antrieb der zwar keinen materiellen Treibstoff aber unverhältnismäßig viel Energie für minimale Beschleunigung braucht ist nicht ungewöhnlich.

    Kennt jeder und hat auch jeder: nennt sich Scheinwerfer.

    Photonen haben einen Impuls und können damit über ganz normale Impulserhaltung eine Beschleunigung erzeugen. Eine Anwendung wäre z.B. ein Sonnensegel oder ein Photonenantrieb.

    Der Witz bei dem EM-Drive ist ein anderer! Hier wird - zumindest auf den ersten Blick - die Impulserhaltung verletzt, weil die Mikrowellen den Resonator nicht verlassen.
    Man hat also eine in sich geschlossene Box, die in eine Richtung beschleunigt OHNE dass irgendetwas in der Gegenrichtung wegfliegt.
    -> genau daran stört man sich - und zwar aus gutem Grund.

  8. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Sinnfrei 28.11.16 - 17:37

    Nur weil man nicht weiß wie genau etwas funktioniert, heißt das weder es funktioniert nicht, noch, dass es ein Perpetuum Mobil ist.

    Es gibt noch eine Menge in der Physik, von dem keiner genau weiß wie es funktioniert. Und das man einen Effekt findet, bevor man ihn erklären kann, ist nicht gerade neu in der Geschichte der Wissenschaft ...

    __________________
    ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.16 17:37 durch Sinnfrei.

  9. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: teenriot* 28.11.16 - 17:43

    Ist überhaupt eine der Grundkräfte aktuell zu wirklich 100% erklärbar?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.16 17:43 durch teenriot*.

  10. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: picaschaf 28.11.16 - 18:01

    kazhar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Antrieb der zwar keinen materiellen Treibstoff aber unverhältnismäßig
    > viel Energie für minimale Beschleunigung braucht ist nicht ungewöhnlich.
    >
    > Kennt jeder und hat auch jeder: nennt sich Scheinwerfer.
    >
    > Photonen haben einen Impuls und können damit über ganz normale
    > Impulserhaltung eine Beschleunigung erzeugen. Eine Anwendung wäre z.B. ein
    > Sonnensegel oder ein Photonenantrieb.
    >
    > Der Witz bei dem EM-Drive ist ein anderer! Hier wird - zumindest auf den
    > ersten Blick - die Impulserhaltung verletzt, weil die Mikrowellen den
    > Resonator nicht verlassen.
    > Man hat also eine in sich geschlossene Box, die in eine Richtung
    > beschleunigt OHNE dass irgendetwas in der Gegenrichtung wegfliegt.
    > -> genau daran stört man sich - und zwar aus gutem Grund.

    Und welcher gute Grund wäre das? Eine Raumverzerrung erzeugt auch eine Beschleunigung ohne, dass irgendwo etwas ausgestoßen wird.

  11. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: hamtitampti 28.11.16 - 19:56

    Das ding ist einfach ein asymetrischer Resonator, das ist nichts neues.

    Warum fliegt eine rotierende Scheibe nicht ? Weil gleich viel masse nach unten beschleunigt wird (p=m*v) als nach oben. Daher heben sich die Kräfte auf.

    wenn du aber Elektronen langsam nach oben leitest (dicker leiter), sie unten beschleunigst auf zb, 99,999% der lichtgeschwindigkeit und nach oben schießt, dann ist die Asymmetrie gegeben.
    Die virtuell masse dabei ist E/c^2=m
    Also alles ganz Physikalisch in der Theorie. Allerdings war halb bis jetzt immer der Glaube, dass der Energietransport in die Gegenrichtung und das Abbremsen die asymetrie wieder aufhebt.

  12. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: rsaddey 28.11.16 - 20:00

    Der Vater des emDrives erklärt den Ursprung der Kraft erstaunlich verständlich und trocken selbst: https://www.youtube.com/watch?v=wBtk6xWDrwY

    EmDrive inventor Roger Shawyer explains the basic science behind his propulsion-less thrust microwave engine theory.

    The aerospace engineer Roger Shawyer created EMDrive theory in 2001 and promotes the thruster through his company, Satellite Propulsion Research LTD (SPRLTD).

  13. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: körner 28.11.16 - 20:07

    rsaddey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vater des emDrives erklärt den Ursprung der Kraft erstaunlich
    > verständlich und trocken selbst: www.youtube.com
    >
    > EmDrive inventor Roger Shawyer explains the basic science behind his
    > propulsion-less thrust microwave engine theory.
    >
    > The aerospace engineer Roger Shawyer created EMDrive theory in 2001 and
    > promotes the thruster through his company, Satellite Propulsion Research
    > LTD (SPRLTD).

    Das ist aber nur seine Theorie, (noch) keine wissenschaftlich fundierte Erklärung.

  14. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Kleine Schildkröte 28.11.16 - 20:46

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Treibstoff ist keine Energie. Treibstoff enthält Energie und unter
    > bestimmten Bedingungen kann man sie freisetzen.

    Was bitte ist Energie?

    > Strom ist Energie. Da Strom keine Masse besitzt, kann man die Energie nicht
    > dazu nutzen Schub zu erzeugen. Für diese Erzeugung ist ein Stoff nötig der
    > treibt, eine Masse. Diese Masse nennt man ebenfalls Treibstoff. Sie bekommt
    > die Energie des Stromes übertragen und gibt sie wieder frei als Schub wenn
    > die Masse die Düse verlässt.

    Seit wann bitte hat Strom keine Masse?

    > Treibstoffe selbst enthalten schliesslich auch nur die Energie die sie
    > irgendwann von irgendwoher bekommen haben. Aluminium zb wird erst durch
    > hohen Energieeinsatz aus Bauxit gewonnen. Als Bauxit ist es kein
    > Treibstoff, kann es keine Energie mehr freisetzen. Durch den Energieeinsatz
    > und der Umwandlung in Aluminium, bekommt man einen Stoff den man wiederum
    > dazu nutzen kann, um daraus Aluminiumoxid zu erzeugen und die dabei frei
    > werdende Energie in Form von Wärme nutzen, die Masse zu beschleunigen und
    > damit Schub zu erzeugen.

    Natürlich ist Bauxit ein Treibstoff. Nur halt nicht sehr effizient. Hat schließlich OH Gruppen und keine reinen O Gruppen. Kann man sicherlich enzymatisch umwandeln und dabei Gase abspalten und der gleichen. Wenn du das in Flüssigkeiten machst, hast du einen Verdrängungsantrieb vergleichbar mit den Pappschablonen im Wasser und dem berühmten Tropfen Öl, der das ganze ein gutes Stück vorwärtstreibt.

    > Aluminiumoxid selbst ist dann wieder reine Masse ohne das noch Energie
    > abgegeben werden kann. Man muss wieder Energie zuführen, das Gebilde
    > aufzulösen.

    Nochmal, was ist Energie? Aluminiumoxid mag zwar chemisch träge sein, du kannst es aber ionisieren und damit dich an diesem abstoßen bzw. dich daran heranziehen (ähnlich wie gegen den Wind segeln). Du kannst es in ein Plasma überführen und dich durch Gasdruck antreiben lassen und du könntest Atome spalten und dich freuen, wie die neuen chemischen Elemente erneut reagieren.

    Alles nicht sehr effizient, aber auch dein chemisches Treibstoffdenken benötigt oft genug Anfangs- oder Aktivierungsenergie. Ob ein Treibstoff endotherm oder exotherm ist, ist eine Haarspalterrei und Definitionsabhängig.

    Und um dem ganzen die Krönung zu verpassen, schiess Antimaterie drauf. Dann ist E=mc² dein Freund. Auch chemisch niedrige 'Masse' enthält genug Energie, um dich zu beschleunigen. Und da praktisch solche Umwandlung nicht 100% ist Beziehungsweise sich sofort neue Materie bilden würde, kannst du dich über Strahlungsdruck vordbewegen. (PS: Antimaterie + Materie ist 'exotherm', wenn du nur die Antimaterie betrachtest.)

  15. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: pythoneer 28.11.16 - 20:47

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist überhaupt eine der Grundkräfte aktuell zu wirklich 100% erklärbar?


    In der Quantenphysik ist eigentlich _NICHTS_ so wirklich erklärbar. Mein Physikprofessor an der Uni sagte mal: "Man kann sich ziemlich sicher sein, dass wenn einer von sich behauptet die Quantenmechanik verstanden zu haben, dass er diese nicht verstanden hat". Das geht ja alleine schon damit los, dass man eigentlich gar kein richtiges "wie" oder "warum" für die Effekte der nichtrelativistischen Quantenmechanik hat. Das einzige was man hat sind seltsame, nicht intuitive Effekte die man beobachten kann aus denen man Modelle/Formeln bastelt und guckt ob man mit diesen Vorhersagen treffen kann. Je besser das Modell/Formel desto "richtiger" die Vorhersage.

    Man hat auf dem Gebiet keine Möglichkeit mehr das "wie" oder "warum" zu ergründen. Man hat zwar ein mathematisches Modell und kann vorhersagen treffen, jedoch weiß man nicht mehr was das bedeutet. Man findet zwar hier und da gute Analogien aber eigentlich ist das alles eine völlig abstrakte Blackbox, die richtige Vorhersagen trifft. Das beste Beispiel liefert doch schon der Umstand, dass es viele verschiedene Interpretationen gibt: Kopenhagener Deutung oder die Viele-Welten-Interpretation um mal nur zwei zu nennen.

    Dabei geht die Kopenhagener Deutung zum Beispiel davon aus, das wir alle in einem Universum leben und sich ein Teilchen in der Zeit der Superposition in vielen verschiedenen Zuständen gleichzeitig befindet welche durch die Wellenfunktion (Schrödingergleichung) beschrieben wird. Messen wir ein Teilchen um zum Beispiel dessen Ort zu erfahren "bricht" die Wellenfunktion zusammen und wir erhalten ein konkretes Ergebnis. Dieses "zusammenbrechen" ist jedoch "nur" ein Teil der Interpretation – also ein Versuch sich das irgendwie klar zu machen was da passiert. Es stellt quasi den Beobachter in eine ausgezeichnete Position, der Wellenfunktionen zusammenbrechen lassen kann.

    Dagegen lässt die Viele-Welten-Interpretation den Beobachter auf der gleichen Ebene wie das Teilchen selber und "beide" befinden sich die ganze Zeit über in einer Superposition und beim Messen "bricht" auch nichts zusammen. Es ist viel eher so als wären wir, wie auch das Teilchen in allen Zuständen gleichzeitig (Viele-Welten), jedoch erleben wir nur eine bestimmte konkrete Ausprägung dieser vielen Möglichkeiten bewusst.

    Beide Interpretationen – neben vielen anderen – verletzen aber nicht das mathematische Modell was für sich genommen einfach nur abstrakte Formeln sind. Die Interpretationen sind ein Versuch da irgendwie einen Sinn drin zu sehen etc. Von Wahr oder Unwahr kann man da aber nicht mehr sprechen. Man könnte auch sagen, dass alle Interpretationen gleichberechtigt sind, solange sie das Modell nicht verletzen. Es kommt dann nur noch darauf an, was einem besser gefällt und die Kopenhagener Deutung ist gerade in Mode.

    Sich alleine schon vorzustellen "wie" und "warum" ein Delayed Choice Quantum Eraser funktioniert und dass die bellsche Ungleichung zeigt dass es keine verborgenen Variablen geben kann ist schon so sehr "Mindblow" dass man eigentlich auch aufhören kann sich dahinter irgendwie etwas vorzustellen oder nach einem "warum" zu fragen. Man kann das eigentlich nur noch trocken hinnehmen: "ist halt so" – weiter Experimente machen, daraus Modelle machen und gucken wie gut die Vorhersagen sind.

    Wie abstrakt das ganze geworden ist sehen wir doch schon an den Namen die verwendet werden. Wir haben Spin (obwohl sich da nichts dreht) wir haben color charge (obwohl da nichts mit Farbe ist) einfach nur weil wir kognitiv damit besser umgehen können. Man hätte es auch irgendwie was anders nennen können. Heiß und Kalt etc.

    Das ist auch das interessante am Modellbegriff selber. Es geht nicht darum die Natur 100% genau zu beschreiben, sondern nur so wie man es gerade benötigt, oder so genau man es eben kann. Ein gutes Beispiel sind die verschieden Atommodelle. Die meisten mögen sicherlich die Vorstellung vom bohrschen Atommodell. Es liefert für vieles auch Brauchbare Erklärungen – nur leider kann man ziemlich klar davon ausgehen, dass da keine kleinen Kugeln um größere Kugeln herumkreisen. Es ist nur ein abstraktes Modell um sich geistig auf dieser Ebene überhaupt noch bewegen zu können. Was ist überhaupt ein Elektron – eine Kugel mit einer bestimmen Ausbreitung? Oder ist es selber eher nur ein punktuelles Feld ohne Ausdehnung was z.B. aufgrund seiner Ladung virtuelle Teilchen anzieht und als eine Art Schutzpanzer um sich herum versammelt die wie die Grenzfläche der Kugel wirken wo die Feldstärken bei weiterem annähern so stark werden dass die Kraft so groß wird dass man sich nicht mehr weiter nähern kann und es darum wie eine Art Oberfläche wirkt. Selbst diese Kugelanalogie mit einer diskreten (berührbaren) Oberfläche ist doch schon seltsam. Was ist Oberfläche? Wenn mir mit der Faust auf den Tisch schlagen ist es doch sehr verwunderlich warum wir nicht einfach durch den Tisch hindurch schlagen. Die Atome in den Molekülen und die Kerne in den Atomen und die Umkreisenden Elektronen sind so weit von einander entfernt dass sie sich sehr wahrscheinlich dabei nicht berühren. Alles was uns davon abhält durch den Tisch, wie ein Geist, zu schlagen sind elektromagnetische Kräfte die durch Photonen ausgetauscht werden.

    Unser Bild von der Realität ist schon so weit weg von dem was wir in der Physik als Modelle aufgestellt haben, dass die Interpretationen darüber was da eigentlich vor sich geht schon fast lächerlich albern wirkt. Wenn wir uns vorstellen wie die Starke Kernkraft funktioniert – über die konstante Umwandlung von Protonen in Neutronen und umgekehrt über den Austausch von von Gluonen – Gebilde aus Quarks – und das zusammenhalten dieser im Kern durch den Austausch von Pionen – andere Zusammensetzung aus Quarks quasi der Rest bei der Umwandlung von und nach Protonen zu Neutronen – dann fragt man sich wirklich wie diese beiden Welten überhaupt noch zusammenpassen.

    Um vielleicht abschließend deine Frage zu klären: Nein erklärbar ist das alles schon lange nicht mehr – wir verbessern einfach nur immer weiter unsere mathematischen Modelle von der Wirklichkeit um die Vorhersagen zu verbessern – jedoch was die Welt im innersten zusammenhält davon haben wir keinen Schimmer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.16 20:55 durch pythoneer.

  16. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Kleine Schildkröte 28.11.16 - 20:59

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist überhaupt eine der Grundkräfte aktuell zu wirklich 100% erklärbar?

    Die Gravitation mit der Krümmung der Raumzeit erscheint als einzige wirklich einigermaßen dankbar. Wenn man aber anfängt elektrische bzw. magnetische Felder mit Hilfe von sogenannten Austauschteilchen zu erklären, dann hört es dann auf.

    An der Stelle hatte ich damals für mich beschlossen, dass wir im Grunde nichts wissen. Warum bitte soll ein Strom unaufhörlich fließender 'eingebildeter' Teilchen existieren, der einem anderen existierenden Teilchen die information vermittelt, es werde jetzt mit der Kraft x herangezogen (abstoßen wäre ja noch sinnvoll).

    An dem Punkt steige ich daher immer aus und frage große Redenschwinger nach dem Warum. Antwort ist dann immer: "Weil es so ist.". Da ist dann auf jeden Fall Ende mit dem Hochmut.

    Wenn man dann richtig pervers wird, kann man Quantenphenomene anführen. Da geht dann der richtige Irrsinn los.

    Das sieht alles wie ein riesiges Gleichungssystem aus, wo wir die Lösung beobachten können, aber niemals wissen werden, wieviel Gleichungen exisitieren und welche Variablen bzw. wie deren zusammenhang aussieht. Genauso fühlt sich das alles an.

    Das Große Problem an der Sache ist dann, dass es auch völlig Wurst ist. Das erzielte Ergebnis zählt. Die Motivation ist wie immer völlig uninteressant.

  17. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Kleine Schildkröte 28.11.16 - 21:00

    körner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rsaddey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Vater des emDrives erklärt den Ursprung der Kraft erstaunlich
    > > verständlich und trocken selbst: www.youtube.com
    > >
    > > EmDrive inventor Roger Shawyer explains the basic science behind his
    > > propulsion-less thrust microwave engine theory.
    > >
    > > The aerospace engineer Roger Shawyer created EMDrive theory in 2001 and
    > > promotes the thruster through his company, Satellite Propulsion Research
    > > LTD (SPRLTD).
    >
    > Das ist aber nur seine Theorie, (noch) keine wissenschaftlich fundierte
    > Erklärung.

    Ist doch immer so. Ich hab mal Auszüge aus den Diskursen über den Prozess der Anerkennung der Plattentektonik gelesen... .

  18. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: teenriot* 28.11.16 - 21:07

    Man muss ja gar nicht im Mikrokosmos bleibe. Selbst bei "fühlbarsten" Kraft, der Gravitation, ist man sich im makroskopischen Maßstab nicht sicher ob man überhaupt im Ansatz richtig liegt.

    Auf jeden Fall bieten die Wissenslücken genug Spielraum für gänzlich Unerwartetes.

    Zu der Viele-Welten Theorie:
    Man stelle sich eine Versuchsreihe von X Messungen vor. In allen Welten greift die Unschärfe. Nehmen wir an unsere Welt ist die "normale" und unsere Werte schwanken um einen gewissen "Mittelpunkt", bedeutet dass, das in mindestens einigen anderen Welten ein anderer "Mittelpunkt" gemessen werden muss, man dort also also zu anderen physikalischen Gesetzen, zumindest Konstanten kommt. (Bin Laie)

  19. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: m_m 28.11.16 - 21:29

    Spontan hätte ich gesagt, "die Wellen bremsen auf dem Weg zum schmalen Ende mehrfach an der schrägen Wand durch Reflektion" ... würde aber netto zu einem Thrust von 0 führen.
    Anders ausgedrückt: Die Gruppengeschwindigkeit nimmt ab, da bereits Strahldruck an den schrägen Wänden aufgebaut wird, in die falsche Richtung.
    Also netto 0.

  20. Re: Woher kommt die Kraft?

    Autor: Kleine Schildkröte 28.11.16 - 21:36

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss ja gar nicht im Mikrokosmos bleibe. Selbst bei "fühlbarsten"
    > Kraft, der Gravitation, ist man sich im makroskopischen Maßstab nicht
    > sicher ob man überhaupt im Ansatz richtig liegt.
    >
    > Auf jeden Fall bieten die Wissenslücken genug Spielraum für gänzlich
    > Unerwartetes.
    >
    > Zu der Viele-Welten Theorie:
    > Man stelle sich eine Versuchsreihe von X Messungen vor. In allen Welten
    > greift die Unschärfe. Nehmen wir an unsere Welt ist die "normale" und
    > unsere Werte schwanken um einen gewissen "Mittelpunkt", bedeutet dass, das
    > in mindestens einigen anderen Welten ein anderer "Mittelpunkt" gemessen
    > werden muss, man dort also also zu anderen physikalischen Gesetzen,
    > zumindest Konstanten kommt. (Bin Laie)

    Es gibt verschiedene Interpretationen der Viele Welten Idee (welche man getrost für Falsch halten darf). Der Klassiker ist deine Schrödingerkatze. Du machst den Deckel auf und bei dir ist die Katze gestorben und bei dir ist die Katze lebendig. Es gibt daher mindestens zwei Welten die sich eine deine Welt mit toter Katze fort bewegt und eine andere Welt mit lebender Katze fortbewegt. Die Idee ist, wann immer das System eine wahl hat, realisieren sich Systeme mit jeder möglichen Entscheidung. Das gilt für jede existierende Unabwegbarkeit.

    Im Gegensatz zur SciFi ist die eigentliche Idee, dass man nicht entscheiden kann, wieviel Welten es gibt, da die premisse ist, dass sich die Welten durch dieses 'aufspalten' nicht gegenseitig beeinflussen bzw. das aufspalten auch keine merkliche Änderung bedeutet.

    Auf die Spitze getrieben, stell dir vor dass zu jedem unendlich kleinen Zeitpunkt, unendlich viele Welten sich aufspalten und das unendliche mal. Man könnte sogar soweit gehen, dass alle denkbaren versionen unseres Universums parallel exisitieren.

    Kranke Vorstellung aber unter der Premisse per Definition unentscheidbar.

    Das ganze grenzt an den Gottesgedanken. Per Definition nicht falsifizierbar... .

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