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Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

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  1. Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: schap23 22.09.19 - 08:17

    Schwefelhexaflourid wird in Schaltanlagen als Isoliergas verwendet. Es kommt unter anderem in vielen Windkraftanlagen wie in der notwendigen Netztechnik zum Einsatz. Es ist das stärkste Klimagas, das derzeit bekannt ist und baut sich im Gegensatz zu CO2 nicht ab.

  2. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: JouMxyzptlk 22.09.19 - 08:30

    Vollkommen OT.
    Aber mal sehen wann 100% Stickstoff statt Schwefelhexaflourid wieder zurückkommt. Oder Ölisolierung. Da müssen sich dann ein paar Anlagen vergrößern, SF6 isoliert eben gut.

  3. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: gast22 22.09.19 - 08:47

    "Wegen der sehr geringen Konzentration von SF6 in der Erdatmosphäre (ca. 10 ppt (Parts per trillion) volumenbezogen im Jahr 2019, was 0,78 ppmV CO2-Äquivalent entspricht.; ca. 0.3 ppt Steigerung pro Jahr; CO2 ca. 400 ppm mit ca. 2 ppm pro Jahr Anstieg pro Jahr) wird sein Einfluss auf die globale Erwärmung jedoch noch als verhältnismäßig moderat betrachtet. Es trägt nicht zur Zerstörung der Ozonschicht bei."

    Quelle Wikipedia.

    Was ist letztlich schlimmer: CO2-Ausstoß in Massen durch Kohlekraftwerke oder der Bau von Windkraftanlagen?

    PS: Und es baut sich ab, allerdings erst nach 3.200 Jahren
    (Quelle: G. Myhre, D. Shindell et al.: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I contribution to the IPCC Fifth Assessment Report. Hrsg.: Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, Chapter 8: Anthropogenic and Natural Radiative Forcing, S. 24–39; Table 8.SM.16 (PDF).)

  4. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: Kompost 22.09.19 - 08:52

    Die Aussage ist zwar richtig, aber einfach mal bei Wikipedia weiter lesen:

    "SF6-Gas ist laut Fünftem Sachstandsbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) das stärkste bekannte Treibhausgas. 1 kg dieses Gases ist, auf einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet, genauso wirksam wie 26 087 kg Kohlenstoffdioxid (CO2). Die atmosphärische Lebensdauer von SF6 beträgt ca. 3.200 Jahre.[5]

    Wegen der sehr geringen Konzentration von SF6 in der Erdatmosphäre (ca. 10 ppt (Parts per trillion) volumenbezogen im Jahr 2019, was 0,78 ppmV CO2-Äquivalent entspricht.; ca. 0.3 ppt Steigerung pro Jahr; CO2 ca. 400 ppm mit ca. 2 ppm pro Jahr Anstieg pro Jahr) wird sein Einfluss auf die globale Erwärmung jedoch noch als verhältnismäßig moderat betrachtet. Es trägt nicht zur Zerstörung der Ozonschicht bei. "

    D.h. wir pusten soviel mehr CO2 in die Atmosphäre, dass das SF6 trotz seiner Stärke als Treibhausgas keine Rolle spielt. Wenn wir es schaffen den CO2 Ausstoß auf (nicht um!) knapp ein Zehntausendstel von heute zu reduzieren, erst dann müssen wir uns auch Gedanken um SF6 machen. (man beachte im Wikipedia Artikel SF6 ppt (Parts per trillion), CO2 ppm (Part per million))

    MfG

  5. Und die Schaltanlagen von Braunkohlekraftwerken sind SF6 frei?

    Autor: M.P. 22.09.19 - 09:50

    Daneben kommen aktuell immer mehr =EM]SF6 - freie Alternativen auf den Markt

  6. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: friespeace 22.09.19 - 10:59

    Davon abgesehen: es gibt auch Schaltanlagen die ohne SF6 auskommen. Und mit Windkraft hat das mal gar nichts direkt zu tun.
    Welches Mittelspannungsequipment eingebaut wird ist ja unabhängig vom Anlagentyp.

  7. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: KlugKacka 22.09.19 - 11:02

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Was ist letztlich schlimmer: CO2-Ausstoß in Massen durch Kohlekraftwerke
    > oder der Bau von Windkraftanlagen?
    >

    Das wird sich noch zeigen, was die folgen der Energieentnahme aus dem Wind sind.
    Vielleicht noch mehr solche feststehenden Großwetterlagen die dauerhafte hitze bringen, oder Sturm.

  8. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: Sharra 22.09.19 - 11:39

    Gemessen am Gesamt-Energievolumen des Windes nehmen wir derzeit so wenig heraus, dass wahrscheinlich die Skylines der Großstädte einen größeren Einfluss haben dürften.

    Aber ja- Natürlich findet ein Energietransfer statt. Die Energie wird als Strom abgeleitet, und dem Wind, somit dem Wetter, und mittelfristig dem Klima, wird diese Energie entzogen.
    Veränderungen wird es also schon zwangsläufig geben. Ob wir diese allerdings isoliert betrachten können, oder nur als Teil des Klimawandels an sich, wird sich noch zeigen müssen.

  9. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: M.P. 22.09.19 - 12:56

    Insbesondere werden die Schaltanlagen von Kohlekraftwerken auch nicht SF6-frei sein...

  10. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: ZombieKnut 22.09.19 - 14:44

    entzogen wird dem klima das bei verwendung der umgewandelten energie letzendlich doch nicht, denn der daraus gewandelte elektrische strom wird ja wieder in reibung bzw. wärme umgesetzt.

  11. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: Sharra 22.09.19 - 15:02

    ZombieKnut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > entzogen wird dem klima das bei verwendung der umgewandelten energie
    > letzendlich doch nicht, denn der daraus gewandelte elektrische strom wird
    > ja wieder in reibung bzw. wärme umgesetzt.

    Wärme ist aber nicht Wind, und arbeitet an anderer Stelle und in anderer Art.
    Wenn wir dem Wind Energie entziehen wirkt dieser zwangsläufig schwächer, und das kann nicht ohne Reaktion bleiben.
    Ob sich das merklich auswirkt, wird man sehen. Aber die Tatsache an sich ist zwangsläufig.

  12. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: fanreisender 22.09.19 - 16:28

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schwefelhexaflourid wird in Schaltanlagen als Isoliergas verwendet. Es
    > kommt unter anderem in vielen Windkraftanlagen wie in der notwendigen
    > Netztechnik zum Einsatz. Es ist das stärkste Klimagas, das derzeit bekannt
    > ist und baut sich im Gegensatz zu CO2 nicht ab.

    ... und kostet ein derartiges Vermögen, dass so etwas wie ein CO2-Preis gar nicht nötig ist, um die Betreiber zu sparsamsten Umgang zu motivieren.

  13. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: captain_spaulding 22.09.19 - 16:54

    Nach Infraschall, Abschattung, Vogel/Insektengenozid, Lärm usw. nun das neue Hirngespinnst der Anti-Klima-Lobby: Schwefelhexaflourid!

  14. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: Anonymer Nutzer 23.09.19 - 03:38

    KlugKacka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird sich noch zeigen, was die folgen der Energieentnahme aus dem Wind
    > sind.
    > Vielleicht noch mehr solche feststehenden Großwetterlagen die dauerhafte
    > hitze bringen, oder Sturm.

    Was hier für Gründe angeführt werden, nur um nichts ändern zu müssen, ist echt der absolute Kracher! Man betrachte damals die Segelschiffe. Die haben alle dem Wind Energie entzogen. Die Großstädte mit ihren Wolkenkratzern nehmen auch dem Wind die Energie. Jeder Baum, jedes Haus auf dem Dorf nimmt dem Wind Energie. Und dennoch gibt es noch Wind ohne Ende!

  15. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: John2k 23.09.19 - 09:05

    Kompost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > D.h. wir pusten soviel mehr CO2 in die Atmosphäre, dass das SF6 trotz
    > seiner Stärke als Treibhausgas keine Rolle spielt. Wenn wir es schaffen den
    > CO2 Ausstoß auf (nicht um!) knapp ein Zehntausendstel von heute zu
    > reduzieren, erst dann müssen wir uns auch Gedanken um SF6 machen. (man
    > beachte im Wikipedia Artikel SF6 ppt (Parts per trillion), CO2 ppm (Part
    > per million))
    >
    > MfG


    Das ist ja eine tolle Logik. Weil wir gerade von einem Gas viel in die Atmosphäre blasen, können wir von einem Anderen, was noch schädlicher ist, trotzdem viel mehr einleiten.

    Es summiert sich ja trotzdem.

  16. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: M.P. 23.09.19 - 09:41

    Im Prinzip sollte man die Priorität der Behebung von Problemen nach dem Schaden, den ein Warten verursacht bemessen.

    Definitiv arbeitet z. B. Siemens an SF6-freien Schaltanlagen. Ob man die Windkraftanlagen aber als besondere SF6-Sünder hinstellen sollte, um Kohlekraftwerken ein weniger in der öffentlichen Akzeptanz zu heben - da habe ich meine Zweifel. Insbesondere, weil die Schaltanlagen von Kohlekraftwerken mit einiger Sicherheit auch SF6-Technik einsetzen ...

  17. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: Tantalus 23.09.19 - 12:00

    maverick1977 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder Baum, jedes Haus auf dem Dorf nimmt
    > dem Wind Energie. Und dennoch gibt es noch Wind ohne Ende!

    Berge verbieten, Freiheit für den Wind! :-P

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  18. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: captain_spaulding 23.09.19 - 14:24

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ja eine tolle Logik. Weil wir gerade von einem Gas viel in die
    > Atmosphäre blasen, können wir von einem Anderen, was noch schädlicher ist,
    > trotzdem viel mehr einleiten.
    >
    > Es summiert sich ja trotzdem.

    Es geht hier vor allem um die Größenordnungen. Du hättest recht wenn SF6 ähnlich viel Schaden anrichten würde wie CO2. Oder vielleicht 10%.
    Aber da es nur 0,01% sind ist es ziemlich unsinnig hier großen Aufwand zu treiben.

  19. Re: Und immer viel Schwefelhexafluorid verwenden

    Autor: bombinho 24.09.19 - 13:47

    KlugKacka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird sich noch zeigen, was die folgen der Energieentnahme aus dem Wind
    > sind.
    > Vielleicht noch mehr solche feststehenden Großwetterlagen die dauerhafte
    > hitze bringen, oder Sturm.

    Bisher war doch das Argument, dass der fruehere flaechige Baumbewuchs sehr viel mehr Energie aus dem Wind entnommen hatte? Damit waere die logische Folge, dass die Windkraftanlagen den frueheren Zustand ein wenig besser simulieren.

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