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Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

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  1. Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: supergurki 23.08.19 - 12:23

    Das ist so ekelhaft, Patente auf Lebewesen...
    WIDERLICH!

  2. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: Dekatelon 23.08.19 - 12:42

    Ehrlich gesagt halte ich das Essen eines Hamburgers für moralisch verwerflicher, als ein Patent auf ein Mikrobengenom.

  3. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: FrankM 23.08.19 - 12:47

    Es ist nicht ein Lebewesen patentiert, sondern ein Stamm. Es ist die Forschung dieser Firma. Dieser Stamm kommt so in der Natur nicht vor. Genauso wenig wie die Hunderassen in der Natur vorkommen würden, oder die Äpfel im Kaufhaus, die alle auch durch den Menschen modifiziert wurden: Züchtung und Sortenschutz.

    Dass eine Firma sich nun diese Züchtung für ein paar Jahre absichert, um die investierte Kosten wieder erwirtschaften zu können, finde ich nicht verwerflich. Zumal dieser Stamm eben nirgends sonst auf der Welt bisher exisiert ist.

  4. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: m4mpf 23.08.19 - 12:50

    Andererseits würde ohne Patent diese Anlage nicht existieren.

    Das ist nunmal der Köder, um zu investieren. Eine "geklaute" Mikrobe würde wohl reichen um das Geschäft ohne den Erfinder aufzuziehen, wenn es keinen Patentschutz gäbe.

  5. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: nachgefragt 23.08.19 - 13:11

    Dekatelon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ehrlich gesagt halte ich das Essen eines Hamburgers für moralisch
    > verwerflicher, als ein Patent auf ein Mikrobengenom.

    Welche gesellschaftlichen Werte werden denn durch den Verzehr eine Hamburgers (hier in Deutschland) verletzt?
    Unüblich sind solche Patente auf Lebenwesen übrigends nicht. Es gibt ja auch Patente auf auch Schimpansen mit Krabbenerbgut.
    Die ethische und moralische Grenze wird eigentlich nur beim Menschen gemacht, und selbst da denkt z.B. Japan ja nun anders.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.19 13:12 durch nachgefragt.

  6. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: Auauau 23.08.19 - 13:38

    Fast alle heute kommerziel erfolgreichen Obstsorten beruhen in Ihren Haupteigenschaften auf Zufallssämmlingen die dann durch Einkreuzung minimalst verändert wurden. Patente darauf sind für mich dann sowie als würde ich bei einem Auto die lackierung ändern und deswegen dann ein eigenes Patent auf das ganze Fahrzeug bekommen. Ebenso wäre erstmal zu beweisen das die Eigenschften dieses Stammes tatsächlich nicht auf der Erde vorkommen und auch noch nie vorgekommen sind, anonsten ist das ja nur eine unbewiesenen Behauptung.

  7. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: supergurki 23.08.19 - 13:41

    Wenn zum Beispiel patentierte Pflanzensamen auf das Feld eines anderen fliegen, kann derjenige schnell richtig viel Geld loswerden wegen angeblicher Patentrechtsverletzung.
    Toll, oder?

    Aber davon abgesehen, Patente auf Leben sind der letzte Dreck.

    Auszüge anderer Quellen:

    Patente, die ganze Lebewesen und deren Gene umfassen, wurden tatsächlich bereits erteilt, etwa 1992 das Patent auf die so genannte Krebsmaus. Es umfasst genmanipulierte Mäuse und zusätzlich auch alle anderen Säugetiere, die an Krebs erkranken können, also auch Krebshunde oder Krebsaffen. Zusätzlich werden auch die Nachkommen dieser Tiere beansprucht. Erteilt wurde schon ein Patent auf das Blut menschlicher Föten. Somit werden Teile des menschlichen Körpers zu Erfindungen der Industrie.

    Häufig umfasst ein einziges Patent mehrere Tier- oder Pflanzenarten. Das Patent auf die Anti-Matsch-Tomate umfasst genmanipulierte Tomaten, Äpfel, Nüsse und Waldbäume. Insgesamt wurde bereits etwa ein Dutzend Patente auf Tiere, hundert Patente auf Pflanzen und---- einige hundert Patente auf menschliche Gene erteilt.----
    -----

    Patente auf Leben ermöglichen MNonopole über Essen, Tiere, Pflanzen etc... und somit ermöglicht es Unternehmen sogar ganzen Ländern Nahrung durch Urheberrechtliche oder Patentrechtliche Ansprüche zu entziehen.

    Du hast Monsantomais auf deinem Feld? Kurz vor der Ernte wird deine Lizenz entzogen.
    Du hast Schweine der Rasse ndm329834r in deinem Garten? Der Patentinhaber entzieht deine Lizenz von heute auf morgen, weil sie auf unbestimmte Zeit und somit jederzeit revidierbar erteilt wurde.
    Geile Sache, Patente auf Leben.......
    Ja, es hat Vorteile, rein wirtschaftlich. Menschlich, ethisch kommt dabei NICHTS Gutes raus.
    Nein, Patente auf Leben sind der Anfang vom Ende.

    Greenpeace:
    Es geht letztendlich um die Frage, wem die belebte Natur gehören wird. Die Heilpflanzen aus den Urwäldern sind davon genauso betroffen wie die Frage, ob Saatgut weltweit monopolisiert werden darf. Ethische Grenzen werden da überschritten, wo sogar Tiere oder Teile des menschlichen Körpers patentiert werden. Die Gen-Konzerne missbrauchendas Patentrecht, um sich das Naturerbe anzueignen. Greenpeace warnt vorerheblichen Auswirkungen auf den Erhalt der biologischen Vielfalt, dieSicherung der Welternährung und befürchtet eine Verdinglichung aller Lebewesen bis hin zum Menschen.

    Greenpeace fordert ein Verbot der Patentierung von Lebewesen und deren Genen. Leben lässt sich nicht erfinden. Entdeckungen und die biologischen Lebensvorgänge dürfen deswegen auch nicht patentiert werden.
    ----------

  8. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: /mecki78 23.08.19 - 21:35

    nachgefragt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche gesellschaftlichen Werte werden denn durch den Verzehr eine
    > Hamburgers (hier in Deutschland) verletzt?

    Die Produktion von Rindfleisch ist die mit Abstand umweltschädlichste Produktion aller Fleischsorten.

    * Zum einen brauchen Rinder am meisten Platz. Somit trägt Rinderzucht massiv zum Flächenfraß bei und ist mit ein Grund, warum überall auf der Welt Regenwälder gerodet wurden und immer noch werden.

    * Dann ist das Verhältnis zwischen der Menge an Futtermitteln, die man investieren muss zur Menge an gewonnen Fleisch mit Abstand am schlechtesten. D.h. die Verschwendung von guten Ackerland, das direkt viele Menschen hätte ernähren können, zur Produktion von Futtermittel ist hier am aller größten.

    * Und dann scheiden Rinder große Mengen an Methangas aus, das meiste davon geht natürlich einfach in die Atmosphäre und hier ist Methangas aber ein vielfach schlimmeres Treibhausgas als CO2, wenn man es nicht verbrennt, sondern einfach nur so in die Atmosphäre lässt.

    Rindfleisch zu essen ist also absoluter Luxus, besonders dann, wenn es auch noch aus Nord- oder Südamerika importiert wurde. Die Umweltbilanz für Schweinefleisch ist um einiges besser, die Umweltbilanz für Geflügel ist sogar deutlich besser.

    /Mecki

  9. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: JackIsBack 23.08.19 - 22:22

    supergurki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist so ekelhaft, Patente auf Lebewesen...
    > WIDERLICH!


    Die Patente sind richtig und wichtig um das geistige Eigentum zu schützen.

    „ Steam ist kein DRM“
    - Gabe

    „ Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“
    - Serdar Somuncu

    „Klimaschutz durch Verzicht, Verbote, Askese, das kann man alles machen. Aber: Auf diesem Weg wird uns global niemand folgen. Viele Menschen können gar nicht auf Wohlstand verzichten, weil sie noch gar keinen haben. Statt Moralweltmeister sollte unser Anspruch sein, durch Innovationen und Fortschritt Technologie-Weltmeister zu werden, um durch neue Ideen das Klima und die Umwelt zu retten!„
    Christian Lindner, FDP

  10. Re: Der Electrochaea-Stamm sei patentiert

    Autor: supergurki 26.08.19 - 09:52

    Patente auf Leben sind wichtig um Menschen die Grundlage für Leben (Nahrung und Co.) entziehen zu können.

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