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Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

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  1. Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: alterdaswirdnix 23.08.19 - 15:53

    ...dort fällt durch den gärenden Klärschlamm jede Menge Methan an! Und wird regelmässig abgefackelt weil's keiner haben will...

    Wenn schon mit Windenergie was umwandeln, dann wenigstens gleich das geklärte Wasser elektrolysieren, den Wasserstoff mit dem Methan mischen und zu LPG "reagieren", den Sauerstoff abfüllen und Krankenhäusern zur Verfügung stellen.

    Dieses LPG dann in für Gasverbrennung umgerüstete Autos als Kraftstoff einsetzen (oder in Heizungen, etc). Eh voila, wieder ein Stück weg von fossilen Brennstoffen.

  2. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: AllDayPiano 23.08.19 - 15:58

    [ ] Ich habe den Artikel gelesen
    [ X ] neee, hab nur die ersten paar Zeilen gelesen und hab mir gedacht, ich schmeiß lieber mal ein paar Kommentare ins Forum.

  3. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: alterdaswirdnix 23.08.19 - 16:42

    [ ] Ich habe den Post gelesen und verstanden
    [ X ] neee, hab nur die ersten paar Buchstaben gelesen und hab mir gedacht, ich schmeiß lieber mal einen Kommentare ins Forum.

    ...sieh mal - ob als "Energiespeicher" oder sonstwas; es ist absolut OBERIRRE und MONUMENTALIDIOTISCH den Wasserstoff in Methan umwandeln zu lassen.

    Wasserstoff an sich ist schon Energieträger und lässt sich sauberer weiterverwenden; ob nun direkt als Verbrennung, in einer Brennstoffzelle, oder eben mit Kläranlagen-Methan zu LPG umgewandelt.

    EDIT: LPG übrigens darum, weil jene Technologie das Gas sauberer verbrennt als CNG-Antriebe, UND die Motoren dennoch sowohl Benzin als auch LPG nutzen können... Ist es den Plakettenklebern also ernst mit Schadstoffausstoss verringern, müssten LPG-Umrüstungen gefördert werden; wie gesagt: Methan fällt bei jeder Kläranlage an, Elektrolysieren scheint auch enttabuisiert worden zu sein... WE HAVE THE TECHNOLOGY

    Warum also noch mit Mikroben etwas künstlich herstellen, was schon längst im Übermass anfällt?

    Ferner: wenn das Methan direkt eingespeist werden kann. Warum macht man das nicht mit dem Kläranlagengas? Fällt auch an. Kostenlos. Ohne Mikroben oder Wasserstoff-Umwandlung.

    Richtig, weil keiner drüber nachgedacht hat, das auch dort Methan anfällt.

    ...sozusagen wie mit Brennstoffzellen: Elektrolyse soll einen zu geringen Wirkungsgrad haben; darum propagiert man überal, das Wasserstoff durch Zersetzung von Erdgas gewonnen werden soll. So richtig überlegen das dies dann ein unnötiger Schritt ist (weil Erdgas wie Wasserstoff Energieträger ist), macht niemand...

    Das mit dem Energiespeicher ist eh müssig; keiner der On- oder Offshore Windparks in Deutschland kann zu 100% ausgelastet werden; meist müssen Windräder künstlich gedreht werden, um den Strom der Anderen zu verbrauchen. GRUND: das deutsche Stromnetz ist so marode und unterdimensioniert, das es zusammenbrechen würde, würden alle Windparks Strom generieren.

    Will man also den Windstrom speichern, geht das vorerst nur dort, wo er hergestellt wird.
    MAN KANN DEN STROM NICHT WEGTRANSPORTIEREN.
    Will man dann den gespeicherten Strom einspeisen, geht das folglich ebenfalls nur dort, wo er "gelagert" wurde.

    ...oder man baut neue Gasleitungen, neue Stromleitungen, etc usw usf.
    (ich würde ja für die Modernisierung des Stromnetzes plädieren; bei Wind/schlechtem Wetter gibts Windstrom aus S/A, bei Sonnenschein/Flaute Photovoltaikstrom aus BaWü, etc...)

    Wie geschrieben: man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen? (man verschenkt gerade MASSEN an Energie!)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.19 16:44 durch alterdaswirdnix.

  4. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: Netzweltler 23.08.19 - 16:54

    alterdaswirdnix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...dort fällt durch den gärenden Klärschlamm jede Menge Methan an! Und wird
    > regelmässig abgefackelt weil's keiner haben will...
    >
    > Wenn schon mit Windenergie was umwandeln, dann wenigstens gleich das
    > geklärte Wasser elektrolysieren, den Wasserstoff mit dem Methan mischen und
    > zu LPG "reagieren", den Sauerstoff abfüllen und Krankenhäusern zur
    > Verfügung stellen.
    >
    > Dieses LPG dann in für Gasverbrennung umgerüstete Autos als Kraftstoff
    > einsetzen (oder in Heizungen, etc). Eh voila, wieder ein Stück weg von
    > fossilen Brennstoffen.
    Wieviel Methan entsetht denn in so einer Kläranlage?

  5. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: TheGrey 23.08.19 - 18:13

    Ne Kläranlage produziert in erster linie sauberes Wasser. Dabei entsteht in erster Linie CO2. Der anfallende Klärschlamm kann zur Faulgasproduktion genutzt werden. Das lohnt sich aber erst ab ca. 10.000 Einwohnern. Faulgas besteht zu ca. 70 % aus methan und der Rest CO2 das abgeschieden wird (jenes Nutzen die mikroben im Artikel). Das methan wird natürlich nicht abgefackelt. Sondern in BHKWs verstromt und die abwärme zum heizen des faulbehälters genutzt. Dadurch können viele KA fast energieautark arbeiten und sehr große manchmal sogar Strom verkaufen. Manchmal wird das gereinigte gas auch ins Netz gespeist falls sich ein BHKW nicht rechnet.

    So viel zum methan auf Kläranlagen. Da war soviel falsch da musst ich mich glatt anmelden!

    Grüße TheGrey

  6. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: alterdaswirdnix 23.08.19 - 18:26

    @TheGrey

    Danke - ich gebe zu, mein Wissen ist etwas veraltet; schön das da was gegangen ist; allerdings sind die 4 Kläranlagen in meiner Region (genau so wie mein Wissen) nicht in die Gegenwart aufgeschlossen, die fackeln ab statt zu verwenden...

  7. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: TheGrey 23.08.19 - 18:41

    Dann sind die entweder echt alt oder irgendwas an der anlage funktioniert nicht mehr und es wird "zur Not" abgefackelt. Wenns für n BHKW nicht reicht wird teils auch direkt geheizt und der Überschuss abgefackelt.
    Aber ja es gibt leider viele veraltete Klärwerke. Die kosten die Gemeinden auch nur geld und bringen gar nix.

    Grüße TheGrey

  8. Wasserstoffbedarf der chemischen Industrie

    Autor: M.P. 24.08.19 - 20:39

    Dieser ist um 1 ... 2 Größenordnungen höher, als das was man heute mit überschüssigem Ökostrom erzeugen könnte. Bevor man Wasserstoff in Methan umwandelt und in das Erdgasnetz einspeist, wo die chemische Industrie ihn entnimmt, um in ihren Reformern daraus Wasserstoff zu gewinnen, sollte man darüber nachdenken, ob man den Wasserstoff aus der Ökostrom-Elektrolyse nicht gleich irgendwie direkt der chemischen Energie zugänglich macht ...

    Auf der anderen Seite ist es natürlich sinnvoll, ein erprobtes Verfahren in der Schublade zu haben, wenn die Überschüsse mit dem weiteren Ausbau von Solar- und Windkraft immens steigen ...

  9. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: Eheran 26.08.19 - 09:07

    Danke, dass du mir die Arbeit abgenommen hast.

  10. Re: Man braucht Methan? Warum nicht bei Kläranlagen abzapfen?

    Autor: rcp48 26.08.19 - 09:13

    LPG ist nicht gewollt.

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