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Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

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  1. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 16:20

    Kleiner Tipp noch nur so unter uns: Der beste Weg, eine Technologie voran zu bringen, ist sie sich zu kaufen.

    Damit würdest Du die Zahl der privat (!) zugelassenen FCEVs auch in Deutschland in den zweistelligen Bereich heben. Das ist doch ein toller Meilenstein!? :D

    Oder möchtest Du lieber andere Technologien verhindern?

  2. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: katze_sonne 10.01.20 - 16:30

    mick1337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2. Lade-Infrastruktur ist sehr teuer.
    > Wenn wir schon heute Verteilungskämpfe an den Ladesäulen haben (Google:
    > "Warteschlangen Ladestationen Berlin", Google: "Warteschlangen Tesla USA"),

    Aber kennst du auch die Videos von den Warteschlangen an den Wasserstofftankstellen in Kalifornien?

    Die Tankstellen haben nur einen sehr geringen Durchsatz von 8 Autos pro Stunde oder so, da dann erstmal wieder der Wasserstoff komprimiert / auf Druck gebracht werden muss. Und wenn das gerade nicht das Problem ist, sind die Einfüllstutzen gerade vereist und müssen erstmal wieder auftauen.

    Dazu kommt das Problem, dass in der Nähe von Wohngebieten nur begrenzte Mengen an Wasserstoff gelagert werden können / dürfen. Die in Norwegen explodierte Wasserstofftankstelle zeigt auch eindeutig warum: Auch, wenn man denkt, eine Technologie zu beherrschen, kann es mal zu Fehlern kommen. Und das Ausmaß der Schäden durch die Explosion ist schon beeindruckend. Man überlege mal, dort hätte die 4-fache Menge an Wasserstoff gelagert.

    Begrenzte Lagermengen bedeutet auch: Der Nachschub der Tankstellen muss konstant gesichert sein - es muss sehr regelmäßige Lieferungen geben. Klappt leider nicht so ganz, entsprechend stehen in Kalifornien regelmäßig die Leute vor der leeren H2-Tankstellen.

    Ladesäulen kann man dagegen sehr einfach neue und mehr bauen - dass das möglich ist, zeigt Tesla. Gibt inzwischen mehrere Supercharger mit 50 Stalls oder mehr. Klar haben sie stellenweise damit zu kämpfen, dass es Warteschlangen gibt - das liegt aber daran, dass Tesla in Kalifornien einfach so wahnsinnig viele Autos verkauft und stellenweise mit dem Ausbau der Supercharger etwas hinterherhinkt. Mit den neuen Supercharger v3 müssen sich Stalls nicht mehr die Ladeleistung teilen und die Autos laden schneller. Das heißt: Der Durchsatz an Autos steigt massiv und dürfte bei größeren Superchargern größer sein als der an einer herkömmlichen Tankstelle. Tausende andere Supercharger (wo du scheinbar keine Videos zu gesehen hast) zeigen ja, dass Tesla größtenteils keine Probleme damit hat, beim Ausbau mitzuhalten. Viral gehen natürlich nur die Videos von den 3-4 Superchargern, die wirklich Kapazitätsprobleme haben (entsprechend soll an der hauptsächlich betroffenen Route demnächst auch ein weiterer größerer Supercharger eröffnet werden).

    Ich sehe nicht, wo dieses Problem so "unlösbar" ist, wie du meinst.

    > wie soll das funktionieren wenn alle Autos in Deutschland mit Batterien
    > fahren? Fast jeder Stellplatz würde eine Ladestation benötigen damit es
    > keinen Kampf zwischen den Fahrzeugbesitzern gibt.

    Ja. Leute mit eigener Garage / eigenem Stellplatz auf dem Grundstück haben sowieso kein Problem - Wallbox dran und gut ist. Die Frage wird eher sein, wie die Lösung bei Straßenparkern aussehen wird. Laden die Leute beim Supermarkt während des Einkaufs per DC schnell nach oder werden ganze Straßenzüge mit langsamen AC-Ladern ausgerüstet (so läuft das übrigens in Norwegen ab; gibt es auch Fotos zu).

    > Für unseren Staat ist das viel zu teuer und privat wird kaum in öffentliche
    > Parkplätze investiert.
    > Dabei haben wir doch schon ein sehr gut funktionierendes Konzept:
    > Tankstellen, Tanklaster und Pipelines. Zentralisierte Stellen an denen man
    > wieder Energie in das Fahrzeug bringt.

    Leider funktioniert dieses Konzept mit Wasserstoff nicht so ganz. So groß die Ähnlichkeiten sind, so sehr unterscheiden sich die Details. Am Ende beudetet das, dass diese von dir genannte Infrastruktur noch mal komplett neu aufgebaut werden muss.

    Oh und so ne Wasserstofftankstelle kostet saumäßig viel Geld, dagegen sind ein paar Schnellladesäulen ein reine Schnäppchen. Dazu kommt noch, dass der "Brennstoff" (Wasserstoff) vergleichsweise superteuer ist.

  3. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: MarcusK 10.01.20 - 16:39

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mick1337 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 2. Lade-Infrastruktur ist sehr teuer.
    > > Wenn wir schon heute Verteilungskämpfe an den Ladesäulen haben (Google:
    > > "Warteschlangen Ladestationen Berlin", Google: "Warteschlangen Tesla
    > USA"),
    >
    > Aber kennst du auch die Videos von den Warteschlangen an den
    > Wasserstofftankstellen in Kalifornien?
    >
    > Die Tankstellen haben nur einen sehr geringen Durchsatz von 8 Autos pro
    > Stunde oder so, da dann erstmal wieder der Wasserstoff komprimiert / auf
    > Druck gebracht werden muss.
    Das ist aber nur das Limit weil die Tankstelle so geplant wurde, es spricht nichts dagegen es auch größer zu Planen

    > Und wenn das gerade nicht das Problem ist, sind
    > die Einfüllstutzen gerade vereist und müssen erstmal wieder auftauen.
    Wird sich wohl auch lösen lassen, zu not Heizung einbauen.

    > Dazu kommt das Problem, dass in der Nähe von Wohngebieten nur begrenzte
    > Mengen an Wasserstoff gelagert werden können / dürfen.
    Erdgasleitungen haben sogar unendlich viel Gas ...

    > Die in Norwegen
    > explodierte Wasserstofftankstelle zeigt auch eindeutig warum: Auch, wenn
    > man denkt, eine Technologie zu beherrschen, kann es mal zu Fehlern kommen.
    richtig - es war ein Montage Fehler

    > Und das Ausmaß der Schäden durch die Explosion ist schon beeindruckend. Man
    > überlege mal, dort hätte die 4-fache Menge an Wasserstoff gelagert.
    nichts anders, weil reiner Wasserstoff sich nur ausdehnt und weder brennt noch explodiert.

    Es explodiert nur ein Wasserstoff - Sauerstoff Gemisch. Es hätte also nichts geändert weil der Wasserstoff im Tank an der Explosion nicht wirklich beteiligt war.

    > Begrenzte Lagermengen bedeutet auch: Der Nachschub der Tankstellen muss
    > konstant gesichert sein - es muss sehr regelmäßige Lieferungen geben.
    > Klappt leider nicht so ganz, entsprechend stehen in Kalifornien regelmäßig
    > die Leute vor der leeren H2-Tankstellen.
    so etwas muss selbstverständlich an den bedarf angepasst werden.

    > Ladesäulen kann man dagegen sehr einfach neue und mehr bauen - dass das
    > möglich ist, zeigt Tesla.
    klar - nur muss das Stromnetz auch dafür ausgebaut sein. Die Leistung eines Supercharger ist auch für die Energieversorger nicht ohne.

    Also neue Trafos. Leitungen usw.

    > Oh und so ne Wasserstofftankstelle kostet saumäßig viel Geld, dagegen sind
    > ein paar Schnellladesäulen ein reine Schnäppchen. Dazu kommt noch, dass der
    > "Brennstoff" (Wasserstoff) vergleichsweise superteuer ist.
    Wenn ein passender Stromanschluss vorhanden ist ja.

  4. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 16:51

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > Erdgasleitungen haben sogar unendlich viel Gas ...
    >

    Das ist
    1. Totaler Blödsinn!
    2. Die Wasserstoffkapazität von Erdgasleitungen ist auf max. 10% begrenzt.
    3. Selbst die helfen Dir nicht für ein FCEV, denn den Wasserstoff bekommst Du aus dem Gemisch ja gar nicht mehr so einfach isoliert.

    Das zeigt, wie gut Du informiert bist :)

  5. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: MarcusK 10.01.20 - 16:55

    SteWec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ...
    > > Erdgasleitungen haben sogar unendlich viel Gas ...
    > >
    >
    > Das ist
    > 1. Totaler Blödsinn!
    > 2. Die Wasserstoffkapazität von Erdgasleitungen ist auf max. 10% begrenzt.
    > 3. Selbst die helfen Dir nicht für ein FCEV, denn den Wasserstoff bekommst

    Das habe ich nicht gewollt. Ich wollte damit nur sagen, das eine Gasleitung eigentlich genauso gefährlich ist, wie Wasserstoff.
    Bei Wasserstoff kommt nur noch dazu das der Druck selber eine gewissen Gefahr ist.

    > Du aus dem Gemisch ja gar nicht mehr so einfach isoliert.
    > Das zeigt, wie gut Du informiert bist :)
    oder ich mich nur falsch ausgedrückt habe.

    Es gibt übrigens auch Gasleistungen die 100% Wasserstoff haben.

  6. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 16:57

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > ...
    > Es gibt übrigens auch Gasleistungen die 100% Wasserstoff haben.

    Echt? Wo genau?

  7. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: MarcusK 10.01.20 - 17:06

    SteWec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > ...
    > > Es gibt übrigens auch Gasleistungen die 100% Wasserstoff haben.
    >
    > Echt? Wo genau?

    wo genau kann ich nicht sage, aber ich denk es war in einen Artikel über Stahlindustrie wo sie jetzt mit Wasserstoff statt kohle arbeiten wollen.

    Google liefert z.b.

    https://www.mannesmann-linepipe.com/fileadmin/footage/MEDIA/gesellschaften/smlp/Documents/Transport_von_gasfoermigem_Wasserstoff_via_Pipelines.pdf

    > In Deutschland sei hier exemplarisch
    > eine H2-Leitung im Ruhrgebiet (NRW) von
    > BOC Gases (Hüls AG) mit einer Länge von
    > 215 km



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.20 17:10 durch MarcusK.

  8. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: DeathMD 10.01.20 - 17:08

    Ja und weil der deutsche Michel sich einfach nicht verbiegen will, kann man bis dahin vl. ganz D damit zu pflastern, der neuen Ruhrpottwüste sei Dank. Ob dann auch noch immer alle mit erhobenen Zeigefinger auf die armen Arbeitsplätze und die deutsche Industrie zeigen bleibt zu bezweifeln, man dürfte zu sehr damit beschäftigt sein, mit einem Mad Max Mobil auf der Suche nach Nahrung durch die Wüste zu heizen... ohne Geschwindigkeitsbeschränkung natürlich, es gibt schließlich dringendere Probleme zu lösen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

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  9. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 17:37

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SteWec schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > MarcusK schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > ...
    > > > Es gibt übrigens auch Gasleistungen die 100% Wasserstoff haben.
    > >
    > > Echt? Wo genau?
    >
    > wo genau kann ich nicht sage, aber ich denk es war in einen Artikel über
    > Stahlindustrie wo sie jetzt mit Wasserstoff statt kohle arbeiten wollen.
    >
    > Google liefert z.b.
    >
    > www.mannesmann-linepipe.com
    >
    > > In Deutschland sei hier exemplarisch
    > > eine H2-Leitung im Ruhrgebiet (NRW) von
    > > BOC Gases (Hüls AG) mit einer Länge von
    > > 215 km

    Wow! Das ist ja toll!
    Dann halten wir noch mal fest:

    1. Wir haben viel zu wenig Strom und das Stromnetz schafft diese immensen Belastungen gar nicht.
    2. Zu einem Ausbau der Stromleitungen sind wir auch gar nicht in der Lage.
    3. Dann bauen wir doch lieber ein komplett neues Netz an Wasserstoff-Pipelines auf, hurrah.

    Da freut sich nicht nur der Steuerzahler schlechthin, sondern vor allem auch die Anrainer, die keine Lust auf eine Hochspannungsleitung in der Nachbarschaft hatten. Denn Wasserstoff kann ja ohne Sauerstoff gar nicht explodieren!

    Das scheint mir der richtige Weg zu sein.

    Na ja, und die paar Milliarden für das Tankstellennetz werden wir dann auch noch zusammen bekommen. Die kann ja dann die Automobilindustrie locker machen und das auf die ohnehin schon günstigen FCEV-Preise draufschlagen. Das wird ein Fest...

    Nee, warte: Wer bezahlt denn dann die Elektrolyseure und die vielen Windräder, die wir mehr brauchen? Ach ganz einfach: Das schlagen wir auf die Spritpreise drauf. Das ist fair und gerecht!

  10. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: MarcusK 10.01.20 - 17:47

    SteWec schrieb:
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    > MarcusK schrieb:
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    > > SteWec schrieb:
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    > > > MarcusK schrieb:
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    > > >
    > > > > ...
    > > > > Es gibt übrigens auch Gasleistungen die 100% Wasserstoff haben.
    > > >
    > > > Echt? Wo genau?
    > >
    > > wo genau kann ich nicht sage, aber ich denk es war in einen Artikel über
    > > Stahlindustrie wo sie jetzt mit Wasserstoff statt kohle arbeiten wollen.
    > >
    > > Google liefert z.b.
    > >
    > > www.mannesmann-linepipe.com
    > >
    > > > In Deutschland sei hier exemplarisch
    > > > eine H2-Leitung im Ruhrgebiet (NRW) von
    > > > BOC Gases (Hüls AG) mit einer Länge von
    > > > 215 km
    >
    > Wow! Das ist ja toll!
    > Dann halten wir noch mal fest:
    >
    > 1. Wir haben viel zu wenig Strom und das Stromnetz schafft diese immensen
    > Belastungen gar nicht.
    > 2. Zu einem Ausbau der Stromleitungen sind wir auch gar nicht in der Lage.
    > 3. Dann bauen wir doch lieber ein komplett neues Netz an
    > Wasserstoff-Pipelines auf, hurrah.
    >
    > Da freut sich nicht nur der Steuerzahler schlechthin, sondern vor allem
    > auch die Anrainer, die keine Lust auf eine Hochspannungsleitung in der
    > Nachbarschaft hatten. Denn Wasserstoff kann ja ohne Sauerstoff gar nicht
    > explodieren!
    >
    > Das scheint mir der richtige Weg zu sein.
    >
    > Na ja, und die paar Milliarden für das Tankstellennetz werden wir dann auch
    > noch zusammen bekommen. Die kann ja dann die Automobilindustrie locker
    > machen und das auf die ohnehin schon günstigen FCEV-Preise draufschlagen.
    > Das wird ein Fest...
    >
    > Nee, warte: Wer bezahlt denn dann die Elektrolyseure und die vielen
    > Windräder, die wir mehr brauchen? Ach ganz einfach: Das schlagen wir auf
    > die Spritpreise drauf. Das ist fair und gerecht!

    Man muss Wasserstoff nicht zwingend transportieren - darum ging es überhaupt nicht. Also bitte nicht nur die Hälfte vom Thema lesen.

    Wasserstoff kann bequem lokal aus Strom erzeugt werden, Wasserstoff der aus Strom erzeugt wurde, quert durch Deutschland in Pipelines zu transportieren ist wirklich sinnlos - zum glück will das auch niemand bis jetzt machen.

  11. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 18:08

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Man muss Wasserstoff nicht zwingend transportieren - darum ging es
    > überhaupt nicht. Also bitte nicht nur die Hälfte vom Thema lesen.
    >

    Ich habe mich jetzt schon viele Jahre mit dem Thema beschäftigt. Also müsste ich nicht mal das lesen, was Du schreibst, um eine wirklich fundierte Meinung zu all den Aspekten einer Wasserstoffmobilität zu haben, die man aus dem Nichts beantworten und bezahlen müsste. Ich habe aber trotzdem alles von Dir gelesen.

    > Wasserstoff kann bequem lokal aus Strom erzeugt werden, Wasserstoff der aus
    > Strom erzeugt wurde, quert durch Deutschland in Pipelines zu transportieren
    > ist wirklich sinnlos - zum glück will das auch niemand bis jetzt machen.

    Na dann lieber die fünffache Menge an Strom, den wir nicht haben, durch Leitungen, die für das nicht vorhandene Fünftel nicht mal ausgereicht hätten, zu den lokalen Elektrolyseuren transportieren, die keiner bezahlen will? Und dann bauen wir an jedes Windrad eine Wasserstofftankstelle. Jawohl!

    Und wenn wir damit fertig sind, dann kaufen die Leute von ganz alleine die FCEVs. Pfeif doch auf die Wasserstoffpreise.

    Hattest Du nicht geschrieben „oder man liest nur das was man will“ oder so ähnlich? :D

  12. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: MarcusK 10.01.20 - 18:16

    SteWec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...
    > > Man muss Wasserstoff nicht zwingend transportieren - darum ging es
    > > überhaupt nicht. Also bitte nicht nur die Hälfte vom Thema lesen.
    > >
    >
    > Ich habe mich jetzt schon viele Jahre mit dem Thema beschäftigt. Also
    > müsste ich nicht mal das lesen, was Du schreibst, um eine wirklich
    > fundierte Meinung zu all den Aspekten einer Wasserstoffmobilität zu haben,
    > die man aus dem Nichts beantworten und bezahlen müsste. Ich habe aber
    > trotzdem alles von Dir gelesen.
    >
    > > Wasserstoff kann bequem lokal aus Strom erzeugt werden, Wasserstoff der
    > aus
    > > Strom erzeugt wurde, quert durch Deutschland in Pipelines zu
    > transportieren
    > > ist wirklich sinnlos - zum glück will das auch niemand bis jetzt machen.
    >
    > Na dann lieber die fünffache Menge an Strom, den wir nicht haben, durch
    > Leitungen, die für das nicht vorhandene Fünftel nicht mal ausgereicht
    > hätten, zu den lokalen Elektrolyseuren transportieren, die keiner bezahlen
    > will? Und dann bauen wir an jedes Windrad eine Wasserstofftankstelle.
    > Jawohl!

    Sie es als Speicher für lokal erzeugen PV Strom - dafür musst du keinen Strom Transportieren.

    Man kann auch Wasserstoff Lokal erzeugen, wenn die Leitungen nicht ausgelastet sind.
    Die Leitungen haben noch Reserven nur nicht zu jeder Tageszeit.

  13. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: DeathMD 10.01.20 - 18:19

    Du hast noch die paar Milliarden vergessen, die man dann noch für zusätzliche Kraftwerke benötigt, damit man überhaupt die notwendigen Mengen an Wasserstoff herstellen kann.

    Ich halte diese Argumentationskette auch mit Abstand für die amüsanteste. Zuerst erklären sie einem, dass weder das Stromnetz noch die Kapazitäten jemals für BEVs reichen werden und erklären einem dann, dass das mit Wasserstoff alles kein Problem und der Wirkungsgrad ja völlig egal sei. Ist er leider nicht und wenn BEVs im Betrieb schon ein unüberwinbares Problem darstellen sollen, dann FCEVs dadurch erst recht, denn es bedeutet nichts anderes, dass ich am anderen Ende einfach mal die 3-fache Menge an Strom herstellen muss. Wie man aber zu Beginn lernt, ist das ja absolut unmöglich, Stromnetz und Blablubblabla eben.

    Ist eben blöd, wenn die eigene Kapazität nicht bis zum dritten Satz reicht und man deshalb nicht merkt, wenn man die eigene Argumentation mit einer Wasserstoffbombe dem Erdboden gleich macht.

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  14. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 18:32

    Und wenn es nicht so amüsant wäre würde hier auch keiner mehr dagegen halten ;)

    +1

  15. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: violator 10.01.20 - 18:33

    Die Anzahl an Argumenten und Fakten in diesem Post hat mich überzeugt.

  16. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: violator 10.01.20 - 18:33

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn Strom billiger wird fahre ich erst Recht mit BEV.

    Strom wird in Zukunft ganz sicher nicht billiger.

  17. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: SteWec 10.01.20 - 18:48

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tovi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn Strom billiger wird fahre ich erst Recht mit BEV.
    >
    > Strom wird in Zukunft ganz sicher nicht billiger.

    Strom wird in Zukunft ganz sicher bedeutend billiger!

    Nur was „Zukunft“ in dem Zusammenhang genau heißt kann ich Dir leider auch noch nicht sagen.

  18. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: mick1337 11.01.20 - 05:21

    Ich habe gestichelt, D****MD hat vor Wut nur so geblubbert und der größte Rest war Konstruktiv. :+1: an euch alle. Danke für diese Schlacht der Halbwissenden, es war ein guter Dialog für das Internet. :D

    Ja! Wasserstoff ist nicht die einzige Technologie; Click-Bait funktioniert - Hurah! ;-)
    Der Lithium Handelspreis ist relativ stabil. Und Ladestationen braucht es auch nicht auf jedem Parkplatz. Und wir können auch nicht die Effizienz komplett ignorieren. Strom wird auch nicht billger. Und Wasserstoff hat auch Probleme.

    Ich sehe nur grundlegende Tendenzen, die hier große Probleme mit sich bringen könnten.

    Und ja, ich habe in meinen Post einen großen Fehler gemacht, Irren ist bekanntlich menschlich: Lithium ist keine seltene Erde.

    Im Ganzen ging es mir KEINESWEGS darum zu sagen wir sollten uns von der Batterietechnologie verabschieden, oder ähnliches. Mein größtes Problem ist allerdings, dass vor allem unsere Politik und Autoindustrie eine starke Tendenz dazu hat (und ein paar andere, z.B. Blick Richtung Nutzer "D...").

    Wie oft musste ich erklären, dass eine Brennstoffzelle nicht mit Knallgas betrieben wird...
    Lag es daran, weil man noch aus dem Schulunterricht die Vorstellung hat: Wasserstoff ist gefährlich und explodiert! Oder ist es ein Nachhall des Hindenburg-Unglücks in der deutschen Seele?

    Japan steckt in der gleichen Situation wie Deutschland. Nur dort ist die Entscheidung ganz logisch mit einer folgend ähnlichen Argumentation gefallen:
    Lokale Wirtschaft international stärken -> Aber vor Ort kein Lithium -> keine unabhängig LiPo Batterie-Produktion -> Folglich Wasserstoff Technologien verstärken

    So eine globale Sicht und Argumentationskette vermisse ich bei unserer Politik, Wirtschaft und ein paar speziellen Nutzern hier. ;-)

    PS: "Sooo salty." - Die Moderatoren hier wurden anscheinend in Salzbergwerken ausgebildet. Ihr macht eine gute Arbeit :+1:

  19. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: Ach 11.01.20 - 06:16

    > klar - nur muss das Stromnetz auch dafür ausgebaut sein. Die Leistung eines Supercharger ist auch für die Energieversorger nicht ohne.

    Noch so eines dieser H2 Hight Light Argumente : der angeblich zu aufwendige Ausbau der Stromversorgung für eine BEV Flotte. Das muss man sich mal vorstellen, dass die Leute nicht mal daran denken, dass zur Erzeugung von Wasserstoff für die gleiche Fahrleistung die ca. vierfache Netzkapazität benötigt wird.

    > Also neue Trafos. Leitungen usw.

    Ganz genau davon braucht man für eine FCBEV Flotte ca. vier mal so viel.

  20. Re: Wasserstoff ist der einzige sinnvolle Weg

    Autor: DeathMD 11.01.20 - 07:14

    Dagegen hat ja auch niemand was. Wir brauchen in Zukunft auch Lösungen für die Industrie, Heizung, LKW, Schiffe etc. und da überall könnte man Wasserstoff wunderbar einsetzen, nur für den Individualverkehr ist es einfach Blödsinn. Nur unter jedem Artikel zu Wasserstoff oder Akkuautos kommen die gleichen Heinzelmännchen und "erklären" einem wieso das die viel bessere Lösung für PKWs sei und zerlegen spätestens nach dem 4. Satz ihre eigene Argumentation.

    Also nichts für ungut, aber da werde ich mittlerweile eben auch ein wenig "salty". Wie viele Akkus man daraus schon bauen hätte können. ;P

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