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Wenn man das doch früher gewusst hätte

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Sharra 07.09.20 - 08:23

    Seit Jahrtausenden buddeln arme Schweine Eisenerz aus dem Boden dieses Planeten. Dabei kann man aus Wasserstoff einfach Stahl machen.

  2. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Thinal 07.09.20 - 08:28

    Da steht "mit Wasserstoff", nicht "aus Wasserstoff".

  3. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: marc_h 07.09.20 - 08:45

    Haha ... erst der Kaffee und dann Kommentare schreiben!

  4. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 07.09.20 - 08:50

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit Jahrtausenden buddeln arme Schweine Eisenerz aus dem Boden dieses
    > Planeten. Dabei kann man aus Wasserstoff einfach Stahl machen.

    Funktioniert auch. Dauert nur leider ein paar Milliarden Jahre. Deshalb nimmt man die Abkürzung mit dem Buddeln in der Erde.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleosynthese

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: mxcd 07.09.20 - 08:57

    Du hast natürlich völlig recht.
    Wenn einem eine Sonne als Reaktor zur Verfügung steht, und man die Supernova am Ende der Prozesskette in der Anlage unter Kontrolle hat, ist das sogar ein ganz natürlicher Prozess.
    Es lebe die Forschung!

  6. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Sharra 07.09.20 - 10:07

    Och menno, gleich der erste hats mal wieder nicht kapiert. Ist ja schlimm hier.

  7. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: wupme 07.09.20 - 12:10

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Och menno, gleich der erste hats mal wieder nicht kapiert. Ist ja schlimm
    > hier.

    Oder es is halt einfach so "unlustig" dass es niemand witzig findet.

  8. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Ach 07.09.20 - 12:43

    Naja, der Feststoffanteil der kosmischen Strahlung besteht ja zum aller größten Teil aus Eisenatomen. Statt Däumchen drehend auf das Ableben von Sonnen zu warten, könnte man auch dieses umher fliegende Eisen einfangen und es dann hinunter zur Erde schicken. Ohnehin stammt dieses Eisens nahezu ausschließlich aus Supernovaexplosionen.

  9. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Eheran 07.09.20 - 23:07

    >Ohnehin stammt dieses Eisens nahezu ausschließlich aus Supernovaexplosionen.
    Der Großteil des Eisens in unserem Sonnensystem stammt übrigens aus explodierenden Weißen Zwergen (siehe Supernova vom Typ Ia).

  10. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Ach 08.09.20 - 00:44

    Die 1.a Standard Kerzen kenne ich zwar, aber dass die im Verhältnis so häufig vor kommen, wusste ich nicht. Schon ein Wahnsinn bei so einem komplex ablaufendem Doppelsternereignis.

    Was man ja auch erst vor Kurzem heraus fand : biss vor ein paar Jahren ging man sicher davon aus, dass auch die dem Eisen folgenden und nochmal schwereren Elemente, deren Fusion Energie massenweise verschlingt statt sie frei zu geben, dass die in den Supernova Explosionen von Riesensternen entstehen würden, auch wenn man noch nach dem Prinzip forschte, nach dem die explodierenden Riesensonnen die benötigten Energiemengen freisetzen könnten. Das tat man solange, bis sich jemand die Frage stellte, was denn verschmelzende Neutronensterne bei ihrem sehr gewalltvollem Zusammentreffen wohl so an Material freisetzen würden. Die Modelle und Berechnungen hatten ergeben, dass die Verschmelzung derartiger Neutronensternpaare alleinverantwortlich für die Entstehung aller im Universum existierenden schweren Elemente sein könnten, dass die schweren Elemente also nie etwas mit klassischen Supernove am Hut hatten.

    Anschließende Spektroskopien aus der Umgebung mutmaßlicher Verschmelzungsorte von Netronensternen bestätigten das vorhanden sein der gesuchten Elemente. Dabei sind die Mengen alles andere als homöopathisch. Etwa hat der neulich mit den Gravitationswellendedektoren festgehaltene und im Anschluss optisch bestätigte Neutronensterne-Merge eine geschätzte Menge von mehreren Erdmassen allein an Gold ins All gepustet. Wir sind also alle auch eine kleine Priese Neutronensternenstaub :].

  11. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Eheran 08.09.20 - 14:55

    >alleinverantwortlich
    Die extrem neutronenreiche Explosion von Sonnen sorgt aber auch für alle möglichen Elemente, also wenn, dann nicht nur dadurch sondern wenigstens diese zwei Mechanismen.

  12. Re: Wenn man das doch früher gewusst hätte

    Autor: Ach 09.09.20 - 18:36

    Ja klar entstehen auch in den Sternen Elemente. Über die Lebensdauer von Mittelgroßen Sternen (mehr als doppelte Sonnenmasse) und von den Riesen, werden schon mal alle Elemente fuioniert, die unter 26 Protonen beherbergen. Wobei alle diese Fusion den nötigen Strahlungsdruck aufbauen, der den Stern über sein ganzes Leben hinweg vor einem Zusammenstürzen in sich selber bewahrt. Beim Eisen mit seinen 26 Protonen im Kern muss dagegen Ennergie zum Fusionieren hinzu geführt werden, bei allem noch schwereren Elementen ebenso. Die zur Verfügung Stellung dieser zusätzlichen Energie hatte man, wie gesagt und bis vor Kurzem, der Supernova Explosion zugeschrieben. Ob man das nach der Erkenntnis mit den Neutronensternen immer noch so hält für wenigstens eine Hand voll dieser schweren Elemente, oder ob man nun alles den Neutronenstern Mergern zuschreibt, weiß ich nicht, da bin ich schlicht überfragt.

    Die schweren Elemente wiederum geben statt dessen bei ihrer Kern-Spaltung Energie ab, also bei ihrem Zerfall, weshalb sich in Reaktoren auf der Erde eine Kernspaltung nur mit schweren Elementen wie dem Uran oder dem Plutonium unternehmen lässt. Beim Eisen funktioniert aber weder die Fusion noch die Spaltung exotherm. Eisen befindet sich sozusagen am Boden der Nuklear-Potenzial-Schüssel. welche auf der einen Seite zu den immer leichteren, fusionierenden, und auf der anderen Seite zu den immer schwereren, sich spaltenden Elementen aufsteigt.

    Was der Supernova an Ausgangsenergie fehlt, liefert die Neutronensternverschmelzung im Überfluss. Und nicht nur absolut über den gesamten Prozesse gesehen, die unbeschreiblichen Energiemengen einer Neutronensternverschmelzung konzentrieren sich oben drein auf einen unglaublich kleinen Raum. Man muss sich das so vorstellen, dass sich da ein bis drei Sonnenmassen in einer Kugel von 20 bis 30km Durchmesser bündeln. Diese Gebilde nennen sich deshalb Neutronenstern, weil die Schwerkraft darin so hoch ist, dass der in unserer Umgebung gewohnte Abstand zwischen den Atomkern und zwischen seiner Hülle aus den den Kerne umkreisenden Elektronen nicht mehr vorhanden ist weil von der Schwerkraft zusammengepresst, wobei auch keine Elemente mehr vorkommen, sondern eine Suppe aus eng aneinander liegenden Neutronen, Protonen und Elektronen, die je nach Tiefe und Abstand zum Zentrum der Sternenleiche in verschiedenen Mustern auftreten, an welchen theoretisch geforscht wird, wie die sich wohl genau zusammensetzen und bilden.

    Bei der Kollision solcher Kerne werden wiederum Teile dieser "Neutronensuppe" zurück in den freien Raum geschleudert, wo sie sich aufgrund des fehlenden Schwerkraftdrucks wieder entfalten müssen. Neben der viel höheren Energiefreisetzung dieser Verschmelzungen gegenüber der Supernova Explosion, erscheint es mir zudem naheliegend, dass diese der Schwerkraft der Sternleichen entflohenen und in den freien Raum geschleuderten Bruchstücke aus dieser extrem dicht zusammen angeordneten Kernelementen, sich bei ihrer Entfaltung sogar mit höherer Wahrscheinlichkeit in schwere Elemente zurückbilden könnten, als in leichtere Elemente, also der genau umgekehrte Ablauf zu den Fusionsketten des Elementebrennens in den Sternen. Soweit mein sich auf Amateurlevel befindliches Verständnis der Sache, Fehler können überall vorkommen!

    Hier noch eine Abhandlung über das Thema, die mir, aus welchem Grund auch immer besonders in Erinnerung geblieben ist, vielleicht ja einfach, weil er die ganze Stern/Schwerkraft Thematik so elegant in nur eine interessante Stunde gepackt hat:

    => Force Thirteen- Astronomy Hour with Devon Williams - June 29, 2019

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