Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Erneuerbare Energien: Die…

Und sie lernen es nie…

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Und sie lernen es nie…

    Autor: AynRandHatteRecht 15.07.19 - 12:28

    Insbesondere die Forscher um die Fraunhofer-Gesellschaft, obwohl teilfinanziert durch die Wirtschaft, schaffen es so gut wie nie, eine Technologie "auf die Straße" zu bringen. Sie reden wie Eunuchen vom Beischlaf, phantasieren sich ihre Zukunft herbei.

    Und der Autor ist ihnen hier auch auf den Leim gegangen:

    So schreibt er von "nur 40 Gramm Wasserstoff" wären notwendig, um ein Fahrzeug einen langen Weg anzutreiben. Was er weglässt: 700bar Tanks sind extrem robust zu bauen, nicht nur um die Kräfte lange aushalten zu können und möglichst wenig zu diffundieren (5-10% pro Woche war früher mal die Ansage, vielleicht ist das weniger geworden) und in einem Unfall nicht unkontrolliert abzufackeln.

    Weiterhin wird erst gegen Ende darauf hingewiesen, dass es bisher nicht einmal nennenswerte grüne Produktionsanlagen von Wasserstoff gibt. Auch die oft als "Recycling" von bereits "vorhandenem Wasserstoff aus chemischen Betrieben" beschriebene Nutzung verwertet fossil hergestelltes Wasserstoff, welches als Beiprodukt anfällt.

    Dann wird phantasiert, wie man Wasserstoff verteilen soll: Per LKW! Was für ein Unfug. Und das sinnvoll erscheinende Pipeline-Netz ist in Deutschland garantiert nicht realisierbar, schaut man sich schon die Hürden für eine vergleichsweise einfache Erweiterung des Überland-Stromnetzes (Nord-Süd) an: Leute klagen aus allen möglichen Gründen, nur wenige sind rational. Dazu kostet ein Ausbau extrem viel Geld.

    Und aus anderen Golem-Artikeln wissen wir, dass sämtliche Tiefbau-Ressourcen gerade auf Jahre hinweg mit dem Glasfaser-Ausbau ausgelastet sind.

    Fraunhofer ist eine Lobby-Organisation. Sie möchte maximale Fördermittel vom Staat und den privaten Trägern akquirieren. Deshalb werden utopische Szenarien und Phantasmen regelmäßig als "einfache Lösungen" verkauft. Mit bescheidenem Erfolg und Resultaten.

  2. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: Eheran 15.07.19 - 12:54

    >Was er weglässt: 700bar Tanks sind extrem robust zu bauen
    Ja... und was ist da jetzt das Problem?

    >Fraunhofer ist eine Lobby-Organisation.
    Warum wird die Forschung dann von der Industrie bezahlt?

  3. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: MarcusK 15.07.19 - 12:56

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann wird phantasiert, wie man Wasserstoff verteilen soll: Per LKW! Was für
    > ein Unfug. Und das sinnvoll erscheinende Pipeline-Netz ist in Deutschland
    > garantiert nicht realisierbar, schaut man sich schon die Hürden für eine
    > vergleichsweise einfache Erweiterung des Überland-Stromnetzes (Nord-Süd)
    > an: Leute klagen aus allen möglichen Gründen, nur wenige sind rational.
    > Dazu kostet ein Ausbau extrem viel Geld.

    Jetzt wird auch Öl per LKW transportiert, warum dann nicht auch Wasserstoff? Wenn das Auto dann auch mit Wasserstoff angetrieben wird, sind es am ende auch Arbeitsplätze die erhalten bleiben.
    Als Alternative für aktuelle Akkus, sehe ich Wasserstoff schon, eventuell gibt es in 5 Jahren wirklich gute Akku die einfach herzustellen sind und auch genug speichern können. Aktuell haben wir sie noch nicht, also sollte man zumindest über alternativen nachdenken.

  4. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: Lebostein 15.07.19 - 12:56

    Naja, es geht ja in den Studien und Forschungsvorhaben um die Zukunft - und nicht um den IST-Zustand, den du hier beschreibst. Genau solche Texte wie von Dir wurden zu Beginn der Elektrifizierung ja auch geschrieben, Damals war es unvorstellbar, dass elektrische Kabel in jedes (!!) Haus führen sollen. "Wie soll das umgesetzt werden? Da braucht man ja Milliarden von Kabelkilometer. Und was da alles passieren kann. Unmöglich!"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 12:57 durch Lebostein.

  5. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: azeu 15.07.19 - 13:01

    Wobei man aufpassen sollte, dass diese Alternative nicht in den nächsten 5 Jahren vom Strom überholt wird, technisch und wirtschaftlich.

    Welchen Sinn macht es denn, jetzt eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen, die in spätestens 10 Jahren überflüssig wird?

    DU bist ...

  6. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: Graubert 15.07.19 - 13:03

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei man aufpassen sollte, dass diese Alternative nicht in den nächsten 5
    > Jahren vom Strom überholt wird, technisch und wirtschaftlich.
    >
    > Welchen Sinn macht es denn, jetzt eine Wasserstoff-Infrastruktur
    > aufzubauen, die in spätestens 10 Jahren überflüssig wird?

    Denk doch mal an die Jobs!!!!!

    Ansonsten steht es sicher jedem frei sich ein E-Auto zu kaufen und freiwillig noch 300-400 Euro pro Jahr pauschal an seine Werkstatt für entgangene Kosten im Gegensatz zum Wasserstoff Auto zu zahlen. Dann "rettet" man auch die Jobs

  7. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 13:12

    Versteh echt nicht was ihr für ein problem mit dem Druck habt, eine Handeslübliche gasflasche hat auch 200-300bar Druck. technisch überhaupt kein Problem 700bar Gasbehälter in ein auto zu bauen.
    CNG-Autos fahren auch mit 200bar druck rum.
    Sicherheitstechnisch macht es auch keinen Unterschied ob jetzt 200bar oder 700bar. muss nur größer dimensioniert werden.

  8. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: AynRandHatteRecht 15.07.19 - 13:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Was er weglässt: 700bar Tanks sind extrem robust zu bauen
    > Ja... und was ist da jetzt das Problem?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverspr%C3%B6dung

    > >Fraunhofer ist eine Lobby-Organisation.
    > Warum wird die Forschung dann von der Industrie bezahlt?

    Zitat Fraunhofer-Website.

    "Rund 70 Prozent des Leistungsbereichs Vertragsforschung erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten.

    Rund 30 Prozent werden von Bund und Ländern als Grundfinanzierung beigesteuert, damit die Institute Problemlösungen entwickeln können, die erst in fünf oder zehn Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft aktuell werden. "

    Bei den 70 % Vertragsforschung sind "mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten" enthalten. Somit dürften bei Fraunhofer weit über 50% des Gesamtvolumens aus Mitteln der staatlichen Träger und Forschungsprojekten auf Bundes und Europa-Ebene stammen.

  9. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 13:19

    Bitte den Wiki artikel auch durchlesen:

    "Bei den Stählen bilden jedoch die austenitischen Stähle (z. B. CrNi-Stähle) eine Ausnahme. Diese sind weitgehend unempfindlich gegen Wasserstoffversprödung und gehören zu den Standardwerkstoffen der Wasserstofftechnik.",


    austenitischen Stähle werden umgangssprachlich auch als Edelstahl bezeichnet und sind Standartstähle

  10. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: Eheran 15.07.19 - 13:22

    Aus deinem Link:
    >Bei den Stählen bilden jedoch die austenitischen Stähle (z. B. CrNi-Stähle) eine Ausnahme. Diese sind weitgehend unempfindlich gegen Wasserstoffversprödung und gehören zu den Standardwerkstoffen der Wasserstofftechnik.

    Warum genau sollte man einen Werkstoff nehmen, der dafür anfällig ist, statt einen zu nehmen, der es nicht ist? Verstehe ich nicht. Warum siehst du ein Problem, wo keines ist? Was ist der Grund dafür?

    >Bei den 70 % Vertragsforschung sind "mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten" enthalten. Somit dürften bei Fraunhofer weit über 50% des Gesamtvolumens aus Mitteln der staatlichen Träger und Forschungsprojekten auf Bundes und Europa-Ebene stammen.

    Aus 70% minus x machst du also aus dem x einfach mal so aus dem Bauch raus "weit über 20%". Wie kommst du dazu? Weil 70% sonst doch recht viel aus der Industrie sind?

  11. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: schap23 15.07.19 - 13:33

    Das Gegenteil ist der Fall. Die derzeitig nicht nur für die E-Mobilität verwendeten Li-Akkus können nur eine Übergangstechnologie sein. Die gesamte Ladeinfrastruktur wird in wenigen Jahren obsolet werden, weil unter dem derzeitigen Verständnis einzig Wasserstoff es erlaubt, vollständig von fossilen Brennstoffen wegzukommen.

    Und bei allem, was man macht, ist es nie ausgeschlossen, daß morgen was Besseres entdeckt wird. Aber da das heute nicht bekannt ist, kann man sich nicht darauf verlassen und einfach nichts machen.

  12. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: Eheran 15.07.19 - 13:39

    >weil unter dem derzeitigen Verständnis einzig Wasserstoff es erlaubt, vollständig von fossilen Brennstoffen wegzukommen.
    .... weil?

  13. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: 0mega 15.07.19 - 13:41

    Blödsinn. Der Wirkungsgrad ist zu schlecht und es kann nichts mehr weiterentwickelt werden.

    Ganz im Gegensatz zur Akkutechnologie die noch in den Kinderschuhen steckt.

  14. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: pumok 15.07.19 - 13:42

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die gesamte Ladeinfrastruktur wird in wenigen Jahren obsolet werden, weil unter
    > dem derzeitigen Verständnis einzig Wasserstoff es erlaubt, vollständig von
    > fossilen Brennstoffen wegzukommen.

    Eigentlich bin ich überhaupt nicht Deiner Meinung, aber ich befürchte Du hast in einem wichtigen Punkt recht:
    Der Mensch will sein Verhalten nicht ändern, daher ist der Umstieg auf eMobilität nicht erwünscht. Wasserstoff hat da den grossen Vorteil, dass man bei entsprechender Infrastruktur fast keinen Unterschied zu fossilen Brennstoffen merkt und das ist der wirklich grosse Bonus den der Wasserstoff hat.

  15. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 13:43

    0mega schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blödsinn. Der Wirkungsgrad ist zu schlecht und es kann nichts mehr
    > weiterentwickelt werden.

    Ähm , warum sollte das nicht weiterentwickelt werden können ????

  16. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: 0mega 15.07.19 - 13:53

    Ähhh... weil wir schon seit den 90ern am theoretischen Maximum kratzen.

  17. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 13:58

    Ach komm , jetzt lies doch wenigstens mal die entsprechenden Wiki Einträge zu Wasserstofferzeugung durch ...

  18. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: 0mega 15.07.19 - 14:01

    Ich beschäftige mich mit Brennstoffzellen seit Anfang der 90er. Von daher, danke für den Tipp, ich beziehe mich lieber auf Fachliteratur als auf Wikipedia.

  19. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: AynRandHatteRecht 15.07.19 - 14:01

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus deinem Link:
    > Aus 70% minus x machst du also aus dem x einfach mal so aus dem Bauch raus
    > "weit über 20%". Wie kommst du dazu? Weil 70% sonst doch recht viel aus der
    > Industrie sind?

    Schaust doch selbst im Geschäftsbericht der Fraunhofer-Gesellschaft nach:

    https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/publikationen/Jahresbericht/jb2017/Fraunhofer-Jahresbericht-2017.pdf

    Dort steht für 2017:

    Vertragsforschung:
    - darin Wirtschaftserträge 711mio ¤
    - darin Öffentliche Erträge (Beinhaltet Bund, Länder, EU und sonstige Erträge.) 755mio ¤

    Von den 70% Vertragsforschung am Gesamtbudget stammen also 51% aus öffentlichen Mitteln.

    Somit finanziert sich also Fraunhofer zu ca. 65% aus öffentlichen Mitteln.

  20. Re: Und sie lernen es nie…

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 14:15

    0mega schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich beschäftige mich mit Brennstoffzellen seit Anfang der 90er. Von daher,
    > danke für den Tipp, ich beziehe mich lieber auf Fachliteratur als auf
    > Wikipedia.

    Dann wäre es für deine Aussagen gut wenn du dementsprechende Quellen angibst.
    Wiki ist zwar nicht die beste quelle allerdings besser als gar keine

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Vorwerk Services GmbH, Wuppertal
  2. IGEL Technology GmbH, Augsburg
  3. Bechtle Onsite Services, Oberhausen
  4. ARI Fleet Germany GmbH, Eschborn, Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 116,13€
  2. 229,99€
  3. 44,53€ (Exklusiv!) @ ubi.com
  4. 25,00€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

Mobile Payment: Mit QR-Code-Kooperation zum europäischen Standard
Mobile Payment
Mit QR-Code-Kooperation zum europäischen Standard

Die Mobile Wallet Collaboration will ein einheitliches QR-Format als technische Grundlage für ein vereinfachtes Handling etablieren. Die Allianz aus sechs europäischen Bezahldiensten und Alipay aus China ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für Google, Apple, Facebook, Amazon.
Von Sabine T. Ruh


    1. UMTS: 3G-Abschaltung kein Thema für die Bundesregierung
      UMTS
      3G-Abschaltung kein Thema für die Bundesregierung

      Nutzer, die kein LTE in ihren Verträgen festgeschrieben haben, sollten wechseln, da 3G zunehmend abgeschaltet werde. Das erklärte das Bundesverkehrsministerium und sieht keinen Grund zum Eingreifen.

    2. P3 Group: Wo die Mobilfunkqualität in Deutschland am niedrigsten ist
      P3 Group
      Wo die Mobilfunkqualität in Deutschland am niedrigsten ist

      Die Qualität des Mobilfunks in Deutschland ist in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Dort, wo Funklöcher gerade ein wichtiges Thema sind, ist die Versorgung gar nicht so schlecht.

    3. Mecklenburg-Vorpommern: Funkmastenprogramm verzögert sich
      Mecklenburg-Vorpommern
      Funkmastenprogramm verzögert sich

      Wegen fehlender Zustimmung der EU ist das Geld für ein Mobilfunkprogramm in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht verfügbar. Dabei hat das Bundesland laut einer P3-Messung große Probleme.


    1. 18:00

    2. 18:00

    3. 17:41

    4. 16:34

    5. 15:44

    6. 14:42

    7. 14:10

    8. 12:59