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  5. › EuGH-Urteil: IT-Wirtschaft kritisiert…

Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

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  1. Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Pseunodym 14.05.19 - 13:43

    Weiterhin kann man flexibel arbeiten - es muss nur erfasst werden.

    Was den Arbeitgebern nicht schmeckt ist, dass man seine Angestellten nicht mehr unendlich schuften lassen kann.

  2. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: JgdKdoFhr 14.05.19 - 13:49

    Sehe ich ähnlich.

    Ich bin sehr für die gute alte Stechuhr, nur eben in einem transparenten Gleitzeitmodell.

    Ich als IT-Admin muss auch mal dann arbeiten, wenn niemand sonst im Haus ist. Und wenn soetwas Samstag passiert, erwarte ich dafür einen Montag oder Freitag frei machen zu können, ohne mich extra bei Chef oder Kollegen rechtfertigen zu müssen.

    Zusätzlich dazu, lässt sich so sehr viel einfacher Sonn- und Feitertagsarbeit nachweisen und entsprechend geltend machen.

  3. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: ibsi 14.05.19 - 13:53

    Also mein AG macht das anders. Basiert auf vertrauen. Wer extern arbeitet macht zwar eine komplette Arbeitszeiterfassung (für den Kunden), aber intern muss niemand irgendwas pflegen wenn er nicht (Projektbedingt) muss.
    Und nein, mein AG beutet seine Mitarbeiter nicht aus :D

  4. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: anonym 14.05.19 - 13:57

    Pseunodym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiterhin kann man flexibel arbeiten - es muss nur erfasst werden.
    >
    > Was den Arbeitgebern nicht schmeckt ist, dass man seine Angestellten nicht
    > mehr unendlich schuften lassen kann.

    Nunja, ich habe regelmäßig auswärts zu tun, wo ich min. 14h/Tag für meist eine Woche beschäftigt bin. Da sprenge ich zzt einfach jeden Rahmen des Gesetzes. Wenn man dieses nun streng auslegt, dann müsste ich allerspätestens nach 10h das Gelände verlassen und würde viel wertvolle Zeit verlieren.

  5. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: mark.wolf 14.05.19 - 14:02

    Vielleicht beuten sich manche deiner Kollegen selbst aus?
    Ich habe auch vertrauensarbeitszeit, zeichne meine Zeiten aber nebenher auf. Eine kleine Tabelle macht das möglcih und unterstützt mich darin, die vertraglich geschulde Arbeitsleistung zu erbringen. Die Flexibilität schränkt das in keinster Weise ein. Wenn ich gegen Pausenzeiten verstoße, bekomme ich das dick und fett markiert.

  6. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Oktavian 14.05.19 - 14:04

    > Weiterhin kann man flexibel arbeiten - es muss nur erfasst werden.

    Ich kann die Kritik an der 11-Stunden-Pause schon nachvollziehen. Ich arbeite oft sehr flexibel, wann und wo es mir gerade passt. Dabei halte ich meine Wochenarbeitszeit schon in etwa ein, mal was mehr, mal was weniger.

    So habe ich mich, als meine Kinder klein waren, oft abends, wenn sie im Bett waren, nochmal 2 Stunden an den Rechner gesetzt, vielleicht von 22 bis 24 Uhr. Vorher hatte ich eben viel Zeit für die Famlie, meine Entscheidung.

    Nach Arbeitszeitgesetz darf ich dann aber nicht um 9 Uhr wieder arbeiten, auch wenn ich das möchte, sondern erst um 11 Uhr wieder. Das hätte meine Flexibilität schon sehr eingeschränkt.

  7. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: twothe 14.05.19 - 14:05

    Als Projektleiter sitze ich oft morgens in der Bahn und plane schon mal meinen Tag durch. Ist das jetzt Arbeitszeit?
    Wenn ich beim Mittagessen mit dem Kollegen ein Problem bespreche das ihn plagt, ist das dann Arbeitszeit?
    Wenn das Mittagessen etwas länger gedauert hat, muss ich das dann hinterher abarbeiten?
    Wann muss ich aufhören zu denken damit ich keine Überminuten mache?

    Das Gesetz mag toll sein für den Fließbandarbeiter, aber es ist völlig unpassend für eine moderne IT-Welt.

  8. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: FomerMay 14.05.19 - 14:07

    Ohja, Vertrauensarbeitszeit, es gibt Ausnahmen, aber in der Regel legt der Arbeitnehmer drauf.....

    Ich verstehe das Problem nicht, macht seine Arbeitszeit gegenüber dem Arbeitgeber transparent und arbeitet genau für das für was man bezahlt wird. Das hat auch nichts mit der Einschränkung der Flexibilität zu tun. Ich habe bisher nur mit genauer Zeiterfassung gearbeitet und einen Arzt-Termin oder Handwerker zuhause oder etwas erledigen weil es näher an der Arbeitsstelle ist hat immer geklappt. Da arbeitet man auch mal ne 41 oder 42 Stunde Woche und hat dann irgendwann mal ein extra Überstunden für 3-4 Tage Urlaub.

  9. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Peter Brülls 14.05.19 - 14:08

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Projektleiter sitze ich oft morgens in der Bahn und plane schon mal
    > meinen Tag durch. Ist das jetzt Arbeitszeit?

    Ja.

    > Wenn ich beim Mittagessen mit dem Kollegen ein Problem bespreche das ihn
    > plagt, ist das dann Arbeitszeit?

    Wenn es nichts privates ist: Ja.

  10. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: twothe 14.05.19 - 14:09

    Na dann viel Spaß das abzurechnen. Da kann ich dann jeden Tag schon mal 20 Minuten einplanen für die Zeiterfassung. Da hab ich Stress und die Firme auch nichts von. Loose-Loose.

  11. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: starscream 14.05.19 - 14:11

    Artikel lesen hilft. Dann musst du hier auch nicht so einen Unsinn reden.

  12. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Oktavian 14.05.19 - 14:11

    > > Als Projektleiter sitze ich oft morgens in der Bahn und plane schon mal
    > > meinen Tag durch. Ist das jetzt Arbeitszeit?
    >
    > Ja.

    Zum Teil hab ich das auch schon gegen Kunden so abgerechnet, das ging.

    > > Wenn ich beim Mittagessen mit dem Kollegen ein Problem bespreche das ihn
    > > plagt, ist das dann Arbeitszeit?
    >
    > Wenn es nichts privates ist: Ja.

    Dann haben wir jetzt ein Problem, denn der Mitarbeiter verstößt dann gegen das Arbeitszeitgesetz. Schließlich muss der nach 6 Stunden Arbeit 30 Minuten Pause mache. Wenn die Pause aber nun wegen der Gespräche als Arbeitszeit gelten könnte, müsste der AG jegliche dienstlichen Gespräche in der Pause strikt untersagen (und die Einhaltung des Verbots auch kontrollieren).

  13. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: ernstl 14.05.19 - 14:11

    Pseunodym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiterhin kann man flexibel arbeiten - es muss nur erfasst werden.
    >
    > Was den Arbeitgebern nicht schmeckt ist, dass man seine Angestellten nicht
    > mehr unendlich schuften lassen kann.

    Sehr gut pauschalisiert!

    Ich als Arbeitgeber lasse bisher auch keine Zeiten erfassen. Ich sage allen Mitarbeitern deutlich, dass "Überstunden" weder gefordert noch gewünscht sind. In unserem Tätigkeitsfeld kann man das auch wirklich problemlos vermeiden.
    Wer nichts zu tun hat, geht. Wer mal einen Termin hat, geht. Wer Pause machen möchte, macht Pause. Homeoffice? Kein Problem.

    Ich kann leicht auf Zeiterfassung umstellen. Dann gammeln die Kollegen halt zwei Stunden vor Ort rum, anstatt nach Hause zu gehen. Pausen werden in den vorgeschriebenen Abständen und automatisch gebucht. Passt nicht in die Tagsplanung des Kollegen? Egal. Ist Vorschrift. Homeoffice-Zeiten, Reisen oder Kundenbesuche werden schön per Hand nachgepflegt.

    Mir ist es egal - ob es die Angestellten sonderlich genießen werden, ist fraglich.

  14. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: aLpenbog 14.05.19 - 14:12

    Nun wenn das in irgendeiner Weise geprüft wird, dann wird halt an dem System vorbei gearbeitet. Frage mich auch wie das mit den Pausen funktionieren soll bei Sachen wie Rufbereitschaft usw. Dazu wird beim Kunden Vorort i.d.R. wesentlich länger gearbeitet. Im Hotel rumsitzen bringt auch wenig, wirkliche Freizeit ist das nicht und die Kosten gehen natürlich ordentlich hoch, in dem Fall auch für den Kunden, zusätzliche Flüge, Hotelkosten usw. Bin mal gespannt wo das endet. Ganz so unkompliziert stelle ich es mir aber nicht vor in unserem Bereich. Die übliche Crunchtime zu minimieren wäre aber schon ein sehr guter Anfang.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 14:14 durch aLpenbog.

  15. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Eheran 14.05.19 - 14:12

    >min. 14h/Tag
    Und genau sowas geht schlichtweg nicht, wenn man Arbeitnehmer ist. Ganz einfache Sache.
    Wenn du selbstständig bist, dann kannst du dich selbst ausnutzen, wie du willst. Das ist deine Sache. Ein Arbeitnehmer hat vor solchen Sachen geschützt zu werden. Da es sich in einer Abhängigkeit befindet ist das kein selbstregulierendes System.

    So wie etwa die korrekte Entsorgung irgenwelcher Abfälle geregelt werden muss, weil das kein Selbstläufer ist.

  16. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: anonym 14.05.19 - 14:13

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >min. 14h/Tag
    > Und genau sowas geht schlichtweg nicht, wenn man Arbeitnehmer ist. Ganz
    > einfache Sache.
    > Wenn du selbstständig bist, dann kannst du dich selbst ausnutzen, wie du
    > willst. Das ist deine Sache. Ein Arbeitnehmer hat vor solchen Sachen
    > geschützt zu werden. Da es sich in einer Abhängigkeit befindet ist das kein
    > selbstregulierendes System.
    >
    > So wie etwa die korrekte Entsorgung irgenwelcher Abfälle geregelt werden
    > muss, weil das kein Selbstläufer ist.

    aber wie soll es dann gehen?

  17. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Mel 14.05.19 - 14:14

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na dann viel Spaß das abzurechnen. Da kann ich dann jeden Tag schon mal 20
    > Minuten einplanen für die Zeiterfassung. Da hab ich Stress und die Firme
    > auch nichts von. Loose-Loose.

    Handy raus, einstempeln, fertig. Eine Zeiterfassungs App ist nun wirklich keine Science Fiction....

  18. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: twothe 14.05.19 - 14:16

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann haben wir jetzt ein Problem, denn der Mitarbeiter verstößt dann gegen
    > das Arbeitszeitgesetz. Schließlich muss der nach 6 Stunden Arbeit 30
    > Minuten Pause mache.

    Tja also mir machts Spaß mal während des Mittagessens über andere Probleme nachzudenken. Ich spiele auch gerne Spiele wie Factorio, bei denen man viel nachdenken und planen muss. Ist das jetzt also Arbeit oder Pause? Und wenn ja für wen?

  19. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Peter Brülls 14.05.19 - 14:16

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na dann viel Spaß das abzurechnen. Da kann ich dann jeden Tag schon mal 20
    > Minuten einplanen für die Zeiterfassung. Da hab ich Stress und die Firme
    > auch nichts von. Loose-Loose.


    Ich komme, halte die Karte vor einen der Stempelautomaten. Ich gehe, ich halte ihn wieder davor. Du musst sehr langsame Bewegungen machen, wenn das bei Dir jeweils 10 Minuten dauert.

    Edit: Karte brauche ich eh, ist gleichzeitig der Firmenausweis, die Zugangsberechtigung, Schlüssel zum Parkplatz, Geldkarte für die Kantine.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 14:17 durch Peter Brülls.

  20. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Eheran 14.05.19 - 14:16

    >Nach Arbeitszeitgesetz darf ich dann aber nicht um 9 Uhr wieder arbeiten, auch wenn ich das möchte, sondern erst um 11 Uhr wieder.
    Wie kommst du darauf?
    Bitte konkret begründen, möglichst mit allen Definitionen des Gesetzes.
    Ich vermute hier einen Irrtum deinerseits, denn die 2h in der Nacht sind nicht Beginn oder Ende "einer neuen täglichen Arbeitszeit".

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