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  5. › EuGH-Urteil: IT-Wirtschaft kritisiert…
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Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

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  1. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: kendon 14.05.19 - 15:14

    > Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Und kein Gedanke an die
    > Leute, die bei Arbeitgebern arbeiten, die voll darauf setzen, dass
    > Mehrarbeit nicht erfasst wird. Hätten ja was anständiges lernen können.

    1. Hätten sie das nicht? Wer oder was hat sie daran gehindert?
    2. Warum erfassen sie ihre Mehrarbeit nicht, und halten sich damit an die hier so hochgelobten Gesetze? Jeder kann seinem AG jederzeit einen Stundenzettel vorlegen, dafür braucht es kein neues Gesetz.
    3. Warum suchen sie sich nicht einen Arbeitgeber der sinnvoll mit seinen Ressourcen umgeht? Wer oder was hindert sie daran?
    4. Mit dem neuen Gesetz wird sich daran nichts ändern. Ob der AG sagt "arbeitet länger" oder "stempelt aus und arbeitet länger", wo ist da der Unterschied? Die Hürde mag höher liegen, aber das "man findet immer einen der es macht" gilt hier dann genauso.

    Die Verantwortung liegt am Ende beim Arbeitnehmer, egal was wie abgerechnet und dokumentiert wird.

  2. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: ernstl 14.05.19 - 15:19

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss bei uns Zauberei sein, dass all diese Flexibilität auch mit
    > Zeiterfassung möglich ist - und das auch noch im öffentlichen Dienst!!
    > Kommen... gehen... wenige Klicks oder und wenn man es mal vergisst oder das
    > Arbeitszeitportal mal nicht zur Verfügung steht (Weiterbildung etc...),
    > bucht man es halt nach - das dauert eher Sekunden als Minuten.
    > Wenn das ein Unternehmen in der IT-Branche nicht schafft, ist das wirklich
    > ein mittleres Armutszeugnis.

    Welcher Teil von "Ich kann leicht auf Zeiterfassung umstellen." lässt dich darauf schließen, dass es für mich nicht möglich wäre?

    Wenn der Regelfall nicht ist "Ich gehe jeden Morgen durch die gleiche Tür und verlasse sie abends wieder", dann ist es für den Mitarbeiter sicherlich nerviger, bei jedem Kundenbesuch oder Homeoffice-Tag die Zeiten zu erfassen. Selbst wenn es nur "Sekunden" sind. Vorher musste er halt einfach nix machen.

    Wenn du meinst, dass es angenehmer ist, bürokratische Formalitäten zu erledigen, die abgesehen vom Selbstzweck (bei uns) keinen Sinn erfüllen, ist das ok.

  3. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: hoschi_tux 14.05.19 - 15:22

    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

    Alles überzureglementieren hat hier schließlich Tradition. Interessant, dass die EU diesen Wahn nun aufgreift. Nur weil es schwarze Schafe gibt (meinetwegen hier gleich der gesamte IT Sektor), heißt das nicht, dass alle anderen dafür "bluten" müssen. Ich hatte Zeiterfassung während der Ausbildung und danach und bin froh jetzt davon weg zu sein. Warten auf den Feierabend, weil grade nichts mehr ansteht ist einfach nur bescheuert (insbesondere mit Kernzeit).

    Später (nach Studium) war ich dann auf einer 50% Projektstelle mit 100%(+) Zeitaufwand. Das war allerdings nicht arbeitgeberseitig vorgeschrieben, sondern indirekt durch den Mittelgeber (DFG, ist aber beim Land nicht anders). Volle Stellen in der Wissenschaft? Pustekuchen. Das ist der EINZIGE Pluspunkt - Gremien, die meinen die Mittel unfair verteilen zu müssen, mal ans Schienbein zu treten. Ansonsten ist "Stechen" bestenfalls eine Behinderung und im ÖD IMMER mit Papierkram verbunden. Alles andere ist schließlich "Neuland".

    Aber war ja schon immer so, Bürokratie ist der Sektor mit dem höchsten Wachstum.

  4. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: 486dx4-160 14.05.19 - 15:23

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie erfasse ich das?
    >
    > Ich gehe auch Mittags mal mit meinen Kindern essen, dafür aber beantworte
    > ich auch eine Mail mal abends um 22:00Uhr. Soll ich jetzt vor dem Schreiben
    > des Einzeilers erst an einem Tool anmelden, die Mail verfassen und senden
    > und dann wieder abmelden?
    >
    > Und im Homeoffice - wann bin ich am Arbeitsplatz und wann nicht. Ist der
    > Gang zur Toilette oder in die Küche nun privat oder nicht?
    >
    > Die sollen Arbeitszeiterfassung von mir aus fordern - für Gehälter bis
    > 80.000 Euro. Darüber hinaus soll der Gesetzgeber aber sich einfach mal
    > zurücknehmen und nicht immer gleich durchdrehen. Denn für alle die Gehälter
    > haben die Richtung 100k und darüber hinausgehen, bekommen die Mitarbeiter
    > das schon selbst gut genug hin Ihre Interessen durchzusetzen (sonst hätten
    > sie nicht solch einen Job mit dem Gehalt).
    >
    > Ich verstehe das man mit der Regelung Arbeitnehmer schützen möchte deren
    > Zwangslage gnadenlos ausgenutzt wird. Aber der Anteil dieser ohne Frage
    > schüt­zens­werten Menschen nimmt proportional zum Gehalt ab. Ab 100k findet
    > sich niemand mehr der noch in irgendeiner Weise vor seinem Arbeitgeber
    > geschützt werden müsste.
    >
    > Zudem zahlen Firmen ab diesem Gehalt nicht mehr die Stunden sondern die
    > Erfahrung eine Mitarbeiters.
    >
    > Gruß H.

    Die meisten Arbeitgeber fordert genau das: Genau notieren wann du im Homeoffice nicht(!) gearbeitet hast, weil das Kind brüllt, die Oma zum Arzt gebracht werden muss, die Blase drückt oder man Pause macht. Und wenn du gearbeitet hast, für welchen Kunden und welches Projekt. Das musst du erfassen. Es nervt wie sau, kostet Zeit, ist aber leider üblich. Und erheblich mehr als der Gesetzgeber fordert.

    Ich bin mir sicher, dass selbst du die Minimalanforderungen schaffen wirst, trotz deinem großen Erfahrungsschatz und deinem dicken Gehalt.

  5. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: 486dx4-160 14.05.19 - 15:27

    anonym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mithrandir schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist aber eine andere Baustelle - wenn du morgen gegen den Baum
    > fährst,
    > > macht das Unternehmen dann dicht?
    > > Kopfwissen ist für Arbeitgeber sehr gefährlich - klar, ist es einfacher,
    > > weil man sich die Kosten für einen 2. MA spart, aber am Ende zahlt man
    > > drauf.
    >
    > Nö, da ich als vorbildlicher Angesteller ja Protokolle führe. Jedoch würde
    > keiner meiner Kollegen es sich zutrauen, aus dem Stand meine Arbeit zu
    > übernehmen und direkt fortsetzen zu können. Da würden dann sicherlich
    > erstmal 1-2 Wochen Recherche und Meetings mit den Beteiligten Parteien
    > anstehen.

    Dann mach das! Es ist immer gut wenn sich mehr als eine Person mit einem Thema gut auskennt. Du könntest u.U. mal Urlaub haben oder krank werden. Oder kündigen wollen. Es gibt nichts schlimmeres als irgendwo der einzige Kompetenzträger zu sein.

  6. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: ernstl 14.05.19 - 15:27

    Mithrandir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt Tools, mit den man recht einfach und recht schnell Arbeitszeit
    > erfassen kann - ob rechtssicher, ist die zweite Frage.
    > Aber wenn dich das eh nicht interessiert, was deine Mitarbeiter da
    > eintragen, dann kann dir das auch wurscht sein, ob da jetzt 38 oder 42
    > Stunden in der einen, und 42 und 38 Stunden in der anderen Woche stehen,
    > oder? An den Fakten ändert sich ja nichts, nur weil man sie schwarz auf
    > weiß hat.

    Das ist mir alles klar, daher schrieb ich ja, dass es grundsätzlich leicht ist, Zeiterfassung einzuführen. Mit der Zeiterfassung kommen aber auch solche Pflichten, dass ich nachweisen muss, dass Arbeitnehmer brav nach n Stunden eine Mittagspause von 30 Minuten gemacht haben. Die wird dann also Pflicht und automatisch gebucht. Selbst, wenn der MA 10 Minuten danach gehen möchte, werden ihm die 30 Minuten als Pause berechnet.

    Die Frage ist auch: Wenn ich Auswertungsmöglichkeiten habe, nutze ich sie dann nicht? Ist es mir wirklich egal, dass A immer weniger arbeitet als B und ich es schwarz auf weiß habe?

    Ich weiß es nicht. Ich lasse es auf uns zukommen.

  7. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Teeklee 14.05.19 - 15:29

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eop schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gerade in kleinen Firmen/Abteilungen kommt es denke ich oft vor MA
    > > überflexibel sind sich ausbeuten lassen und beispielsweise mit PC und
    > Handy
    > > in den Urlaub fahren, weil man nicht so lange auf sie verzichten kann.
    >
    > Hier auch üblich. Wüsste auch gar nicht wie es hier anders funktionieren
    > soll. Dafür ist der Laden zu klein und die Projekte zu spezifisch. Schön
    > ist es nicht aber hier sind i.d.R. die Kernpersonen 24/7 erreichbar, egal
    > ob Feierabend, Urlaub oder was auch immer, sonst würde es wohl auch ganz
    > schnell knallen.

    Ja aber das ist das Problem des Arbeitgebers...
    Was passiert, wenn dieser Mitarbeiter von einem Bus überfahren wird? Dann ist er ja auch nicht mehr erreichbar? Geht dann die Firma unter? Wenn nein, kann das Problem auch warten bis der Mitarbeiter aus dem Urlaub oder aus dem Wochenende zurück ist. Falls doch sollte die Firma ihr Risikomanagement überdenken.

    24/7 nennt sich Bereitschaftsdienst. Wenn der Arbeitgeber das braucht dann soll er dafür auch bezahlen.

  8. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: aLpenbog 14.05.19 - 15:34

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja aber das ist das Problem des Arbeitgebers...
    > Was passiert, wenn dieser Mitarbeiter von einem Bus überfahren wird? Dann
    > ist er ja auch nicht mehr erreichbar? Geht dann die Firma unter? Wenn nein,
    > kann das Problem auch warten bis der Mitarbeiter aus dem Urlaub oder aus
    > dem Wochenende zurück ist. Falls doch sollte die Firma ihr Risikomanagement
    > überdenken.

    Das Risiko ist eben gering. Geht die Firma unter? Nein ich denke nicht, aber das geht sicher in Richtung Regressansprüche und co. weil es definitiv für massive Ausfälle sorgen würde. Auf der anderen Seite, willst du bei jeder Sache einen zweiten dazustellen und den Kunden 400-500 Euro die Stunde berechnen? Das wird so auch nicht laufen. Manche Sachen lassen sich eben nicht wirklich praktikabel lösen.

    Nicht falsch verstehen. Bin bei dir das es anders laufen sollte. Wüsste aber auch nicht wie. Gerade in kleinen Firmen mit sehr spezifischen Lösungen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 15:40 durch aLpenbog.

  9. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Palerider 14.05.19 - 15:36

    Du schriebst:
    " Dann gammeln die Kollegen halt zwei Stunden vor Ort rum, anstatt nach Hause zu gehen. Pausen werden in den vorgeschriebenen Abständen und automatisch gebucht. Passt nicht in die Tagsplanung des Kollegen? Egal. Ist Vorschrift. Homeoffice-Zeiten, Reisen oder Kundenbesuche werden schön per Hand nachgepflegt. "
    Klingt für mich nicht danach dass bei Euch Arbeitszeiterfassung mit flexiblem Arbeiten vereinbar ist...

  10. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Teeklee 14.05.19 - 15:41

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Teeklee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja aber das ist das Problem des Arbeitgebers...
    > > Was passiert, wenn dieser Mitarbeiter von einem Bus überfahren wird?
    > Dann
    > > ist er ja auch nicht mehr erreichbar? Geht dann die Firma unter? Wenn
    > nein,
    > > kann das Problem auch warten bis der Mitarbeiter aus dem Urlaub oder aus
    > > dem Wochenende zurück ist. Falls doch sollte die Firma ihr
    > Risikomanagement
    > > überdenken.
    >
    > Das Risiko ist eben gering. Geht die Firma unter? Nein ich denke nicht,
    > aber das geht sicher in Richtung Regressansprüche und co. weil es definitiv
    > für massive Ausfälle sorgen würde. Auf der anderen Seite, willst du bei
    > jeder Sache einen zweiten dazustellen und den Kunden 400-500 Euro die
    > Stunde berechnen? Das wird so auch nicht laufen. Manche Sachen lassen sich
    > eben nicht wirklich praktikabel lösen.

    Naja dann beutet man lieber seinen Mitarbeiter aus und hofft auf gut Glück, dass nichts schief geht.

    Man Verkauft den Kunden halt eine Leistung, die man eigentlich nicht erbringen kann. 24/7 und Notfall Support. Der Mitarbeiter trägt dann halt selbst die Kosten mit seiner Gesundheit und unbezahlten Leistungen.

  11. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: a user 14.05.19 - 15:55

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie erfasse ich das?
    >
    > Ich gehe auch Mittags mal mit meinen Kindern essen, dafür aber beantworte
    > ich auch eine Mail mal abends um 22:00Uhr. Soll ich jetzt vor dem Schreiben
    > des Einzeilers erst an einem Tool anmelden, die Mail verfassen und senden
    > und dann wieder abmelden?
    >
    > Und im Homeoffice - wann bin ich am Arbeitsplatz und wann nicht. Ist der
    > Gang zur Toilette oder in die Küche nun privat oder nicht?
    >
    > Die sollen Arbeitszeiterfassung von mir aus fordern - für Gehälter bis
    > 80.000 Euro. Darüber hinaus soll der Gesetzgeber aber sich einfach mal
    > zurücknehmen und nicht immer gleich durchdrehen. Denn für alle die Gehälter
    > haben die Richtung 100k und darüber hinausgehen, bekommen die Mitarbeiter
    > das schon selbst gut genug hin Ihre Interessen durchzusetzen (sonst hätten
    > sie nicht solch einen Job mit dem Gehalt).
    >
    > Ich verstehe das man mit der Regelung Arbeitnehmer schützen möchte deren
    > Zwangslage gnadenlos ausgenutzt wird. Aber der Anteil dieser ohne Frage
    > schüt­zens­werten Menschen nimmt proportional zum Gehalt ab. Ab 100k findet
    > sich niemand mehr der noch in irgendeiner Weise vor seinem Arbeitgeber
    > geschützt werden müsste.
    >
    > Zudem zahlen Firmen ab diesem Gehalt nicht mehr die Stunden sondern die
    > Erfahrung eine Mitarbeiters.
    >
    > Gruß H.

    Wir haben automatische Zeiterfassung per Karte.

    Für Homeoffice geben wir im Intranet einfach die Stat- und Endzeit des Arbeitstages an, so dass die Zeitspanne in etwa die Arbeitszeit abdeckt, egal wie sie reel verteilt war.

    Da Homeoffice für die meisten eine Ausnahme darstellt ist das ok.

    Für die Mitarbeiter, bei denen das nicht die Ausnahme gibt, gibt es andere Regelungen. Es gibt dazu viele Möglichkeiten, die sich im übrigen mit denen Decken, die auch dann verwendet wurde, bevor as die Stechuhr heir gab.

    Ich kann es nur wiederholen: ich hatte die gleichen Vorbehalte. Aber tatsächlich ist es das beste, was es für den Arbeitnehmer geben kann und ohne irgendwelche Nachteile, NULL!

  12. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: aguentsch 14.05.19 - 16:05

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Und kein Gedanke an die
    > > Leute, die bei Arbeitgebern arbeiten, die voll darauf setzen, dass
    > > Mehrarbeit nicht erfasst wird. Hätten ja was anständiges lernen können.
    >
    > Korrigiere:
    > > Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Und kein Gedanke an die
    > > Leute, die bei Arbeitgebern arbeiten, die zu doof sind ihre Mehrarbeit zu
    > erfassen.
    > > Hätten ja nachdenken können.
    >
    > Als würde ich jemandem meine Zeit schenken :D

    Ich auch nicht. Aber ich handle eigenverantwortlich einen fairen Ausgleich mit meinem Chef aus.

    Vollkommen klar, dass es Berufe/Arbeitsverhältnisse gibt, bei denen die Regulierung hilft, problematische Lagen zu vermeiden. Aber es gibt eben auch die, bei denen das kein Problem darstellt. Vielleicht sollte man das einfach nur bis zu einer gewissen Einkommensgrenze verpflichtend machen. Dann sind diejenigen mit einem tendenziell hohen Marktwert, bei denen Ausbeutung höchstens Selbstausbeutung ist, nicht reguliert.

  13. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: aguentsch 14.05.19 - 16:10

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twothe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Na dann viel Spaß das abzurechnen. Da kann ich dann jeden Tag schon mal
    > 20
    > > Minuten einplanen für die Zeiterfassung. Da hab ich Stress und die Firme
    > > auch nichts von. Loose-Loose.
    >
    > Ich komme, halte die Karte vor einen der Stempelautomaten. Ich gehe, ich
    > halte ihn wieder davor. Du musst sehr langsame Bewegungen machen, wenn
    > das bei Dir jeweils 10 Minuten dauert.
    >
    > Edit: Karte brauche ich eh, ist gleichzeitig der Firmenausweis, die
    > Zugangsberechtigung, Schlüssel zum Parkplatz, Geldkarte für die Kantine.

    Klingt nicht nach dem typischen Startup...

    Was mache ich in der S-Bahn? Im Homeoffice?

    Oder auch anders herum: Wenn das Gespräch mit dem Kollegen ins persönliche wechselt? Wenn ich zum firmeneigenen Kicker gehe? In der Raucherpause (nicht ich ;-)? In der Raucherpause mit Fachgespräch? Bei Lesen von Golem am Arbeitsplatz zwischendurch? Wenn der Artikel dann doch für meinen Job relevant ist?

    Und mir geht es hier nicht nur um die technischen Fragen, sondern einfach das Gefühl selbstbestimmt und unkompliziert über meine Zeit zu bestimmen.

    Das ist für nicht für alle, aber für viele Personen und Unternehmen Bürokratie, die die Welt nicht besser macht.

  14. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Geistesgegenwart 14.05.19 - 16:14

    Pseunodym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiterhin kann man flexibel arbeiten - es muss nur erfasst werden.
    >

    Eben nicht, steht doch im Artikel. Wenn ich mit dir eine 35h/Woche vertraglich vereinbare und dir absolut freie Zeiteinteilung erlaube gibts folgenden Fall:

    Du checkst gerne deine geschäftlichen Emails von zu Hause und beantwortest die, die Zeit darfst du natürlich erfassen und zählt als Arbeitszeit. Wenn du Montag 21 Uhr Mails beantwortest, Dienstag 21 Uhr Mails beantwortest und Mittwoch um 7 Uhr zur Arbeit erscheinst, ist das nicht erlaubt - denn auf 2 Arbeitstage muss mindestens 11h Pause folgen . Aber 21 Uhr bis 7 Uhr sind nur 10h, d.h. du musst bis 8Uhr warten. Also nicht mehr so flexibel.

    Das ist natürlich komplett hirnrissig, hier hat der Bitkom völlig recht dass hier reformiert werden muss.

  15. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: aguentsch 14.05.19 - 16:20

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben automatische Zeiterfassung per Karte.
    >
    > Für Homeoffice geben wir im Intranet einfach die Stat- und Endzeit des
    > Arbeitstages an, so dass die Zeitspanne in etwa die Arbeitszeit abdeckt,
    > egal wie sie reel verteilt war.
    Wenn es dir gefällt, dann gerne. Ich schreibe auch mal Mails abends beim Fernsehen. Sicher nicht so schnell wie am Schreibtisch, aber das ist meine Wahl. Oder in der S-Bahn ein Telefonat. Usw.
    >
    > Da Homeoffice für die meisten eine Ausnahme darstellt ist das ok.
    >
    Das o. g. Verhalten inkl. Home Office ist für mich nicht die Ausnahme, auch nicht die Regel, aber ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.

    > Für die Mitarbeiter, bei denen das nicht die Ausnahme gibt, gibt es andere
    > Regelungen. Es gibt dazu viele Möglichkeiten, die sich im übrigen mit denen
    > Decken, die auch dann verwendet wurde, bevor as die Stechuhr heir gab.
    Welche?
    > Ich kann es nur wiederholen: ich hatte die gleichen Vorbehalte. Aber
    > tatsächlich ist es das beste, was es für den Arbeitnehmer geben kann und
    > ohne irgendwelche Nachteile, NULL!
    Dann Gratulation! Offensichtlich gibt es Arbeitgeber, die das auch ohne fixe Vorgabe einsetzen.
    Aber anscheinend hat man zukünftig nicht mehr die Wahl, sondern muss sich schützen lassen.

  16. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Avarion 14.05.19 - 16:21

    Stempelt aus und arbeitet länger wird vermutlich häufiger passieren. Aber falls dann mal kontrolliert wird (zum Beispiel nachdem jemand gegangen wurde und der das zur Anzeige bringt) wirds teuer.

  17. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: marcel_j 14.05.19 - 16:35

    Also ich arbeite nach Vertrauenszeit und muss nur das Tracken, was wir dem Kunden auch in Rechnung stellen können. Dabei ist es aktuell total egal wann und wo ich arbeite. Sofern es nur darum geht, und so scheint es mir, zu erfassen das man gearbeitet habe ist das zwar lästig für mich aber doch kein Problem. Dann schreibe ich halt auf, dass ich von 8:30 Uhr bis 15 Uhr gearbeitet habe und dann von 20 Uhr bis 22 Uhr.
    Das Problem entsteht doch aktuell nur, weil das aktuelle deutsche Arbeitszeitgesetz keine Flexiblenarbeitszeiten berücksichtigt. Siehe min 11h Pause zwischen zwei Arbeitstagen. Muss Deutschland da halt nachbessern und dann passt das mit dem Urteil.

  18. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Eheran 14.05.19 - 16:58

    Bei welchem der Punkte gibt es denn aktuell keine Probleme?
    Die Beispiele sind doch mit oder ohne Zeiterfassung genau gleich?

  19. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: Anonymer Nutzer 14.05.19 - 16:58

    ist auch kein problem z.b. als hp mit ma-nr und pw zum an und abmelden, ggf. nur im intranet mit entsprechendem cert erreichbar ... , das sind max. zwei tabellen, eine für loginnamen und pwhashs und eine für von bis ... dann hartes reglement, wer sich nicht ab- und wieder anmeldet bekommt keine überstunden geschrieben, und angemedet werden kann maximal für 15min rückwirkend ohne schriftlichen antrag bei der abrechnungsstelle mit begründung für das eigene fehlen.

  20. Re: Flexibilitaet wird doch nicht eingeschraenkt!

    Autor: lucem 14.05.19 - 17:05

    Die meisten der Annahmen in diesem Thread sind falsch. Es geht um die Pflicht zur Erfassung; systematisch bedeutet hier immer und ohne Ausnahmen und nicht als Schmierzettel.
    Die Art und Weise, wie die Erfassung und Speicherung passiert wird nicht vorgegeben, sie muss nur den o.g. Mindestanforderungen genügen. Wann erfasst wird ist nicht vorgegeben. Es ist dabei durchaus möglich, Arbeitszeit nachzumelden, und dazu reicht es, ein Blatt Papier beim AG einzureichen, auf dem Start- und Endzeit stehen; dieser hat das dann systematisch zu erfassen.

    Im Übrigen ist die Zeiterfassung in Deutschland bereits durch das Mindestlohngesetz Pflicht, da der reale durchschnittliche Stundenlohn (mit Ausnahme leitender Angestellter, die explizit ausgenommen sind) ausgewiesen werden können muss. Auch bei Angestellten im Festgehalt muss das passieren, da die Vergütung pro geleisteter Arbeitsstunde berechnet werden muss, um nachweisen zu können, dass das Mindestlohngesetz eingehalten wurde.

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