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Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

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  1. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: kellemann 15.05.19 - 13:23

    Hannes84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kellemann schrieb:
    >
    > > Verstehe den Zusammenhang da ehrlich gesagt nicht, man macht halt Pause,
    > ob
    > > die nun 20 Minuten oder 40 dauert hat doch nichts mit der Zeiterfassung
    > zu
    > > tun.
    > Kannst dich zu meinen CEOs setzen. Wer eine ganze Pause macht, ist später
    > zu Hause. Keine Sau interessiert die Arbeitszeit. Es geht darum wann bin
    > ich wieder daheim. Darum machen die Leute keine oder weniger Pause oder
    > gehen halt nicht mehr rauchen. Da wir 10 Überstunden inklusive haben, hat
    > halt keiner Lust irgendwem auch nur eine Minute zu schenken. Wir schenken
    > unseren Kunden ja auch nix. Jetzt wird es halt minutengenau aufgezeichnet
    > und die Leute sehen halt wann sie genau 8h hier waren und lassen auf die
    > Minute genau ihren Stift fallen. Wer ist auch so bescheuert und rackert
    > erst mal 10h für lau um dann erst das Überstundenkonto zu füllen.

    Also habt ihr gar keine Pause gemacht?
    Ja dann arbeitet ihr eh an Gesetz vorbei und euch ist nicht zu helfen, selber schuld. Da kann aber eine Zeiterfassung nichts für, sondern der Betrieb Bzw die Arbeitnehmer die das mit sich machen lassen.

    Ja eine Pause von 30 Minuten nach 6 std Arbeit hat seine Berechtigung , das hat sich ja niemand aus Langeweile ausgedacht.

  2. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: shinduke 15.05.19 - 13:50

    Pause ist für mich nur eine Verzögerung meines Feierabends. Mit der Einstellung bin ich nicht der Einzige.
    Ich frühstücke morgens uns sitze bei uns erzwungener maßen die 30 Minuten blöd in der Gegend rum, da ich zum Mittag nichts esse. Warum? Nach der Mittagspause bin ich träge und müde. Arbeite ich durch erreiche ich mehr und halte meine Leistung gleichmäßig. Entspannen kann ich nach der Arbeit.
    Es wäre sinnvoll gesetzlich festzuhalten, dass ich nach 6h Arbeit ein Anrecht darauf hat, eine Pause machen zu DÜRFEN, nicht müssen.
    Jeder der zur Arbeit geht ist mMn mündig genug selber zu entscheiden wann und wie lange er eine Pause machen will.
    Daher finde ich den Zwang eine Pause zu machen persönlich schwachsinnig.
    Bei uns ist es so, dass ich nicht einfach nach 6h Arbeit einfach so mal Pause machen kann. Bereits dann verstoße ich gegen das Gesetz. Doch welche Firma wimmelt einen Kunden ab, nur weil man in die Mittagspause gehen muss.
    Zudem basiert unser Unternehmen auf Vertrauen, das bisher NIE missbraucht wurde. Wir stempeln nicht und gehen nach geleisteter Arbeitszeit. Das nennt sich Vertrauensarbeitszeit. Will man mal früher gehen, wird geschaut ob die Zeit reingeholt werden sollte oder man es dabei belässt.
    Da steht um 7 Uhr der Chef aber auch nicht an der Tür und meckert wenn man mal 5 Minuten später kommt. Man bleibt dann halt länger. Hauptsache die Arbeit wird vernünftig erledigt.

    Das Urteil zeigt mir nur mehr, dass die EU in der Steinzeit lebt und die Leute keine Ahnung vom wahren Arbeitsleben haben.

    Wer seine Arbeitszeit bestätigt haben will, der Meinung ist, er würde falsch behandelt werden, soll eine Liste führen und sich am Ende des Monats ein Autogramm seines Chefs holen um was schriftliches in der Hand zu haben oder sich einen anderen Arbeitgeber suchen.

  3. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Third Life 15.05.19 - 14:08

    Hannes84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kannst dich zu meinen CEOs setzen. Wer eine ganze Pause macht, ist später
    > zu Hause. Keine Sau interessiert die Arbeitszeit. Es geht darum wann bin
    > ich wieder daheim. Darum machen die Leute keine oder weniger Pause oder
    > gehen halt nicht mehr rauchen. Da wir 10 Überstunden inklusive haben, hat
    > halt keiner Lust irgendwem auch nur eine Minute zu schenken. Wir schenken
    > unseren Kunden ja auch nix. Jetzt wird es halt minutengenau aufgezeichnet
    > und die Leute sehen halt wann sie genau 8h hier waren und lassen auf die
    > Minute genau ihren Stift fallen. Wer ist auch so bescheuert und rackert
    > erst mal 10h für lau um dann erst das Überstundenkonto zu füllen.

    Die Frage die sich mir hier eher stellt ist: wer unterschreibt so einen Vertrag ? Dann muss der Lohn auch entsprechend höher sein um die potentiell 10 Mehrstunden pro Woche/Monat abzufedern die ich evtl. leisten muss.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 14:13 durch Third Life.

  4. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: supersux 15.05.19 - 14:17

    shinduke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns ist es so, dass ich nicht einfach nach 6h Arbeit einfach so mal
    > Pause machen kann. Bereits dann verstoße ich gegen das Gesetz. Doch welche
    > Firma wimmelt einen Kunden ab, nur weil man in die Mittagspause gehen
    > muss.


    wer verlangt denn auch sowas? Das Gesetz zumindest nicht. Du kannst bei einer Arbeitszeit von 6 bis 9 Std. jetzt echt nicht mal z.B. 2x 15Minuten Pause irgendwie in den Arbeitstag unterbringen?

  5. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: FomerMay 15.05.19 - 14:20

    shinduke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pause ist für mich nur eine Verzögerung meines Feierabends. Mit der
    > Einstellung bin ich nicht der Einzige.
    > Ich frühstücke morgens uns sitze bei uns erzwungener maßen die 30 Minuten
    > blöd in der Gegend rum, da ich zum Mittag nichts esse. Warum? Nach der
    > Mittagspause bin ich träge und müde. Arbeite ich durch erreiche ich mehr
    > und halte meine Leistung gleichmäßig. Entspannen kann ich nach der Arbeit.
    > Es wäre sinnvoll gesetzlich festzuhalten, dass ich nach 6h Arbeit ein
    > Anrecht darauf hat, eine Pause machen zu DÜRFEN, nicht müssen.
    > Jeder der zur Arbeit geht ist mMn mündig genug selber zu entscheiden wann
    > und wie lange er eine Pause machen will.
    > Daher finde ich den Zwang eine Pause zu machen persönlich schwachsinnig.
    > Bei uns ist es so, dass ich nicht einfach nach 6h Arbeit einfach so mal
    > Pause machen kann. Bereits dann verstoße ich gegen das Gesetz. Doch welche
    > Firma wimmelt einen Kunden ab, nur weil man in die Mittagspause gehen
    > muss.

    Nein du musst nicht nach 6h Pause machen, du musst, wenn du 6h arbeitest 30 min Pause machen, die kannst du auch nach 1er Stunde machen, oder 2 Pause je 15min. eine um 10 eine und 12.

    > Zudem basiert unser Unternehmen auf Vertrauen, das bisher NIE missbraucht
    > wurde. Wir stempeln nicht und gehen nach geleisteter Arbeitszeit. Das nennt
    > sich Vertrauensarbeitszeit. Will man mal früher gehen, wird geschaut ob die
    > Zeit reingeholt werden sollte oder man es dabei belässt.
    > Da steht um 7 Uhr der Chef aber auch nicht an der Tür und meckert wenn man
    > mal 5 Minuten später kommt. Man bleibt dann halt länger. Hauptsache die
    > Arbeit wird vernünftig erledigt.

    Und irgendwann kommt ein neuer Chef und dem ist es egal ob er das Vertrauen missbraucht oder nicht. Und der steht dann auch um 16:55 in der Tür und sagt man müsse noch ganz schnell den Vorgang abschließen....

    > Das Urteil zeigt mir nur mehr, dass die EU in der Steinzeit lebt und die
    > Leute keine Ahnung vom wahren Arbeitsleben haben.
    >
    > Wer seine Arbeitszeit bestätigt haben will, der Meinung ist, er würde
    > falsch behandelt werden, soll eine Liste führen und sich am Ende des
    > Monats ein Autogramm seines Chefs holen um was schriftliches in der Hand zu
    > haben oder sich einen anderen Arbeitgeber suchen.

    Ne das Urteil zeigt das es nötig ist Arbeitnehmer zu schützen, jaja jeder ist selber groß, leider hat nicht jeder das Selbstvertrauen oder die Ausgangslage das zu tun und damit die nicht unter die Räder kommen sind solche Gesetzte sinnvoll!

  6. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: AllDayPiano 15.05.19 - 14:21

    Wenn explizit 10 Stunden drinnen steht, ist das leider ok, wobei ich persönlich so einen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben würde.

    Ansonsten gilt auch hier: Das gilt nur für "angeordnete" Überstunden. Also Dein Chef muss zu dir kommen, und sagen: Du musst heute länger machen, damit das Projekt fertig wird.

    Pauschal ist es auch trotz expliziter Zahlenangabe nicht zulässig, weil dann die Überzeit dem Zeitkonto gutzuschreiben ist, da eine Mehrarbeit in diesem Fall keine Überstunden sind.

  7. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Katharina Kalasch Petrovka 15.05.19 - 14:24

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn explizit 10 Stunden drinnen steht, ist das leider ok, wobei ich
    > persönlich so einen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben würde.
    >
    > Ansonsten gilt auch hier: Das gilt nur für "angeordnete" Überstunden. Also
    > Dein Chef muss zu dir kommen, und sagen: Du musst heute länger machen,
    > damit das Projekt fertig wird.
    >
    > Pauschal ist es auch trotz expliziter Zahlenangabe nicht zulässig, weil
    > dann die Überzeit dem Zeitkonto gutzuschreiben ist, da eine Mehrarbeit in
    > diesem Fall keine Überstunden sind.


    Und dabei gilt bei uns im öD:
    - angeordnete Überstunden müssen von dem Personalrat abgesegnet werden
    - bei 10h Arbeitszeit muss man eine zweite Mittagspause machen, also mindestens 2x 30min oder 1x 60min Pause.

    “Was tot ist, kann niemals sterben.”
    — Eisenmänner

    "Der Tod durch Feuer ist der reinste Tod."
    — Melisandre

  8. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Daem 15.05.19 - 14:31

    shinduke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pause ist für mich nur eine Verzögerung meines Feierabends. Mit der
    > Einstellung bin ich nicht der Einzige.
    > Ich frühstücke morgens uns sitze bei uns erzwungener maßen die 30 Minuten
    > blöd in der Gegend rum, da ich zum Mittag nichts esse. Warum? Nach der
    > Mittagspause bin ich träge und müde.

    Vielleicht ist Intervallfasten was für dich. Lass das Frühstück aus, dann ist das Mittagessen deine erste Mahlzeit. Danach ist man dann normalerweise nicht träge und müde, sondern sogar recht wach und konzentriert. Du sparst immer noch die Frühstückszeit und "nutzt" die Mittagspause aus.

  9. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Old Fly 15.05.19 - 14:55

    Third Life schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hannes84 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kannst dich zu meinen CEOs setzen. Wer eine ganze Pause macht, ist
    > später
    > > zu Hause. Keine Sau interessiert die Arbeitszeit. Es geht darum wann bin
    > > ich wieder daheim. Darum machen die Leute keine oder weniger Pause oder
    > > gehen halt nicht mehr rauchen. Da wir 10 Überstunden inklusive haben,
    > hat
    > > halt keiner Lust irgendwem auch nur eine Minute zu schenken. Wir
    > schenken
    > > unseren Kunden ja auch nix. Jetzt wird es halt minutengenau
    > aufgezeichnet
    > > und die Leute sehen halt wann sie genau 8h hier waren und lassen auf die
    > > Minute genau ihren Stift fallen. Wer ist auch so bescheuert und rackert
    > > erst mal 10h für lau um dann erst das Überstundenkonto zu füllen.
    >
    > Die Frage die sich mir hier eher stellt ist: wer unterschreibt so einen
    > Vertrag ? Dann muss der Lohn auch entsprechend höher sein um die potentiell
    > 10 Mehrstunden pro Woche/Monat abzufedern die ich evtl. leisten muss.

    Das frage ich mich auch gerade. Bekommt ihr dann 10h Bezahlung geschenkt, falls ihr diese nicht "verbraucht" oder müsst ihr diese unbezahlt ableisten?
    Ich befürchte, aus meinen bisherigen Erfahrungen, eher letzteres. 10h Sklavenhaltung im Vertrag inklusive. Und ihr beantwortet das, indem ihr auch noch auf die Pause(n) verzichtet?

    Das zeigt höchstens, dass diese Verordnung noch nicht weit genug geht, bzw. noch zu erweitern wäre...

  10. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: quineloe 15.05.19 - 15:10

    Hannes84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso sind 10 Überstunden inklusive? Bist Du in einer Gehaltsklasse
    > > jenseits der SV-Bemessungsgrenze?
    >
    > Weit darunter, wieso? 10 Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten. Ist
    > afaik eine geängige Klausel in Arbeitsverträgen.

    Gängig ist auch die Formulierung, dass man nicht sagen darf wie viel Geld man bekommt.

    Ist allerdings genauso ungültig. Siehe BAG 01.09.2010 ­– 5 AZR 517/09

    Ausnahme sind Besserverdiener, das ist zur Zeit alles ab 76.200¤ Jahresgehalt

    Verifizierter Top 500 Poster!

  11. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: ibsi 15.05.19 - 15:22

    Sehe ich nicht so. Wie hier jemand anderes schon schrieb, ist eine 45 min? Mittagspause nur eine Verzögerung der Freizeit.
    Kenne genug die gehen halt zwischendrin mal 5 min raus, holen sich was zu trinken, rauchen eine, essen eine Kleinigkeit etc. Und jede Stunde ~5 min Pause steht jedem zu (der nur am Bildschirm arbeitet). Und manche brauchen und wollen dann auch keine Pause machen.
    Bei einem Kunden wird gestempelt. Da wird dann automatisch 45 min? abgezogen. Finde ich nicht gut. Ja, es steht im Gesetz aber was interessiert das, wenn es nicht gebraucht wird?

    Ich sehe das als Schutz für den AN, damit er nicht ausgenommen wird und Pause machen kann und darf. Aber das sollte keine Pflicht sein.

    Noch schlimmer bei einer Bekannten; die machen Mittags für 2 Stunden zu. Wenn man direkt neben der Arbeit wohnt, ok, aber sonst? Sitzt Du da im zweifel 2 Stunden in der Walachei herum und drehst Däumchen.

  12. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: aLpenbog 15.05.19 - 15:37

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gängig ist auch die Formulierung, dass man nicht sagen darf wie viel Geld
    > man bekommt.
    >
    > Ist allerdings genauso ungültig. Siehe BAG 01.09.2010 ­– 5 AZR
    > 517/09

    Muss der AN aber wissen und ein wenig Google oder Aussagen von anderen nicht Juristen müssen ihn aussagekräftig genug sein, um im Falle seinen Job zu riskieren, sofern für ihn eine Ausnahme greift oder die Klausel doch gültig ist. Und Geld für einen Jurist können und wollen viele nicht ausgeben, gerade während sie auf Stellensuche sind.

    Letztlich finde ich so Sachen eh eine Schweinerei. Alleine diese ungültigen Klauseln im Vertrag zu haben sollte mit hohen Strafen belegt werden, immerhin spielt man hier bewusst mit der Angst der AN zu seinem Vorteil.

  13. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: aLpenbog 15.05.19 - 15:40

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch schlimmer bei einer Bekannten; die machen Mittags für 2 Stunden zu.
    > Wenn man direkt neben der Arbeit wohnt, ok, aber sonst? Sitzt Du da im
    > zweifel 2 Stunden in der Walachei herum und drehst Däumchen.

    Kenne ich auch aus dem Bekanntenkreis, bei einem Busfahrer. In wie weit das beim Einzelnen bzgl. der Konzentration Sinn oder nicht Sinn macht kann ich von außen nicht sagen. Was Sinnvolles machen kann man in der Pause nicht, letztlich ist es in meinen Augen zusätzliche Arbeitszeit und viel mehr als Arbeit und Schlaf bleibt da in der Woche nicht.

  14. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Ph4te 15.05.19 - 18:13

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einem Kunden wird gestempelt. Da wird dann automatisch 45 min?
    > abgezogen. Finde ich nicht gut. Ja, es steht im Gesetz aber was
    > interessiert das, wenn es nicht gebraucht wird?
    >
    > Ich sehe das als Schutz für den AN, damit er nicht ausgenommen wird und
    > Pause machen kann und darf. Aber das sollte keine Pflicht sein.

    Wenn das nicht Pflicht ist, hast du dann auf einmal ganz viele Arbeitnehmer, deren Chefs dann verordnen, dass sie freiwillig auf die Pausen zu verzichten haben. Und wenn die gerade genug verdienen, um über die Runden zu kommen, werden die seltenst ihren Job riskieren und ihren Arbeitgeber wegen sowas verklagen. Siehe auch Discounter oder Paketboten, die vor und nach der eigentlichen Arbeitszeit unbezahlt arbeiten. Geht auch keiner gegen vor, weil die froh sind, überhaupt Geld zu bekommen.

    Damit sowas bei den Pausen nicht passiert, muss das für alle Pflicht sein. Man kann ja schlecht rein schreiben, "Pflicht für alle, nur bei ibsi nicht, der entscheidet wirklich für sich selber."

  15. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: quineloe 15.05.19 - 19:46

    Das ist ein völlig anderes Problem, und so zu tun als würde das nicht schon lange so geschehen hilft auch nicht.

    Hier ist dann mal langsam persönliche Strafbarkeit nötig. So 5 Jahre Gefängnis bei vollständiger Pfändung des Privatvermögens als ergaunert (Da hilft dann auch Überschreibung auf Ehefrau nichts mehr) dürfte langsam mal zur entsprechenden Abschreckung führen, wenn es die ersten 100 oder so erwischt hat.

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  16. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: ibsi 16.05.19 - 12:06

    Ph4te schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei einem Kunden wird gestempelt. Da wird dann automatisch 45 min?
    > > abgezogen. Finde ich nicht gut. Ja, es steht im Gesetz aber was
    > > interessiert das, wenn es nicht gebraucht wird?
    > >
    > > Ich sehe das als Schutz für den AN, damit er nicht ausgenommen wird und
    > > Pause machen kann und darf. Aber das sollte keine Pflicht sein.
    >
    > Wenn das nicht Pflicht ist, hast du dann auf einmal ganz viele
    > Arbeitnehmer, deren Chefs dann verordnen, dass sie freiwillig auf die
    > Pausen zu verzichten haben.
    Äh, ne? Wieso sollte das ein AN mit sich machen lassen? Ist ja schön was der Chef will, aber gesetzlich ist es nun anders. Also wenn der AG das "anordnet", ist das sicher nicht erlaubt. Und kündigen kann er somit auch niemanden der Pause macht. Was eine Schwarzseherei.

  17. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: aLpenbog 16.05.19 - 13:30

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Äh, ne? Wieso sollte das ein AN mit sich machen lassen? Ist ja schön was
    > der Chef will, aber gesetzlich ist es nun anders. Also wenn der AG das
    > "anordnet", ist das sicher nicht erlaubt. Und kündigen kann er somit auch
    > niemanden der Pause macht. Was eine Schwarzseherei.

    Steht dann halt im Vertrag drin und du kannst dir aussuchen, ob du den Job wirklich brauchst. Sowie auch heute schon viele Klauseln, die nicht unbedingt die Idealvorstellung sind.

  18. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: Katharina Kalasch Petrovka 16.05.19 - 13:41

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Äh, ne? Wieso sollte das ein AN mit sich machen lassen? Ist ja schön was
    > > der Chef will, aber gesetzlich ist es nun anders. Also wenn der AG das
    > > "anordnet", ist das sicher nicht erlaubt. Und kündigen kann er somit
    > auch
    > > niemanden der Pause macht. Was eine Schwarzseherei.
    >
    > Steht dann halt im Vertrag drin und du kannst dir aussuchen, ob du den Job
    > wirklich brauchst. Sowie auch heute schon viele Klauseln, die nicht
    > unbedingt die Idealvorstellung sind.


    Wenn die Klausel gegen geltendes Recht verstößt ist diese ungültig.

    “Was tot ist, kann niemals sterben.”
    — Eisenmänner

    "Der Tod durch Feuer ist der reinste Tod."
    — Melisandre

  19. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: aLpenbog 16.05.19 - 16:19

    Katharina Kalasch Petrovka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Klausel gegen geltendes Recht verstößt ist diese ungültig.

    Und da wir alle Juristen sind oder ordentlich Geld auf der hohe Kante haben um das extern checken zu lassen ist uns das allem klar. Dazu noch mit möglichen Sonderlocken und co. die wir für all diese Reglungen haben. Generell ist die Angst da größer, als der glaube in die eigenen juristischen Fähigkeiten nach fünf Minuten googlen.

    Davon ab, wenn es diese Reglung gibt, dass man darauf verzichten könnte, dann wäre daran nix ungültig. Fragst den Mitarbeiter wie er dazu steht und entscheidest dich eben ob du ihn haben möchtest.

  20. Re: Meine Erfahrung: Niemand macht noch pausen

    Autor: AllDayPiano 16.05.19 - 16:32

    Für sowas gibt es Fachanwälte für Arbeitsrecht.

    Man sollte unbedingt eine RSV haben, die Arbeitsrecht einschließt.

    Denn eines sollte man nie vergessen: In der ersten Instanz vorm Arbeitsgericht gibt es keine Kostenanlastung für die Verliererseite. Jeder zahlt seine Prozesskosten selbst. Der Streitwert wird üblicherweise auf 3 Monatsgehälter bemessen. Da kommen ganz schnell 2000 Euro und mehr für die erste Instanz zusammen.

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