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  5. › EuGH-Urteil: IT-Wirtschaft kritisiert…

Workaround

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  1. Workaround

    Autor: Psy2063 14.05.19 - 14:34

    zur stechuhr gehen, auschecken, weiterarbeiten. haben wir vor 20 jahren schon so gemacht.

  2. Re: Workaround

    Autor: scrumdideldu 14.05.19 - 14:35

    Ich bin stolz auf Dich! Leute wie Dich braucht man. Woher soll sonst das ganze Geld für die Villen und Luxusautos kommen wenn jeder für seine geleisteten Stunden bezahlt werden würde.

  3. Re: Workaround

    Autor: Psy2063 14.05.19 - 14:39

    vielleicht macht mir mein Job auch einfach Spaß und ich arbeite gerne länger, vollkommen ohne mich dabei ausgenutzt zu fühlen?

  4. Re: Workaround

    Autor: narfomat 14.05.19 - 15:01

    >zur stechuhr gehen, auschecken, weiterarbeiten.
    99 von 100 ausbeuter-arbeitgebern fanden diesen beitrag hilfreich. =)

    haha, ne klar, wenn arbeit auch hobby ist, kann man das so machen.
    andererseits, warum for free arbeiten, wenn man dafür auch bezahlt werden könnte... aber ich schweife ab, das macht ja gar keinen sinn, so ein unfug. ^^



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 15:05 durch narfomat.

  5. Re: Workaround

    Autor: The_Grinder 14.05.19 - 15:03

    Nein! Das darfst du nicht! Das ist jetzt verboten!

    Finde deinen Job gemäß DIN Norm gefälligst scheiße und verklage deinen Arbeitgeber für jede nicht bezahlte Sekunde die du länger im Büro bleiben musst.

    Grinder

  6. Re: Workaround

    Autor: Wechselgänger 14.05.19 - 15:11

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vielleicht macht mir mein Job auch einfach Spaß und ich arbeite gerne
    > länger, vollkommen ohne mich dabei ausgenutzt zu fühlen?

    Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Aber fändest du es nicht auch gut, länger zu arbeiten (natürlich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben), und für diese Überstunden dann ein paar Tage Ausgleich zu bekommen? Mehr Urlaub ist doch auch was Tolles, oder?

    Nochmal: Weder das Arbeitszeitgesetz noch EU-Gerichte sagen, daß du nicht flexibel arbeiten darfst. Sie sagen nur, daß du dich an gewissen Vorgaben zu halten hast und deine Zeiten dokumentieren sollst, damit es da keinen Missbrauch gibt.

  7. Re: Workaround

    Autor: mifritscher 14.05.19 - 15:13

    @Psy2063: Viel Spaß bei ner Unternehmenskontrolle. Dann krachts, und zwar heftig.

    Oder auch wenn einer innerlich schon gekündigt hat, dem Unternehmen nochmal so richtig eins auswischen will und das formal dem AG und nach 1-2 Wochen, wenn sich nicht ändert, der Aufsicht meldet. Dann sind die anderen AN (wegen Betrug) und der AG (weil er es wissentlch zugelassen hat) dran.

    Es gab bei nem großen Forschungsinstitut auch mal den Fall, dass jemand spät Abends völlig übermüdet heimgefahren ist und dabei auf der Autobahn n Unfall gebaut hat. Kam raus, dass er auf dem Papier nur 8, in Wirklichkeit aber 12h+ gearbeitet hat. Danach (und eine Menge Ärger und Strafen später) hat dieses Institut dafür gesorgt, das sowas nicht mehr passiert.

  8. Re: Workaround

    Autor: narfomat 14.05.19 - 15:20

    >Dann sind die anderen AN (wegen Betrug) [...] dran.

    wofür man heutzutage alles bestraft werden kann, z.b. kostenlos länger arbeiten... genial. wie lautet denn da die genaue anklage, "erschleichen einer geldwerten nachteilsnahme?" ^^ gehts da direkt in den knast für mammon-resistente wiederholungs-workaholics und 2 jahre auf bewährung für ersttäter-berufseinsteiger direkt von der uni? haha...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 15:25 durch narfomat.

  9. Re: Workaround

    Autor: PiranhA 14.05.19 - 15:21

    Bei uns trägt man seine Zeiten einfach selbst ein. Wenn man sich mal (freiwillig) nicht an die gesetzlichen Vorschriften halten möchte, verteilt man die Stunden einfach auf andere Tage.
    Ist aus meiner Sicht die ideale Lösung. Man gibt dem Mitarbeiter weiterhin die Flexibilität, die er sich wünscht (zB auch Sonntags paar Stunden zu arbeiten). Gleichzeitig verhindert man, dass das zu einem Dauerzustand ausartet. Schließlich kann ich nicht dauerhaft die gesetzlichen Vorschriften umgehen, ohne auf die Auszahlung der geleisteten Stunden zu verzichten. Überstunden sind bei uns auf 50h gedeckelt, können aber theoretisch monatlich ausbezahlt werden.
    Dass ich länger arbeite, ohne die Stunden zu notieren, lässt sich so ja nicht verhindern. Aber das wird vom EuGH ja explizit nicht gefordert. Es muss lediglich die Möglichkeit geben, die Stunden aufzuschreiben.

  10. Re: Workaround

    Autor: Anonymouse 14.05.19 - 15:43

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >zur stechuhr gehen, auschecken, weiterarbeiten.
    > 99 von 100 ausbeuter-arbeitgebern fanden diesen beitrag hilfreich. =)
    >
    > haha, ne klar, wenn arbeit auch hobby ist, kann man das so machen.
    > andererseits, warum for free arbeiten, wenn man dafür auch bezahlt werden
    > könnte... aber ich schweife ab, das macht ja gar keinen sinn, so ein unfug.
    > ^^

    Eben. Mir macht mein Job auch spaß. Und noch mehr spaß habe ich, wenn ich dafür sogar Geld bekomme. Wieso sollte ich auch umsonst arbeiten, wenn mein AG für meine Zeit Geld bekommt?

    Aber ist ja nicht unüblich in Deutschland, dass sich hier viele Menschen über die Arbeit profilieren und denken, je härter/mehr sie arbeiten, umso geiler sind sie.

    Fehlen ja nur noch japanische Zustände hier, wo man aus Respekt zum AG die hälfte seines Urlaubs verfallen lässt.

  11. Re: Workaround

    Autor: Urbautz 14.05.19 - 16:04

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns trägt man seine Zeiten einfach selbst ein. Wenn man sich mal
    > (freiwillig) nicht an die gesetzlichen Vorschriften halten möchte, verteilt
    > man die Stunden einfach auf andere Tage.
    > Ist aus meiner Sicht die ideale Lösung. Man gibt dem Mitarbeiter weiterhin
    > die Flexibilität, die er sich wünscht (zB auch Sonntags paar Stunden zu
    > arbeiten). Gleichzeitig verhindert man, dass das zu einem Dauerzustand
    > ausartet. Schließlich kann ich nicht dauerhaft die gesetzlichen
    > Vorschriften umgehen, ohne auf die Auszahlung der geleisteten Stunden zu
    > verzichten. Überstunden sind bei uns auf 50h gedeckelt, können aber
    > theoretisch monatlich ausbezahlt werden.
    > Dass ich länger arbeite, ohne die Stunden zu notieren, lässt sich so ja
    > nicht verhindern. Aber das wird vom EuGH ja explizit nicht gefordert. Es
    > muss lediglich die Möglichkeit geben, die Stunden aufzuschreiben.

    Hier bin ich grade noch unsicher .... muss ich nur die Möglichkeit geben oder auch prüfen ob auch alle das richtig machen?

    Dazu kommt das Problem, dass einer meiner MA gerne Tagsüber von 10 bis 4 arbeitet, dann heim geht, und dann abends um 10 nochmal von daheim aus. Arbeitsrechtlich ist das jetzt schon nicht möglich (da 11h-Ruhe), aber wenn er es künftig wirklich ordentlich erfassen muss muss ich es ihm verbieten.

  12. Re: Workaround

    Autor: Teeklee 14.05.19 - 16:10

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vielleicht macht mir mein Job auch einfach Spaß und ich arbeite gerne
    > länger, vollkommen ohne mich dabei ausgenutzt zu fühlen?

    Mir macht meine Arbeit auch Spaß. Jedoch arbeite ich lieber an meinen eigenen Hobby Projekten als gratis an den Projekten bei der Arbeit.

  13. Re: Workaround

    Autor: MrAnderson 14.05.19 - 16:16

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zur stechuhr gehen, auschecken, weiterarbeiten. haben wir vor 20 jahren
    > schon so gemacht.

    Zur Stechuhr gehn, einchecken und dann erst mal nen Kaffee trinken und sich gemütlich umziehen ... so rum haben wir es vor 20 Jahren auch schon gemacht. Oder Anfruf beim Kollegen: "Komm heut später, kannst du für mich stupfen!" :)

    Jedes System kann ausgehebelt werden. In jede Richtung.

  14. Re: Workaround

    Autor: aLpenbog 14.05.19 - 16:52

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur Stechuhr gehn, einchecken und dann erst mal nen Kaffee trinken und sich
    > gemütlich umziehen ... so rum haben wir es vor 20 Jahren auch schon
    > gemacht. Oder Anfruf beim Kollegen: "Komm heut später, kannst du für mich
    > stupfen!" :)

    Wobei mal ganz ehrlich, das Umziehen tue ich nicht für meine Freizeit oder? In meinen Augen ist auch der Arbeitsweg schon Arbeit, denn meine Freizeit sieht anders aus. Kann ihn ja einfach weglassen, wenn das nix mit Arbeit zutun hat.

    Denke alles im allen fährt der Arbeitgeber i.d.R. besser, mal ganz von der Verteilung des Geldes abgesehen. Glaube nicht, dass bei der Arbeitszeit oft die Arbeitnehmer den Arbeitgeber an der Nase rumführen oder zumindest in der Größenordnung sieht es anders aus.

    Mal Überstunden, weil der AG sie gebrauchen kann, ist was völlig normales, gerne auch unbezahlt. Mal mehr Geld auf dem Konto, weil es der AN gebrauchen kann, passiert wohl seltener.

  15. Re: Workaround

    Autor: Skalli 14.05.19 - 17:51

    Du musst es ihm auch jetzt schon verbieten. Die Fürsorgepflicht gilt ja.
    Es ändert sich in der Beziehung ja nichts an der Gesetzeslage. Nur wird es jetzt einfacher das Gesetz auch durchzusetzen. Sollte das, was ihr da macht, jetzt auffliegen seid ihr genauso dran...

  16. Re: Workaround

    Autor: Psy2063 14.05.19 - 18:09

    Wechselgänger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber fändest du es nicht auch gut,
    > länger zu arbeiten (natürlich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben), und für
    > diese Überstunden dann ein paar Tage Ausgleich zu bekommen? Mehr Urlaub ist
    > doch auch was Tolles, oder?

    ich weiß ja so schon nicht wann ich meine ganzen Urlaubstage nehmen soll. zumindest sinnvoll, ohne untätig rum zu gammeln.

  17. Re: Workaround

    Autor: genab.de 15.05.19 - 11:44

    Sobald ich die maximale Arbeitszeit überschritten habe, die man täglich Arbeiten darf, drehe ich in der Regel die Musik sehr laut im Büro (weil dann ist ja niemand mehr da), und mach mir ein Bier auf und bin stolz auf mich und freue mich das ich so ein glück hatte einen Job zu haben der mich nicht nur mit Geld versorgt, sondern auch Spaß macht.

    Natürlich könnte Geld immer mehr sein.
    Aber ohne Spaß wärs schon gang doof...

  18. Re: Workaround

    Autor: notuf 15.05.19 - 11:54

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mal Überstunden, weil der AG sie gebrauchen kann, ist was völlig normales,
    > gerne auch unbezahlt. Mal mehr Geld auf dem Konto, weil es der AN
    > gebrauchen kann, passiert wohl seltener.

    Danke! Das ist genau das, was viele einfach nicht verstehen wollen. Wenn sie kostenlos länger arbeiten (Spass hin oder her), dann schenken sie dem AG Geld.
    Wenn ich dem AG sagen würde: heute mal 100¤ mehr überweisen, würde er mir einen Vogel zeigen, aber gleichzeitig wundert sich keiner, wenn Leute länger arbeiten müssen.

    Wenn ich im Baumarkt satt 10 dann doch 11 Meter Kabel will, muss ich auch 11 bezahlen.

  19. Re: Workaround

    Autor: supersux 15.05.19 - 12:56

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Dann sind die anderen AN (wegen Betrug) [...] dran.
    >
    > wofür man heutzutage alles bestraft werden kann, z.b. kostenlos länger
    > arbeiten... genial. wie lautet denn da die genaue anklage, "erschleichen
    > einer geldwerten nachteilsnahme?" ^^ gehts da direkt in den knast für
    > mammon-resistente wiederholungs-workaholics und 2 jahre auf bewährung für
    > ersttäter-berufseinsteiger direkt von der uni? haha...


    Der ArbeitGEBER mit bis ca. 15k ¤ und bei besonderer Schwere/Gefährdung des Arbeitnehmers mit bis zu 1 Freiheitsstrafe.

    Einfach mal die Filterblase ausschalten und nur ein kleines Stück über den Tellerrand und weg von unserem komfortablen Büro-Jobs schauen...

  20. Re: Workaround

    Autor: genab.de 16.05.19 - 14:14

    natürlich muss die Bereitschaft beiderseits sein sich "was zu schenken"

    Mein Arbeitgeber fährt dann auch mal mit der Gesamten Belegschaft 3 Tage nach Paris,
    oder ich frag meinen Chef, ob wir eine 3D Kammera kaufen dürfen, weil dann machen wir für Google Maps Gotos, und danach können wir Sie Privat benützen.

    usw...

    Hätte ich einen "Ausbeuter" als Arbeitgeber, dann sinkt die Motivation..

    Und seien wir usn doch mal Einig,

    Wer bei einem Mittelständer mehr als 10 Jahre Arbeitet, Gerade in der IT, der Gehört doch Irgendwann zur "Betriebsfamilie"

    Wer bei Siemens/BMW usw Arbeitet, der kriegt halt auf den Cent genau, das was einem Zusteht.
    Ist zwar dann immer gleich das doppelte wie bei einem Mittelständler

    Dennoch ist die Motivation dennoch dahin, weil die grenzen so starr sind.

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