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Mein (fiktives) Maßnahmenpaket gegen überhöhte Telefongebühren

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  1. Mein (fiktives) Maßnahmenpaket gegen überhöhte Telefongebühren

    Autor: Spaghetticode 02.03.17 - 19:54

    1. Preisansagepflicht vor jedem Telefonanruf, der kostet, es sei denn, der Nutzer hat die Preisansagen für eine bestimmte Rufnummer, einen bestimmte Vorwahlkreis oder generell abbestellt. (Faxnummern und Internet-Einwahlnummern brauchen keine Preisansage, weil das technisch nicht möglich ist.)
    2. Alle Festnetznummern kosten das Selbe. Es gibt keinen Preisunterschied mehr zwischen Orts-, Regional- und Ferngespräch.
    3. Mobilfunkaufpreise abschaffen. Ich verstehe nicht, warum Mobilfunkanbieter im Jahre 2017 noch Extrawürste brauchen, obwohl Mobilfunk schon seit Jahren ubiquitär ist.
    a) Termininierungsentgelte in Mobilfunknetze auf Festnetzniveau senken.
    b) Anrufe an Mobilfunknummern dürfen nur noch so viel kosten wie an eine Festnetznummer, bei Festnetzflatrate müssen diese kostenlos sein.
    c) Inhaber von 0800-Nummern zahlen bei Anrufern vom Handy (und Telefonzellen) genauso viel wie bei Anrufern vom Festnetz.
    d) Sonderrufnummern müssen erreichbar sein (sofern vom Nutzer nicht gesperrt) und dürfen nur so viel kosten wie aus dem Festnetz.
    4. 032-, 0700-Nummern und die 115 dürfen nur soviel kosten wie ein Anruf ins Festnetz. Bei Festnetzflat dürfen keine Gebühren genommen werden. Dabei müssen diese Nummern erreichbar sein. Terminierungsentgelte sind auf Festnetzniveau zu senken.
    5. 0180-Nummern werden umgemünzt: Sie kosten so viel wie der Anruf ins Festnetz, haben aber eine eingebaute Preisbremse:
    - 0180-1: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 3,9 Cent pro Minute
    - 0180-2: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 6 Cent pro Anruf
    - 0180-3: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 9 Cent pro Minute
    - 0180-4: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 20 Cent pro Anruf
    - 0180-5: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 14 Cent pro Minute
    - 0180-6: Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 20 Cent pro Anruf
    - 0180-7: Erste 30 Sekunden kostenlos, anschließend Preis eines Gesprächs ins Festnetz, jedoch max. 14 Cent pro Minute
    Die Maximalpreise sind identisch, egal ob man vom Festnetz oder Handy anruft (siehe 3).

    Durch das Ummünzen der 0180-Nummern wird der Missbrauch dieser als 0900-light eingedämmt: Serviceanrufe und Anrufe an Patiententelefone sind nicht mehr teurer als Festnetzanrufe; Ausschüttungen an den Nummerninhaber werden (angesichts der niedrigen Terminierungsentgelte) wahrscheinlich auch eingestellt. Vermutlich wird dann die Popularität von 0180 abnehmen, zugunsten der 0700 und Festnetznummern. Call-By-Call-Anbieter mit 0180-Vorwahl müssen wohl auf die 0900-Gasse wechseln oder Rubbelkarten verkaufen.

  2. Re: Mein (fiktives) Maßnahmenpaket gegen überhöhte Telefongebühren

    Autor: Faksimile 02.03.17 - 22:44

    Nicht so ganz. Funk-Infrastruktur kostet eine Menge Geld, also auch entsprechend "Gebühren". Ob die Höhe berechtigt ist, ist eine andere Sache.
    Die einfachste Forderung, dieses Urteil umzusetzen, ist die Verpflichtung die eigentliche Rufnummer, auf die die 0180er Gasse geroutet wird, in der gleichen Schriftart und Höhe mit anzugeben und gleichberechtigt zu behandel! Dann kann der Kunde entscheiden. ob er über den "Festpreis" 0180 oder per Flatrate die Stammnummer anwählt. Und wenn die Kosten für das 0180-Routing höher als der Ertrag wird, wird der Nummerninhaber sich überlegen, ob er das so weiterbetreibt.

  3. Re: Mein (fiktives) Maßnahmenpaket gegen überhöhte Telefongebühren

    Autor: Spaghetticode 03.03.17 - 08:58

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Funk-Infrastruktur kostet eine Menge Geld, also auch
    > entsprechend "Gebühren".

    Aber ist das Mobilfunknetz im Gesamten und pro Nutzer wirklich teurer als das Festnetz? Die Mobilfunkaufpreise dürften noch aus einer Zeit kommen, wo nur wenige Menschen einen Mobilfunkanschluss hatten. Damals hat man als Mobilfunknutzer hohe Grundgebühren und hohe Minutenpreise gezahlt. Heute bekommt man einen Mobilfunkanschluss hinterhergeworfen (keine Grundgebühr, 5 Cent pro Minute; alternativ All-Net-Flat für 10¤).

    > Die einfachste Forderung, dieses Urteil umzusetzen, ist die Verpflichtung
    > die eigentliche Rufnummer, auf die die 0180er Gasse geroutet wird, in der
    > gleichen Schriftart und Höhe mit anzugeben und gleichberechtigt zu
    > behandel! Dann kann der Kunde entscheiden. ob er über den "Festpreis" 0180
    > oder per Flatrate die Stammnummer anwählt.

    So kann man das auch machen.

    > Und wenn die Kosten für das
    > 0180-Routing höher als der Ertrag wird, wird der Nummerninhaber sich
    > überlegen, ob er das so weiterbetreibt.

    Die 0180er sind schon heute ein Auslaufmodell, vermutlich wegen den Mobilfunknutzern.

  4. Re: Mein (fiktives) Maßnahmenpaket gegen überhöhte Telefongebühren

    Autor: langmartin 03.03.17 - 10:20

    Ich würde behaupten, dass Mobilfunk günstiger als Festnetz ist.

    Wieso? Festnetz bringt enorm hohe Investitionskosten und einen gigantischen Platzbedarf mit sich. Man muss jedes Haus anfahren. Man braucht für jede Dose ein Anschluss in der Verteilung. Sprich auch hier eine Menge aktiver Hardware die Unmengen an Strom verbraucht.

    Nun im Gegensatz Mobilfunk - hier fahre ich alle paar Hundert Meter eine Mobilfunkstation mit Strom und 2-3 Glasfasern an, fertig.

    Nicht umsonst hat es in dritte Welt Ländern überall Mobilfunk aber kaum Festnetz bzw. oft nur ein einziges Telefon im Dorf.

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