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Dateneigentum
Autor: Elioth 18.03.17 - 15:48
Merkel: "...wichtig, ob die Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehörten"...
Was für ein Glück, dass per Gesetz geregelt werden kann, welcher Geier den Kadaver bekommt.
Ja, wem gehören denn die Daten des Kunden?
Dem Autohersteller?
Dem Softwarehersteller?
.....
.....
....
...
Dem Kunden?
Wer sowas wählt, verdient es echt nicht besser! -
Re: Dateneigentum
Autor: Cok3.Zer0 18.03.17 - 19:47
Ja, bei den anderen wäre es noch schlimmer! Es gibt keine wirkliche Alternative. Und im Ernst: Datenschutz ist wohl nicht die höchste Priorität für die meisten Bürger.
Beispiel Die Grünen: vermutlich würde es eine EEG-Umlage auf Öl und Gas geben, noch höhere EEG-Umlagen; Sie sind anti-wissenschaftlich durch Esoterik-Spinner, Impfgegner und Homöopathie/Anthroposophie; wollen offene Grenzen; anti-Nation/Volk, EU-Bundesstaat; haben zwei präsente Pedos, die einfach nicht verschwinden wollen sowie jemanden, der eigentlich durch den Flugmeilenskandal zurückgetreten ist.
SPD? - klar!, FDP - wäre noch schlimmer mit der Datennutzung! Linke? - Die nehmen sich selbst auseinander, reden abstrakt über die Menschenwürde, wollen auch offene Grenzen, Anti-Nation und geben mehr Geld aus als sie haben. -
Re: Dateneigentum
Autor: bombinho 18.03.17 - 21:07
Okay, klingt wie ein Problem. Was ist die Loesung?
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Re: Dateneigentum
Autor: Svenismus 18.03.17 - 22:02
Elioth schrieb:
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> Merkel: "...wichtig, ob die Daten dem Autohersteller oder dem
> Softwarehersteller gehörten"...
> Was für ein Glück, dass per Gesetz geregelt werden kann, welcher Geier den
> Kadaver bekommt.
>
> Ja, wem gehören denn die Daten des Kunden?
> Dem Autohersteller?
> Dem Softwarehersteller?
> .....
> .....
> ....
> ...
> Dem Kunden?
>
> Wer sowas wählt, verdient es echt nicht besser!
Die Möglichkeiten die Big Data eröffnet sind unglaublich, Big Data ist einer der wichtigsten Teilaspekte der sogenannten "Vierten Industriellen Revolution". In der Tat geht man ja mit einigen Software Firmen einen Vertrag ein, in dem man seine Daten freiwillig zu Verfügung stellt. Diese Firmen sind gemeint. -
Re: Dateneigentum
Autor: bombinho 18.03.17 - 22:33
Svenismus schrieb:
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> In der Tat geht man ja mit einigen Software Firmen einen
> Vertrag ein, in dem man seine Daten freiwillig zu Verfügung stellt. Diese
> Firmen sind gemeint.
Normalerweise durch Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen, im Zweifel aber auch stillschweigend durch Gebrauch, allerdings nur, wenn die Bedingungen oeffentlich einsehbar sind. Da die Softwarehersteller eines Autos ueblicherweise nicht bekannt sind und dementsprechend auch nur schwerlich ein Vertrag mit unbekannten Vertragspartnern zustande kommen kann, waere es primaer der Autohersteller.
Der Softwarehersteller muesste sich die Zustimmung bei der Inbetriebnahme ausdruecklich einholen.
Allerdings kommt es zum Konflikt, da die Datenbank dem Ersteller gehoert, ausser er hat diese im Auftrag erstellt. Da wiederum koennen die Autohersteller via Vertrag einen Riegel vorschieben und die Softwarehersteller mit Nichtannahme des Vertrages kontern. Noch interessanter wird es, wenn die Kunden aufgrund eines moeglichen Skandals massenweise auf Herausgabe und Loeschung pochen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.17 22:42 durch bombinho. -
Re: Dateneigentum
Autor: Cok3.Zer0 18.03.17 - 22:40
Es gibt mehrere Probleme:
1. Dank Big Data können Entscheidungen getroffen werden, auch politische, die aber nicht nachvollziehbar oder dem Bürger erklärbar sind.
2. Entscheidungen werden im Allgemeinen immer mehr durch Experten getroffen.
3. Politiker wollen persönlich punkten durch simulierte Handlungsfähigkeit, sprich mehr Befugnisse, schnelle Gesetze, aber kaum mehr Personal, Ausstattung.
4. Die Regierung spiegelt nicht die Entscheidungen der Regierungspartei wieder. Die Entscheidungsgewalt ist sehr zentralisiert.
5. Der Bürger wählt allerdings Parteien, keine Minister oder je nach Ressort die Partei.
6. Es gibt keine unabhängige, zeitnahe Kontrolle und Aufsicht, geschweige Konsequenzen für unnütze oder verfassungsfeindliche Gesetze.
7. Lobbyisten schreiben weite Teile der Gesetzesentwürfe oder Mitarbeiter kommen aus der Industrie bzw. gehen in die Industrie.
8. Technikfolgenabschätzung existiert nur am Rand.
9. Bürokratie ist zu langsam, um auf neue Probleme reagieren zu können. Behörden sind fragmentiert.
Dadurch ergibt sich, dass z.B. Wunsch eines Traktorherstellers der Landwirt nicht die Hoheit über seinen Traktor hat, die generierten Daten und das Recht auf Ersatzteile und Reparaturanleitungen. Man verliert womöglich die Garantie, wenn man nicht in eine zertifizierte Werkstatt geht. Oder bei Apple.
Eine Regierung im Sinne der Bürger würde eine differenzierte Regelung wählen.
Allerdings denke ich, dass Merkel je nach Auditorium einfach andere Antworten parat hat. -
Re: Dateneigentum
Autor: Anonymer Nutzer 19.03.17 - 08:51
Cok3.Zer0 schrieb:
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> Linke? - Die
> nehmen sich selbst auseinander, reden abstrakt über die Menschenwürde,
> wollen auch offene Grenzen, Anti-Nation und geben mehr Geld aus als sie
> haben.
Die Linken wollen in aller erster Linie, dass Reiche in die Sozialen Kassen einbezahlen, dass Reiche ebenso Steuern zahlen, als der Mittelstand, einfach um mehr Geld in die Kasse zu bekommen um anschließend die gesamte Situation etwas zu entschärfen. Geld wäre genug da, wenn es nicht lokalisiert die 10% der Reichsten hätten, sondern die Mehrheit.
Die Linke ist eindeutig gegen die weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Und eine zweite USA, die bereits fast am Ende dieser Schere angekommen sind, wollen die Linken vermeiden. Das alleine ist schon Grund genug, Links zu wählen. -
Re: Dateneigentum
Autor: Marentis 19.03.17 - 09:25
bombinho schrieb:
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> Okay, klingt wie ein Problem. Was ist die Loesung?
Das ist aber reichlich unfair von Dir.
Alles doof finden und die Wirklichkeit dem eigenen Weltbild anpassen ist doch viel einfacher und bequemer.
Das machen wir Menschen im Allgemeinen ja recht gerne (mich eingeschlossen), unabhängig von Bildungsgrad, Herkunft oder politischer Ausrichtung.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.17 09:29 durch Marentis. -
Re: Dateneigentum
Autor: Hakuro 19.03.17 - 09:42
Prinzeumel schrieb:
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> > Sie sind anti-wissenschaftlich durch
> > Esoterik-Spinner, Impfgegner und Homöopathie/Anthroposophie;
> Also weil einzelne nicht ganz da sind ist die partei keine
> Alternative...ok
Genauso wie sich ein Höcke vor die Leute stellt und brüllt "Wir sind das Volk!" wähle ich auch die Grünen nicht für eine z. B. Frau Roth die sich auf Demos mit bewegt bei den Schildern hochgehalten werden mit Schriftzügen wie "Deutschland Verrecke!" und "Deutschland du mieses Stück Scheisse". Sorry. Das sind für mich keine Politiker sondern Extremisten die im Rahmen der Gesetze alles ausloten was möglich ist. Die Grüne sind für mich genauso wie die AfD unwählbar. Ich weiß gar nicht was in einem Kopf vorgehen muss, um die zu wählen. Wirklich nicht.
Es ist einfach nur traurig wie die Lorbeeren (z. B. Sozialgesetze) der letzten 200 Jahre einfach mit Füßen getreten werden mit dem Grund "uns geht es doch gut". Das ist inzwischen die Rechtfertigung für jeden politischen Irrsinn. Uns geht es gut ja, ich möchte gerne, dass das auch so bleibt.
maverick1977 schrieb:
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> Die Linke ist eindeutig gegen die weiter aufklaffende Schere zwischen Arm
> und Reich. Und eine zweite USA, die bereits fast am Ende dieser Schere
> angekommen sind, wollen die Linken vermeiden. Das alleine ist schon Grund
> genug, Links zu wählen.
Grundsätzlich total vernünftig. Was wirklich fair wäre, ist wenn es keine Beitragsbemessungsgrenzen geben würde und jemand Reiches relativ genauso viel Steuern zahlen würde wie die Friseurin mit Mindestlohn.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.17 09:48 durch Hakuro. -
Re: Dateneigentum
Autor: Moe479 19.03.17 - 09:54
du irrst, die wirklichkeit nach den eigenen vorstellungen zu formen ist das schwerste überhaupt, es ist sehr viel schwerer als sich zu ergeben.
diese regierung und auch schon die davor und davor hat dahingehend schon lange aufgegeben, sie ist so unangenehm pragmatisch, dass ein großteil ihr wirken schon nicht mehr interessiert, es scheint sich aus der regierung auch niemand für sie zu interessieren. ca. 30% nichtwähler und immer mehr extremen ausrichtungen zugeneigten sind ein ideeologisches armutszueugnis welches die gesellschaft zutiefst spaltet in alle richtungen.
zurück zum thema: wenn du auf der straße fragst wem seine/ihre daten gehören _sollen_ , nach einem ideal dazu ... kommst du auf keine deckungsgleicheit der geäußerten prämissen mit dem geäußerten bestreben von frau merkel. dieser kopf denkt nicht mehr daran was der körper braucht, vernachtlässigt ihn imho sträflich zu gunsten einer ihn aushöhlenden praxis!
wichtig ist nicht woher wir herkommen oder wo wir sind, sondern allein wohin wir gehen, das selbst zu bestimmen ist unsere aufgabe!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.17 09:59 durch Moe479. -
Re: Dateneigentum
Autor: Marentis 19.03.17 - 10:23
Moe479 schrieb:
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> du irrst, die wirklichkeit nach den eigenen vorstellungen zu formen ist das
> schwerste überhaupt, es ist sehr viel schwerer als sich zu ergeben. [...]
Das ist genau der Punkt:
man formt sie nicht, sondern man sieht nur noch die Dinge, die man sehen möchte.
Wir Menschen mögen Dissonanzen nicht, weil sie unbequem sind. Jetzt kann man sie auflösen, in dem man tatsächlich Lösungen findet (was aber Zeit kostet und unter Umständen auch bedeutet, dass man zugeben muss, sich lange Zeit geirrt zu haben) oder aber man fängt an, die Welt so zu sehen, wie man sie sehen möchte.
Ps: meine Formulierung war wirklich sehr, sehr ungünstig. Gemeint war eigentlich, dass man die Wahrnehmung der Wirklichkeit den eigenen Vorstellungen anpasst.
So wie es da stand, ist Deine Kritik natürlich völlig berechtigt. Mein Fehler.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.17 10:34 durch Marentis. -
Re: Dateneigentum
Autor: goto10 19.03.17 - 13:55
> Revolution". In der Tat geht man ja mit einigen Software Firmen einen
> Vertrag ein, in dem man seine Daten freiwillig zu Verfügung stellt. Diese
> Firmen sind gemeint.
Freiwilligkeit bedingt aber IMHO das es eine Alternative gibt. Und hier liegt das Problem, denn die gibt es oftmals gar nicht. Des weiteren darf einer der Vertragspatern nicht viel Mächtiger sein als der Andere. Auch hier ist oft einer der Partner mächtiger.
Ich sehe hier eine Voraussetzung für tatsächlicher Freiheit. Deshalb muss hier der Schwächere geschützt werden. Das ist eindeutig der Produzent der Daten und kein Automobil Hersteller, kein Mobilfunkanbieter und auch nicht der Produzent der Software. -
Re: Dateneigentum
Autor: goto10 19.03.17 - 14:04
> Die Linke ist eindeutig gegen die weiter aufklaffende Schere zwischen Arm
> und Reich. Und eine zweite USA, die bereits fast am Ende dieser Schere
> angekommen sind, wollen die Linken vermeiden. Das alleine ist schon Grund
> genug, Links zu wählen.
Die Linke "bekämpft" nur Symptome mit untauglichen Mitteln und nicht die Ursachen. Ich habe das Parteiprogramm der Partei gelesen und mein Fazit ist: Der Weg ins Verderben. Sorry, die Linke ist für mich nicht im Ansatz wählbar.
Was ist für dich wichtiger: Alle sind gleich (außer denen die Gleicher (Parteiführung) sind *scnr*) oder das es dem Ärmsten noch so gut geht, dass er menschenwürdig leben kann? Klar ist das zur Zeit leider gar nicht gegeben, aber das sollte das Ziel sein. Und mit den Linken werden wir das niemals erreichen. Mit den Linken am Ruder bekommt die BRD wahrscheinlich dann bald selbst Entwicklunshilfe. -
Re: Dateneigentum
Autor: plutoniumsulfat 19.03.17 - 18:33
Weil...?
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Re: Dateneigentum
Autor: MarioWario 20.03.17 - 09:31
Mal ganz platt geschrieben:
Dateneigentum ist ein Wortkonstrukt um Leuten die etwas besitzen es wegzunehmen.
Nein, jetzt kommt kein DrittReichsVergleich - damit nicht gleich die ForumsPolizei einschreitet. Aber klare Sache: Totalitäre Datenherrschaft steht auf der Agenda, aber von einer Partei die Christlich im Namen trägt erwartet man auch nix anderes als Unterdrückung, Maßregelung und Terror (da nehmen sich die anderen Weltreligionen auch nix - gemäß den Erfahrungen der letzten 2.000 Jahre).
Schlußendlich gehören die Daten dem Erzeuger, es sei denn die fangen an zu zählen wieviel Du atmest - Stop, passiert bereits: Was Menschen im Zuge der GlobalErwärmungsKampagne den Kühen wegatmen… (dazu geht's dann geschwind' ins Flugzeug zur nächsten Klimakonferenz). -
Re: Dateneigentum
Autor: daarkside 20.03.17 - 12:15
Svenismus schrieb:
> Die Möglichkeiten die Big Data eröffnet sind unglaublich, Big Data ist
> einer der wichtigsten Teilaspekte der sogenannten "Vierten Industriellen
> Revolution".
Keine Frage. Die Frage ist, ob riesige Konzerne, riesige Mengen an Daten sammeln, verwalten, verknüpfen, weiter verkaufen dürfen. Und damit eine nie dagewesene und kaum vorstellbare Machtkonzentration passiert.
Und tut mir nicht leid, wenn meine Geschichtskenntnis mich zu dem Schluss kommen lässt, dass der Homo Sapiens Sapiens nicht besonders gut mit immens konzentrierter Macht umgehen kann.
Bei den Geschäftsbedingungen ist es immer Ja oder Nein. Service/Software nutzen oder nicht. Binär. Minderwertig. Ohne Kontrolle. Und es werden nicht all zu selten mehr Daten verlangt als für die Nutzung von Service/Software X nötig sind.
Es gibt selten die Option, Teile von Service/Software X einfach nicht nutzen zu können, wenn man nicht bereit ist die Daten zu liefern.
Es gibt selten die Option, für Service X mit Euros anstatt mit Daten zu bezahlen. Es gibt keine Option nicht personifizierte Werbung(dafür aber mehr) zu bekommen.
Ja oder Nein.
Ja, sicher, wir sind ja unter uns hier. OFFENSICHTLICH wird es erstmals evtl. auch für lange Zeit, mehr Arbeit für die Entwickler machen. Aber der Preis, der eigentliche Preis, der der für die Spezies relevant ist, der ist total. -
Re: Dateneigentum
Autor: Cok3.Zer0 20.03.17 - 15:00
MarioWario schrieb:
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> Mal ganz platt geschrieben:
> Dateneigentum ist ein Wortkonstrukt um Leuten die etwas besitzen es
> wegzunehmen.
> Nein, jetzt kommt kein DrittReichsVergleich - damit nicht gleich die
> ForumsPolizei einschreitet. Aber klare Sache: Totalitäre Datenherrschaft
> steht auf der Agenda, aber von einer Partei die Christlich im Namen trägt
> erwartet man auch nix anderes als Unterdrückung, Maßregelung und Terror (da
> nehmen sich die anderen Weltreligionen auch nix - gemäß den Erfahrungen der
> letzten 2.000 Jahre).
> Schlußendlich gehören die Daten dem Erzeuger, es sei denn die fangen an zu
> zählen wieviel Du atmest - Stop, passiert bereits: Was Menschen im Zuge der
> GlobalErwärmungsKampagne den Kühen wegatmen… (dazu geht's dann
> geschwind' ins Flugzeug zur nächsten Klimakonferenz).
Guter Punkt! Immaterielle Güter sind ein Konstrukt, das nicht selbstverständlich ist! Warum sollte etwas 70 Jahre nach dem Tod gelten, wenn ein Haus eine Nutzungsdauer von 40 Jahren aufweist, bevor es kernsaniert werden muss?
Es geht um Geld und Einfluss. Da gibt wohl kein Urheberrecht auf selbstgenerierte Daten.
Das finde ich auch ersteinmal gut. Es sollte aber freiwillig sein, die Daten zu verschicken und diese sollten anonymisiert sein (im Sinne, dass selbst zusätzliche Daten sie nicht deanonymiseren können). Man sollte also eher mit Privatsphäre und Datenschutz argumentieren.



