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Warum die Diskussion?

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  1. Warum die Diskussion?

    Autor: torrbox 09.02.17 - 09:31

    Es spielt keine Rolle, ob man es darf. Das Problem ist, dass man es kann. Selbst wenn der BND es nicht darf, würden es NSA etc. machen. Wir brauchen also anonyme und verschlüsselte Lösungen. Wo keine Daten sind, kann man auch keine abgreifen. :)

  2. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: picaschaf 09.02.17 - 09:39

    torrbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es spielt keine Rolle, ob man es darf. Das Problem ist, dass man es kann.
    > Selbst wenn der BND es nicht darf, würden es NSA etc. machen. Wir brauchen
    > also anonyme und verschlüsselte Lösungen. Wo keine Daten sind, kann man
    > auch keine abgreifen. :)

    +1

    Wir haben eigentlich schon oft genug erlebt, dass alles was gemacht werden kann auch gemacht wird - egal ob es legal oder nicht ist. Wie dann auch nur ein Einziger auf die gestörte Idee kommen kann man könne ein bestimmtes Verhalten einfach durch Gesetze verhindern oder beschränken ist mir ein unlösbares Rätsel. Leider.

  3. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: manudrescher 09.02.17 - 09:45

    Die relativ "anonyme" und verschlüsselte Lösung wäre es, den gesamten Heimtraffic durch ein VPN-Gateway zu boxen.

    Das funktioniert (je nach VPN-Provider) sogar gut bis sehr gut.
    Ist die VPN-Anbindung zum VPN-Provider performant, braucht man nicht einmal großartig Hardware.
    Ein i3 4010U bspw. langweilt sich, wenn der über OpenVPN (UDP) eine 50.000er DSL-Leitung auf Vollanschlag durch den Tunnel boxen soll.

    Aber man kauft sich halt auch Nachteile ein, bspw. ein ggf. selbst gesetzter RegioBlock.

    Aber in der Summe ist die Umsetzung trivial.

  4. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: Bleistiftspitze 09.02.17 - 09:49

    Dann liegt es wohl eher an deiner gestörten Sicht der Dinge, als an Anderen.
    Nur weil etwas trotzdem gemacht wird, ist dass kein Grund dies zu akzeptieren. Es braucht einen gestzlichen Rahmen um festzulegen wie der gesellschaftliche Konsens betreffend eines Themas ist um entsprechend handeln zu können. Ob das dann tatsächlich durchgesetzt werden kann hat damit nichts zu tun.

  5. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: xploded 09.02.17 - 10:05

    manudrescher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die relativ "anonyme" und verschlüsselte Lösung wäre es, den gesamten
    > Heimtraffic durch ein VPN-Gateway zu boxen.
    >
    > Das funktioniert (je nach VPN-Provider) sogar gut bis sehr gut.
    > Ist die VPN-Anbindung zum VPN-Provider performant, braucht man nicht einmal
    > großartig Hardware.
    > Ein i3 4010U bspw. langweilt sich, wenn der über OpenVPN (UDP) eine
    > 50.000er DSL-Leitung auf Vollanschlag durch den Tunnel boxen soll.
    >
    > Aber man kauft sich halt auch Nachteile ein, bspw. ein ggf. selbst
    > gesetzter RegioBlock.
    >
    > Aber in der Summe ist die Umsetzung trivial.

    Und dann? Irgendwann gehen die Daten dann unverschlüsselt weiter. Warum wollen die wohl die Daten an den Knoten abgreifen...
    Das einzige was hilft, ist Ende-zu-Ende Verschlüsselung.

  6. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: AbandonAllHope 09.02.17 - 10:06

    Wenn es, wie in diesem Fall, um Menschenrechte geht, spielen meines Erachtens auch ethische Fragen eine Rolle. Darf man Ausländer als Unmenschen einstufen oder gibt es Zwei-Klassen Menschenrechte.

    Anders herum gilt natürlich das gleiche. Mit welchen Mitteln darf sich ein Staat vor ausländischen Gefahren schützen.

    Das ganze wäre viel einfacher, wenn mehr Transparenz herrschen würde und man den Inlands Diensten mehr vertrauen könnte.

    Ich bin mir recht sicher, dass man mit einigem Aufwand Systeme erstellen könnte, die Spurlos geschützten privaten Datenverkehr ausfiltern können. Das geht aber nicht wenn man sich Software von einer Semi-Demokratie ausleiht.

  7. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: User_x 09.02.17 - 10:18

    Naja, dann muss man halt alles was älter als 5 Jahre ist, eben publik machen und die Mitarbeiter des BND rückwirkend in Regress und Strafe nehmen, wenn es Ungereimtheiten oder Übertretungen von geltendem Recht gibt. Sie dürfen also machen was die wollen, aber nach 5 Jahren müssen die sich dafür verantworten. und wenn was verschleppt, falsch und nicht transparent geklärt werden kann - wie auch immer, sind die BND-Mitarbeiter eben ins Gefängnis zu stecken! Das gleiche gilt doch auch für die Politik!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.17 10:20 durch User_x.

  8. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: manudrescher 09.02.17 - 10:31

    Richtig, End-to-End wäre der Königsweg.

    Aber ein VPNer ist "besser wie gar nichts".

    Die Frage ist, was besser ist:

    Das man im Datenstrom sieht, dass eine IP aus dem Telekom-Pool (was gleichzusetzen ist, wie mit der Handynummer auf dem Rücken durch die Innenstadt zu laufen) gerade die und die Datenpakete versendet...oder "irgendjemand" aus Mikronesien über eine Shared-IP eines VPN-Providers.

    Besser wie nix.

  9. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: torrbox 09.02.17 - 10:41

    Bleistiftspitze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann liegt es wohl eher an deiner gestörten Sicht der Dinge, als an
    > Anderen.
    > Nur weil etwas trotzdem gemacht wird, ist dass kein Grund dies zu
    > akzeptieren. Es braucht einen gestzlichen Rahmen um festzulegen wie der
    > gesellschaftliche Konsens betreffend eines Themas ist um entsprechend
    > handeln zu können. Ob das dann tatsächlich durchgesetzt werden kann hat
    > damit nichts zu tun.

    Du meinst realistische Sicht der Dinge. Ich hole halt lieber meine Freundin aus dem Industriegebiet ab, anstatt mich danach zu beschweren, dass sie vergewaltigt wurde. Dass das illegal ist, hilft nach der Tat nämlich gar nichts. Lieber entferne ich die Möglichkeit dessen aus dem Universum.

  10. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: Eheran 09.02.17 - 11:05

    Im Industriegebiet passiert weniger als im Gewerbegebiet :P

  11. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: cypeak 09.02.17 - 11:08

    ich sehe das wie der TE - die ganze diskussion (falls man es überhaupt so nennen kann) wird nur geführt weil das abgreifen technisch einfach möglich ist.
    wenn jedes land die gesetze so gestaltet dass die kommuniktion eigener bürger geschützt ist, aber alle anderen quasi freiwild sind, dann kann man sich vorstellen wohin das führt: jeder greift die daten der anderen ab wo nur möglich - und im rahmen des austauschs zw. den (geheim)diensten ergibt sich am ende auch ein zugriff auf die daten eigener bürger...

    mal ein gedankenexperiment: würde die ganze kommunikation aus dem altmodischen postweg in versiegelten umschlägen ablaufen, würde die politik kaum auf die idee einer metadatensammlung (wer schreibt wem?) oder standorterfassung kommen - und sowas wie die "quell-tkü" wäre kaum möglich.
    das briefgehemnis selektiv aufzuheben ist meines wissens strikt geregelt - und nur durch einen richter möglich, wobei selbst die einsichtnahme nicht durch einen beamten(polizei, etc.) sondern durch einen richter erfolgt!

    (das technisch bedingt bei der erfassung der sms-metadaten auch die inhalte erfasst werden könnten, entspricht dem fall dass die post beschlagtnahmt wird und der umschlag "aus versehen" aufgerissen wird.)
    davon abgesehen wäre die beschlagnahme der kommunikation (also z.b. mails) im rahmen einer strafverfolgung sicherlich rechtlich mit ganz anderen hürden verbunden, als dass die geheimdienste und sicherheitsbehörden pauschal an die kommunikations-metadaten im rahmen einer "vorratsdatenspeicherung" kommen, aber es ist ja schlicht technisch möglich...

  12. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: Eheran 09.02.17 - 11:15

    >würde die politik kaum auf die idee einer metadatensammlung (wer schreibt wem?) oder standorterfassung kommen
    Wieso denn nicht? Die Daten liegen bei der Post schon vor oder können sehr einfach noch hinzugefügt werden.

  13. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: torrbox 09.02.17 - 11:17

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Industriegebiet passiert weniger als im Gewerbegebiet :P


    Man darf ja nicht sagen, dass das aus sozio-ökonomischen Gründen weltweit in sozialen Brennpunkten, in denen naturgemäß viele Zuwanderer aus ökonomisch schwachen Regionen leben, passiert. Weil sonst ist man ja "rechts".

    Deswegen lasse ich das lieber.

  14. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: cypeak 09.02.17 - 11:32

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >würde die politik kaum auf die idee einer metadatensammlung (wer schreibt
    > wem?) oder standorterfassung kommen
    > Wieso denn nicht? Die Daten liegen bei der Post schon vor oder können sehr
    > einfach noch hinzugefügt werden.
    nur die zieladressen werden automatisiert verarbeitet um die sendungen "routen" zu können; zudem wird ein brief auch zugestellt auch ohne dass ein absender außen auf dem umschlag vermerkt ist.
    zudem könnte es etwas merkwürdig anmuten wenn man zu jeder briefsendung seine daten mitgeben müsste ^^

  15. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: Palerider 09.02.17 - 12:05

    > Du meinst realistische Sicht der Dinge. Ich hole halt lieber meine Freundin
    > aus dem Industriegebiet ab, anstatt mich danach zu beschweren, dass sie
    > vergewaltigt wurde. Dass das illegal ist, hilft nach der Tat nämlich gar
    > nichts. Lieber entferne ich die Möglichkeit dessen aus dem Universum.

    Nach der Logik kannst Du dann auch die Vergewaltigung und überhaupt alles, was machbar ist legalisieren... damit stehst Du glücklicherweise ziemlich alleine da.

  16. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: torrbox 09.02.17 - 13:29

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du meinst realistische Sicht der Dinge. Ich hole halt lieber meine
    > Freundin
    > > aus dem Industriegebiet ab, anstatt mich danach zu beschweren, dass sie
    > > vergewaltigt wurde. Dass das illegal ist, hilft nach der Tat nämlich gar
    > > nichts. Lieber entferne ich die Möglichkeit dessen aus dem Universum.
    >
    > Nach der Logik kannst Du dann auch die Vergewaltigung und überhaupt alles,
    > was machbar ist legalisieren... damit stehst Du glücklicherweise ziemlich
    > alleine da.

    Ja glücklicherweise bin ich der einzige Unvergewaltigbare und der einzige Unüberwachbare. Da muss man mir gleich vorwerfen, dass ich das angeblich deswegen legalisieren will.

  17. Re: Warum die Diskussion?

    Autor: Moe479 10.02.17 - 03:56

    aha, weil geklaut wird sollte es kein gesetz gegen das klauen geben, auf dessen grundlage man verfolgung und belangung von möglichen tätern einleiten kann?

    wolltest du das uns wirklich sagen?

    die sache gestaltet sich recht eindeutig, der bnd verstößt offensichtlich alleine schon mit der massenhaften ausleitung von daten zur tkü gegen das grundgesetz und die staatsanwaltschaft führt keine wirklich klärende untersuchung dazu durch, kommt ihrer aufgabe nicht nach, bzw. wird dazu nicht in die lage versetzt.

    die gesetze die wir dazu formuliert haben sind schon halbwegs brauchbar, man muss sich nur trauen diese richtig zu gebrauchen.

    stattdessen wurde der affentanz mit einem alles zögerndem und zu nichts berechtigtem untersuchungsausschuss veranstaltet, von so etwas lahmen wäre ich als geheimdienstler nicht einmal ansatzweise beeindruckt ...

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