Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › FAA: WLAN im Flugzeug kann Displays…

Warum sollte WLAN ein Display stören?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: thecrew 02.10.14 - 17:51

    Verstehe ich nicht so ganz.. Die Displays sind verkabelt Und die Strahlung da oben ist eh höher als jedes Wlan. Warum sollte also ein Wlan Signal ein Display stören?

  2. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: plutoniumsulfat 02.10.14 - 18:20

    welche Strahlung? Frequenzen muss man da schon bedenken, auch wenn ich das Problem an sich für weit hergeholt halte.

  3. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: Klerrar 02.10.14 - 18:34

    > welche Strahlung?

    Er meint wohl Radioaktivität die da oben 20-30 mal höher ist als normal.

  4. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: MasterPopaster 02.10.14 - 18:34

    Nein aber mal ehrlich. Kann hier mal bitte ein Luft- und Raumfahrttechniker (oder sonst jemand der sich mit genau diesem Thema auskennt) aufkreuzen und uns das erklären!

    Das WLAN-Frequenzen und Kommunikationsfreqeunzen sich überschneiden ergibt wohl Sinn. Wenn das passiert dann hat natürlich jemand ganz kräftig was falsch gemacht. Ist wohl nicht besonders schwer da sicherzustellen dass diese sich nicht überschneiden. Aber was zur Hölle hat das mit irgendwelcher Steuerelektronik oder gar Displays zu tun?!?!?!?!?!!?

    Bitte Gott, erleuchte uns!

  5. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: tingelchen 02.10.14 - 19:00

    Habe keine Luftfahrttechnik studiert. Aber damit ein WLAN Signal ein Signal, welches in einem Kabel verläuft wirklich zu stören, muss man schon einiges an Leistung ins Funksignal stecken. Das geht schließlich nur per Induktion. D.h. der Pilot muss sein Gerät schon direkt auf das Display legen, damit überhaupt genug von der Funkleistung übrig bleibt um eine Störung zu verursachen.

    Ist also technisch aus zu schließen. Bleibt also nur, dass das Display über eine Funkschnittstelle verfügt, welche empfindlich auf die Pakete vom WLAN reagiert. Sprich es kann dazu führen das die Firmware des Display mit dem WLAN Protokoll zum Absturz gebracht werden kann.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage.... warum hat ein Display eine Funkschnittstelle?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.14 19:02 durch tingelchen.

  6. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: _4ubi_ 02.10.14 - 19:00

    Ich bin kein Duft- und Schaumfahrttechniker, aber das müsste doch bekannt sein.

    Elektro-Magnetische Felder beeinflussen Bauteile einer Platine. Für dieses Problem werden natürlich jede Menge Vorkehrungen getroffen.
    Vielleicht hatte ja Honeywell (der Hersteller der betroffenen Displays) in einer Serie schlechte/defekte EMV-Eigenschaften.

  7. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: fishmacc 02.10.14 - 19:18

    Ein WLAN stört sicher nicht, aber wenn da 200 Handys mit 100mW rumfunken, ist da eine ganze Menge HF in der Röhre, die durchaus schlecht abgeschirmte oder alte Geräte bewirken kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.14 19:19 durch fishmacc.

  8. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: Eheran 03.10.14 - 00:08

    Und wieviel der 200*100mW kommt am Display an?
    Selbst wenn wir annehmen, dass im Flugzeug keine weitere Abschirmung stattfindet, also wie auf freiem Feld. Ein Kugelstrahler mit 20W Leistung gegen ein Display von 10x10cm.
    Dann rechnen wir mal:
    Abstand : theoretisch maximal mögliche Leistung
    . . 10cm : 6W
    . . . . 1m : 0,06W
    . . . 10m : 0,0006W
    . . . 20m : 0,0002W

    Realistisch sind nochmal deutlich kleinere Leistungen. So im Bereich 0,X µW.

  9. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: sub7 03.10.14 - 11:27

    Also um das mal aus Luftfahrttechnischer sicht zu beschreiben (Arbeite bei einem Zulieferer für Boeing, Airbus und Co und wir machen auch viel mit Displays usw.)

    Um ein Display in der Luftfahrt zu Zertifizieren, sprich nen Stempel dafür zu bekommen, dass es im Flugzeug eingesetzt werden darf/kann, müssen bestimmte Strahlentests durchgeführt werden (susceptibility tests/EMV, auch nachzulesen in der DO-160 Rev G http://en.wikipedia.org/wiki/DO-160).

    Dazu werden die Geräte die Verbaut werden sollen, im Labor bestimmten Abstrahlungen einer Antenne ausgesetzt. Hier wird nacheinander jede denkbare Frequenz bestrahlt (etwa 100kHz bis 10 GHz). Während dieser Zeit darf es zu keinen Ausfällen, Störungen, Abweichungen des Verhaltens kommen.

    Nach DO-160 sind hier verschiedene Strahlungsgrenzen ausschlaggebend die in V/m² gemessen werden. Je nach Flugzeug kann das schonmal bis zu 150V/m² sein, was so viel ist , dass ich keinem Empfehlen würde da auch nur ansatzweise in der Nähe zu sein, wenn derjenige noch Kinder will ;)
    Darunter fallen mit 2,54GHz logischerweise natürlich auch WLAN Frequenzen.
    Und was 200-500 WLAN Antennen abstrahlen (gehen wir mal vom Worst Case aus), ist lächerlich im Vergleich zu den Laborversuchen.

    Da die Displays von der FAA und anderen Zertifizierungsbehörden abgenommen wurden und diese Strahlentests bestanden haben müssen, ist es schwer nachzuvollziehen, wieso die FAA hier nun einen Austausch möchte.

    Der einzige Grund der mir hier einfallen würde, ist, dass die FAA die Displays gerne alle nach der Rev. G der DO-160 haben möchte diese aber nur mit Rev. F zertifiziert wurden (von Revision F nach G sind die Anforderungen höher geworden).

    Denn wie Boeing schon schrieb die MBTF (das ist die beschreibung der Zeit ohne Fehler in der Luftfahrt) scheint hier sehr sehr hoch zu liegen, zummindest was Ausfälle wegen Strahlung angeht....

    in diesem Sinne. LG



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.10.14 11:28 durch sub7.

  10. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: bofhl 03.10.14 - 11:46

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe keine Luftfahrttechnik studiert. Aber damit ein WLAN Signal ein
    > Signal, welches in einem Kabel verläuft wirklich zu stören, muss man schon
    > einiges an Leistung ins Funksignal stecken. Das geht schließlich nur per
    > Induktion. D.h. der Pilot muss sein Gerät schon direkt auf das Display
    > legen, damit überhaupt genug von der Funkleistung übrig bleibt um eine
    > Störung zu verursachen.

    Da die bei diesen Flugzeugen benutzte Hülle aber als "Spiegel" wirkt, könnte im extrem ungünstigen Fall eine Überlagerung der Signale entstehen und damit eine Spannungsspitze direkt in den Leitungen erzeugt werden. Da ja in den heutigen Elektronikbauteilen extrem geringe Spannungen zur Datenleitung benutzt werden, könnte es zu Beschädigungen oder Störungen kommen. Genau das dürfte bei den besagten Tests basiert sein.

  11. Re: Warum sollte WLAN ein Display stören?

    Autor: bofhl 03.10.14 - 11:56

    Das die FAA neuerdings am liebsten alles auf den höchst möglichen Revision-Level haben möchte hat durchaus auch damit zu tun, dass einige der US-Luftfahrtunternehmen+Zulieferer aktuell so einige Absatzprobleme haben!
    Neben dem schlechter werdenden Verkauf von Boeing-Maschinen betrifft das auch noch die anderen Hersteller (Raytheon und Honeywell lassen grüßen), die hier vor allem von den Reduktionen im Militärbereich (hier vor allem bei den Stornierungen JSF, den Tankflugzeugen, usw.) betroffen sind.

    Man braucht sich ja nur die letzten Meldungen der NASA zu Gemüte führen - auf einmal soll ja wieder ein 'echtes' rein US-gebautes Raumfahrzeug /Shuttle/ gebaut werden!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, München
  2. BWI GmbH, Bonn / mehrere Standorte
  3. Landratsamt Reutlingen, Reutlingen
  4. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 139,00€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IAA 2019: PS-Wahn statt Visionen
IAA 2019
PS-Wahn statt Visionen

IAA 2019 Alle Autobosse bekennen sich auf der IAA zur Nachhaltigkeit, doch auf den Ständen findet man weiterhin viele große, spritfressende Modelle. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist das Konzept der Automesse noch zeitgemäß?
Eine Analyse von Dirk Kunde


    Umwelt: Grüne Energie aus der Toilette
    Umwelt
    Grüne Energie aus der Toilette

    In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
    Von Monika Rößiger


      Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
      Elektrautos auf der IAA
      Die Gezeigtwagen-Messe

      IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
      Ein Bericht von Dirk Kunde

      1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
      2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
      3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

      1. Telekom: Stadtwerke wollen neue Glasfasermonopole schaffen
        Telekom
        Stadtwerke wollen neue Glasfasermonopole schaffen

        Telekom und Vodafone sind sich einig gegen die Stadtwerke und deren TK-Töchter. Planungen werden häufig von Kommunen, die selbst ausbauen wollen, verschleppt und verzögert.

      2. Europa: Google steckt 3 Milliarden Euro in europäische Rechenzentren
        Europa
        Google steckt 3 Milliarden Euro in europäische Rechenzentren

        Google nimmt für den Standort Europa viel Geld in die Hand. So soll in Finnland ein weiteres Rechenzentrum für 600 Millionen Euro entstehen. Weitere Standorte hat Google in Irland, Belgien, den Niederlanden und auch Deutschland.

      3. 35 Jahre Elite: Der Urknall der Open-World-Spiele
        35 Jahre Elite
        Der Urknall der Open-World-Spiele

        Mit Elite war es erstmals möglich, in einem Computerspiel ein ganzes Universum auf eigene Faust zu erkunden. Golem.de blickt anlässlich des 35-jährigen Jubiläums auf den Klassiker und seinen bemerkenswerten Werdegang zurück.


      1. 15:46

      2. 14:58

      3. 14:49

      4. 14:45

      5. 14:32

      6. 14:20

      7. 14:07

      8. 13:45