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Existenzbedrohend

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  1. Existenzbedrohend

    Autor: FattyPatty 22.12.16 - 17:33

    Sollte bei den Nutzern der Eindruck entstehen, sie können nicht mehr frei sprechen und werden von Denunzianten umzingelt, dann ist Facebook schnell weg vom Fenster.

    An Facebooks Stelle würde ich in die Offensive gehen und international kommunizieren, dass in Deutschland zunehmend Meinungsdiktatur herrscht und private Unternehmen gezwungen werden, ohne Rechtsgrundlage Beiträge zu zensieren oder zu entfernen.

    Nur das allerwenigste, das politisch inkorrekt ist, ist auch strafbar! Wir leben in gefährlichen Zeiten, in der profitorientierte kommerzielle Aktivisten im Gleichschritt mit Medien und Regierung die freie Rede abschaffen wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.12.16 17:33 durch FattyPatty.

  2. Re: Existenzbedrohend

    Autor: Quantium40 22.12.16 - 17:54

    FattyPatty schrieb:
    > Nur das allerwenigste, das politisch inkorrekt ist, ist auch strafbar!
    Zwischen nur politisch inkorrekt und persönlichen Beleidigungen oder Bedrohungen, Aufrufen zu Massenmord bzw. Volksverhetzung oder Nazicontent inkl. Hakenkreuzen und SS-Runen liegt aber noch ein weiter Unterschied.

    > Wir
    > leben in gefährlichen Zeiten, in der profitorientierte kommerzielle
    > Aktivisten im Gleichschritt mit Medien und Regierung die freie Rede
    > abschaffen wollen.
    Blödsinn.

  3. Re: Existenzbedrohend

    Autor: TheSniperFan 22.12.16 - 19:44

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > snip
    Du hast zwar Recht wenn du sagst, dass der Threadstarter zu Vieles über einen Kamm schert, denkst jedoch selbst nicht bis zu Ende.

    Die Qualität solcher Maßnahmen (sei es jetzt gegen "Hatespeech" oder "Fake-News") hinkt einzig und allein an der Umsetzung. Daran, und nur daran, bemisst sich ob er Recht behält oder nicht.
    Das du sagst, dass Das was er gesagt hat "Blödsinn" ist, ist scheißegal da weder du noch ich entscheiden. Am Ende entscheiden diejenigen die Löschen bzw. das Ganze anordnen.

    Das Problem welches ich persönlich mit dem ganzen Anti-Hatespeech und Anti-Fake-News Ansätzen habe ist, dass ich nicht weiß wie man sie loswerden soll ohne die Büchse der Pandora zu öffnen*. Bei dem unglaublichen Volumen an Postings auf Facebook, Reddit, Twitter usw. brauchst du ein mächtiges logistisches Werkzeug, wenn du nicht willst, dass ein Mordaufruf an allen Muslimen zwei Wochen lang stehen bleibt bevor ein Mitarbeiter sich durch die Unmengen anderer Postings in seinem Posteingang durchgearbeitet hat. Und genau hier liegt der Hund begraben. Die Infrastruktur die du hierfür schaffst, ist mindestens das Fundament für Orwell's Wahrheitsministerium.
    Ich würde an dieser Stelle ja eigentlich auf die "Rosa Listen" verweisen, aber anscheinend ist Geschichte ja voll langweilig, uncool und was könnte man schon aus ihr lernen? (Ja, das war Sarkasmus.)

    Worauf du dich verlässt ist das diejenigen die Löschen die Grenze zwischen "Hatespeech" und einer vollkommen legalen und legitimen Meinungsäußerung genau da ziehen wo du sie ziehst. Und komm mir jetzt bloß nicht mit den Gesetzen. Was nicht dehnbar genug ist wird im Zweifelsfall solange ignoriert, bis die nächst höhere Behörde Druck macht (siehe: die BND/NSA-Geschichte und die VDS).
    Und das gilt sowieso nur solange wie es der Staat macht. Sobald die jeweiligen Plattformen Das selbst in die Hand nehmen, hast du nicht einmal mehr diese Möglichkeit zur Kontrolle. Dann verstößt halt was nicht passt einfach gegen die AGBs, und sowieso sind das ja private Unternehmen und Zensur kann nur vom Staat ausgehen. Ja, ich weiß das der letzte Punkt absoluter Blödsinn ist, er wird aber dennoch gerne als Legitimation hinzugezogen.
    Automatisierte Systeme wie auf YouTube funktionieren erst recht nicht. Ein Posting auf einem dedizierten Brigarding Subreddit wie SRS oder einer entsprechenden Gruppe auf Facebook/Twitter/etc. und du generierst dir schnell meherere tausend Abuse-Reports gegen was auch immer dir nicht passt.

    Wie voreingenommen auf Twitter gelöscht (bzw. nicht gelöscht) wird, ist schon des Öfteren aufgefallen ("#KillAllMen" und Konsorten sind ja absolut nicht sexistisch und mit Hass haben sie ja rein gar nichts zu tun).
    Jemand hat vor Kurzem in einem kleinen Experiment ausprobiert. Mit zwei frischen Accounts wurden zwei Tweets (welche zweifelsohne unter "Hatespeech" fallen) gemacht und danach Twitter gemeldet.
    Tweet a: I fucking hate black people and their inconsiderate asses for voting for Clinton. Fuck you.
    Tweet b: I fucking hate white people and their inconsiderate asses for voting for Trump. Fuck you.
    Beide haben eine Antwort vom Twitter Support bekommen.
    Antwort 1: We've investigated and suspended the account you reported as it was found to be participating in abusive behavior.
    Antwort 2: We reviewed your report carefully and found that there was no violation of Twitter's Rules regarding abusive behavior.
    Ich überlasse das Zuordnen der Antworten zu den Tweets mal dir.


    Wenn es eine Sache gibt die definitiv ins SJW-Standardrepertoire fällt, ist es zu behaupten für einen noblen Zweck zu kämpfen, sich dann wie ein absolutes Arschloch zu verhalten und, sobald jemand einen dann zur Rede stellt, fragen was man denn gegen den Kampf für einen derart noblen Zweck habe. (Das Ganze hat auch einen Namen, aber ich finde ihn nicht mehr. War irgendeine Mittelalter-Metapher.)

    *Der Kampf gegen Fake-News ließe sich gewinnen, wenn man mehr Wert auf Fakten legen würde. Ich denke aber nicht, dass das so schnell (wenn überhaupt) geschehen wird, da es Gruppen gibt denen die Fakten nicht passen. Spontan fallen mir zwei Gruppen ein:
    1. Leute die an Lügen gut verdienen (siehe: Lobbyisten wie Klimawandel-Verweigerer und die Atom-Lobby)
    2. Dogmatiker (siehe: SJWs)
    Vor Allem Letztere kann ich nicht verstehen. Was zur Hölle ist so schwer daran es sich einzugestehen wenn falsch lag? Statt dessen geht man bis ans Ende um den eigenen Glauben zu bestätigen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.12.16 19:46 durch TheSniperFan.

  4. Re: Existenzbedrohend

    Autor: User_x 22.12.16 - 20:51

    fakenews sind ao alt wie die menschheit. glaube daher nicht, dass wir sowas auf einmal stoppen können, nur weil es jetzt per gesetz kommen soll.

    drohen, beleidigen, dafür gibts bereits gesetze. inwieweit jetzt hetze oder meinungsfreiheit vorliegt, wenn man sowas wie "ich mag nicht, dass die hier sind" oder "ich will, dass die gehen" ablässt, wäre eine frage die gerichte klären sollten. glaube mich sogar daran zu erinnern, dass solche kommentare in der ard oder dem hr nach dem berliner anschlag von passanten früh morgens ausgestrahlt wurden, aber ich werd jetzt bestimmt nicht im web ne quelle suchen um bloß keine fakenews draus zu machen (glaubts oder halt nicht - mir egal).

  5. Re: Existenzbedrohend

    Autor: Moe479 22.12.16 - 21:16

    fake news ... hate speach ... propaganda ... zugeschissene wände/graffiti gab es schon immer!

    z.b. de bello gallico (Über den Krieg in Gallien) war pures 'hatespeach' seitens julius caesar, die einzige logik darin war sein ausserhalb des werkes gelegnes interesse am posten des imperators, sich auch darüber dorthin zu befördern ... über das verbreiten von neuen wahrheiten/üblen lügen, diese sind für den geneigten leser auch durchaus leicht entlarvbar, wer angeblich dumme als schlau und hinterlistig verkaufen möchte, will einen ein sehr wohl bären aufbinden ... man muss nur einmal genauer hinschauen. er machte es einem noch nicht einmal besonders schwer!
    ein wohl genialer kämpfer aber ein schlechter friedenshüter ... über den bock zum gärtner machen ... das währe der ehrliche untertitel zu seinem werk gewesen ... an den folgenden tragischen ereignissen hatte er mit nichten unschuld, aber auch und vor allem jeder der ihm vorschuss gewährt/geglaubt hat!

    geschichte nicht zu vergessen, überhaupt reflektieren zu können, bedeutet leider einen aufwand den viele scheuen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 22.12.16 21:22 durch Moe479.

  6. Re: Existenzbedrohend

    Autor: Moe479 24.12.16 - 02:01

    sry, das ist eine frage der eigenen einstellung, nicht die der auf der basis abstrakten und zuweilen abstrusen oder antiquierten gesetzen antwortenden gerichte, denn die geben das höchstens mehrheitsbezogen delatiert wieder, sind kein guter anlaufpunkt für aktuellste problemfragen, ebend weil sie die gesetze nicht machen, sondern nur zur umsetzung bemüht werden.

    die einstellung zur gesellschaft ist die aufgabe jedes einzelnen der in einer gesellschaft leben will, wer selbst in freiheit leben will, darf dies imho keinenem ohne real gewordene not verwehren, denn wie du mir so ich dir, denn dann verliert er seine eigene freiheit! was ich anderen aufbürde wird auch mir zur last gelegt werden, und wer sich da rauscheren möchte ist ein feigling bzw. drecksack, nur so meiner ganz bescheidenen meinung nach, der soll sich gefälligst wegscheren!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.12.16 02:03 durch Moe479.

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