Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Fast 8.000 Fälle: FBI kann jedes…

Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: highrider 11.01.18 - 11:27

    > Der Jurist unterstrich, dass ihm und seinen Leuten
    > nicht an Massenüberwachung gelegen sei, sondern
    > nur an Fällen mit konkretem Verdacht.

    Haben die nicht genug mit der Aufklärung bereits begangener Straftaten zu tun, dass sie reinen Verdachtsfällen nachgehen wollen?

  2. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: toastedLinux 11.01.18 - 11:32

    Bis ein Richter sagt dass du schuldig bist, bist du nur ein Verdächtiger. Und damit ein Richter das festlegen kann, sollte er Beweise haben und diese finden sich unter anderem auf Handys. Und darüber regt er sich auf, denn da scheint die NSA nicht mehr dran zu kommen.

  3. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Gucky 11.01.18 - 11:44

    Aber in vielen Fällen in den USA bist du bereits als Verdächtiger schon vorab Schuldig.
    Je nach Fall werden Gesetzte auch großzügig gegen dich eingesetzt.

  4. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: highrider 11.01.18 - 11:50

    Da sind sicherlich hilfreiche Informationen drauf. In den 70er Jahren wurden auch Anschläge verübt, Verbrechen begangen, Menschen getötet, Gelder verschoben und man konnte vieles davon aufklären auch ohne Chatprotokolle, Bewegungsprofile etc.

    Kommt die klassische Ermittlungsarbeit zu kurz, weil man es einfacher haben könnte, wenn man auf alle Informationen zugreifen dürfte und könnte?

  5. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Lagganmhouillin 11.01.18 - 11:51

    Nicht nur in den USA. Siehe #metoo. (Wobei es hier in vielen Fällen nicht mal um Straftaten geht. Aber vorverurteilt ist man trotzdem.)

    Aber generell hat der Vorposter recht: am Anfang gibt es mal nur einen Verdacht, und wenn es sich um ein Offizialdelikt handelt, müssen die Behörden aktiv werden und ermitteln.

  6. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Lagganmhouillin 11.01.18 - 11:52

    highrider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da sind sicherlich hilfreiche Informationen drauf. In den 70er Jahren
    > wurden auch Anschläge verübt, Verbrechen begangen, Menschen getötet, Gelder
    > verschoben und man konnte vieles davon aufklären auch ohne Chatprotokolle,
    > Bewegungsprofile etc.
    >
    > Kommt die klassische Ermittlungsarbeit zu kurz, weil man es einfacher haben
    > könnte, wenn man auf alle Informationen zugreifen dürfte und könnte?

    Ja, da hat aber auch meistens eine einfache Telephonüberwachung gereicht. Ich glaube schon, daß das zunehmend ein Problem wird, daß Kriminelle sichere Kommunikationswege benutzen.

  7. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: SJ 11.01.18 - 12:27

    Nein, das geht vom Verdächtigten zum Beschuldigten zum Angeklagten zum Schuldigen

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  8. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 11.01.18 - 13:27

    Lagganmhouillin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, da hat aber auch meistens eine einfache
    > Telephonüberwachung gereicht.

    Ich sehe da keine relevanten Unterschied:

    In den 70ern wussten (einigermaßen helle) Straftäter, dass Telefonleitungen angezapft und Wohnungen durchsucht werden könne, also haben sie das gemacht, was auch Gauner schon Jahrtausenden praktizieren: Sie haben ihre Kommunikation mittels eigener Code-Sprachen verschlüsselt und/oder sind auf Kommunikationswege ausgewichen, die nicht überwacht werden konnten (Briefpost) oder nicht überwacht werden durften (über den Anwalt); sie haben tote Briefkästen genutzt, Geheimtinte und Behälter, die ihren Inhalt bei unsachgemäßer Öffnung unbrauchbar machen - also witzigerweise genau das gleiche Instrumentarium, dass auch Geheim- und Nachrichtendienste verwenden.

    Heute schreiben sie (außer bei besonders sicherheitsbewussten Zeitgenossen) wieder im Klartext, weil ihre Kommunikation technisch verschlüsselt ist. Das Ergebnis ist aber dasselbe: Ermittler haben keinen Zugriff auf den Inhalt und müssen zusehen, dass sie ihren "Personen von Interesse" anderweitig zu Leibe rücken.

  9. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: SJ 11.01.18 - 13:29

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ergebnis ist aber dasselbe: Ermittler haben keinen Zugriff auf den
    > Inhalt und müssen zusehen, dass sie ihren "Personen von Interesse"
    > anderweitig zu Leibe rücken.

    Du willst damit sagen, dass die tatsächlich Polizeiarbeit machen müssen?

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  10. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 11.01.18 - 13:42

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du willst damit sagen, dass die tatsächlich Polizeiarbeit
    > machen müssen?

    Selbstverfreilich. Aber bitte nicht weitersagen.

  11. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: bombinho 11.01.18 - 14:07

    Lagganmhouillin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber generell hat der Vorposter recht: am Anfang gibt es mal nur einen
    > Verdacht, und wenn es sich um ein Offizialdelikt handelt, müssen die
    > Behörden aktiv werden und ermitteln.

    Das halte ich nur fuer eingeschraenkt richtig. Eine Menge Ermittlungsverfahren muessen wegen mangelnden oeffentlichen Interesses eingestellt werden. Die Frage ist, warum Diese ueberhaupt erst aufgenommen wurden, ohne dass es relevante Anzeigen gegeben haette. Damit ist die Frage nach aufkommender Langeweile durchaus berechtigt.

    Ohne einen Anwalt laufen die Ermittelten regelmaessig in boese Fallen und werden von unbescholtenen Buergern zu vorbestraften Buergern wie zum Beispiel durch einen unvermeidbaren Abflug von einer vereisten Strasse, nachdem sich die Insassen zur Vorsicht im Krankenhaus haben untersuchen lassen.
    Und da werden nicht etwa die fuer die Strassenraeumung zustaendige Gemeinden auf das Korn genommen sondern Privatpersonen, die einen Fahrfehler begingen, welcher durch unzureichend sichere Strassenkonditionen verursacht wurden.
    Ohne Beruecksichtigung, dass der/die FahrerIn bereits den Schaden am Fahrzeug hinnehmen musste und ansonsten keinerlei gesundheitliche und/oder materielle Schaeden entstanden sind abseits von Schreck und einigen Prellungen.

    Wer dort auf das Rechtssystem vertraut und glaubt, auch und speziell bei voellig unsinnigen Lapalien unbeschadet ohne Rechtsbeistand davon zu kommen, schlicht weil die Ermittlungssituation eigentlich voellig surreal scheint und jedes gesunden Menschenverstandes entbiert, der kann ganz schnell lernen, welch grossen Fehler er damit begangen hat.

  12. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: FreiGeistler 12.01.18 - 07:18

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis ein Richter sagt dass du schuldig bist, bist du nur ein Verdächtiger.
    > Und damit ein Richter das festlegen kann, sollte er Beweise haben und diese
    > finden sich unter anderem auf Handys. Und darüber regt er sich auf, denn da
    > scheint die NSA nicht mehr dran zu kommen.

    Man wird auch bei dringendem Tatverdacht in Gewahrsam genommen...
    Warum soll Gevater Staat dann nicht den Schlüssel verlangen dürfen?

  13. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 12.01.18 - 08:32

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man wird auch bei dringendem Tatverdacht in
    > Gewahrsam genommen... Warum soll Gevater Staat
    > dann nicht den Schlüssel verlangen dürfen?

    Verlangt werden darf viel, nur entsprechen muss man dem Verlangen nicht - warum auch, es gibt ja keine Handhabe. Und selbst wenn es diese gäbe: Ebenso, wie man die Aussage verweigern kann, muss man auch nichts anderes unternehmen, was einen belasten könnte.

    Man kann natürlich immer noch auf richterliche Anordnung verpflichtet werden, das Gerät bzw. die Daten zu entschlüsseln, aber selbst dann ist das ein völlig separierter Vorgang. Wenn man sich dann weiterhin weigert, kommt womöglich das komplette Programm bis hin zur Beugehaft zum Tragen, aber für das, weswegen man entschlüsseln soll, darf die Weigerung - in Rechtsstaaten - nicht angerechnet werden. Und das ist auch gut so.

  14. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: SJ 12.01.18 - 08:33

    Nemo tenetur

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  15. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 12.01.18 - 08:37

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nemo tenetur

    Leider gilt allzu oft eher "Fiat iustitia, ruat caelum!" ...

  16. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: SJ 12.01.18 - 08:42

    Nur ist nemo tenetur in der EMRK (Rechtsprechung) fest verankert und kann nicht so ohne weiteres ausgehebelt werden. Es wäre tatsächlich mal prüfenswert, was der EMGR zu den britischen Terrorabwehrgesetzen sagt.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  17. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: bombinho 13.01.18 - 17:57

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre tatsächlich mal
    > prüfenswert, was der EMGR zu den britischen Terrorabwehrgesetzen sagt.

    In Grossbritannien werden viele Gegebenheiten traditionell anders gehandhabt.
    Ich bin mir sicher, dass es da noch Uebergangsregelungen gab, die eine Anwendung von (bestehendem) nationalen Recht unter gegebenen Umstaenden erlaubte.
    Mittlerweile sieht sich Grossbritannien ohnehin nicht mehr daran gebunden (https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Menschenrechtskonvention#Vereinigtes_Königreich) und eine solche Bindung muesste erst erzwungen werden, sicherlich mit den ueblichen Uebergangsfristen/-regelungen usw. usw.

    Zudem da auch in Deutschland gerne daran herumgehebelt wird z.B. durch versprochene Strafmilderung. Aber eigentlich fliesst da ja nur die erkennbare Reue in die Strafmaszfestlegung ein ;)

  18. Re: Straftatsermittlungen versus Verdachtsfälle

    Autor: SJ 13.01.18 - 18:17

    Das habe ich nicht mitbekommen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Stadt Nürtingen, Nürtingen
  2. Landkreis Hameln-Pyrmont, Hameln-Pyrmont
  3. JENOPTIK AG, Jena
  4. Joyson Safety Systems Aschaffenburg GmbH, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 49,70€
  2. 339,00€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


MINT: Werden Frauen überfördert?
MINT
Werden Frauen überfördert?

Es gibt hierzulande einige Förderprogramme, die mehr Frauen für MINT begeistern und in IT-Berufe bringen möchten. Werden Männer dadurch benachteiligt?
Von Valerie Lux

  1. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
  2. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  3. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

Verkehrssicherheit: Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall
Verkehrssicherheit
Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall

Soll man tonnenschwere SUV aus den Innenstädten verbannen? Oder sollten technische Systeme schärfer in die Fahrzeugsteuerung eingreifen? Nach einem Unfall mit vier Toten in Berlin mangelt es nicht an radikalen Vorschlägen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Torc Robotics Daimler-Tochter testet selbstfahrende Lkw
  2. Edag Citybot Wandelbares Auto mit Rucksackmodulen gegen Verkehrsprobleme
  3. Tusimple UPS testet automatisiert fahrende Lkw

  1. Open Source: NPM-Chef geht schon nach wenigen Monaten wieder
    Open Source
    NPM-Chef geht schon nach wenigen Monaten wieder

    Nach nicht einmal einem Jahr Dienstzeit ist der Chef von NPM zurückgetreten. Das Unternehmen mit dem gleichnamigen Javascript-Paketmanager hat in diesem Jahr einige Mitarbeiter verloren, Arbeitnehmerklagen verhandeln müssen und eine aussichtsreiche Konkurrenz bekommen.

  2. Google: Chrome soll bessere Tab-Verwaltung bekommen
    Google
    Chrome soll bessere Tab-Verwaltung bekommen

    Der Chrome-Browser von Google soll künftig noch einfacher nutzbar sein. Die Entwickler setzen dafür Verbesserungen an der Tab-Verwaltung um. Links sollen sich einfach vom Smartphone auf den Rechner übertragen lassen und der Browser soll individueller werden.

  3. Samsung: Galaxy Fold bleibt extrem empfindlich
    Samsung
    Galaxy Fold bleibt extrem empfindlich

    Die versprochenen Überarbeitungen von Samsung an dem Falt-Smartphone Galaxy Fold, scheinen nach dem missglückten Marktstart doch nicht weitreichend genug zu sein. Eine offizielle Pflegeanleitung zeigt, wie empfindlich das Gerät weiterhin ist.


  1. 12:30

  2. 11:51

  3. 11:21

  4. 10:51

  5. 09:57

  6. 19:00

  7. 18:30

  8. 17:55